Begrenzung der Wartemarken im Jobcenter

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arbeitsloskr

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Hallo Forengemeinde,

falls das Thema hier nicht rein passt, dann bitte ich um Verschiebung in den passenden Forenbereich.

Als ich am Freitag meinen Widerspruch im JC abgegeben hatte, fiel mir ein neuer Aushang auf. Darauf steht, dass pro Öffnungstag (Mo, Di, Do, jeweils 08:15-12:00) jeweils nur noch maximal 70 Wartemarken/Tag für die unterminierte Vorsprache vergeben werden. Vorher konnte man einfach während der Sprechzeiten für die unterminierte Vorsprache erscheinen, Marke ziehen und vorsprechen, egal wieviele Kunden da sind. Jetzt ist es also so, dass nach Nummer 70 Schluss ist, egal um welche Uhrzeit. D.h. man müsste dann schon um 08:15 da sein, um eine Wartemarke zu ziehen.

Hintergrund ist wohl der, dass man möchte, dass man möglichst viel per Telefon erledigt. Selbst den Termin für eine terminierte Vorsprache soll es möglichst nur telefonisch geben. Man würde da allerdings den Termin nicht direkt bei Anruf erhalten, sondern man bekäme einen Rückruf von SB, in dem SB dann versuchen würde möglichst viel telefonisch zu klären,um möglichst keine persönliche Vorsprache zu ermöglichen.

Man könnte auch den Termin schriftlich beantragen.

Für mich liest sich das aber so, dass man möglichst wenig mit den Kunden persönlich zu tun haben will.

Gibt es noch weitere JC, die das ähnlich handhaben?

Was kann man dagegen machen und wie erfolgreich wäre das? Wer wäre der Ansprechpartner dafür (mein JC ist gemeinsam von Kommune und AfA)?
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Gibt es noch weitere JC, die das ähnlich handhaben?
Nicht dass ich wüsste.
Hier vor Ort kann man während der Öffnungszeiten direkt reinspazieren, die haben nicht mal einen Empfangstresen (und auch keinen Platz dafür).

Wer wäre der Ansprechpartner dafür (mein JC ist gemeinsam von Kommune und AfA)?
Der JC-Geschäftsführer, oder wenn du dem nicht traust, das Kundenreaktionsmanagement in Nürnberg.
 

arbeitsloskr

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Der JC-Geschäftsführer, oder wenn du dem nicht traust, das Kundenreaktionsmanagement in Nürnberg.

Hallo dagobert1,

wäre der GF denn auch zu einer Auskunft und Erklärung für dieses Verhalten (also Begrenzung) verpflichtet?

Was macht da ein Neuantragsteller, der das nicht weiss und am Monatsletzten sagen wir um 9 oder 10 Uhr kommt?

Hallo Gast,

für Neuanträge gelten in meinem JC folgende Vorsprachezeiten: Mo, Di, Do 08:30-10:30.

An den anderen Tagen bekommt man am Empfang die Antwort, eben zu diesen Sprechzeiten da zu sein und eben zu diesen Zeiten auch eine Wartemarke zu ziehen. Zieht man an diesen Tage die Wartemarke zu spät, kann es sein, dass man auf den nächsten Vorsprechtag verwiesen wird (Ist mir persönlich zwar nicht passiert, habe dies aber im "Wartezimmergemurmel" so mitbekommen).
 

arbeitsloskr

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Hallo dagobert1,

also Theorie das eine und Praxis das andere ;) Ich bin noch am Recherchieren, ob es hier vor Ort dazu bereits entsprechenden Aktionen dagegen gibt oder ob das so neu ist, dass es dazu noch nichts gibt.
 
E

ExUser 2606

Gast
rAW: Begrenzung der Wartemarken im Jobcenter

Ich finde ja diese extrem eingeschränkten Öffnungszeiten auch sehr seltsam. Bei der AfA ist ja wenigstens noch am Donnerstag meistens auch nachmittags auf.

Eine Freundin von mir arbeitet als Tagesmutter. Sie kann normal gerade so davon leben, aber im Sommer hat sie meistens so 1-3 Monate, wo sie aufstocken muss. Immer dann, wenn Kinder, die in die Schule kommen aus der Betreuung ausscheiden und bis dann die neunen nachkommen. Sie kann auch nur maximal 2 Kinder gleichzeitig neu eingewöhnen, das funktioniert sonsteinfach nicht.

Beim ersten Maö hat sie im JC angerufen und gefragt, ob es nicht eine Möglichkeit gibt, dass Sie am Nachmittag kommen kann zur Antragstellung, denn vormittags hat sie ja die Kinder. Nein, das ginge nicht. Also ist sie mit der ganzen Rasselbande da hin, die Eltern waren informiert und einverstanden. Zum Glück hatte ihre zwölfjährige Tochter schulfrei, so dass sie als Unterstützung mitkommen konnte. Im Jc hat dann sogar der Sicherheitsdienst noch geholfen, irgendwann fiel die Truppe auf, man zog sie vor, damit sie schnell wieder weg konnte mit den Zwergen.

Inzwischen macht sie das anders. Der Antrag wird vorab aus dem Internet geladen und ausgefüllt, dann an das JC gefaxt. SIe schreint zwar immer dazu, dass sie einen Nachmittagstermin braucht wegen der Kinderbetreuung, aber meistens wird das ignoriert. Wenn Sie dann eine Einladung für vormittags bekommt, füllt sie das Absageformular aus und bittet nochmals um einen Nachmittagstermin. (Da hat sie zwar auch meistens Kinder in der Betreuung, aber in der Regel nicht alle und da kann sie sich eher mal freimachen.) Im zweiten Anlauf klappt es dann meistens. Das beschleunigt natürlich die Bearbeitung nicht gerade.

Also unter leichter Zugänglichkeit zu Sozialleistungen stelle ich mir was anderes vor. Sicher muss man auch die Abläufe im JC organisieren, gerade bei den vielen HE, aber man darf auch nicht vergessen, dass es hier um die Existenzsicherung geht. Da darf man den Zugang nicht so weit einschränken. Das ist doch kein Friseurtermin, den man auch um ein paar Tage verschieben kann, wenn kein Termin frei ist.

Von 8-12 sind 4 Stunden. Wenn man jetzt davon ausgeht, dass man mit jedem Besucher im Schnitt 30 Minuten beschäftigt ist, sind das 8 Kunden am Tag je SB. Das heisst, da sitzen vermutlich ca 9 SB, die vormittags mit Kunden ohne Termin beschäftigt sind. Das hört sich erstmal viel an, aber dass die Wartemarken schon kurz nach Öffnung alle vergeben sind, deutet fürmich darauf hin, dass das bei weitem nicht ausreicht. Das darf aber nicht auf dem Rücken der HE ausgetragen werden.
 

yukiko

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Wenn das "Schule" macht, dann werden wir voraussichtlich zukünftig ab 6 Uhr morgens vor den Jobcentern zig-meterlange Schlangen sehen von Leuten, die sich frierend und zitternd auf der Straße vor den Eingängen die Beine in den Bauch stehen, um um Punkt 8 Uhr das JC zu stürmen, um sich um eine von den 70 kostbaren Marken zu prügeln. Etwas Menschenfeindlicheres hab ich selten gelesen oder gehört.

~> War da nicht mal was mit "Barrierefreiheit"?
 

Heidschnucke

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Bei uns ist das so, dass sich die SB regelrecht verbarrikadierthaben in einen separaten Flügel des Hauses, ein spontanes rankommen istausgeschlossen.


Die SB sitzen bei uns mit im Rathaus als erstes musst du denInfoschalter im Rathaus überwinden, wenn Du keinen schriftlichen Termin hast, übrigensauch bei anderen Dingen, wird die Tür nicht aufgemacht, alle Unterlagen sind daabzugeben, ende aus vorbei.
Solltest Du es dennoch geschaft haben den Info Schalterzu überwinden landest Du bei einem Sozialarbeiter der dich dann abwürgt mitAussagen wie, lesen sie das Beiblatt oder Aussagen zu Auskünften sind wir nichtbefugt; stellen Sie Fragen schriftlich worauf man natürlich keine brauchbareAntwort erhält. usw. usw.
Die SB sitzen mit Ihren Büros in einen Separat verschlossenenFlügel ist kein Reinkommen.
Ein Telefonkontakt ist nur für tägl. 1h möglich (von 8:30 bis 9:30 Uhr) miraber egal weil ich mit den sowieso nicht telefoniere.
Man weiß auch nicht wersein Sachbearbeiter ist alle Kontaktdaten sind intern verschlüsselt undUnterschriften sind Unleserlich oder haben gar keine Unterschrift. Ok mit einwenig Deduktiv Arbeit und Recherche bekommt man heraus wehr sich hinter welcherNummer Kürzel usw versteckt, aber wozu?
Auch Ich kann mich den Eindruck nicht verwehren das mankeinen Kontakt haben möchte sonst würde man sich nicht in so ein „Festung“zurück ziehen.
Übrigens bei uns ist das ein JC beim Landkreis bzw. der Gemeinde angegliedert!
 
M

mucel

Gast
~> War da nicht mal was mit "Barrierefreiheit"?

Mit Barrierefreiheit ist folgendes gemeint bzw. man versteht folgendes darunter:

Barrierefreiheit bezeichnet im deutschen Sprachgebrauch eine Gestaltung der baulichen Umwelt sowie von Informationsangeboten, Kommunikation usw. dergestalt, dass sie auch von Menschen mit Beeinträchtigungen ohne zusätzliche Hilfen genutzt und wahrgenommen werden können.
 

yukiko

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mucel meinte:
[...]dass sie auch von Menschen mit Beeinträchtigungen [...]
Eben, du schreibst es doch, auch. Also nicht nur, sondern auch. Steht doch da klar und unmissverständlich.

~> der Vollständigkeit deines Zitates halber wäre eine Quellenangabe noch nett^^

~> ergänzend zu dagobert1 #2:
Der JC-Geschäftsführer, oder wenn du dem nicht traust, das Kundenreaktionsmanagement in Nürnberg.
Zusätzlich auch das BMAS oder/und die Regionaldirektion der Jobcenter deines Bundeslandes (am besten der Vorstand) ☺
 
M

mucel

Gast
Dann lies aber auch komplett bzw. pick dir nicht nur dass raus, was dir passt:

Barrierefreiheit = ........Gestaltung der baulichen Umwelt, Kommunikation in der Gestalt.......
 

0zymandias

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[...]
Solltest Du es dennoch geschaft haben den Info Schalterzu überwinden landest Du bei einem Sozialarbeiter der dich dann abwürgt mitAussagen wie, lesen sie das Beiblatt oder Aussagen zu Auskünften sind wir nichtbefugt; stellen Sie Fragen schriftlich worauf man natürlich keine brauchbareAntwort erhält. usw. usw.

[...]

Man kann vieles davon mit dem Untersuchungsgrundsatz aus § 20 SGB X kontern, bzw. ihn oft genug an den richtigen Stellen (z.B. GF/Kundenreaktionsmanagement in Nürnberg) zu Gehör bringen:
(3) Die Behörde darf die Entgegennahme von Erklärungen oder Anträgen, die in ihren Zuständigkeitsbereich fallen, nicht deshalb verweigern, weil sie die Erklärung oder den Antrag in der Sache für unzulässig oder unbegründet hält.

(Dass das nicht einfach so direkt ins Paradies führt, sollte leider klar sein. :wink:)

BTW: Beim Kaufland bekommt man nach 5 Minuten Warten 2,50 € (https://www.kaufland.de/service/garantien-und-serviceleistungen.html#schnellekasse , unter "Schnelligkeit an der Kasse").
Dieser Service am "Kunden" wird von der BA voraussichtlich nie erbracht werden. :biggrin:
 
E

ExUser 2606

Gast
Naja, im § 17, Absatz 1 SGB I ist ja nicht nur von Barrierefreiheit die Rede. Ich glaube Yukiko meinte etwas anderes, was ich auch schon angedeute hatte.

Wenn sie Wartematken derart schnell weg sind, fragt man sich schon, ob "erforderlichen sozialen Dienste und Einrichtungen rechtzeitig und ausreichend zur Verfügung stehen" und ob "der Zugang zu den Sozialleistungen möglichst einfach gestaltet wird". Immerhin " sind die Leistungsträger verpflichtet, darauf hinzuwirken, dass jeder Berechtigte die ihm zustehenden Sozialleistungen in zeitgemäßer Weise, umfassend und zügig erhält."

Übrigens benutze ic diesen Satz auch sehr gerne in Untätigkeitsklagen.
 

arbeitsloskr

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AW: rAW: Begrenzung der Wartemarken im Jobcenter

Hallo Forengemeinde,

ich wusste ja nicht, welche Diskussion ich damit lostrete, aber schön auch die entsprechenden Eindrücke zu lesen. Die Schilderung von @heidschnucke ist für mich genauso unvorstellbar. Irgendwie will man von geneigter Stelle nicht, dass eLB ohne "bürokratische" Barrieren an die ihm gesetzlich zustehenden Leistungen kommt.

Ich finde ja diese extrem eingeschränkten Öffnungszeiten auch sehr seltsam. Bei der AfA ist ja wenigstens noch am Donnerstag meistens auch nachmittags auf.

Die von mir genannten Zeiten, sind die Zeiten für die unterminierte Vorsprache, also wenn man keinen Termin vorher vereinbart hat. Wer einen Termin hat, braucht keine Marke zu ziehen. Nur um den Termin zu vereinbaren, soll man telefonisch erreichbar sein, damit SB bei Rückruf möglichst viel telefonisch klären kann, damit ein persönlicher Termin möglichst unnötig wird. Wer kein Telefon habe, der könne, lt. Aussage vom Empfang, einen Termin auch schriftlich beantragen.

Das JC bei mir hat auch donnerstags Nachmittag auf (15:00-17:00), allerdings nur für Arbeitnehmer/innen (also eher Aufstocker/innen).

Wenn das "Schule" macht, dann werden wir voraussichtlich zukünftig ab 6 Uhr morgens vor den Jobcentern zig-meterlange Schlangen sehen von Leuten, die sich frierend und zitternd auf der Straße vor den Eingängen die Beine in den Bauch stehen, um um Punkt 8 Uhr das JC zu stürmen, um sich um eine von den 70 kostbaren Marken zu prügeln. Etwas Menschenfeindlicheres hab ich selten gelesen oder gehört.

Wollen wir mal hoffen, dass es keine Schule macht.
 
E

ExUser 32211

Gast
Guten Abend :)

Konkret zum Thema habe ich eigentlich nur halb etwas beizutragen. Normalerweise antworte ich dann nicht auf den Erstbeitrag, andererseits denke ich, dass es doch ganz gut rein passt, mal so als etwas Erzählenswertes.

Das Jobcenter in meinem Wohnort hat mittlerweile mehr und mehr Sicherheitspersonal eingestellt, weil es vor nicht allzu langer Zeit üblich war, dass mit den Wartemarken ein regelrechter Handel vor dem Gebäude aufblühte. Da sind dann Leute extra früh zur Öffnungszeit erschienen, haben sich die Marken aus dem Gerät gezogen und dann im Laufe des Morgens/frühen Vormittags an diejenigen verkauft, die dann nachkamen und lange hätten warten müssen. Die Marken wurden für etwa zwei bis fünf Euro verkauft, je nach Dringlichkeit des jeweiligen Anliegens. Nein, das waren keine spontanen Gelegenheitsgeschäfte, sondern die Leute, die das gemacht haben, sind gezielt morgens da hingefahren/hingegangen und haben sich so ein paar Euro dazuverdient.

Das hatte, wie schon am Anfang des Absatzes erwähnt, zur Folge, dass immer häufiger Sicherheitspersonal eingesetzt werden musste - vor und im Gebäude selbst. Bin zwiegespalten, ob ich das gut finden soll.
 

yukiko

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wie bitte ich glaub mich tritt ein Pferd
Petite Biscuit meinte:
[...]Da sind dann Leute extra früh zur Öffnungszeit erschienen, haben sich die Marken aus dem Gerät gezogen und dann im Laufe des Morgens/frühen Vormittags an diejenigen verkauft, die dann nachkamen und lange hätten warten müssen. Die Marken wurden für etwa zwei bis fünf Euro verkauft, je nach Dringlichkeit des jeweiligen Anliegens. [...]
Bin zwiegespalten, ob ich das gut finden soll.
bin zwiegespalten, ob ich das glauben soll. ~> was findest du denn beispielsweise gut daran? Wie heisst denn das Jobcenter?
 
Zuletzt bearbeitet:
E

ExUser 32211

Gast
wie bitte ich glaub mich tritt ein Pferdbin zwiegespalten, ob ich das glauben soll. ~> was findest du denn beispielsweise gut daran? Wie heisst denn das Jobcenter?

Du kannst es glauben oder es lassen, es ist wirklich so passiert. Ich schreibe hier einerseits vielleicht unregelmäßig, auf der der anderen Seite gebe ich selten bewusst Seemannsgarn von mir. Mit "Bin zwiegespalten, ob ich das gut finden soll." meinte ich damit die zusätzlichen Sicherheitsleute, die deswegen eingestellt wurden und durch die Gänge patrouillieren. Bekanntermaßen sind Sicherheitsleute für die Sicherheit der Jobcenter-Mitarbeiter da (und nicht oder nur minimal für die Aufstocker, Elos und so weiter), was zusätzlich noch alle Leute, die dort einkehren unter Generalverdacht stellt. Fast dasselbe gilt, was den Generalverdacht angeht, den Verkauf von Wartemarken.

Zum Anderen wird aus der Dringlichkeit Derjenigen, die schnell dran kommen müssen, ein Geschäft gemacht, also sind Sicherheitsmitarbeiter, vor dem Gebäude postiert, für diesen Fall sinnvoll.

Ist in einer großen, norddeutschen Stadt passiert und wurde unter den Teppich gekehrt, damit keine Nachahmer folgen. Aus gewissen Gründen werde ich, was du sicher verstehen wirst, meinen Wohnort nicht hier nennen :wink:
 

Pixelschieberin

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[...]Zum Anderen wird aus der Dringlichkeit Derjenigen, die schnell dran kommen müssen, ein Geschäft gemacht, also sind Sicherheitsmitarbeiter, vor dem Gebäude postiert, für diesen Fall sinnvoll.[...]
Gehören nicht immer zwei zum Tango?
Solch ein Handel funktioniert nur mit duldender Mentalität.

Btw, daß der Vorfall sich SO ereignet hat, glaube ich sofort.
Noch zu DM-Zeiten berichtete eine Betroffene, daß sich die Sicherheitsleute=Türsteher=Pförtner einer osteuropäischen Botschaft tüchtig schmieren ließen.
Allein damit diese Bürger überhaupt REIN kamen, um sich den Paß verlängern zu lassen oder Sonstiges erledigen zu können, wessen es der Botschaftsarbeit bedarf.
Schnitt: Kurse um die 50 DM.

Nun ist Botschaftsgelände Territorium des betreffenden Heimatlandes, da haben wir nichts zu melden.
Vorm JC sollten solche Verhältnisse nicht einreißen.
Sich von den Ärmsten Geld zu ergaunern, hat nichts mehr mit "Dazuverdienen" zu tun.
Das ist allerunterste Schublade.

Das ist Schwarzmarkt.
Werden dafür Steuern bezahlt?

Wenn das "Schule" macht, dann werden wir voraussichtlich zukünftig ab 6 Uhr morgens vor den Jobcentern zig-meterlange Schlangen sehen von Leuten, die sich frierend und zitternd [...]
So werden das wahrscheinlich die murrend Duldenden machen.

Selbst wenn es "unterbewußt" gewünscht sein sollte - ehe ich mir eine Lungenentzündung einfange, nähme ich die Verpflichtung anderer Behörden, Akten an den Zuständigen weiter leiten zu müssen, bedauernd in Anspruch und gäbe WBA o. Ä. dort ab.
Selbstverständlich kalkuliere ich die Verzögerung mit ein.
Die ertrüge ich besser als malade darnieder zu liegen oder tagelang "Reise nach Jerusalem" zu spielen.
Die Anfahrt KOSTET schließlich auch.
 

ZynHH

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Ich kenne ein Hamburger jc, wo nur noch personenbezogene nummern ausgegeben werden.
Neuanträge bekommen nach 9.30 keine Marken mehr, die Info dazu flimmert über Bildschirme über den empfangsschaltern....rechtzeitiges erscheinen ist also gefordert.....
 

Heidschnucke

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Es gibt eine Reihe von Gesetzmäßigkeiten und Verordnungendie es einen ELO ermöglichen soll seine Rechte in Anspruch zu nehmen, aber wasnützt das alles wenn von Seiten JC gemauert wird. Jeder der keinen Antrag undFragen stellt ist ein guter Kunde denn der verursacht keine Arbeit. Und auchhier ist es wie fast überall, sein recht durchsetzen ist schwierig und nichtnur weil man am kürzeren Hebel sitzt.
Ich denke das viele JC nur einen „Sicherheitsdienst“ habendamit sie behaupten können die ELOs sind Gewalttätig vor den muss man sichschützen, aber ich denke mehr wie man in den Wald rein ruft so schalt es heraus.Wenn ich mir den Umgang mit den ELOs in so manchen JC anschaue frag ich michwer vor wenn geschützt werden muss.
Ich habe es noch nicht erlebt das beim JC Wartemarkenverkauft werden, was ich mir aber gut vorstellen kann den bekanntlich macht jaNot erfinderisch, wie schon gesagt beim JC habe ich es noch nicht erlebt weilman kommt ja gar nicht so weit zumindest bei unseren, aber bei derZulassungsstelle habe ich es schon erlebt.
Übrigens in unserem Nachbarort wird beim Sozialbüro keinTermin vergeben, wenn man Fragen hat soll man wären der Öffnungszeiten vorbeikommen, Warten nummern gibt es auch keine man muss warten bis man dran ist wiebeim Doktor.
Ich denke ein Kundenfreundlicheres arbeiten und Auftreten ständevielen JC gut zu Gesicht auch wenn ich gut verstehen kann das die SB auch Zeitbrauchen um Ihre Arbeit zu machen.
 

Anna B.

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https://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbi/17.html

der § 17 SGB I sagt doch bereits alles..

m.E. ist die Begrenzung der Wartemarken nicht mit dieser REchtsgrundlage zu vereinbaren.

(1) Die Leistungsträger sind verpflichtet, darauf hinzuwirken, daß1.jeder Berechtigte die ihm zustehenden Sozialleistungen in zeitgemäßer Weise, umfassend und zügig erhält,
2.die zur Ausführung von Sozialleistungen erforderlichen sozialen Dienste und Einrichtungen rechtzeitig und ausreichend zur Verfügung stehen,
3.der Zugang zu den Sozialleistungen möglichst einfach gestaltet wird, insbesondere durch Verwendung allgemein verständlicher Antragsvordrucke und
4.ihre Verwaltungs- und Dienstgebäude frei von Zugangs- und Kommunikationsbarrieren sind und Sozialleistungen in barrierefreien Räumen und Anlagen ausgeführt werden.
Wenn ich mit dieser Behörde Probleme hätte, würde ich eine schriftliche Beschwerde verfassen....entweder an die zuständigen Damen und Herren vor Ort oder, wenn es keine Optionskommune ist, direkt in Nürnberg..
 
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