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Behinderte als Arbeitnehmer

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edy

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#1
Die Arbeitslosenquote von Menschen mit Behinderungen ist überdurchschnittlich hoch: Je nach Statistik variiert sie zwischen 20 und 40 Prozent. Um diese Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren, hat der Bund eine Quote eingeführt. Jedes Unternehmen mit mindestens 20 MitarbeiterInnen ist verpflichtet, fünf Prozent seiner Arbeitsplätze mit Schwerbehinderten zu besetzen. Wer das nicht macht, muss eine so genannte "Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabe" zahlen. Diese ist allerdings sehr niedrig: Hat von 20 Beschäftigten niemand eine Behinderung, beträgt sie 260 Euro im Monat, bei mehr MitarbeiterInnen ist sie entsprechend höher.
Durch Aufträge an Werkstätten für behinderte Menschen verringert sich die Abgabe. Dabei können 50 Prozent der im Rechnungsbetrag enthaltenen Arbeitsleistung auf die zu zahlende Ausgleichsabgabe angerechnet werden. So funktioniert die Arbeit der "Genossenschaft der Werkstätten für Behinderte eG". Sie betreibt die bundesweiten CAP-Märkte, in denen Behinderte und Nichtbehinderte arbeiten. Regionalen Behinderten-Werkstätten werden beteiligt. Das Wort CAP leitet sich aus dem englischen Wort "handicap" ab. A. JOERES

taz NRW Nr. 7725 vom 26.7.2005, Seite 3, 39 Zeilen (TAZ-Bericht), A. JOERES
 

kalle

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#2
Da in den Köpfen der Menschen und also auch der Bosse immer noch die Vorurteile: Behinderte sind teuer, sind nicht belastbar und können nicht gekündigt werden, schwirren, und ausserdem sehr viele "normale", d.h. nichtbehinderte Menschen arbeitslos sind, lachen die meisten über diese Strafabgabe. Erst wenn die Kosten so hoch wie der Lohn oder das Gehalt für einen Behinderten werden, haben wir auch eine Chance, wieder in Brot und Arbeit zu kommen.Ansonsten ist diese Abgabe eine Alibifunktion, welche weder Sinn noch Zweck hat. :hmm:

Aber welche Partei traut sich schon, den armen Arbeitgebern dieses zuzumuten. Früher gab es mal eine Broschüre mit einem kleinen Rollstuhlfahrer, drumherum stand: Dankbar lieb, dankbar, einfach zu verwalten. So Nicht.
Ich finde, dieses Rollilein sollte heute noch überall zu sehen sein. Denn so hätten sie uns alle gerne.
 

jane doe

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#3
kalle sagte :
Erst wenn die Kosten so hoch wie der Lohn oder das Gehalt für einen Behinderten werden ...
eines durschnittlichen gehaltes würde reichen. sonst würde dann auch noch eine weitere diskriminierung einzug halten: abgabe wäre zu niedrig, weil das mittel der einkünfte von behinderten sowieso unterhalb des üblichen durchschnittseinkommen liegt ...
 
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