befristetes Arbeitsverhältnis läuft aus - Frage zu ALG 1 + evtl. Sperre weil der Vertrag nicht verlängert werden möchte vom AN

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tunga

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aloha!

Ich habe da mal eine Frage für einen Kumpel wegen ALG 1 + evtl. Sperre.
Er ist im Moment noch in einem befristeten Arbeitsverhältnis (1.7.2018-30.6.2019)
Hat sich im Anfang März schon bei der AfA arbeitsuchend gemeldet.

Ist jetzt seit fast 4 Wochen krankgeschrieben, Rücken, kommt vom Job.
Gerade wieder die AU verlängert bis nächsten Montag.

Es kam heute ein Anruf vom AG, er soll doch morgen mal vorbeikommen, es geht darum, dass der Vertrag (wieder befristet, wohl wieder für ein Jahr) verlängert werden soll.
Er will und kann den Job (gesundheitlich) nicht mehr machen - hat die ganze Zeit auch gehofft, dass der AG den Vertrag nicht verlängern will.
Er will und kann da morgen auch nicht hingehen, ist ja krankgeschrieben und tut sich echt schwer.

Jetzt hat er Angst, dass die AfA ihm direkt eine Sperre gibt, weil er den Vertrag nicht annehmen / verlängern will.
Ist das möglich?

thnx
tunga
 

tunga

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ja mehr oder weniger - er hat die Beschwerden jetzt seit einiger Zeit und es ist in den letzten Monaten schlimmer geworden - er hat eine körperlich schwere Arbeit und die Beschwerden kommen mit Sicherheit nur davon.
Ich dachte auch schon, ihm zu sagen, er soll sich vom Arzt bescheinigen lassen, dass er diese Arbeit nicht mehr machen kann.
 

Schmerzgrenze

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tunga

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... "Eigenkündigung aus gesundheitlichen Gründen". ...

den Vertag den er im Moment hat ist befristet und läuft ohne Kündigung zum 30.06.2019 ab - es geht darum, den Vertrag den der AG ihm wohl wieder als befristeten Vertrag vorlegen möchte nicht anzunehmen, ohne Sperre zu bekommen ab Juli
 

apfelkuchen

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Naja, das dürfte inhaltlich ziemlich gleich sein - wenn er sich jetzt eh bis zum Ende der Laufzeit krank schreiben lässt, dann ist das ja auch im Prinzip so ähnlich.
 

tunga

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die Frage ist aber, ob der Arzt ihn so lange krankschreiben wird, er bekommt zZt. ja immer nur max. eine Woche.
(er hat auch noch ca.10 Tage Urlaubsanspruch, die wollte er vor Arbeitsvertrag Ende nehmen)
 

karuso

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Jetzt hat er Angst, dass die AfA ihm direkt eine Sperre gibt, weil er den Vertrag nicht annehmen / verlängern will.
Ist das möglich?

Nein da muß er keine Angst haben. Der Vertrag läuft am 30.06.19 aus und ist damit erledigt und erfüllt. Er ist nicht verpflichtet einen neuen Vertrag zu unterzeichnen.Die AfA könnte in nur dann sanktionieren wenn wieder eine VV mit RFB von dem selben Arbeitgeber im vorliegt und er sich da nicht bewerben tut. Oder er hätte vorzeitig selbst gekündigt das liegt hier aber nicht vor.
Er soll doch den Arbeitgeber sagen das er keinen neuen Vertrag unterzeichnet und gut. Ein Arbeitgeber ist ja auch nicht verpflichtet einen neuen Vertrag zu unterzeichnen oder zu verlängern.Der Arbeitgeber hätte doch gleich einen unbefristeten Vertrag machen können. Jetzt hat eben der Arbeitgeber pech und er muß halt einen neuen einarbeiten das will er aber nicht.:icon_mrgreen:
 

tunga

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er hat mal von einem Kollegen gehört, dass der AG der AfA auf der Arbeitsbescheinigung mitteilte, dass ein neuer AV angeboten und dieser abgelehnt wurde und dadurch eine Sperre kam.

Ich habe ihm aber auch gesagt, dass es Vertragsfreiheit gibt und ihn keiner zwingen kann einen wieder befristeten AV zu unterschreiben und schon gar nicht für einen gesundheitsschädlichen Job.
Er will sich lieber in einen anderen Berufsfeld umschulen und arbeiten.
 

BerndB

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Nein da muß er keine Angst haben. Der Vertrag läuft am 30.06.19 aus und ist damit erledigt und erfüllt.
Sehe ich eigentlich auch so. Was mich aber verwirrt ist die Frage: Die befristete Beschäftigung war für mindestens 2 Monate vorgesehen und eine Möglichkeit der Weiterbeschäftigung wurde durch den Arbeitgeber bei Abschluss des Vertrages in Aussicht gestellt. in Pkt. 5.2 der Arbeitsbescheinigung.
Welchen Sinn macht diese Frage bzw. was kann die AfA mit der Antwort anfangen? Und natürlich, wo gibt es dazu eine Weisung? In den Fachlichen Weisungen habe ich nichts gefunden.

Nachtrag: In der Ausfüllhilfe steht auch nichts.
 

karuso

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Sehe ich eigentlich auch so. Was mich aber verwirrt ist die Frage: Die befristete Beschäftigung war für mindestens 2 Monate vorgesehen und eine Möglichkeit der Weiterbeschäftigung wurde durch den Arbeitgeber bei Abschluss des Vertrages in Aussicht gestellt. in Pkt. 5.2 der Arbeitsbescheinigung.

Das ist wieder solch ein Punkt wenn der Arbeitgeber ankreuzt das die Möglichkeit der Weiterbeschäftigung besteht und wenn der Arbeitnehmer nicht verlängert muß man sich dumme Fragen anhören lassen vom SB. Aber im Enddefekt kann der SB nichts machen weil der Arbeitnehmer den Arbeitsvertrag vollumfänglich erfüllt hat er war nur halt befristet. Die BA kann ja nur eine Sperrzeit verhängen wenn er sich hat was zu schulden kommen lassen oder er hätte vorzeitig gekündigt.
Wenn der SB so etwas fragen würde warum nicht verlängert wurde kann man auch sagen das man sich nicht einigen konnte über die neuen Vertragsbedingungen ( Lohn ). Dann wäre ich mit SB fertig.:icon_mrgreen::icon_mrgreen:
 

Schmerzgrenze

Super-Moderation
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Er ist nicht verpflichtet einen neuen Vertrag zu unterzeichnen.
Das ist richtig aber zumindest liegt dem TE wieder ein Angebot vor.
Es kam heute ein Anruf vom AG, er soll doch morgen mal vorbeikommen, es geht darum,
dass der Vertrag (wieder befristet, wohl wieder für ein Jahr) verlängert werden soll.
Deswegen würde ich mich parallel zur Absprache mit dem Arzt
um ein fachärztliches Atest für den Nachweis der gesundheitlichen Einschränkungen kümmern
und auf das Angebot des AG mit der Nachfrage auf eine berücksichtigende Tätigkeit einlassen.
Ein Atest ist für die Zukunft ohnehin erforderlich und auf das Angebot würde ich nachweisbar mit einem Anschreiben eingehen.
Sehr geehrter Herr Personalleiter,
Ich bedanke mich auf diesem Weg für Ihr Angebot der befristeten Verlängerung meines AV.
Gerne würde ich die Tätigkeit als XXXXXX wieder aufnehmen, doch kann ich dieselbe
aufgrund der daraus resultierenden gesundheitlichen Folgen nicht länger fortführen.
Ich würde mich freuen, wenn Sie mir eine alternative Tätigkeit anbieten könnten, welche meine Einschränkungen
(z.B. abwechselnd stehend und sitzende Körperhaltung bei kurzzeitige Maximalbelastung von 10Kg) berücksichtigt.
Blablabla ....
Somit ist der TE auf sicherer Seite und fehlende Mitwirkung oder Vorsatz sind nicht nachweisbar.
 

karuso

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Soll doch der SB denken was er will auch wenn ein Angebot vorliegt oder vorlag. Aber im Enddefekt ist das völlig latte. Der SB hat sich aber an die Gesetze im SGB zu halten.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
Es spricht doch trotz Krankheit nichts dagegen den Vertrag zu verlängern. Falls die Krankheit andauert kommt Tunga dann nach 6 Wochen ins Krankengeld. Ist ja bald. Und dann ist man halt Krankengeldbezieher mit einer Arbeitsstelle im Hintergrund.
Das Thema Eigenkündigung aus gesundheitlichen Gründen hat doch Zeit. Zeit die man auch nutzen kann um berufliche Alternativen zu entwickeln.
Der Resturlaub sollte kein wichtiges Kriterium sein.
 

BerndB

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Die befristete Beschäftigung war für mindestens 2 Monate vorgesehen und eine Möglichkeit der Weiterbeschäftigung wurde durch den Arbeitgeber bei Abschluss des Vertrages in Aussicht gestellt. in Pkt. 5.2 der Arbeitsbescheinigung.
Ich beantworte mir, nach Rückfrage bei der AfA, die Frage selbst:
Die Frage ist nur von Bedeutung, wenn
  • eine Dauerstelle gekündigt wird, um nahtlos eine befristete Stelle anzunehmen
    - und -
  • die befristete Stelle dann innerhalb von 12 Monaten nach Ende der Dauerstelle beendet wird.
Es kann dann noch eine Sperrzeit wegen Beendigung der Dauerstelle eintreten. Die verschiedenen Möglichkeiten habe ich nicht mehr erfragt. Da müsste man einen konkreten Fall beschreiben.
 
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