Befristete Beschäftigung endet, aber seit Dez.und bis auf weiteres krankgeschrieben. (1 Betrachter)

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Wellmann

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Ihr Lieben,

trotz der vielen großartigen Themen ist genau meine Frage leider noch nicht Thema, vielleicht sogar weil die Antwort so einfach ist und ihr das alle schon selbstverständlich wißt. Bitte verzeiht also, sollte meine Frage für euch ein "Alter Hut" sein, für mich ist es gerade Lebenswichtig.
Ich bin seit Sept. 2014 bei einer kleinen Direktmarketing Firma, in der Reparatur Annahme für Sanitäre Anlagen. Seit Sept.2014 ist mein, befristeter Vertrag drei mal geändert, bzw. verlängert und geändert worden. Im Sommer gab es einige Monate, in denen ich weniger Stunden gemacht habe, dann zum Herbst wieder erhöht und Vertrag bis zum 31.3.2016 verlängert. Es war bis vor Kurzem auch keine Frage, das der Vertrag nun, pflichtgemäß in einen Unbefristeten geändert wird, ich also ab 1.4.2016 unbefristet und inzwischen sogar mit Gehaltserhöhung weiter beschäftigt werde.
Leider bin ich Anfang Januar so krank geworden, dass die AU nicht nur bis heute andauert, sondern noch einige Monate verlängert wird, auch um einen Rentenantrag zu stellen. Leider hat sich mein Gesundheitszustand so schnell so drastisch verschlechtert, dass ich nicht mehr arbeitsfähig bin und wahrscheinlich auch nicht mehr werde. Nochmal Verzeihung für die lange Einleitung, die aber für meine Frage notwendig war:

Ist es wirklich so, dass ich, solange ich krankgeschrieben bin, auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, Krankengeld beziehe, mich also auch erst mal nicht arbeitslos melden muss/soll? Oder muss ich mich zum 31.3.2016 arbeitslos melden und der Krankenkasse das melden?
Leider antwortet mein Arbeitgeber mir bis jetzt nicht und ich hatte so was noch nie, habe also echt keine Ahnung, wie das mit dem Krankengeld ist, wenn ich innerhalb der Krankschreibung meinen Job beenden muss.

Ganz lieben Dank für Eure Geduld und vielleicht könnt Ihr mich aus meiner Unwissenheitspanik befreien.
 

Sandrin

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Nach den 6 Wochen Lohnfortzahlung bekommst du Krankengeld für max 78 Wochen bis zur Aussteuerung.

Nach Aussteuerung dürfte es auf die Nahtlosigkeitsregelung in § 125 SGB III hinaus laufen wenn du weiter arbeitsunfähig bist. Danach ist nach Aussteuerung bei der Krankenkasse und fortbestehender Arbeitsunfähigkeit das normale ALG unter den dort beschriebenen Umständen zu zahlen, obgleich aus medizinischen Gründen noch keine Verfügbarkeit für den Arbeitsmarkt besteht.

Unter Nahtlosigkeitsregelung versteht man den Anspruch auf Arbeitslosengeld eines nicht nur vorübergehend Leistungsgeminderten, der keine versicherungspflichtige Beschäftigung mehr ausüben kann - somit nicht "verfügbar" ist -, bei dem aber auch verminderte Erwerbsfähigkeit (noch) nicht festgestellt wurde.

Die Nahtlosigkeitsregelung überbrückt also eine Phase bis zur Klärung der Zuständigkeit zwischen Agentur für Arbeit und gesetzlicher Rentenversicherung.

§ 125 Abs. 1 SGB III gibt einem Arbeitslosen, der nach den Feststellungen der Agentur für Arbeit wegen Minderung seiner Leistungsfähigkeit mehr als 6 Monate nicht mehr in der Lage ist/voraussichtlich nicht mehr in der Lage sein wird, 15 Stunden wöchentlich unter arbeitsmarktüblichen Bedingungen zu arbeiten, einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I.
 

gelibeh

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Das heißt, Du kannst/musst Dich erst beim Arbeitsamt melden, wenn Du nicht mehr krank geschrieben bist oder die Aussteuerung kommt.
 
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