Bei ALG2 Erstantrag falsch/nicht informiert, Widerspruch HG (1 Betrachter)

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fnzi

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Hallo zusammen,

ich war letztens für meinen ALG2 Erstantrag beim JC und habe dieses für 1 Monat (April) beantragt, weil ich danach wieder Einkünfte habe, von denen ich selbständig leben kann.

Beim Gespräch hat mein SB mich darauf hingewiesen, dass es sich bei mir und meinen Eltern um eine Haushaltsgemeinschaft (HG) handelt. Entsprechend habe ich beim Antrag auch die Anlage HG insofern ausgefüllt, dass 2 Personen (Eltern) mit mir in einer HG leben. Was das für Folgen hat, hat er leider nicht erwähnt: meine Eltern sollen nun quasi alles von sich preisgeben... und das für 1 Monat ALG2.

Das möchte ich aber nur ungern. Komme ich aus der Sache nachträglich noch raus? Ich habe mich hier im Forum und im Internet etwas schlau gemacht und hätte nun folgendes Anschreiben an meinen SB formuliert:

Sehr geehrter Herr xxx,

wie Ich soeben erfahren habe fordern Sie laut Schreiben vom ... einen Nachweis über das Einkommen und Vermögen meiner Eltern. Grundlage ist die Vermutung nach § 9 Abs. 5 SGB II, wonach ich Leistungen von meinen Eltern erwarten könne, insofern dies nach deren Einkommen und Vermögen möglich ist und diese in einer Haushaltsgemeinschaft mit mir leben.

In unserem Gespräch am ... habe ich Ihnen mitgeteilt, dass ich zwar bei meinen Eltern wohne, jedoch für meine Kosten selbst aufkomme und ein eigenes Konto besitze. Entsprechend liegt wegen fehlendem gemeinsamen Wirtschaftens keine Haushaltsgemeinschaft, sondern eine Wohngemeinschaft vor. Zum Zeitpunkt unseres Gesprächs wusste ich über den Unterschied noch nicht Bescheid und wurde von Ihnen leider auch nicht darüber informiert.

Daher habe ich in meinem Antragsformular die Wohnsituation noch als HG vermerkt, obwohl es grundsätzlich nicht korrekt ist. Die Angaben in der Anlage HG sind demnach irrelevant bzw. insofern zu korrigieren, dass die Anzahl der in der HG lebenden Personen 0 (nicht 2) beträgt. Entsprechend ergibt sich somit auch keine Unterstützungsvermutung gemäß § 9 Abs. 5 SGB II, die sich nur auf Verwandte oder Verschwägerte innerhalb einer HG, nicht aber einer WG, bezieht.

Dementsprechend möchte ich der Unterstützungsvermutung gemäß § 9 Abs. 5 SGB II widersprechen und erkläre hiermit nochmals, dass kein gemeinsames Wirtschaften vorliegt und somit auch keine Hausgemeinschaft.​

Mit freundlichen Grüßen
 

ZynHH

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Ja, gut formuliert und alles drin. Lööpt.
 

topo87

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Hi Fnzi,

hatte das damals so geklappt bzw. wurde das Schreiben akzeptiert?

Danke und viele Grüße
 

erwerbsuchend

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@ topo87,

ich vermute, dass du wahrscheinlich keine Antwort von @ fnzi erhalten wirst, da er oder sie zuletzt am 04.04.2017 hier online war. Das kannst du in jenem Userprofil nachsehen.
 
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