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Befristeter Arbeitsvertrag - Verlängerung ablehnen

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Hartz4kasper

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#1
Hallo an alle Member,
folgendes Zenario möchte ich mit Euch besprechen:

Eine sehr gute Freundin von mir hat einen befristeten Arbeitsvertrag in einem gastronomischen Betrieb auf einem großen Flughafen. Dieser Vertrag endet im Dezember diesen Jahres.

Die Arbeitsbedingungen, sowie die Bezahlung sind sehr fragwürdig. Die eigentliche Frage ist: eine eventuelle Verlängerung um 1 Jahr, soll wenn es angeboten wird, nicht wahrgenommen werden.

Sind in diesem Fall Konsequenzen für ALG1 zu erwarten?
Wird überprüft ob eine Verlängerung angeboten wurde?

Vielleicht hat meine Freundin bis dahin einen neuen Arbeitsplatz. Doch falls dies nicht der Fall ist, will sie auf gar keinen Fall dort weiter arbeiten.

Für Hilfe wäre ich allen Dankbar.

Grüße Hartz4kasper
 
E

ExitUser

Gast
#3
Sind in diesem Fall Konsequenzen für ALG1 zu erwarten?
Wird überprüft ob eine Verlängerung angeboten wurde?
Konsequenzen sind bei dem von Dir geschilderten Szenario möglich.

ZAF z.B. schwärzen schon mal gern Leute bei der BA an.

Wenn das Unternehmen mit der BA in regelmäßigem Kontakt ist oder die Vorgehensweise des Unternehmens bei der BA bekannt, könnte auch bei Zweifeln geprüft werden.

Findet Deine Freundin keine neue Stelle, wird sicher auch bei neuer Arbeitslosigkeit über die Beendigung (warum/weshalb) des jetzigen Arbeitsvertrags gesprochen.
 

Seebarsch

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#4
Soweit es um die Gewährung von Alg 1 geht, kann da nichts passieren wenn das Angebot zur Verrtragsverlängerung abgelehnt wird.
Eine Sperrzeit wegen Arbeitsaufgabe kann nicht eintreten, weil das Arbeitsverhältnis per Vertrag durch Befristung automatisch endet.

Eien Sperrzeit wegen Arbeitsablehnung kann auch nicht eintreten, weil die Stelle eben nicht von der Agentur angeboten wurde.

Aber schön aufpassen:
Rechtzeitig arbeitsuchend melden!
 

Hartz4kasper

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#5
Vielen Dank für die ersten Informationen.

Inwieweit die Firma bei der BA bekannt ist habe ich keine Infos.

Sollte am Ende des Vertrages der Gang zum Arbeitsamt anstehen, ist bei den jetzt folgenden Gesprächen sicherlich die Wortwahl zu beachten.

Aber ich hoffe meiner freundin bleibt dies erspart und sie hat bis dahin etwas Neues gefunden.

Nochmal Danke für die Beiträge
 

Feind=Bild

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#7
Wenn sie partout dort nicht verlängern will, dann liegt es auch in ihrer Hand. Ab und zu mal was fallen lassen, nem Kunden nen Saft über die Jacke kippen, etc.
Nix was zum sofortigen Rauswurf führt (es sei denn das wäre gewünscht), aber halt im Gedächtnis bleibt, wenns um die Vertragsverlängerung geht...
 
E

ExitUser

Gast
#9
Wenn sie partout dort nicht verlängern will, dann liegt es auch in ihrer Hand. Ab und zu mal was fallen lassen, nem Kunden nen Saft über die Jacke kippen, etc.
Nix was zum sofortigen Rauswurf führt (es sei denn das wäre gewünscht), aber halt im Gedächtnis bleibt, wenns um die Vertragsverlängerung geht...
:icon_daumen:

Genau! Das wäre z.B. ein Weg...........

Aber bez. #4, daß das Ablehnen von Arbeit folgenlos bleibt, da bin ich mir heutzutage nicht so sicher! :icon_evil:

.
 

jockel

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#10
Hallo an alle Member,
folgendes Zenario möchte ich mit Euch besprechen:

Eine sehr gute Freundin von mir hat einen befristeten Arbeitsvertrag in einem gastronomischen Betrieb auf einem großen Flughafen. Dieser Vertrag endet im Dezember diesen Jahres.

Die Arbeitsbedingungen, sowie die Bezahlung sind sehr fragwürdig. Die eigentliche Frage ist: eine eventuelle Verlängerung um 1 Jahr, soll wenn es angeboten wird, nicht wahrgenommen werden.

Sind in diesem Fall Konsequenzen für ALG1 zu erwarten?
Wird überprüft ob eine Verlängerung angeboten wurde?

Vielleicht hat meine Freundin bis dahin einen neuen Arbeitsplatz. Doch falls dies nicht der Fall ist, will sie auf gar keinen Fall dort weiter arbeiten.

Für Hilfe wäre ich allen Dankbar.

Grüße Hartz4kasper
Will man einen Job ablehnen und bei eintretender Arbeitslosigkeit das Alg als Leistung beziehen, dann prüft das Amt, ob man selbst aktiv die Arbeitslosigkeit herbeigeführt hat und belegt den Antragsteller (mit einem Bann) - sprich Sperrzeit von 12 Wochen.

Der Sperrzeit kann man entgehen, wenn man einen triftigen und wichtigen Grund nachweisen kann, daß diese Arbeit unzumutbar ist, z.B.

- Lohnwucherverhältnis - man erhält erheblich weniger als 66 2/3% des ortsüblichen oder tariflichen Arbeitsverdienstes
- es wird gegen Bestimmungen des Gesundheits-, Arbeits- und Brandschutzes verstoßen und der Mitarbeiter ist deshalb Gesundheitsgefahren ausgesetzt
- der Geschäftsführer oder Vorgesetzte erwartet von seinem Mitarbeiter rechtswidriges oder strafrechtlichen Verhaltenes gegen geltendes Recht
- man ist Mobbing und Bossing ausgeliefert (Mobbingtagebuch als Nachweis führen - Mobbinggrund/-anlaß, Datum, Uhrzeit, bei zu erfüllendem Arbeitsauftrag, Art der Diskriminierung, beteiligte Personen im Mobbingtagebuch, anzuführende Zeugen auflisten)
- aus arbeitsmedizinischen Gründen kann man die Arbeit unter den vorhandenen Arbeitsbelastungen nicht erfüllen, weil arbeitsmedizinische Grenzwerte überschritten werden bzw. man ist nicht tauglich für diese Arbeit - müsste allerdings in Einstellungs-, Reihen- und Tauglichkeitsuntersuchungen als Befunde nachweislich vorliegen
- der Job befindet sich weit außerhalb des zumutbaren Tagespendelbereichs im Sinne des § 121 SGB III oder der Arbeitsverdienst liegt unterhalb des Algs plus Fahrspesen

Es lassen sich weitere juristisch anerkannte, wichtige Gründe finden, wenn man einschlägige Urteile im Sozialrecht durchstöbert. Diese Aufzählung erhebt deshalb keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
 

Seebarsch

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#11
Kann mir mal einer der Spezailisten sagen, welcher Tatbestand des § 144 SGB III dazu führen soll, dass bei der Ablehnung eines Arbeitsangebotes durch den bisherigen Arbeitgeber (nach Ablauf der vorherigen Befristung) eine Sperrzeit eintritt?
Würde mich gerne aufklären und belehren lassen!
:confused:
 

jockel

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#12
Der 144 SGB III ist in so einem juristischem Kauderwelsch geschrieben, daß ich da nicht durchsehe - auch nicht, wenn ich das zwei-, dreimal wiederhole.

Und Rechtskommentare mit Anwendungsbeispiele fehlen leider.

Stellt sich grundsätzlich die Frage, ob es geignete Fachliteratur gibt, die ein juristischer Laie mit nachvollziehbaren Kommentaren und Anwendungsbeispielen studieren kann. Ich sehe nur die 3 Broschüren, die wir bis jetzt nannten.

Schön wäre es, wenn Arbeitsloseninitiativen, Gewerkschaften, gemeinnützige Verbände entsprechende Lehrgänge für interessierte Arbeitslose anbieten, daß man besser durchsieht.
 

Hartz4kasper

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#13
:icon_daumen:

Genau! Das wäre z.B. ein Weg...........

Aber bez. #4, daß das Ablehnen von Arbeit folgenlos bleibt, da bin ich mir heutzutage nicht so sicher! :icon_evil:

.

Ja das denke ich auch so. Trotzdem bin ich begeistert über das Engagement hier bei ELO.

Ich sag nochmal DANKE.
 
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