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BEHÖRDEN-IRRSINN: Hartz IV gekürzt, weil sie sich ans Gesetz hielt

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ladydi12

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#2
Hallo @all,

was lernt man daraus? Einen Nebenjob meldet man erst dann der ARGE verbindlich, wenn der erste Lohn von dem Arbeitgeber geflossen ist und nicht eher!

meint ladydi12
 
E

ExitUser

Gast
#3
was lernt man daraus? Einen Nebenjob meldet man erst dann der ARGE verbindlich, wenn der erste Lohn von dem Arbeitgeber geflossen ist und nicht eher!
Exakt so ist es.

Mir ist es vor über zwei Monaten genau so ergangen, als ich meinen 400€-Job angetreten habe. Dieser war am 31.12.09 beendet, aber ein neuer Job steht u.U. schon im Raum.

Diesen Job werde ich erst dann mitteilen, wenn ich meinen ersten Lohn erhalten habe.
 
E

ExitUser

Gast
#5
Sabrina P. suchte sich einen Job, um die Behörde zu entlasten ...
Wer schreibt so einen Käse eigentlich? Schon mal von jemandem gehört, der sich einen Job sucht, "um die Behörde zu entlasten"? :icon_twisted:

Als Freund der deutschen Mundart empfehle ich auch das wunderbare Zitat von Martin Behrsing: "Wir kenne etliche solcher Fälle." Mir san mir eben ...:biggrin:
 

Koelschejong

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#6
Meine Rede seit Jahr und Tag - es gibt keine Rechtsgrundlage für die Anrechnung fiktiven Einkommens.

Allerdings irrt Martin Behrsing, wenn er meint, die "Vorsteuerbezüge" (er meint die vereinnahmte USt.) würden nur den selbstständigen Aufstockern als Einkommen angerechnet.
Das ist falsch - in diesen "Genuß" kommt jeder Selbstständige der seinen Gewinn nach § 4 Abs. 3 EStG (sog. Einkommensüberschußrechnung) ermittelt.

Der katastrophale Unterschied liegt in der 6-monatigen Betrachtungsweise des SGB II und der nicht erfolgten Umsetzung steuerrechtlicher Handlungsweisen im SGB. Im Steuerrecht kann man die Abführung der Umsatzsteuer an das Finanzamt in den vorhergehenden Abrechnungszeitraum vorbuchen und damit die Umsatzsteuereinnahme kompensieren, im SGB geht das nicht.
 
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#7
Aber jetzt stellt euch doch mal vor, sie hätte das wirklich erst nach Gehaltseingang gemeldet :eek:
Wer weiß, was sie ihr dann alles vorwerfen würden, von wegen Schwarzarbeit/Inanspruchnahme öffentlicher Gelder blabla oder sowas....
und das hier
Sabrina P. suchte sich einen Job, um die Behörde zu entlasten
natürlich, mein einziger Gedanke ist, wenn/dass ich Arbeit suche, um die Arge zu entlasten :icon_party:
 

farger4711

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#8
Hallo ihr Lieben,

eine neue Arbeit erst zu melden, wenn der erste Lohn kommt, kann ich niemandem empfehlen.
Ich habe letztes Jahr im Juni eine zweite Stelle angenommen und war fast garnicht mehr zu Hause. Mit anderen Worten, ich habe schlichtweg vergessen bei der Arge Bescheid zu sagen, dass ich noch 'ne Arbeit habe und noch mehr Geld verdiene.
Ich habe dann lediglich Mitte Juli meine Verdienstabrechnungen eingereicht.
Es hat ca. 3 Tage gedauert und ich habe Post von der Arge im Briefkasten gehabt. Es wäre eine Überzahlung eingetreten und nun gab man mir die Möglichkeit bis zum xx Stellung zu nehmen, ansonsten würde nach Aktenlage entschieden.
Ich habe sofort dort angerufen, um das "Mißverständnis" zu klären.
Einen Bußgeldbescheid habe ich bekommen. 88,50€. Und die Überzahlung habe ich in 50.00€ Raten abgestottert.
Aber das habe ich nicht auf mir sitzten lassen und habe sofort meine Gewerkschaft aktiviert. Über den DGB ging das Ganze vor Gericht. Nach zähem Hin und Her hat der Richter dann entschieden, dass das Bußgeld in keinem Verhältnis zu meiner "Straftat" stünde und hat die Klage abgewiesen.

Als ich im November wußte, dass ich ab Januar Halbtags arbeite, habe ich sofort bei der Arge Bescheid gesagt. Denn so ein Theater muß ich nicht nochmal haben. Zum Glück verdiene ich jeden Monat das Gleiche.

Also ich kann nur jedem an's Herz legen, egal wie ätzend die Rechnerei der Arge auch ist, sagt bloß Bescheid.
 

Mario Nette

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#9
Fazit: Egal wie man es macht, man macht es falsch.

Meldet man es zu früh, ist man der Gekniffene, weil die ARGE im vorauseilenden Gehorsam sämtliche Zahlungen einstellt.

Meldet man es zu spät, ist man der Gekniffene, weil die ARGE im nacheilenden Gehorsam ein Bußgeld verhängt.

Meldet man es gar nicht, ist man rechtlich garantiert gekniffen.

Mario Nette
 

farger4711

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#10
Genau so ist es. Wenn man garnicht Bescheid sagt, wird die Arge es anhand der Kontoauszüge etc. rauskriegen!
Ist einer ehemaligen Kollegin von mir passiert. Es gab eine Strafanzeige, mit Termin bei der Polizei. Zum "Glück" ist sie "nur" zur Zahlung von 2mal 200,00€ verdonnert worden. Im Führungszeugnis ist auch nichts eingetragen.

Aber das war sicherlich der pure Streß. Davon mal abgesehen, wie dämlich muß man sein zu Glauben, man kommt damit durch :icon_neutral:

Mein Mann verdient jeden Monat anders. Wenn wir die Abrechnung einreichen, dauert es in der Regel eine Woche, bis wir den neuen Bescheid haben und dann Geld auf dem Konto.
Auch wenn die Aufrechnerei bäh ist, haben wir noch relativ Glück, dass es so zügig geht.

Hab' das auch schon anders erlebt.
 
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