behindertengerechtenwohnung

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nguermani

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Hallo zusammen,
ich bin neu hier und bitte um hilfe ,denn ich bin völlig verzweifelt.
Ich bin 33, schwerbehindert mit 90,G,B,RF und aG,habe pflegestufe 2 ,ich wohne in 1 zi. wohnung im 4 OG in berlin,meine Gesundheitzustand verschlechtet sich andauernd..Die Sache ist ich möchte in einem behindertengerechtenwohnung umziehen weil meine jetzige wohnung zu klein ist , bin auf einen Rollsthl angewiesen,habe kaum bewegungfreiheit...
Ich habe schon im April beim JobCenter einen Antrag mit eine Wohnung angebot gestellt aber bis heute habe ich keine bewilligung ,telefonich wurde mir gesagt dass die Wohnung zu teuer sei und mir steht nur ein mietobergrenze von 360 € als einzelperson.
Mir war leider unmöglich behindertengerechtenwohnungen bis diese mietobergrenze zu finden.
Ich werde Ihnen wirklich sehr dankbar sein wenn Sie mir sagen können, Wie ich vorgehen soll?Wie viel qm steht mir zu als Rollstuhlfahrer?werden trotzdem die miete für solchen wohnung übernommen ?Übrigens,ich habe schon einen WBS für 2 zimmer vom Wohnungsamt .
MFG nguermani
 
E

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Hi und herzlich willkommen im Forum :icon_smile:

ich weiß nicht, ob Du hier zu Deinen Fragen Hilfe finden kannst. Leider kann ich Dir nicht helfen.

Hoffe, daß Dir ein anderer User von hier noch zu Deinen Fragen schreibt und die auch beantworten kann.

Ich kenne ein sehr gutes Forum rund um das Thema "Schwerbehinderung". Dort habe ich mir schon hin und wieder mal gute Ratschläge geholt: Klick >>> Forum Schwerbehinderung-Aktuell - Info und Hilfe für behinderte Menschen

LG
 
E

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Gast
Hi nochmal,

fällt mir grade noch ein: Hast Du schon mal bei der Krankenkasse oder Pflegekasse angefragt was Du machen könntest? Oder bei einem "Pflegedienst" nachgefragt?

Vielleicht wissen die wie man das mit einer anderen Wohnung am besten umsetzen könnte. Vielleicht wird dies ja irgendwie bezuschusst da Du ja eine Pflegestufe 2 hast.

Ansonsten finde ich es ziemlich armselig und sehr beschämend was unser Staat in diesen Situationen tut ....

LG
 
E

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Gast
Hallo zusammen,
ich bin neu hier und bitte um hilfe ,denn ich bin völlig verzweifelt.
Ich bin 33, schwerbehindert mit 90,G,B,RF und aG,habe pflegestufe 2 ,ich wohne in 1 zi. wohnung im 4 OG in berlin,meine Gesundheitzustand verschlechtet sich andauernd..Die Sache ist ich möchte in einem behindertengerechtenwohnung umziehen weil meine jetzige wohnung zu klein ist , bin auf einen Rollsthl angewiesen,habe kaum bewegungfreiheit...
Ich habe schon im April beim JobCenter einen Antrag mit eine Wohnung angebot gestellt aber bis heute habe ich keine bewilligung ,telefonich wurde mir gesagt dass die Wohnung zu teuer sei und mir steht nur ein mietobergrenze von 360 € als einzelperson.
Mir war leider unmöglich behindertengerechtenwohnungen bis diese mietobergrenze zu finden.
Ich werde Ihnen wirklich sehr dankbar sein wenn Sie mir sagen können, Wie ich vorgehen soll?Wie viel qm steht mir zu als Rollstuhlfahrer?werden trotzdem die miete für solchen wohnung übernommen ?Übrigens,ich habe schon einen WBS für 2 zimmer vom Wohnungsamt .
MFG nguermani

Hallo, eine behindertengerechte Wohnung darf, so denke ich, in Ihrem Fall nicht abgelehnt werden. Wenn Sie noch erwerbsfähig sind, so können Sie parallel auch einen Antrag auf "Hilfe in besonderen Lebenslagen" beim Sozialamt stellen (Bei Erwerbsunfähigkeit wäre sowieso das Sozialamt bzgl. Grundsicherung zuständig). Bei Rollifahrer ist es eine Unmöglichkeit, wenn sich diese "Behörde" quer stellt. Allerdings darf man bei einer ARGE und auch bei einigen Sozialämtern nicht auf die Achtung der Menschenwürde hoffen. Diese muss man dann meist gerichtlich durchsetzen.

In der Rechtsprechung sind manche Sozialgerichte und Landessozialgericht unterschiedlicher Meinung, was einer Person die alleine lebt, an Wohnungsgröße zusteht. Allerdings hat das Bundessozialgericht in seiner Entscheidung B 14/11b AS 61/06 R, vom 18.06.2008, festgestellt dass für eine alleinstehende, nichtbehinderte Person 50 qm Wohnfläche ausreichend sind. Hierzu folgendes:

Hier sind die Angaben lt. Nutzungsrichtlinien im Wohnungsbindungsgesetz heranzuziehen bis zur u. a. Maximalgröße.

Alleinstehende bis zu 45 qm / lt. BSG eben 50 qm
Haushalte mit 2 Personen bis zu 60 qm
Haushalte mit 3 Personen bis zu 75 qm
Haushalte mit 4 Personen bis zu 90 qm
für jede weitere Person bis zu 15 qm


Sonderbedarf bei schwerer körperlicher oder geistiger Behinderung oder Dauererkrankung: bis zu 15 qm je Person (nur bei Nachweis, z. B. Schwerbehindertenausweis, Gewährung von Leistungen nach SGB XI oder § 53 SGB XII ff).
Weiterer zusätzlicher Wohnraum lt. Nutzungsrichtlinien (Alleinerziehende mit Kindern ab vollendetem 6. Lebensjahr und junge Ehepaare, bei denen keiner der Ehegatten das 40. Lebensjahr vollendet hat und deren Ehe noch nicht länger als 5 Jahre besteht) wird nicht berücksichtigt.

Dies sind aber nur Richtwerte. Am besten wird sein, den tatsächlichen Wohnraumbedarf (auch bezogen auf den Pflegeaufwand), von einem der behandelnden Ärzte attestieren zu lassen und dieses mit einer Erinnerung an den bereits gestellten Antrag, per Übergabe Einschreiben oder Einschreiben-Rückschein, nachzureichen. Somit ist die Notwendigkeit eines Umzugs gegeben und der Ermessensspielraum des Leistungsträgers sinkt auf Null.
 

Helga Ulla

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Gerade jetzt hat Deutschland die UN - Sozialcharta unterzeichnet, die die besonderen Bedingungen der Behinderten anerkennt. Leider hängt hier die Politik noch weit hinterher.

Bei den SBs hat sich das noch nicht herum gesprochen. Das beklagen auch die Betreiber der Lebenshilfe.
Siehe hierzu auch den Beitrag vom 9.6.2009 " Menschen be Maischberger" in der ARD-

In Deutschland lebt man immer noch nach dem Motto, wegsperren und aussortieren.

Schau einmal in den Mietspiegel von Berlin die dortige Höchstgrenze nach. Hiernach hast du als Behinderter auch einen Anspruch auf Wohnraummehrbedarf. Hier ist die Pflegekasse, und der beh. Arzt gefordert, die Weichen zu stellen.

Aber es wird leider nicht ohne Kampf gehen. Deshalb würde ich mir hier auch einen RA hinzu ziehen, der die Richtlinien mit der Wohnungsgröße und die finanziellen Mitteln für dich erkämpft.
 
E

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Gast
Gerade jetzt hat Deutschland die UN - Sozialcharta unterzeichnet, die die besonderen Bedingungen der Behinderten anerkennt. Leider hängt hier die Politik noch weit hinterher.

Bei den SBs hat sich das noch nicht herum gesprochen. Das beklagen auch die Betreiber der Lebenshilfe.
Siehe hierzu auch den Beitrag vom 9.6.2009 " Menschen be Maischberger" in der ARD-

In Deutschland lebt man immer noch nach dem Motto, wegsperren und aussortieren.

Schau einmal in den Mietspiegel von Berlin die dortige Höchstgrenze nach. Hiernach hast du als Behinderter auch einen Anspruch auf Wohnraummehrbedarf. Hier ist die Pflegekasse, und der beh. Arzt gefordert, die Weichen zu stellen.

Aber es wird leider nicht ohne Kampf gehen. Deshalb würde ich mir hier auch einen RA hinzu ziehen, der die Richtlinien mit der Wohnungsgröße und die finanziellen Mitteln für dich erkämpft.

Du meinst wahrscheinlich die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Die Sozialcharta ist von der EU. Habe diese UN-Konvention mal als PDF angehängt, in deutscher Übersetzung.
 

Anhänge

  • UN-BEHINDERTENRECHTSKONVENTION.PDF
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nguermani

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Hallo,
danke für Ihre rasche Antwort.ICh habe beim lesen im forum auf einen sehr interessenten beitrag vom PENDELTIER gestossen,wo steht dass einen Mindestflächenwert von 84qm einen behinderten zu steht...Ist es wahr?Wie sieht mit der mietkosten übernahme für solche wohnungen aus?
MFG nguermani
 
S

Sissi54

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Hallo nguermani !

Es gibt auch in Berlin Wohnungen, die behindertengerecht sind und im Bereich der KdU für ALG II-Empfänger liegen.
Ein Beispiel schicke ich Dir per PN.

Was Dir wirklich als Behinderter zusteht, erfragst Du am besten beim Wohnungsamt.
Die Argen "sollen" :confused: sich an diesen Richlinien orientieren.

:icon_daumen:
 

tansu

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Hallo,
ich bin auch neu hier und habe folgende Frage,vielleicht kennen Sie eine Antwort.......
habge GdB 100 % und G und aG,kann mich aber noch mit einem Rollator fortbewegen.....(zwar keine lange Strecken)ohne geht es garnicht,auch nicht in der Wohnung...zählt ein Rollator auch als Rollstuhl wegen Mehrbedarf?
Vielen Dank
 
E

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Hallo auch an tansu:

Das Merkzeichen aG sagt aus, dass eine außerordentliche Gehbehinderung vorliegt, wie z. B. bei einer Amputation ohne Prothesenversorgung, Rollstuhl und ähnliche Hilfsmittel. Deshalb steht jemandem mit diesem Merkzeichen noch mehr Quadratmeter an Wohnfläche zu, als z. B. einem Menschen nur mit G. Denn in das persönliche Umfeld der Person muss das Hilfsmittel, das zum Fortbewegen unerlässlich ist, mit einbezogen werden.

Falls aber der Mehrbedarf nach SGB II oder XII gemeint ist, also der Vomhundertsatz im entsprechenden Paragrafen, dann dürfte es prozentual nicht mehr geben als bei MZ G auch. Lediglich über einen höheren Bedarf, der nachweisbar sein muss, ist evtl. bei Bezug nach SGB XII etwas zu machen.
 

tansu

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Vielen Dank für die Antwort,
in erster Linie wollte ich es wegen den mir zustehen zusätzlichen qm wissen,da ich auf der Suche nach einer Wohnung bin und das erste Mal mit dem Arbeitsamt bzw. Jobcenter zutun habe..........ich mache z.Z eine Umschulung zur Industriekauffrau was diesen Monat endet und ich höchstwarscheinlich Arbeitslos dann direkt bin und keinen Anspruch auf ALG 1 habe,deshalb will ich mich vorab informieren bevor ich meine Anträge abgebe und das Gespräch mit dem Sachbearbeiter habe.......und bevor ich nicht weiss,was mir an qm und auch an Miete zusteht,ist es unklug eine Wohnung zu mieten......ist alles echt nicht einfach dieser ganze Bürokratiedschungel.......vielleicht gibt es noch einen Tip,wie ich trotz Privatinsolvenz die Mieter überzeugen kann:) ist mir zwar unangenehm und das Thema beschäftigt viele Menschen,da man leider durch äussere Umstände oder Schicksalschläge in diese Lage kam.....aber ich hatte nie Mietrückstände.....kann das ein überzeugendes Argument sein.........
vielen dank
 
E

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Gast
Vielen Dank für die Antwort,
in erster Linie wollte ich es wegen den mir zustehen zusätzlichen qm wissen,da ich auf der Suche nach einer Wohnung bin und das erste Mal mit dem Arbeitsamt bzw. Jobcenter zutun habe..........ich mache z.Z eine Umschulung zur Industriekauffrau was diesen Monat endet und ich höchstwarscheinlich Arbeitslos dann direkt bin und keinen Anspruch auf ALG 1 habe,deshalb will ich mich vorab informieren bevor ich meine Anträge abgebe und das Gespräch mit dem Sachbearbeiter habe.......und bevor ich nicht weiss,was mir an qm und auch an Miete zusteht,ist es unklug eine Wohnung zu mieten......ist alles echt nicht einfach dieser ganze Bürokratiedschungel.......vielleicht gibt es noch einen Tip,wie ich trotz Privatinsolvenz die Mieter überzeugen kann:) ist mir zwar unangenehm und das Thema beschäftigt viele Menschen,da man leider durch äussere Umstände oder Schicksalschläge in diese Lage kam.....aber ich hatte nie Mietrückstände.....kann das ein überzeugendes Argument sein.........
vielen dank

Dann guck mal hier nach. Dies sind Angaben zu den erforderlichen Wohnungsgrößen bei Behinderung. Ich würde das für mich Zutreffende heraussuchen und auf der Übernahme der Kosten für diese Wohnungsgröße bestehen:

nullbarriere - Wohnflächen - Wohnungsgrößen

Nach unten scrollen dort sind die Angaben für Rollifahrer
 

Theodor von Campe

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Hallo zusammen,
ich bin neu hier und bitte um hilfe ,denn ich bin völlig verzweifelt.
Ich bin 33, schwerbehindert mit 90,G,B,RF und aG,habe pflegestufe 2 ,ich wohne in 1 zi. wohnung im 4 OG in berlin,meine Gesundheitzustand verschlechtet sich andauernd..Die Sache ist ich möchte in einem behindertengerechtenwohnung umziehen weil meine jetzige wohnung zu klein ist , bin auf einen Rollsthl angewiesen,habe kaum bewegungfreiheit...
Ich habe schon im April beim JobCenter einen Antrag mit eine Wohnung angebot gestellt aber bis heute habe ich keine bewilligung ,telefonich wurde mir gesagt dass die Wohnung zu teuer sei und mir steht nur ein mietobergrenze von 360 € als einzelperson.
Mir war leider unmöglich behindertengerechtenwohnungen bis diese mietobergrenze zu finden.
Ich werde Ihnen wirklich sehr dankbar sein wenn Sie mir sagen können, Wie ich vorgehen soll?Wie viel qm steht mir zu als Rollstuhlfahrer?werden trotzdem die miete für solchen wohnung übernommen ?Übrigens,ich habe schon einen WBS für 2 zimmer vom Wohnungsamt .
MFG nguermani



Zuschüße für einen Umbau bsplw. gibt es von der
Pflegekasse.
Dort mal anrufen.
 
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