Befristete Rente (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Angelina

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
7 April 2014
Beiträge
3
Bewertungen
0
Ich habe folgende Frage und muß leider dazu die Zusammenhänge etwas ausführlicher beschreiben und danke Euch schon jetzt für Eure Geduld:
Ich bin jetzt 53 Jahre alt und bekomme nach langer Krankschreibung und Kuraufenthalten seit 1994 eine volle befr. Erwerbsunfähigkeitsrente, die anfänglich 1,5 Jahre gewährt wurde und danach versuchte die BfA sie wieder zu streichen. Meine damalige Neurologin hatte mir empfohlen dagegen zu klagen und dies hatte Erfolg. Die ersten Jahre wurde die EU-Rente immer nur um 1,5 verlängert und inzwischen bereits zum dritten Mal um jeweils 3 Jahre, ohne Gutachter aber jedesmal mit der Begründung, das man mich für unter-, bis halbschichtig erwerbsfähig hält die Rente aber aufgrund der Arbeitsmarktlage verlängert wird. Bevor meine Neurologin vor zwei Jahren in Rente ging sagte sie mir, dass sie mich für absolut erwerbsunfähig hält, dass meine Erkrankung inzwischen chronisch sei und es relativ unwahrscheinlich sei, dass man mir die Rente wegnehmen wird. Nun hat ein neuer Arzt die Praxis übernommen und auf Anraten meiner vorherigen Ärztin bin ich dort geblieben, fühle mich aber nicht so gut aufgehoben, weil der neue Arzt mir recht unerfahren vorkommt, ich aber aus Angst, keinen anderen guten Neurologen zu finden und aus Höflichkeit, dort bleibe. Wie der neue Arzt meine Erwerbsfähigkeit einschätzt habe ich mit ihm noch nicht besprochen, da wir uns erstmal kennenlernen, er jedoch natürlich alle Diagnosen von meiner vorherigen Ärztin vorliegen hat. Meine eigentliche Frage ist nun: Falls mein neuer Arzt mich für erwerbsfähig hält, kann man mir dann die Rente nach jetzt 20 Jahren wieder wegnehmen, obwohl sich meine Erkrankung eher verschlechtert hat? Und könnte ich dann dagegen klagen? Ich stehe seit dieser Zeit bei jedem neuen Antrag Ängste aus, weil ich nervlich überhaupt nicht belastbar bin, kann nicht mal einen Nebenjob machen und habe sogar grosse Probleme meinen Haushalt regelmässig zu führen. Es wäre sehr nett, wenn mir jemand irgendetwas beruhigendes sagen könnte, denn diese seit Jahren andauernde Ungewissheit über die weitere finanzielle Existenz macht mich zusätzlich krank und zermürbt mich. Ich danke Euch ganz herzlich für Eure Bemühungen.
 

gelibeh

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
23.664
Bewertungen
17.053
Wie der neue Arzt das sieht kann man natürlich nicht sagen. Natürlich kannst Du aber gegen eine Ablehnung klagen. Ich hatte damals nur meinen Hausarzt und habe geklagt. Das Sozialgericht hat mich dann zu einem Gutachter geschickt und es ist positiv für mich ausgegangen.
Richtig beruhigen wird Dich das jetzt aber auch nicht. Hattest Du bei der Klage anwaltliche Unterstützung?
 

Angelina

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
7 April 2014
Beiträge
3
Bewertungen
0
Guten Morgen gelibeh, vielen Dank für deine schnelle Antwort. Wie ich sehe magst du Katzen, ich übrigens auch. Ich hatte damals insofern Hilfe, dass der VdK mich vertreten hat aber, das ist ja jetzt fast 20 Jahre her und nach dieser ersten und einzigen Klage habe ich die Rente ja auch immer wieder aufs neue bewilligt bekommen. Ich frage mich nur, was man als 53jährige Frau auf dem angespannten Arbeitsmarkt machen soll, wenn man 20 Jahre Rente bekommen hat, krank und nicht belastbar ist? Ich bekomme ja schon die Krise, wenn es beim Einkaufen an der Kasse hektisch ist und der Lärm dort für mich unerträglich wird. Wie soll man da erst eine 40 Stundenwoche durchhalten? Aber, trotzdem vielen Dank nochmals und ich wünsche dir einen schönen Tag! LG:danke:
 
Oben Unten