Befristeter Zuschlag bei ALG 2

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artofpiano

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Hallo!
Wie sieht das mit dem befristeten Zuschlag nach Beendigung des Leistungsanspruches von ALG 1 aus, wenn man danach ALG 2 bezieht?
Hat man während des ALG 1 Bezugs ergänzende Leistungen vom Jobcenter bezogen (Aufstockung Miete, weil ALG 1 zu wenig), steht dieser befristete Zuschlag einem dann trotzdem zu?
Geht ja glaube ich über 2 Jahre? Einzelperson 1 Jahr 160,- Euro u. dann 2.Jahr 50% Abschlag?
 

Erolena

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Leider gibt es den befristeten Zuschlag gar nicht mehr, schon seit 2011.

Die wesentlichen Änderungen des SGB II sind die Abschaffung des befristeten Zuschlags nach dem Bezug von Arbeitslosengeld sowie das Ende der Versicherungspflicht der Leistungsempfänger in der gesetzlichen Rentenversicherung.
SGB II: Befristeter Zuschlag nach Be*zug von Arbeits*losen*geld I, die An*rech*nungs*frei*heit des Eltern*geldes und die Renten*bei*träge auf*ge*hoben - Krämer & Stockheim Rechtsanwälte, Düren


"§ 24 SGB II Befristeter Zuschlag" - Wegfall? Sozialrecht und staatliche Leistungen Forum 123recht.net
 

Erolena

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Wenn ihr noch gar nichts unternommen hattet, dann wäre es wohl jetzt zu spät.

Einen Überprüfungsantrag für 2010 hättet ihr spätestens Silvester 2011 stellen müssen.

https://www.elo-forum.org/antraege/74625-steht-fristen-jahresende-laufen.html#post853555


Aber vielleicht habt ihr schon mal früher einen kritischen Brief hingeschrieben, den man als Überprüfungsantrag deuten könnte?

Die Behörde muss nämlich den mutmaßlichen Willen des Bürgers erforschen, wenn der sich äußert.
 

biddy

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Hat man während des ALG 1 Bezugs ergänzende Leistungen vom Jobcenter bezogen (Aufstockung Miete, weil ALG 1 zu wenig), steht dieser befristete Zuschlag einem dann trotzdem zu?
Nein.

Es ergab sich ja nie eine Differenz zwischen höherem Arbeitslosengeld plus ggf. Wohngeld und zum dann später zustehenden niedrigeren Alg II inkl. Kosten der Unterkunft und Heizung (siehe alter § 24 SGB II *klick*), wenn Du bereits aufstockendes Alg II zum Alg I bezogen hattest. Dein Alg I war ja nicht höher als Dein späterer Alg-II-Bedarf nach Auslaufen des Alg I. Nur wenn das so gewesen wäre (also Alg I plus ggf. Wohngeld mehr als der spätere Alg-II-Bedarf), hätte es eine Differenz gegeben, nach der der Zuschlag errechnet worden wäre.

Beispiel:
Arbeitslosengeld: 1.000 €
späteres Alg II nach Auslaufen des Alg I (inkl. KdU natürlich): 700 €
Differenz: 300 €

Befristeter Zuschlag: 2/3 von 300 € = 200 €
Höchstgrenze: 160 €

Hätte derjenige aus dem Beispiel nur z.B. 400 € Alg I erhalten, hätte er weniger Alg I als das dann später zustehende 700-€-Alg II bekommen--> kein Zuschlag nach Auslaufen des Alg I, da eine "langsame Abfederung" (dazu war der Zuschlag ja gedacht ... also das nicht zu schnelle "Runterfallen" auf Grundsicherungsnivau) nicht "nötig", da eh schon während des Alg-I-Bezugs in aufstockendem Alg-II-Bezug
 
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