Behinderte Menschen werden genauso erbarmungslos sanktioniert wie gesunde

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dersichdenwolfärgert

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Heidi Steffen über den Umgang der Job-Center mit hörgeschädigten Menschen. Teil 1

Sie betreuen seit neununddreißig Jahren
Hörgeschädigte als Oraldolmetscherin und Interessenvertreterin.
Welche Auswirkungen haben die Hartz-IV-Reformen
für diese Leute?


Heidi Steffen: Die erste Auswirkung ist meiner Wahrnehmung nach, dass man für sie absolut nichts tut: Man lässt sich die Eingliederungsvereinbarung unterschreiben, dann offeriert man ihnen zwei bis drei Vorschläge minderwertiger Arbeitsplätze, die dann aber auch schon mindestens vier Wochen abgearbeitet und anderweitig durch Hörende besetzt wurden. Dann gibt es auch noch die Vermittlungsgutscheine, die man aber meiner Erfahrung nach nur schwer eingelöst bekommt.

Können Sie uns einmal den Fall eines Hörgeschädigten schildern, der sanktioniert wurde?

Heidi Steffen: Eine hörgeschädigte Mutter von zwei Kindern wurde beispielsweise wie folgt sanktioniert: Diese Frau war krank, wurde später auch operiert und konnte nicht zum Job-Center gehen. Sie hatte dafür eine Krankmeldung vom Arzt, aber das Job-Center hat zusätzlich eine sogenannte "Wegeunfähigkeitsbescheinigung" verlangt, wobei nicht einmal der Arzt wusste, was das ist. Diese "Wegeunfähigkeitsbescheinigung" auch hätte extra bezahlt werden müssen. Daraufhin hat man sie zuerst mit zehn Prozent, dann mit 30 Prozent sanktioniert.

Werden Hörgeschädigte von den Ämtern genauso behandelt wie gesunde Leute?

Heidi Steffen: : Ja. Ob jemand hörgeschädigt ist, interessiert die Ämter absolut nicht. Die Hörgeschädigten bekommen Angebote für Stellen, die nicht für Menschen mit Hörgerät geeignet sind, oder die schon längst besetzt sind. Oder sie müssen an irgendwelchen, sinnlosen Maßnahmen teilnehmen, die für Hörgeschädigte ungeeignet sind, weil sie dort nicht ausreichend hören können und weil dort keinerlei Rücksicht auf ihre Hörbehinderung genommen wird.
Sie bekommen auch nicht mehr Geld vom Job-Center, obwohl sie beispielsweise die Batterien und die Ersatzteilrechnungen für ihre Hörgeräte selbst bezahlen müssen. Das Gehörlosengeld, ähnlich wie das Blindengeld, wird in ganz vielen Bereichen Deutschlands nicht gezahlt und die Steuerfreibeträge können sie wegen des fehlenden Verdienstes nicht nutzen. Sie werden also rundum benachteiligt.

In Teil 2 des Gesprächs schildert Frau Steffen ihre Erfahrungen mit dem Vorstand der Bundesagentur für Arbeit und Suizidfälle bei Hartz IV-Beziehern......
Quelle:"Behinderte Menschen werden genauso erbarmungslos sanktioniert wie gesunde" | Telepolis
Generell behandelt man Menschen in den
Jobcentern unter aller Sau.

Egal ob man gesund, chronisch krank, behindert ist.

Da versucht man Epileptiker als Gerüstbauer zu vermitteln,
kaum sehende Menschen als LKW Fahrer, Asthmatiker
als Bauhelfer oder Dachdeckerhelfer.

Wenn nicht Sanktionen, der MDK erledigt dann
den Rest und die Atteste deines Arztes sind Geschichte.

Alle Erwerbslosen sind ja Simulanten oder stehen unter
dem Generalverdacht zu faul zum arbeiten sein.

Gerne kommt dann auch der übliche "Fallmanager"
Spruch:

"Sie wissen ja, das Ergebnis des Amtsarztes
steht IMMER über das Attest ihres Arztes.
(Als Beistand, selbst ein paar mal erlebt)

oder der Klassiker

"Jetzt stellen sie mal ihre Krankheit nicht so in den
Mittelpunkt, das leben ist kein Wunschkonzert"
(Wie fühlt sich ein kranker Mensch wohl dabei?)

"Wo ein Wille ist ist auch ein Weg!"

Dort herrscht offene Menschenverachtung,
Willkür ist an der Tagesordnung.

Da hilft auch die dümmliche Hochglanzpropaganda
der Jobcenter nichts.

dsdwä
 
S

Steamhammer

Gast
Verloren ist der, der WIRKLICH krank ist und mit den sog "Job"centern zu tu hat.
Wer es dagegen beherrscht, eine Krankheit geschickt zu simulieren, kann die schachmatt setzen in weiten Teilen. Dann zahlen die nur.
 
E

ExitUser

Gast
Ich lass mich überraschen.
Als chronisch Kranker und Schwerbehinderter habe ich nächsten Mittwoch meinen ersten Termin im JC, zur Antragsabgabe.
 

TimoNRW

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Aber das Problem was auftaucht ist doch es gibt kein Arbeite für diese Menschen, es kann nicht integriert werden. Macht das ein Jobcenter auf Dauer mit Zahlungen jeden Monat mit?
 
S

Steamhammer

Gast
Aber das Problem was auftaucht ist doch es gibt kein Arbeite für diese Menschen, es kann nicht integriert werden. Macht das ein Jobcenter auf Dauer mit Zahlungen jeden Monat mit?

Es versucht,Menschen mit künstlichen Tatbeständen Lebenswürde undmaterielle Sicherheit zu nehmen und sie so aus dem Leistungsbezug zu drängen.
 

gelibeh

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Aber das Problem was auftaucht ist doch es gibt kein Arbeite für diese Menschen, es kann nicht integriert werden. Macht das ein Jobcenter auf Dauer mit Zahlungen jeden Monat mit?
Solange nicht festgestellt ist, dass der Mensch keine 3 Stunden mehr täglich arbeiten kann, muss das JC das mitmachen. Dass es keine passenden Job gibt, ist das Problem des JC. Darum werden die, um die Statistik zu schönen, einen in unzähligen sinnlosen Maßnahmen parken.
 

TimoNRW

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Ja n mach mir da selber auch Gedanken was da kommen könnte.

Weil ich nicht mal schnell in ZAF vermittelt werden kann.

Stimmt da bleiben dann nur die Maßnahmen bei dem MATs. Aber da gibts dann ja sicherlich Möglichkeiten zur Gegenwehr egal in welcher Form.
 
E

ExitUser

Gast
Jobcentern unter aller Sau.

Egal ob man gesund, chronisch krank, behindert ist

unter anderen umständen würde jeder hier den anderen was auf die nuss hauen wollen
aber das Strafgesetzbuch unterbindet ja selbst justize ^^
 

BibiBlocksberg2009

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Ich wollte den Beitrag auch gerade einstellen. Danke, dass schon jemand schneller war....

Die Sache mit der Sanktion wegen fehlender WUB ist nicht haltbar.
Vermutlich hat die eLb aber alles wort- und klaglos so hingenommen, weil sie überfordert war.
Und das "Job"center wird diese Situation einer Behinderten schamlos ausgenutzt haben: "Sanktionieren wir doch einfach mal, sie kann ja immer noch Widerspruch einlegen".

Ich könnte gerade wieder .... :icon_kotz2:
 

Diana

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Sie sagte dann auch noch ganz frech, dass die Hörgeschädigte doch Gebärdensprache lernen sollten. Als ich sie dann fragte, ob sie denn selber die Gebärdensprache beherrsche, musste sie ihre Unkenntnis zugeben.
Diese Information hat aber insofern nicht gefruchtet, weil diese Dame nicht verstehen wollte, dass Hörgeschädigte nicht wie Gehörlose anhand der Gebärdensprache kommunizieren, sondern Bruchteile akustisch verstehen, weswegen sie gleichzeitig von den Lippen ablesen müssen. Das ist aber ziemlich schwierig, wenn im Raum zum Beispiel der Drucker läuft oder das Fenster offen ist, oder die Job-Center-Mitarbeiter zu schnell oder undeutlich sprechen, die Lichtverhältnisse nicht gut sind, oder der Raum akustisch schallt.
Die Hörschädigung ist leider eine Art verdeckte Behinderung. Weil sie nicht sichtbar ist, wird sie bei KJC und anderswo oft angezweifelt, gar nicht erst verstanden und oft nicht ernst genommen.

Muss man als Hörgeschädigter eventuell mehrmals nachfragen, oder macht man dies selbst um sich zu versichern, ob man auch wirklich richtig verstanden hat um evtl. Missverständnisse nicht aufkommen zu lassen, dann wird das „akustische Nichtverstehen“ nicht selten mit „geistigem Nichtverstehen“ gleichgesetzt. Da kann man ganz schnell mal Blicke ernten, die bildlich die Frage nach dem eventuell fehlenden Horizont stellen.
Eigentlich eine Schande und Frechheit.

Was manche in Amtsstuben oder beim KJC nicht wissen (nicht wissen wollen, weil man sich mit der Thematik nämlich mal auseinandersetzen müsste), wissen Arbeitgeber, Personaler, Abteilungsleiter in Vorstellungsgesprächen sofort und sprechen dies auch gezielt an.

Also kennt man scheinbar doch die Thematik, die Problematik und deren möglichen Auswirkungen. Da ist dann schnell die Rede davon, dass bei der Stelle auch telefonieren mit Kunden etc. notwendig ist.
Sicherlich geht heutzutage nichts mehr ohne Telefon. Wenn aber 5 Personen in einem Büro sind (heute sitzt in Firmen kaum noch ein Sachbearbeiter allein im Büro), könnte man sehr wohl auch Tätigkeitsfelder aufteilen oder sich Arbeit teilen.
Meistens müssen die 5-6 Personen im Büro der Abteilung auch die Tätigkeit der anderen können, zwecks Vertretung im Krankheitsfall/Urlaub….
Was spräche also dagegen, wenn man solche Telefonate, wo man eben nicht alles versteht (das passiert ja nicht immer, nicht jeder nuschelt, nicht jeder spricht Platt oder Dialekt) im Falle eines Falles an einen gut Hörenden im Raum weiterverbindet?
Aber das ist scheinbar zu kollegial und zu viel verlangt. Also wird der Hörgeschädigte meistens nach dem ersten Vorstellungsgespräch abgelehnt. Natürlich ohne Begründung.

Da ich selbst hörgeschädigt bin, weiss ich wovon ich spreche. Manchmal stinkt mir die Unkenntnis einiger Büromenschen/ Sachbearbeiter bei Ämtern/Personalchefs etc. bei der Thematik auch gewaltig.

Manchmal würde ich die auch gerne mal fragen, ob sie sich vorstellen können ihre Abschlüsse gut bis sehr gut zu machen, wo sie in der gesamten Ausbildung aber nur 50 % verstanden haben und vor allem ob sie als Hörende ihre Abschlüsse im Gesamtbild mit gut oder sehr gut geschafft haben. Nur zum besseren Verständnis, man sollte nämlich nur verlangen was man selbst auch geben kann.

Man kann zwar einem Kurzsichtigen mit einer Brille helfen, man kann bei einigen Hörgeschädigten auch mit Hörgeräten aushelfen, aber aus einem Hörgeschädigten macht man mittels Hörgerät trotzdem keinen Hörenden. Der ist und bleibt hörgeschädigt. Um das zu wissen, müsste man sich mit den Formen der Hörschädigung auseinandersetzen. Aber das tun Firmen nicht. Es könnten ja paar Minuten verloren gehen, in denen sie sich nicht mit ihren vermeintlichen Gewinnen und wo sie billiges williges Personal herkriegen befassen könnten.

Meistens hat man dann wegen der Hörschädigung noch einen Grad der Behinderung. Da stellen Firmen ohnehin nicht ein …….. so was ist heutzutage nicht mehr Usus, wie das Zahlen von Tariflohn auch kein Usus mehr ist.

Wer nun hofft, dass Krankenhäuser etc. da sensibilisierter sind, weil sie ja im Grunde genommen ihre Klinik mittels der Heilung Kranker aufrechterhalten, nicht wenige letztendlich mit Grad der Behinderung entlassen (Unfälle/Berufsunfälle) ....... sieht sich am Ende schwer getäuscht.


[FONT=&quot]Aber so funktioniert Kapitalismus. Da ist für Alte, Kranke und Behinderte kein Platz.
[/FONT]
 

gila

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Ich weiß nicht, wie viele Akten und Vorgänge und Klagen für meine Tochter ich insgesamt habe ... müsste es mal auflisten.
Ich bin damit Vollzeitbeschäftigt - hab für einen Job gar keine Zeit.
Sonst wäre sie verloren in diesem "sozialen" System ... :icon_frown:
 

hartaber4

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[FONT=&quot]Aber so funktioniert Kapitalismus. Da ist für Alte, Kranke und Behinderte kein Platz.
[/FONT]

Bin mir nicht sicher, ob sich hier alle genannten Gruppen über einen Kamm scheren lassen....

Jeder sieht das anders..... viele Gehörlose sehen sich (insbesondere in ihrer kulturellen Welt) gar nicht als "behindert"..... oder ist ein Ausländer, der der deutschen Lautsprache nicht mächtig ist etwa behindert ?

Die Deutsche Gebärdensprache ist zum Glück seit einiger Zeit als vollwertige Sprache anerkannt (es ist noch nicht lange her, da hat man GL davon abhalten wollen in ihrer "Idiotensprache" zu reden und sie zur Lautsprache gezwungen (in den "tollen" deutschen pädagogischen Einrichtungen...). Hier ist Deutschland immer noch ein echtes Entwicklungsland....

Wer sich näher damit beschäftigen möchte, dem sei folgendes Buch empfohlen:

Ahrbeck, Bernd : Gehörlosigkeit und Identität. Probleme der Identitätsbildung Gehörloser aus der Sicht soziologischer und psychoanalytischer Theorien. Geb. / Hardcover, 238 Seiten, Signum 2. überarb. Aufl.1997, ISBN 3-927731-37-4. EUR 20,45

Signum Verlag: Gehörlosigkeit und Identität


Mal ein Beispiel für Kapitalismus und Menschen mit Behinderung

(man mag es kaum glauben, aber da sind die USA mal um etliches weiter!!):

Gallaudet Universität, die einzige Universität der Welt, in welcher alle Programme und Dienstleistungen speziell für gehörlose und schwerhörige Studenten gestaltet werden, wurde 1864 durch ein im US-Kongress eingebrachtes Gesetz gegründet, und ihre Satzung wurde von Präsident Abraham Lincoln unterzeichnet.

Gallaudet University
 

Diana

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hartaber4

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Muss man als Hörgeschädigter eventuell mehrmals nachfragen, oder macht man dies selbst um sich zu versichern, ob man auch wirklich richtig verstanden hat um evtl. Missverständnisse nicht aufkommen zu lassen, dann wird das „akustische Nichtverstehen“ nicht selten mit „geistigem Nichtverstehen“ gleichgesetzt. Da kann man ganz schnell mal Blicke ernten, die bildlich die Frage nach dem eventuell fehlenden Horizont stellen.
Eigentlich eine Schande und Frechheit.


Wenn GL die Lautsprache im Alltag benutzen (weil gerade mal kein Dolmi dabei)...dann wirkt das aus meist zwei Gründen meist für viele Hörende befremdlich...

Einmal können GL ihre Lautsprache nicht mit dem Gehör kontrollieren (logisch) ..... und zum zweiten hat die DGS eine völlig anderen "Satzbau".....

sinngemäß sagt/gebärdet ein GL:

Lautsprache:

"Ich fahre mit dem Auto durch die Stadt."


DGS:

"Ich Auto fahren (durch) Stadt"."


Dazu kommen dann auch noch "regionale" Dialekte in der DGS (ähnlich der Lautsprache, was die Sache für Dolmis auch nicht immer einfach macht)
 

Diana

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Du sprichst von GL (Gehörlosen) ........ ich von Hörgeschädigten.
Das kann man nicht gleichsetzen, aber befremdlich wirkt womöglich beides auf Hörende.
 

hartaber4

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Nein als behindert sehe ich mich auch nicht, aber die Hörschädigung lässt sich auch nicht verheimlichen. Auch wenn man das selbst nicht als Problem sieht ....... Arbeitgeber sehen das häufig anders. Für die ist das nicht selten ein Problem.

Aus Arbeitnehmerzeiten kann ich nur sagen (hatte GL Kollegen)...es hilft nur der Sprung ins kalte kommunikative Wasser..... und zwar für beide Seiten..... da sind GL genauso gefordert sich auf "unsicheres" Sprachterrain zu begeben....

Schnittstellen sind völlig anders belegt.... GL gebärden für einen DGS unkundigen Hörenden in Schallgeschwindigkeit....weil die das in der Motorik als auch Optik anders wahrnehmen und ausdrücken.... während bei Hörenden eben der Bereich im Hirn für Hören besser vernetzt ist.... da muss man sich nach und nach auf beiden Seiten entwickeln und Verständnis haben...

Mir ist das alles erst ex post aufgefallen (also das "warum")


Am Anfang wirkt das alles befremdlich.... ganz schnell wird es normal.... Vorteil in einer sehr lauten Arbeitsumgebung.... anstatt rumzubrüllen oder quer durch die Halle zu laufen.... kann man sich anders unterhalten....

Wenn ein AG das nicht will.... hat das auch keinen Sinn....

Was Menschen mit Behinderungen angeht.... steht Deutschland nicht nur am Anfang... sondern irgendwie auch verlogen....

Man kann sich das Geld für nette Heftchen und Flyer hinsichtlich der Förderung/Inklusion (ein echter Lacher!!!) sparen.... wenn man es in der Praxis nicht umsetzen will....
 

hartaber4

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Du sprichst von GL (Gehörlosen) ........ ich von Hörgeschädigten.
Das kann man nicht gleichsetzen, aber befremdlich wirkt womöglich beides auf Hörende.

Da wäre man wieder bei der Gruppenbildung..... manche GL sind gern unter sich und meiden auch SH.... andere sehen das nicht so...und und und..... es gibt ja auch SH (mit geringem Resthörvermögen) , die sagen sich ... ich verzichte auf ein Hörgerät und "lebe" in der Sprachwelt der DGS....
 

TimoNRW

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Mein Lankreis setzt voll auf Inklusion...Bekannte bekomt 5 Jahre Lohnkosten von 70 %.

Allerdings hat sie sich die Stelle selbst geschaffen.

Bin schon am überlegen ein Brief an den Landrat (als Optionskommune) zu schreiben?
 

Diana

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Was Menschen mit Behinderungen angeht.... steht Deutschland nicht nur am Anfang... sondern irgendwie auch verlogen....

Da hast Du Recht. Andererseits ist der Markt auch gesättigt, da suchen AG sich das beste raus .......
und das heisst für AG eben gesund, jung, gut gebildet, billlig usw. .....
 

Diana

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Mein Lankreis setzt voll auf Inklusion...Bekannte bekomt 5 Jahre Lohnkosten von 70 %.
Das kommt wahrscheinlich auch auf den GdB an, ob man bei der Besetzung eines Schwerbehindertenarbeitsplatzes da solche Zahlungen "mitbringt"
 

hartaber4

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Man muss auch die Widrigkeiten dieses Systems so gut es geht nutzen:


Bei ZAF Buden kann man sich konstruktiv als Mensch mit Schwerbehinderung beliebt machen, in dem man fragt wie es mit dem gesetzlichen Zusatzurlaub in DIESER attraktiven ZAF aussieht.....:icon_hihi:

Damit dürfte in den meisten Fällen das Thema ZAF-Bude vom Tisch sein.....

und der JC Hai wird hier kaum die Sanktionszähne ansetzen können...
 

TimoNRW

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Das kommt wahrscheinlich auch auf den GdB an, ob man bei der Besetzung eines Schwerbehindertenarbeitsplatzes da solche Zahlungen "mitbringt"

Ja stimmt hat glaub ich 70 und das ist ja dann schon ordentlich. Hat sie aber nur bekommt weil sie Druck gemacht hat ganz oben
 
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In Mainz kenne ich einen Fall bei dem der allein erziehnde Vater ein geistig behindertes Kind hat das volljährig wurde.
Dem Regelsatz hat das JC 6 Monate lang weiter das volle Kindergeld aufgrechnet obwohl er gar keines mehr erhielt. Der Ärmste wußte nicht mal das es ein Sozialgericht gibt und hatte auch keinen Widerspruch eingelegt.
 

Stroganoff

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dersichdenwolfärgert;1452894 oder der Klassiker meinte:
"....das leben ist kein Wunschkonzert"
(Wie fühlt sich ein kranker Mensch wohl dabei?)

Hat meine damalige Fallmanagerin in leicht abgeänderte Form auch schonmal zu mir gesagt als ich eine Sinnlosmaßnahme nicht machen wollte. "Wir sind hier nicht bei Wünsch dir was" meinte sie zu mir. :icon_smile:

Die Maßnahme hatte sich dann aber auch erledigt.
 

Diana

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Man muss auch die Widrigkeiten dieses Systems so gut es geht nutzen:


Bei ZAF Buden kann man sich konstruktiv als Mensch mit Schwerbehinderung beliebt machen, in dem man fragt wie es mit dem gesetzlichen Zusatzurlaub in DIESER attraktiven ZAF aussieht.....:icon_hihi:

Damit dürfte in den meisten Fällen das Thema ZAF-Bude vom Tisch sein.....

und der JC Hai wird hier kaum die Sanktionszähne ansetzen können...
Ich glaube bei denen genügt schon den GdB in ihren komischen Fragebogen einzutragen.
 
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