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Befristete Vollzeitstelle in Aussicht, kann wahrscheinlich n

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Gebeutelter

Elo-User/in

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Hallo zusammen,

ich beziehe derzeit ALG 2 und über gleichzeitig einen Minijob aus, wo ich monatlich € 300,00 erwirtschafte. Dieser Job ist bei der ARGE auch angemeldet und es findet auch eine entsprechende Einkommensbereinigung des ALG 2 statt. Nebenbei bewerbe ich mich weiterhin, um endlich eine Vollzeitstelle zu bekommen.

Jetzt habe ich ein Riesenprob und weiß nicht mehr weiter, vielleicht hat einer von euch eine Idee:

Nach langer Zeit und unzähligen Bewerbungen habe ich endlich ein Vorstellungsgespräch am Freitag, 08.09.2006 gehabt. Das Gespräch verlief so gut, dass der Personaler mir eine mündliche Zusage machte und mir direkt alle erforderlichen Unterlagen aushändigte. (Es handelt sich hierbei um einen Personalbogen, Verpflichtungen zum Datenschutz etc.)
Außerdem noch Informationen zum Beginn der Schulung bzw. Einweisung.

Ich soll mich am Montag, 11.09.2006, um 09:00 Uhr dort einfinden und die ausgefüllten Unterlagen mitbringen, zusammen mit den benötigten Anlagen (Steuerkarte, Führungszeugnis etc.)

Im Gegenzug bekomme ich den Arbeitsvertrag. Bei der Stelle handelt es sich um eine für 3 Monate befristete Vollzeitstelle mit einer Wochenarbeitszeit von 39 Stunden, verbunden mit der mündlichen Aussage des Personalers, dass auch eine Verlängerung unter Umständen möglich ist.

Als ich aus dem Betrieb raus war, habe ich sofort den Chef von meinem Minijob angerufen, und ihm gesagt, dass ich nicht mehr arbeiten kann, da, wie bereits erwähnt, ich mich umgehend bei der Schulung einzufinden habe.

Jetzt kommt der Hammer: Er droht mit rechtlichen Schritten, wenn ich am Montag nicht erscheine. (Info: Er wusste von Anfang an, dass ich ALG 2 beziehe). Er bekäme nicht so schnell einen Ersatz, er würde mir das Leben schwer machen usw.

Die ARGE konnte ich leider nicht informieren, da das Vorstellungsgespräch nachmittags war und die ARGE freitags nur von 08:00 Uhr bis 11:00 Uhr geöffnet war.

Nun meine Fragen:

1. Ich weiß, dass es lt. § 622 BGB Kündigungsfristen für Arbeitnehmer gibt, die auch für einen Minijob gelten, also z. B. 4 Wochen zum Monatsende bzw. 4 Wochen zum 15. des Monats. Kann er auf dieser Kündigungsfrist bestehen? Habe ich lt. dem Sozialgesetzbuch nicht alles zu unternehmen, um meine Bedürftigkeit zu minimieren bzw. abzustellen? Muß er mich nicht gehen lassen? Kann ich evtl. von ihm in Regreß genommen werden.

2. Wie sieht es mit der Info an die ARGE aus? Ich weiß, dass ich die ARGE unverzüglich über diesen wichtigen Umstand zu informieren habe, nur wann soll ich das machen? Die Einweisung beginnt um 09:00 Uhr, die ARGE öffnet um 07:30 Uhr, mein Fallmanager ist aber meistens erst um 08:00 Uhr da. Hinzu kommt noch, dass ich zu dem Ort der Einweisung auch eine entsprechende Fahrtzeit kalkulieren muß, ich kann also nicht erst zur ARGE und dann anschließend zum Arbeitgeber, dann wäre ich unpünktlich. (macht sich gut am 1. Tag) Anrufen scheidet auch aus, bis ich dort mal einen an die Strippe kriege, vergeht eine Menge Zeit und meine Telefonrechnung steigt rapide.
Die Schulung geht über den ganzen Tag, also so ca. bis 16:00 oder 17:00 Uhr, ARGE also geschlossen. Gehe ich nicht zur Schulung, bin ich die Stelle wieder los, gehe ich hin, informiere die ARGE aber später, krieg ich Ärger


Ich dachte immer, eine Vollzeitstelle hat oberste Priorität, um die Bedürftigkeit zu beenden, aber wenn ich die Kündigungsfristen beim Minijob beachten muß oder erst die ARGE informieren muß und deshalb die Stelle verliere, dann liege ich doch noch länger dem Staat auf der Tasche, das kann es doch nicht sein.

Was ratet Ihr mir? Ich persönlich tendiere dazu, bei der Schulung anzutreten.

EVV
 
E

ExitUser

Gast
Für deinen Minijob hast du doch einen Vertrag. In dem stehen auch die Kündigungsfristen. Daran mußt du dich halten. Einzig ein Aufhebungsvertrag in gegenseitigem Einvernehmen würde dir aus diesem Dilemma helfen.

Der Arbeitsgeber des Minijobs kann dich für die Ausfälle, die er durch dein Fernbleiben hat, sanktionieren.

Nur bei Tätigkeiten im sog. 2. Arbeitsmarkt kannst du von einem Tag auf den anderen in eine Arbeit des 1. Arbeitsmarktes wechseln.

Da deine Ganztagsstelle befristet ist, könnte dir sogar die Arge eine Sperre aufbrummen, wenn dein Minijob unbefristet ist.
 

Gebeutelter

Elo-User/in

Thematiker*in
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Hallo Barney,

Arbeitsvertrag in Schriftform existiert nicht, wurde mündlich geschlossen. Allerdings muß die Kündigung in Schriftform erfolgen, am besten per Einschreiben mit Rückschein.

Was ich nur nicht verstehen kann, ist, daß evtl. die ARGE mir, wie Du es sagst, eine Sperre verpassen kann. Der Minijob ist zwar unbefristet, wie Du es schon richtig vermutet hast, allerdings habe ich dieses nicht schriftlich vorliegen, wie gesagt, alles nur mündlich.

Die Vollzeitstelle würde meine Bedürftigkeit jedoch komplett beenden, auch wenn es nur für 3 Monate wäre. Für 3 Monate wäre ich auch aus der Statistik raus, das ist es doch, was die AA bzw. ARGE doch will, oder sehe ich dies falsch? Außerdem ist da noch die Option, das die befristete Stelle in eine unbefristete Stelle umgewandelt werden kann.

Ich kann doch nicht die Stelle "sausen" lassen unter dem Aspekt, da Befristung, Minijob dagegen unbefristet. Dann müßte ich doch weiterhin ALG 2 in Anspruch nehmen, liege also weiter dem Staat auf der "Tasche".
(sorry, wenn ich dies jetzt so formuliere, ihr wißt, wie ich dies meine)

So eine Gelegenheit kommt bestimmt nicht so schnell wieder. Die muß man doch nutzen, oder etwa nicht?

Gebeutelter
 
E

ExitUser

Gast
Manchmal steckt man wirklich in einer Zwickmühle. Aber, sorry, Vertrag ist Vertrag. Und ob der Arge nun lieber ist, dass du 3 Monate aus dem Bezug raus bist und hinterher mehr denn je drin, weil du nicht übernommen wurdest und auch keinen Minijob mehr hast, kann ich dir nun wirklich nicht sagen.

Zukünftig evtl. im Minijob-Vertrag festhalten, dass bei Angebot einer Ganztagsstelle fristlos gekündigt werden kann. Ist nur so eine Idee von mir. Ich weiß, sie ist kaum umsetzbar. Aber Verträge, auch mündliche, gelten und müssen nun einmal eingehalten werden. Sonst droht Schadenersatzanspruch. Ob das mit Hilfe eines Arbeitsgerichtes glattgebügelt werden kann, halte ich auch für fraglich.

Ob du mit sauren Gurken gehandelt hast, wenn du den 400-€-Job sausen läßt, wirst du sowieso erst nach dem Viertel Jahr in der Ganztagsstelle wissen. Sehr sicher klang das endgültige Übernahmeangebot ja nicht. Wenn es wenigsten lautete "bei Eignung wird .... übernommen." Aber auf so eine vage Ansage, "kann u.U. übernommen werden", würde ich nicht viel geben. Das klingt eher als Motivationsanschub die 3 Wochen überproportional zu ackern.
 

The_Vulcan

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Naja ich wär jedenfalls nicht scharf auf eine Befristete Arbeitsstelle von läppischen 3 Monaten... Klar erzählen die Personalleute "Ja wir übernehmen sie danach möglicherweise" so bekommen sie dich viel eher als wenn sie sagen "Also eine übernahme kommt garnicht in Frage, nach 3 Monaten fliegen sie raus"
Vor allem da Du eine unbefristete 400eur stelle hast...

Was Der Chef da Verbal abzog ist aber auch unter aller Sau... Ist wohl ein Choleriker....

Ansonste wie gesagt, Vertrag ist Vertrag! Und Bei der Jobsuche muss man halt darauf achten alle Fristen richtig einzuhalten!

Ansonsten... rechne nicht mit Übernahme!

Mir hat man z.b. mal geagt ich solle zur Zentrale (Eichstädt...) fahren zwecks Vertragsverlängerung/änderung da meine Probezeit um sei...

Also für ca. 30.-EUR Taxigebühr hingefahren und ne Standpauke angehört samt Schriftlicher Kündigung..........

Seitdem weis ich das man Arbeitgebern niemals vertrauen darf, die Lügen das sich die Balken biegen solange es zu ihrem Vorteil ist (Kapitalisten halt).


Und hat dich die ARGE etwa genervt mit "Bewerben sie sich eine 400eur stelle reicht nicht aus" oder warum kommst Du mir mit dem Text so gestresst vor?


PS: Fällt man aus der Statistik nicht schon raus wenn man einen MiniJob hat? Bin mir da nicht so sicher.
 
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