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Befreiung von der gesetzlichen Zuzahlung

Muzel

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#1
Hallo Leute, hat so einen Antrag auf Befreiung von der gesetzlichen Zuzahlung gestellt? Am letzten Samstag habe ich die Zustimmung bekommen. Ich soll aber zuerst das doppelte meiner Rente bezahlen.
Ich habe den Antrag erst einmal storniert, den eine Gesldscheindruckmaschine habe ich nicht im Keller.
 
E

ExitUser

Gast
#2
Ja, ich habe ihn gestellt und auch die Befreiung bekommen.


Irgendwie kann die Forderung bei Dir aber nicht stimmen.
Die Krankenkassen berechnen doch eine Belastungsgrenze von 2 % vom Bruttojahreseinkommen.

Mit Nachweis einer chronischen Erkrankung sogar nur 1 % vom Bruttojahreseinkommen.
 

Annie

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#3
Bei chronisch erkrankten ALG2/HZL/Grundsicherung sind es in diesem Jahr 49,92€ die man bezahlen muss um die Befreiungskarte zu erhalten.
 

ela1953

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#4
Ja, Rentner zahlen mehr. Dort wird das JAHRESBRUTTO herangezogen.
Vor Abzug von Versicherung, Miete, Heizung.

ALG II Empfänger sind "priviligiert". :)
Es wird nur der Regelsatz = MonatsNetto genommen (ohne Miete und Krankenversicherung).
 

Muzel

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#5
Nach dem ersten Schrecken wegen der wahnsinnigen zu zahlenden Höhe habe ich bei der Kasse erst einmal ein bisschen schau gemacht. Ich muss diesen Betrag überhaupt nicht bezahlen, wie ich das verstanden habe. Man hat mir den Grenzbetrag mitgeteilt, den ich pro Jahr löhnen muss für zuzahlungsbedürftige Medikamente. Ich kann also Quittungen sammeln und zusehen, ob ich über den Betrag hinauskomme. Wenn ich den Betrag bezahle, dann muss ich keine Quittungen sammeln.
Mein Bescheid vom Versorgungsamt, den die Kasse gefordert hat, war auch eine Luftnummer. Ich hätte den Behindertenausweis schicken müssen. Das hat sich aber ganz anders angehört. Ich musste nämlich lange nach dem Schein vom Versorgungsamt suchen. Den Behindertenausweis hätte ich ganz einfach schicken könne.
Jedenfalls würde meine Belastungsgrenze nach Beibringung des Muster 55 um die Hälfte reduziert werden. Mein Mann wäre auch befreit.
Ich weiß nicht, ob ich dieses kompliziertes Verfahren richtig verstanden habe. Bitte sagt mir was?
 

Caramell

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#6
Muzel, wenn Du chronisch krank bist, dann must du nur 1 % vom Bruttojahresgehalt bezahlen, sonst 2%. Klar Dein Mann wäre dann auch befreit. Aber seine Rente oder wird mit einberechnet.

Du musst den Betrag nicht auf einmal zahlen, das ist richtig, man kann Quittungen sammeln. Auch die bezahlten Quittungen von der Therapie. Die Befreiung bekommt man aber erst, wenn man genug Quittungen eingereicht hat.
Zum Nachweis das man chronisch krank ist, gibt es auch einen Zettel den der Arzt ausfüllen kann.
 

Muzel

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#7
Könnte ich mich auch wegen meiner Arthrose über wegen der Schilddrüsenüberfunktion mir so eine Bescheinigung holen? Der Schilddrüsenblocker, den ich bekomme, muss ich nur einmal in der Woche nehmen. Meine Arthrose wird mit Triam-Spritzen behandelt, wenn ich dafür einen netten Dog finde. Voltaren-Emulgel verschreibt einem ja keiner, auch wenn das verschreibungspflichtig ist.
 

Matricaria

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#8
Man muss nicht warten bis man genug Quittungen gesammelt hat. Ich z.b. beziehe EMRente und Leistung nach SGB12 und bezahle seit Jahren im Dezember immer die knapp 50 Euro für das kommende Jahr und erhalte gleich in den letzten Tagen des Dezembers meine Befreiungskarte für das neue Jahr. Somit muss ich keine Medikamentezuzahlung leisten und im Krankenhaus ist es auche einfacher, da kommt keine Rechnung für die 10 Euro am Tag. Zeige ich direkt bei der Aufnahme vor und gut ist es. Meine Ärzte wollen die Befreiungskarte im Januar sehen, vermerken es im Pc und somit wird dann das ganze Jahr auf den Rezepten gebührenbefreit angekreuzt. Inzwischen zieht die Krankenkasse das auch von sich aus ein und braucht auch seit Jahren keinerlei Nachweis mehr, dass ich chronisch krank bin. So im Oktober kommt ein Brief "wen sie uns keine Veränderung mitteilen, ziehen wir im Dezember ein blabla...".

Hier mal eine gute Zusammenfassung zu dem Thema:
https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/gesundheit-pflege/krankenversicherung/zuzahlungen-die-regeln-fuer-eine-befreiung-bei-der-krankenkasse-11108
 

Doppeloma

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#9
Hallo Matricaria,

Man muss nicht warten bis man genug Quittungen gesammelt hat.
Kann ich nur bestätigen, das machen wir auch schon seit Jahren so, den Antrag für das Folgejahr schickt uns die KK inzwischen auch (jeden Herbst) "automatisch" zu.

Die rechnen sogar die jährlichen Renten-Anpassungen gleich mit ein (wir beziehen ja inzwischen beide Rente) allerdings wie schon erwähnt, werden auch unsere Renten zusammen als Jahres-Brutto-Betrag genommen.

Die Versicherungs-Beiträge werden (als Pauschale) abgezogen und vom Rest (brutto) müssen wir 1 % selber als Zuzahlungen leisten.
Das ist ein ziemlicher Unterschied zu Bezug von Sozial-Leistungen, obwohl wir Netto (zum Ausgeben) auch nicht viel mehr haben als früher vom JC und Miete müssen wir davon natürlich auch bezahlen.

Ich z.b. beziehe EMRente und Leistung nach SGB12 und bezahle seit Jahren im Dezember immer die knapp 50 Euro für das kommende Jahr
Davon können wir also nur "träumen", letztes Jahr waren es schon fast 160 € die wir vorauszahlen mussten, um gleich ab Januar die Befreiungs-Ausweise zu bekommen.

Trotzdem machen wir das lieber mit der Vorauszahlung, dann ist es wenigstens kein Problem wenn mal zum Beginn eines Jahres einer von uns in die Klinik müsste ... da kommt ja schnell was zusammen bei 10,- € pro Tag Zuzahlung.

Das kommt auch ohne Klinik durchaus schnell zusammen, nur für unsere rezeptpflichtigen Medikamente und Männes Physio-Therapie (2 Mal die Woche als LZ-VO), dauerte das früher weniger als 3 Monate.

Inzwischen zieht die Krankenkasse das auch von sich aus ein und braucht auch seit Jahren keinerlei Nachweis mehr, dass ich chronisch krank bin.
Die Bescheinigung vom Arzt brauchen wir auch nicht mehr einreichen, die Kopie von Männes Schwerbehinderten - Ausweis (GdB 90 unbefristet) liegt nun vor bei der KK, das genügt für die Chroniker-Regelung.

Eingezogen wird der berechnete Betrag nur wenn wir das jedes Jahr neu bestätigen, wir könnten also auch darauf verzichten, wenn das Geld mal im Dezember nicht da wäre aber man kann sich ja das ganze Jahr über darauf einrichten.

So schwierig wie von @Muzel beschrieben, finde ich das nun nicht mit dem Antrag auf Befreiung von den Zuzahlungen, da gibt es doch viel umfangreichere Formulare.
Einmal fertig ausgefüllt, eingescannt kann man doch ALLES wunderbar abschreiben und muss nur noch auf die aktuellen Daten achten.

Ansonsten sind es doch immer die gleichen Fragen und fast immer auch die genau gleichen Antworten ...

MfG Doppeloma
 

Doppeloma

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#10
Hallo Muzel,

Nach dem ersten Schrecken wegen der wahnsinnigen zu zahlenden Höhe habe ich bei der Kasse erst einmal ein bisschen schau gemacht.
Kommt ja darauf an, was du unter "wahnsinniger" Höhe verstehst, in deinem Falle gilt das ja (wie schon erwähnt) auch für dich und deinen Mann zusammen, auch bei der KK gibt es Ehepaare in der Regel nicht "einzeln", jedenfalls nicht bei den Zuzahlungen. :icon_evil:

Ich muss diesen Betrag überhaupt nicht bezahlen, wie ich das verstanden habe. Man hat mir den Grenzbetrag mitgeteilt, den ich pro Jahr löhnen muss für zuzahlungsbedürftige Medikamente.
Richtig und dabei ist es egal, ob es Medikamente für dich ODER für deinen Mann sind, es MUSS aber immer der Name drauf stehen auf der Quittung.

Wir hatten / haben immer eine Stamm-Apotheke (mit Kunden-Karte) wo wir ALLE verordneten Medikamente holen und die speichern das dann in ihrem PC, bei Bedarf kann man sich das ausdrucken lassen und erspart sich damit die Einzel-Quittungen zu sammeln.

Aus dieser "Sammelquittung" ist dann ersichtlich, ob man den erforderlichen Zuzahlungsbetrag schon erreicht hat.
Das gilt aber alles NUR für ärztlich verordnete "Kassen-Medis", NICHT für Privat-Rezepte oder freiverkäufliche Medikamente. :icon_evil:

Ich kann also Quittungen sammeln und zusehen, ob ich über den Betrag hinauskomme.
Wenn du meine Hinweise beachtest ist das richtig so, diese Quittungen müssen dann auch (im Original) bei der KK eingereicht werden, ich haben mir davon früher noch vorher Kopien gemacht, falls mal was verloren gehen sollte ...

Die Liste von der Apotheke ist da natürlich viel praktischer und bei Bedarf kann man die auch immer wieder neu ausdrucken lassen.

Wenn ich den Betrag bezahle, dann muss ich keine Quittungen sammeln.
Richtig, dann gilt der Jahresbetrag (Belastungsgrenze für Zuzahlungen) bereits als "erledigt" und du bekommst den Befreiungs-Ausweis ausgestellt (einen für dich und einen für deinen Mann).

Mein Bescheid vom Versorgungsamt, den die Kasse gefordert hat, war auch eine Luftnummer. Ich hätte den Behindertenausweis schicken müssen.
Vielleicht hättest du mal vorher hier nachfragen sollen, ab GdB 60 ist eine ärztliche Bescheinigung NICHT mehr erforderlich, da macht man eine Kopie vom Ausweis und fügt die dem Antrag bei.
Damit gilt man bereits als nachgewiesen "chronisch krank" und der Grenzwert für die Zuzahlungen liegt bei 1 % vom Jahres-Einkommen (Brutto), bei Ehepaaren das Einkommen von beiden zusammen.

Auch wenn der Ehepartner selber nicht "behindert / chronisch krank" ist braucht er nicht mehr zuzahlen, als der Behinderte / chronisch kranke Partner. :icon_evil:

Jedenfalls würde meine Belastungsgrenze nach Beibringung des Muster 55 um die Hälfte reduziert werden. Mein Mann wäre auch befreit.
Richtig, wenn mit "Muster 55", die ärztliche Bescheinigung zur "Chroniker-Regelung" gemeint ist, ab GdB 60 (und höher) ist die aber NICHT mehr erforderlich, dann genügt die Kopie vom Schwerbehinderten-Ausweis.

Das ist dann auch NUR beim ersten Antrag erforderlich, in den nächsten trägst du nur noch ein, dass diese Kopie bereits vorliegt.
Den Antrag auf Befreiung MUSS man JEDES Jahr neu stellen, es sei denn die Einkünfte ändern sich nicht mehr deutlich (wie bei uns 2 Rentnern), dann kann man dir / euch auch "anbieten" schon voraus zu zahlen für das Folgejahr.

Könnte ich mich auch wegen meiner Arthrose über wegen der Schilddrüsenüberfunktion mir so eine Bescheinigung holen?
Wenn du die Berechtigung für die 1 % - Grenze bereits nachgewiesen hast (durch deinen Schwerbehinderten-Ausweis) dann brauchst du KEINE weiteren Nachweise dafür "Chronisch krank" zu sein (davon wird es nicht mehr "billiger" :bigsmile:).

Der Schilddrüsenblocker, den ich bekomme, muss ich nur einmal in der Woche nehmen. Meine Arthrose wird mit Triam-Spritzen behandelt, wenn ich dafür einen netten Dog finde.
Wie oft oder selten du Medikamente nehmen musst ist völlig EGAL, es geht NUR darum, ob die Kosten dafür von der KK übernommen werden, wenn dir der Arzt ein Rezept dafür schreibt.

Was du privat komplett SELBER bezahlst / bezahlen musst (auch auf Privat-Rezept), das zählt nicht für die Zuzahlungen :icon_evil:

Voltaren-Emulgel verschreibt einem ja keiner, auch wenn das verschreibungspflichtig ist.
Voltaren Schmerzgel gibt es schon lange OHNE Rezept, darum bekommt man es auch NICHT mehr verschrieben, es ist also NICHT mehr "verschreibungspflichtig" ... = wird von der KK deswegen auch nicht mehr bezahlt. :icon_evil:

Das ist aber schon länger so, es gibt so einige Medikamente, die es mal (NUR) auf Rezept gab und die man inzwischen selber bezahlen "darf", weil die Kassen das NICHT mehr übernehmen (wollen) ...

Ob das wirklich immer die richtige, "gesunde" Entscheidung (für die Betroffenen) ist, sei dahingestellt, Voltaren brauche ich auch immer für meinen Männe.

Solche Sachen kaufe ich immer über eine Online-Apotheke, da ist das (trotz zusätzlicher Versandkosten) nicht ganz so teuer wie in unserer normalen "Stamm-Apotheke" vor Ort, da holen wir NUR die wirklich vom Arzt verschreibungspflichtigen Medikamente.

Dafür nützt dir die Zuzahlungs-Befreiung jedenfalls GAR NICHTS ... dabei geht es NUR um die Medikamente, Therapien, Hilfsmittel die auch von der KK hauptsächlich bezahlt werden ... darum heißt es ja "Zuzahlung" ...

MfG Doppeloma
 

Muzel

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#11
Will die KK nun trotzdem meine Schwerbehindertenausweis sehen?
Ich habe den Feststellungsbescheid über meinen GdB 80 geschickt. Die KK will das ich zusätzlich das Formular Muster 55 vom Arzt schicke, in dem erklärt wird, dass ich chronisch krank bin.
Heute kam der Brief von der KK
"Sehr geehrte Frau (...),
wie bereits telefonisch besprochen kann ich beim Vorliegen einer schwerwiegenden chronischen Erkrankung, welche seit mindestens einem Jahr besteht und einer regelmäßigen Betreuung bedarf, Ihre individuelle Belastungsgrenze herab gesetzt werden. Dazu stellt Ihnen Ihr Arzt Dazu stellt Ihnen Ihr Arzt eine entsprechende Bescheinigung (Muster 55) aus.
Bitte reichen reichen Sie uns dieses ggf. nach. Dann halbiert sich die Ihnen mitgeteilte Belastungsgrenze für das Jahr 2018.(...)"
Jetzt muss ich noch ergründen, wie es sich für Leute verhält, die unter das soziale Entschädigungsrecht fallen. Laut Betanet gibt es Ausnahmen.
Liebe Doppeloma, es gibt Voltaren emulgel und das Voltaren Schmerzgel. Das emulgel ist teurer und rezeptpflichtig. Vielen Dank für deine guten Erklärungen.
 

Doppeloma

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#12
Hallo Muzel,

Will die KK nun trotzdem meine Schwerbehindertenausweis sehen?
Ich habe den Feststellungsbescheid über meinen GdB 80 geschickt.
Wenn du zusammen MIT dem Antrag auf Befreiung eine Kopie von deinem Schwerbehinderten-Ausweis zur KK schickst, dann hat das zu genügen, den Feststellungs-Bescheid brauchen die überhaupt NICHT.

Und die ärztliche Bescheinigung ist zusätzlich auch NICHT nötig, wenn du den Anspruch bereits wegen deiner Schwerbehinderung (GdB 80) nachweisen kannst.

Warum machst du dir eigentlich selber immer alles so überflüssig kompliziert und schickst Unterlagen an die KK, die dort gar nicht gebraucht werden ??? :doh:

Die KK will das ich zusätzlich das Formular Muster 55 vom Arzt schicke, in dem erklärt wird, dass ich chronisch krank bin.
Dafür gibt es aber KEINEN rechtlichen Grund mehr wenn du bereits die Schwerbehinderung (mit Ausweis-Kopie) nachgewiesen hast, lass die doch schreiben was sie wollen, es gibt KEINEN Grund für weitere Nachweise dazu. :icon_evil:

Überflüssige Forderungen sind auch bei den KK NICHT erlaubt, wer GdB 60 und höher nachweisen kann, gilt bereits als "Chronisch krank anerkannt", das braucht der Arzt NICHT mehr zusätzlich "bescheinigen". :icon_evil:

"Sehr geehrte Frau (...),
wie bereits telefonisch besprochen kann ich beim Vorliegen einer schwerwiegenden chronischen Erkrankung, welche seit mindestens einem Jahr besteht und einer regelmäßigen Betreuung bedarf, Ihre individuelle Belastungsgrenze herab gesetzt werden.
Füll das Antrags-Formular aus, lege deine Quittungen / Kopie vom Schwerbehinderten-Ausweis dazu und verlange eine Entscheidung entsprechend der gesetzlichen Vorgaben.

Hast du nicht auch schon einen Pflegegrad, was wollen die denn noch alles von dir haben, der Schwerbehinderten-Grad / Ausweis GENÜGT bei dir bereits für die Anerkennung.

Dazu stellt Ihnen Ihr Arzt Dazu stellt Ihnen Ihr Arzt eine entsprechende Bescheinigung (Muster 55) aus.
Das ist NUR erforderlich wenn man keinen Schwerbehinderten-Grad ab 60 oder höher hat, dann muss der Arzt auf diesem Formular bestätigen, dass man chronisch krank und in regelmäßiger Behandlung ist und lebensnotwendige Medikamente benötigt.

Das brauchten wir nur bis Männe dann den Schwerbehinderten-Grad 90 hatte, nun nicht mehr ... (von GdB 50 erhöht vor 2 Jahren).
Das sollte auch bei deiner KK bereits BEKANNT sein, also telefoniere nicht immer wieder sinnlos herum sondern verlange, dass die sich rechtskonform verhalten und deine Belastungsgrenze bei 1 % anerkannt wird mit den Unterlagen die du schon längst eingereicht hast dafür.

Bitte reichen reichen Sie uns dieses ggf. nach. Dann halbiert sich die Ihnen mitgeteilte Belastungsgrenze für das Jahr 2018.(...)"
Das "halbiert" (von 2 % auf 1 %) sich nicht nur für 2018, wenn du noch Quittungen hast von den letzten Jahren muss die KK das sogar nachprüfen und dir auch rückwirkend noch zu viel gezahltes Geld auszahlen / erstatten (bis zu 4 Jahre soweit ich weiß), du hast ja den GdB sicher nicht erst seit 2018 über 60 ... ???

Jetzt muss ich noch ergründen, wie es sich für Leute verhält, die unter das soziale Entschädigungsrecht fallen. Laut Betanet gibt es Ausnahmen.
Geh doch erst mal den ganz normalen Weg, den JEDER gesetzlich Versicherte nutzen kann ...

es gibt Voltaren emulgel und das Voltaren Schmerzgel. Das emulgel ist teurer und rezeptpflichtig.
Im Internet gibt es aber KEIN "emulgel" (das ist doch nur eine andere Bezeichnung oder wo genau liegt da der medizinisch wirksame Unterschied ???), es wird (fast) immer NUR "Voltaren Schmerzgel" angezeigt und das wird NICHT mehr verschrieben ... ob teurer auch unbedingt "besser" ist kann ich nicht beurteilen ... :icon_evil:

Habe das jetzt doch (konkret als "Emulgel") gefunden und es ist NICHT mehr Rezeptpflichtig, daher wird es auch nicht mehr verschrieben ... :icon_evil:

VOLTAREN Emulgel
von GlaxoSmithKline Consumer Healthcare
Artikelnummer: : 03140380
Packungsgröße : 100 g
Lieferzeit: Lieferzeit ca. 1-3 Werktage

Grundpreis: 14,64 € / 100 g

nur 14,64 € 3
Quelle

https://www.ayvita.de/search/result?term=VOLTAREN+Emulgel#

(das soll KEINE Werbung sein, NUR ein Hinweis !!!)

Ansonsten würde dabei stehen, dass man ein Rezept einreichen muss ... es gibt natürlich auch andere Packungsgrößen und selbstverständlich auch VIELE andere Online-Apotheken. :idea:

Wird ja sogar im TV für geworben, das dürfen die für verschreibungspflichtige Medikamente / Salben gar nicht machen. :icon_evil:

Mag schon sein, dass es noch irgendwo geschrieben steht das wäre Rezeptpflichtig, dann bitte mal auf das DATUM dieser Informationen schauen, es ist noch nicht sehr lange her, wo das aus der Rezeptpflicht genommen wurde.

Ich kaufe das (normale Schmerzgel) jedenfalls schon ungefähr 2 Jahre OHNE Rezept aber eben Online, da ist es auf jeden Fall günstiger zu bekommen als in der "Stamm-Apotheke" vor Ort ...
Da haben wir das nur einmalig mitgenommen, als der Arzt das "empfohlen" hatte (schon ohne Rezept-Ausstellung) und NIE WIEDER ... ist jedenfalls unverschämt TEUER gewesen ...

MfG Doppeloma
 

Muzel

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#13
Bezüglich der Unterschiedes emulgel und Schmerzgel habe ich herausgefunden, dass das emulgel als Anwendungsgebiet
"Entzündung oberflächlicher Venen" hat, was das Schmerzgel nicht hat. Das wäre der Unterschied, warum das eine (Schmerzgel) nicht rezeptpflichtig ist und das emulgel schon.
https://www.apotheken-umschau.de/Medikamente/Beipackzettel/VOLTAREN-Emulgel-3140374.html
Da ich nur das emulgel benutze, weiß ich nicht, ob Schmerzgel das breite Wirkungsspektrum hat.
Ich setze es erfolgreich bei Verbrennungen und Prellungen ein.
Mein Golferarm hat es nur nach mehren Monaten der Anwendung ein wenig geholfen. Der Bringer war die Triam-Spritze. Ich kann nun wieder schmerzfrei schwimmen (Ich spiele kein Golf.)
Ich habe das mit der Belastungsgrenze immer noch nicht so richtig verstanden.
Heißt das jetzt, dass ich bis zur Belastungsgrenze die volle Zuzahlung leisten muss und erst danach nur ein Prozent von der gesetzlichen Zuzahlung leisten muss oder gilt das direkt. Ab wann gilt die Befreiung: erst wenn meine chronische Erkrankung festgestellt wurde, oder erst dann, wenn die gesetzliche Zugzahlungsgrenze überschritten wird.
 

Caramell

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#14
Doppeloma, wenn man bei Deinem Link nach schaut, also auf das Emugel tippt, das ist es wirklich Rezeptpflichtig.

Muzel, Du musst, um eine Befreiung zu bekommen, nur einmal im Jahr die 1% bezahlen. Danach gibt es dann bis zum Jahresende eine Zuzahlungsbefreiung bis zum Jahresende. Also muss man nichts mehr für verschriebene Medikamente und Hilfsmittel dazu bezahlen.

Reiche jetzt alle Unterlagen ein, damit Du die Befreiung bald bekommst.
 

Doppeloma

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#15
Hallo Caramell,

Doppeloma, wenn man bei Deinem Link nach schaut, also auf das Emugel tippt, das ist es wirklich Rezeptpflichtig.
Stimmt, aber erst wenn man den Artikel separat aufruft wird das angezeigt ... HMMM ...

Trotzdem verstehe ich nicht wo da der große medizinische Unterschied sein soll ... als Brandsalbe geht Panthenol viel besser und wer "verbrennt" sich denn laufend, soweit ich vom "normalen Voltaren" weiß darf man das auf verletzte Haut gar nicht auftragen ... :icon_evil:

Ich verstehe jedenfalls den konkreten GRUND dafür noch nicht warum es ausgerechnet dieses bestimmte Voltaren sein muss und es die Anderen Sorten nicht auch tun würden bei Gelenkbeschwerden, auch bei entzündlich bedingten ist das "forte" sehr gut.

Danke für den Hinweis, das von der Apo-Rundschau hatte ich auch schon gefunden aber das ist schon von 2015 ...

MfG Doppeloma
 

ela1953

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#16
Es gibt von Voltaren
Schmerzgel, Emulgel und forte.
Der Unterschied ist der Anteil an Diclofenac, der bei forte am höchsten ist.
Forte gab es freiverkäuflich, als das emulgel noch vetschreibungspflichtig war.

In Holland bei ter huurne gab es das emulgel frei und zu einem Bruchteil des Preises. Dort war das forte wegen des hohen Wirkstoffgehalts verschreibungspflichtig.

Wie das jetzt ist weiß ich nicht. Mir war das Selbstkaufen zu teuer.
Diclofenac-Tabletten vertrug ich nicht. Komme jetzt mit Novalminsulfon-Tropfen besser zurecht.
 

Doppeloma

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#17
Hallo Muzel,

Bezüglich der Unterschiedes emulgel und Schmerzgel habe ich herausgefunden, dass das emulgel als Anwendungsgebiet
"Entzündung oberflächlicher Venen" hat, was das Schmerzgel nicht hat. Das wäre der Unterschied, warum das eine (Schmerzgel) nicht rezeptpflichtig ist und das emulgel schon.
Glaube ich eher NICHT, es kann höchstens was mit den Inhaltsstoffen / Wirkstoffen zu tun haben, die vielleicht höher konzentriert sind ...
Es gibt ja auch bestimmte (niedrig dosierte) Kortison-Salben rezeptfrei und mit mehr Kortison, werden die dann rezeptpflichtig.

https://www.apotheken-umschau.de/Med...l-3140374.html

Das hatte ich auch schon gefunden aber der Artikel ist von 2015, daher habe ich angenommen das war VOR der Freigabe.

Da ich nur das emulgel benutze, weiß ich nicht, ob Schmerzgel das breite Wirkungsspektrum hat.
Ich setze es erfolgreich bei Verbrennungen und Prellungen ein.
Das kann ich dir auch nicht sagen aber Verbrennungen und Prellungen kann man sicher auch preiswerter behandeln, wie oft passiert dir denn so was, für Verbrennungen (leichter bis mittlerer Sonnenbrand/ Koch-Unfälle mit heißen Töpfen / Fettspritzern usw.) genügt reines Panthenol, das haben wir immer im Haus.

Wenn du Venenprobleme hast kann es ja kaum schaden, das andere mal zu probieren, vielleicht genügt ja der Wirkstoffgehalt auch dafür schon.
Zudem kann man das ja auch alles im Internet nachlesen, wo da die Unterschiede in den Anwendungsgebieten sind.

Ich habe das mit der Belastungsgrenze immer noch nicht so richtig verstanden.
Die Belastungsgrenze ist der Betrag den du zunächst selber als Zuzahlung aufbringen musst, aus dem gemeinsamen Einkommen wird die berechnet.

Einfaches Zahlen-Beispiel, das Jahres-Brutto-Einkommen (vom 01.01. - 31. 12.) beträgt 20 000 € = 400 € Zuzahlung bei 2 % (als relativ gesunder Versicherter) ODER 200 € Zuzahlung bei 1 % wegen Anerkennung der Chroniker-Regelung.

Sind diese 200 € Zuzahlungen erfolgt (immer im laufenden Jahr) muss man (eigentlich) KEINE weiteren Zuzahlungen mehr leisten, wenn man den Antrag auf Befreiung an die KK gestellt hat und das auch (mit den Quittungen von der Apotheke für die verordneten Medikamente) beweisen kann.

Dazu zählen auch Zuzahlungen im Krankenhaus (10 € pro Tag) oder auch Zuzahlungen zu Heil- und Hilfsmitteln / Physiotherapie usw., da bekommt man ja auch immer eine Quittung für die Zuzahlungen / Eigen-Anteile.

Zu einer Packung Tabletten (je nach Packungsgröße) zahlen wir meist schon 10 € zu und wir brauchen viele verschiedene Medikamente, die meisten sind nicht ganz "billig", da ist der geforderte Betrag (bei unserer 1 % Belastungsgrenze von rund 160 € im Jahr) schnell erreicht und darum bezahlen wir diese 160 € gleich und brauchen keine Quittungen mehr zu sammeln.

Heißt das jetzt, dass ich bis zur Belastungsgrenze die volle Zuzahlung leisten muss und erst danach nur ein Prozent von der gesetzlichen Zuzahlung leisten muss oder gilt das direkt.
Du BIST bereits chronisch krank, der Schwerbehinderten-Ausweis (Kopie) reicht dafür aus und es gilt SOFORT 1 % vom Jahreseinkommen (im Beispiel 200 €) als "Belastungsgrenze".
Im Beispiel 200 € sind bis zum Mai des Jahres schon bezahlt worden (für Apotheke-Rezeptgebühren / Krankenhaus/ Physiotherapie /Psychotherapie usw.), dann hast du dein "Soll" erfüllt und wirst (NUR auf Antrag !!!) von weiteren Zuzahlungen in dem laufenden Jahr befreit.

Dann bekommst du den Befreiungs-Ausweis z.B. gültig ab 01.06. - 31.12. des laufenden Jahres noch ausgestellt.
Stellst du keinen Antrag zahlst du weiter (der KK ist das egal), stellst du den Antrag erst später im Jahr (hast schon z.B. 300 € zugezahlt bis dahin) bekommst du schon zuviel gezahltes Geld (also im Beispiel 100 €) von der KK zurück, der Befreiungs-Ausweis gilt IMMER NUR für das laufende (Rest-)Jahr.

Stellst du den Antrag schon im Voraus für das kommende Jahr musst / kannst du diese "Beispiel"- 200 € an die KK bezahlen und bekommst den Befreiungs-Ausweis SOFORT ... gültig ab dem 01.01. des neuen Jahres ... dann ist dein Pflichtbetrag (bis zur Belastungsgrenze) Zuzahlungen bereits als erledigt anzusehen.

Den Befreiungs-Ausweis legst du dann einfach vor wenn man Zuzahlungen von dir haben will und du brauchst NICHT mehr bezahlen, auf Rezepten kreuzt das dann der Arzt schon an, dass du von den Zuzahlungen befreit bist.

Das gilt aber ALLES NUR für verordnete Kassenleistungen, NICHT für selbst gekaufte (rezeptfreie) Medikamente, die musst du IMMER selbst bezahlen ...

Vielleicht kannst du es ja jetzt besser verstehen.

MfG Doppeloma
 

Doppeloma

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#18
Hallo ela1953,

Der Unterschied ist der Anteil an Diclofenac, der bei forte am höchsten ist.
Das meine ich auch und "Forte" habe ich in der oben verlinkten Online-Apotheke schon häufiger gekauft, das gibt es rezeptfrei inzwischen ...

Diclofenac-Tabletten vertrug ich nicht. Komme jetzt mit Novalminsulfon-Tropfen besser zurecht.
Die kann Männe auch nicht nehmen und er schluckt schon genug Pillen, das ist ja nur zusätzlich als äußere Anwendung gedacht wenn es mal besonders schlimm ist und nicht mal seine "Drogen" (Morphine) mehr ausreichen, die er sowieso schon 2 Mal täglich nimmt.

Da musste er trotz starker Schmerzen noch etwas grinsen, als ihm der Notarzt letztens einige Paracetamol in die Hand gedrückt hat, gegen seine sehr akuten Schmerzen in der Schulter.

Da hat er den gefragt was er mit solchen "Lutschbonbons" anfangen soll, wenn seine Morphin-Dröhnung nicht mal ausreicht, die er schon intus hat, wie jeden Tag.
Dann wollte der Arzt doch mal die Schachtel sehen und meinte er könne ruhig mal EINE zusätzlich davon nehmen, wenn es nicht anders geht ... hat ihn dann aber doch lieber erst mal mit in die Klinik genommen. :idea:

MfG Doppeloma
 

Atze Knorke

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#19
Ich habe das mit der Belastungsgrenze immer noch nicht so richtig verstanden.
Heißt das jetzt, dass ich bis zur Belastungsgrenze die volle Zuzahlung leisten muss und erst danach nur ein Prozent von der gesetzlichen Zuzahlung leisten muss oder gilt das direkt. Ab wann gilt die Befreiung: erst wenn meine chronische Erkrankung festgestellt wurde, oder erst dann, wenn die gesetzliche Zugzahlungsgrenze überschritten wird.
Hallo Muzel,

hinweislich ist bereits einiges klar samt Link von (at)Matricaria (Beitrag #8) dargestellt. :icon_daumen:

Du solltest dir auch bitte die Mühe des Nachlesens machen und nicht wie am laufenden Band von A über B nach C gelangen. :sorry:

Als Abarbeitung und zum Verständnis alles verschiedene Paar Schuhe.

Grundsätzliche gesetzl. Regelung im § 62 SGB V.

Hast du KEINE Zuzahlungsbefreiung von deiner zuständigen KK dann bezahlst du in der Regel 2 % der jährlichen BRUTTOeinnahmen aller Familienangehörigen, die beim Erreichen mit Belegen und Quittungen nachweislich bei der zuständigen KK einzureichen sind.

Der nächste Schuh ist die "Chroniker-Richtlinie" - diese besagt, dass eine Anerkennung einer 'schwerwiegend-chronischen-Krankheit' entsprechend Voraussetzungen ärztlich festgestellt sein sollte.

Vom Alter des Versicherten abhängig und ist an weitere Voraussetzungen geknüpft.

https://www.g-ba.de/informationen/richtlinien/8/

https://www.betanet.de/zuzahlungsbefreiung-fuer-chronisch-kranke.html

Der weitere Schuh ist die KK-Forderung mit dem notwendigen 'Muster 55', dass ab Oktober 2016 neu für die behandelnden Ärzte geregelt wurde. Dieses 'Muster 55' ist jährlich ärztlich attestiert verpflichtend.

Sind alle diese (Voraussetzungs)Schuhe passend wird der KK-Zuzahlungsbefreiungsantrag ausgestellt und die 1 % Belastungsgrenze kann in Anspruch genommen werden!

Zutreffend für dieses Procedere gibt es Versicherte, die kaufen sich am Ende des Jahres für das kommende neue Jahr bei der KK frei (z. B. Überweisung der 1 % Belastungsgrenze) und erhalten dann von ihrer zuständigen KK den geprüften Befreiungsausweis (01.01.-31.12.XXXX).

Das kann jeder Versicherte jedoch alles selbst recherchieren bzw. bei Risiken und Nebenwirkungen erkundige bzw. informiere man sich bei seiner KK und seinem behandelnden Arzt. :idea:

Hallo Doppeloma,

eine kleine Ergänzung zu deinen ausführlichen Antworten (Beitrag #12) in Bezug auf "Muster 55":

http://www.kbv.de/media/sp/Abbildung_Muster55.pdf"]http://www.kbv.de/media/sp/Abbildung_Muster55.pdf[/URL]

Der gesundheitliche Zustand kann sich verändern, egal welcher anerkannter Grad der Schwerbehinderung (im positiven als auch im negativen Sinn), ist nicht für die Ewigkeit ausgestellt. Dennoch ändert sich der GdB nicht jedes Jahr und deshalb wird überprüft. Die KK will sich vergewissern, dass die Voraussetzungen für die (Zuzahlungs)Befreiung (weiterhin) gegeben sind.

Für die zuständige KK ist entsprechend des Antrages auf Befreiung der gesetzl. Zuzahlung (Absenkung auf 1 %) das 'Muster 55' durch Ausstellung des behandelnden Arztes notwendig. Damit (er)klärt sich die Sachlage für den Versicherten.

Deutschland hat doch die Bürokratie erfunden.

AEG und ...
 
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Muzel

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#20
Atze, war es deine Absicht mich total zu verwirren?
Heute bekam ich Nachricht von der KK meiner Schwiegermutter. Die Kasse hat mir so gut wie die Doppeloma mir die Angelegenheit erklärt. Mein Mann will nicht, dass ich die Zuzahlungsbefereiung für meine Schwiegermutter stelle.
Wir wollen nicht vom Heim noch höher eingestuft werden.
 

Kerstin_K

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#21
Mein Mann will nicht, dass ich die Zuzahlungsbefereiung für meine Schwiegermutter stelle.
Wir wollen nicht vom Heim noch höher eingestuft werden.
Das hat nichts miteinander zu tun.
 

Atze Knorke

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#22
Hallo Muzel,

bitte, ich dich total verwirren? Du bist vermutlich verwirrt, mit keinem Wort hast du mitgeteilt, dass es sich um die KK-Zuzahlungsbefreiung deiner Schwiegermutter handelt, die im Heim ist.

Also wen verwirrst du? Dann liegt die Sachstandsaufklärung bei dir, was sagen deine Beiträge #1 und #5 aus?

Und da dir die KK die Angelegenheit so prima erklärt hat, verstehe ich nicht, weshalb du von A über B nach C gelangen willst und im Enddefekt ein missverständliches Knäuel zu stricken bzw. zurück bleibt.

Jedenfalls liegt die Hilfe-Hauptaufgabe nicht darin, sich die Finger unnötig wund zu schreiben. :icon_evil:
 

Doppeloma

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#23
Hallo Atze Knorke,

Der gesundheitliche Zustand kann sich verändern, egal welcher anerkannter Grad der Schwerbehinderung (im positiven als auch im negativen Sinn), ist nicht für die Ewigkeit ausgestellt. Dennoch ändert sich der GdB nicht jedes Jahr und deshalb wird überprüft. Die KK will sich vergewissern, dass die Voraussetzungen für die (Zuzahlungs)Befreiung (weiterhin) gegeben sind.
In dem Formular (Muster 55) geht es aber gar nicht um GdB oder Änderungen dabei ... :icon_evil:

die Krankenkasse kann auf den jährlichen Nachweis verzichten, wenn bereits die notwendigen Feststellungen getroffen worden sind und im Einzelfall keine Anhaltspunkte für einen Wegfall der chronischen Erkrankung vorliegen.
Quelle § 62 SGB V

Da muss ich dir also leider widersprechen, denn ein Schwerbehinderten-Ausweis (ab GdB 60) der unbefristet bereits gültig ist wird NICHT mehr überprüft, die zusätzliche ärztliche Bescheinigung ist damit bereits als überflüssig zu betrachten.

Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 60 oder eine Minderung der Erwerbsfähigkeit bzw. ein Grad der Schädigungsfolgen (GdS) von mindestens 60 %. GdB oder GdS muss durch die schwerwiegende Krankheit begründet sein.
Quelle

https://www.betanet.de/zuzahlungsbefreiung-fuer-chronisch-kranke.html

Die konkreten Gesundheitsprobleme haben dann auch für die KK überhaupt keine besondere Bedeutung mehr, im Bezug auf die Befreiung bei 1 % Belastungsgrenze gelten die Voraussetzungen bereits damit (auch unbefristet) als ERFÜLLT.

In Muster 55 wird z.B.nach einer bestehenden Schwerbehinderung gar nicht gefragt ... da wird wohl auch wieder davon ausgegangen, dass die Betroffenen das selber wissen müssen ???

Sollte es noch überraschende "Wunderheilungen" geben (oder bei befristet eine Herabsetzung des GdB unter 60), wäre man ja zudem selber verpflichtet die KK darüber zu informieren, wie man es auch bei (deutlich positiven) Veränderungen bezüglich der Jahres-Einkommen tun müsste. :idea:

Für die zuständige KK ist entsprechend des Antrages auf Befreiung der gesetzl. Zuzahlung (Absenkung auf 1 %) das 'Muster 55' durch Ausstellung des behandelnden Arztes notwendig. Damit (er)klärt sich die Sachlage für den Versicherten.
Ich stelle diesen Antrag seit Jahren an unsere KK und darf dir versichern, dass es schon bei mir (wahrscheinlich) einmalig genügen würde, diese Bescheinigung dann auszustellen (habe selber nur GdB 40), denn es ist NICHT zu erwarten, dass die gesundheitlichen Gründe wieder entfallen könnten ... es sei denn man baut die Herzklappe wieder aus und DANN "bin ich TOT" ... :icon_cry:

Die frühere Bescheinigung vom Arzt mussten wir auch vorher nur alle 2 - 3 Jahre erneut einreichen, seit Männe den Defi hat (und deswegen auf GdB 90 erhöht wurde) brauchen wir das GAR NICHT mehr machen, auch hier ist eine relevante "Besserung" nicht mehr zu erwarten, deswegen wurde der GdB 90 (auch) direkt unbefristet vom Versorgungsamt bewilligt.

Das hat die KK dann einfach so zu akzeptieren, wozu also zusätzlich noch eine ärztliche Bescheinigung / Bestätigung, da ist die Feststellung vom Versorgungsamt als vorrangig anzusehen und das muss auch nicht mehr laufend (bei der KK) "überprüft" und neu nachgewiesen werden. :icon_evil:

Wenn man es mal unbedingt will, wäre das aber auch kein besonderes Problem für uns, wer keine Arbeit hat, "der macht sich welche" ... :bigsmile:
Männe war ja schon vorher jahrelang als chronisch krank anerkannt bei der KK, gebessert hat sich da also NIX ... es kommt eben (wie immer) auf den konkreten Einzelfall an, auch bei der Entscheidung zur Zuzahlungsbefreiung (wie es auch im Gesetz dazu geschrieben steht).

MfG Doppeloma
 
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Atze Knorke

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#24
Hallo Doppeloma,

jeder Versicherte hat seine individuellen Ausgangsbedingungen. :idea:

Von vorn herein kann ich dir ebenfalls versichern, dass die Vorausetzungen der jeweiligen KK zur Ausstellung eines Befreiungsausweises bezüglich einer 'schwerwiegend-chronischen-Krankheit' mit dem ärztlich attestierten 'Muster 55' von Bedeutung sind.

Ich sehe Unterschiede, ein befristeter GdB mit über 50 wird anders behandelt, als ein unbefristeter GdB. Ein GdB 60 geht einher mit der Reduzierung der Belastungsgrenze für Zuzahlungen in der gesetzlichen Krankenversicherung auf 1 % der jährlichen Bruttoeinnahmen bei Vorliegen weiterer Voraussetzungen.

Im 'Muster 55' wird ärztlich attestiert, seit wann in ärztlicher Dauerbehandlung wegen derselben Erkrankung bei dem behandelnden Arzt.

Das stimmt aber nicht mit der Feststellung/Anerkennung eines GdB beim Versorgungsamt (Datum Schwerbehindertenausweis) überein.

Z. B. Ein Versicherter mit einer langjährigen, schwerwiegenden-chronischen Krankheit in Dauerbehandlung bekam bei der zuständigen KK keinen Befreiungsausweis auf 1% Zuzahlung (bei einem >GdB 50, ein befristeter Schwerbehindertenausweis) - das 'Muster 55' - entsprechend den KK-Verfahrensgrundsätzen war ein erneuter Nachweis für das Jahr 2018 zu erbringen, damit die Absenkung der Belastungsgrenze möglich wird.

Das genügte also der KK nicht, insofern wäre der geforderte Nachweis des ärztlich attestierten 'Muster 55' gegenüber der zuständigen KK nicht erbracht, wäre die Belastungsgrenze zunächst auf 2 % angerechnet. Und das obwohl der Versicherte mit diesem unheilbaren Krankheitsbild unverändert jedes Jahr aufs Neue den Antrag auf Befreiung stellt.

Was tun sprach Zeus ... warum einfach, wenn's auch kompliziert geht. :bigsmile:

Die Auflage/Forderung erteilte die zuständige KK. :icon_kratz:

Zum Schluss gebe ich ein BSG-Urteil ein - siehe bitte Punkt 22. -
Aktenzeichen: B 9 SB 2/15 R -
"Kein Schwerbehindertenausweis auf ewig"
https://www.rehadat-recht.de/de/feststellungsverfahren/feststellung-der-schwerbehinderteneigenschaft-grad-der-behinderung-gdb/begehr-der-schwerbehinderteneigenschaft/
 
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Doppeloma

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#25
Hallo Atze Knorke,

Ich sehe Unterschiede, ein befristeter GdB mit über 50 wird anders behandelt, als ein unbefristeter GdB. Ein GdB 60 geht einher mit der Reduzierung der Belastungsgrenze für Zuzahlungen in der gesetzlichen Krankenversicherung auf 1 % der jährlichen Bruttoeinnahmen bei Vorliegen weiterer Voraussetzungen.
Ich sehe auch Unterschiede, ich habe von GDB 60 geschrieben und NICHT von GdB 50, daraus ergibt sich ja auch OHNE zusätzliche ärztliche Bescheinigung noch KEIN Anspruch auf die Belastungsgrenze von 1 % ... willst du mich mal wieder "kirre" machen oder was soll das werden hier ???

Das stimmt aber nicht mit der Feststellung/Anerkennung eines GdB beim Versorgungsamt (Datum Schwerbehindertenausweis) überein.
Habe ich das irgendwo behauptet, bis zum Ausweis mit GdB 90 haben wir ja auch zusätzlich die Bescheinigung (alle 2 - 3 Jahre) einreichen müssen, das habe ich doch bereits erwähnt.

Klammere dich doch nicht an diesem "Muster 55" so fest, das ist nur (endlich) ein allgemeingültiges Formular für ALLE Kassen-Ärzte, während vorher jede KK ihr eigenes Formular kreiert hatte ... wann und warum die KK das wirklich haben will wird sie dem Antragsteller weiterhin individuell mitteilen und der Arzt kann das nun (wie eine AU-Bescheinigung) selber fertig ausgefüllt ausdrucken.

Bleibt aber weiter überflüssig bei GdB ab 60 unbefristet ... :sorry:

Zum Schluss gebe ich ein BSG-Urteil ein - siehe bitte Punkt 22. -
Aktenzeichen: B 9 SB 2/15 R -
Und was soll MIR das nun sagen können, darin geht es um die sogenannte "Heilungsbewährung" bei Krebserkrankungen und eine versäumte (Routine-Überprüfung) des Versorgungsamtes ...
In solchen Fällen sind die GdB in der Regel befristet (das steht auch im Bescheid, genau wegen der Heilungsbewährung) und werden nach Prüfung (meist nach 5 Jahren ohne Rezidiv) wieder herabgesetzt.

Davon, dass ein GdB der bereits unbefristet erteilt wurde (wegen tatsächlich dauerhafter Einschränkungen OHNE Chance auf Heilung / Besserung) wieder aufgehoben werden kann, steht da NICHTS drin ... auch nicht an Punkt 22 ... :icon_evil:

Ist also völlig untauglich mich zu überzeugen, wovon immer du mich hier gerade so vehement überzeugen möchtest ... ich denke mal damit können wir diesen überflüssigen "Zweier- Disput" in diesem Thema auch wieder beenden.

MfG Doppeloma
 

Muzel

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#26
Ich denke, dass es ein heikles Problem mit den Formularen gibt. Die Kasse behauptet zwar, dass das Muster 55 jedem Kassenarzt vorliegt. Ob das wirklich so ist, wage ich sehr zu bezweifeln. Mein LVR-Gutachter (FA Psychiatrie) hätte mir gern die Verordnung eines Assistenzhundes ausgestellt. Leider hatte er das nötige Hilfsmttelverordnungsformblatt nicht, was jeder FA haben sollte. Er wollte es sich besorgen. Das hat nicht getan. Dafür hat er mir eine formlose Bescheinigung ausgestellt und die wurde von der KK beanstandet und so habe ich den Hund nicht bekommen.

Hallo Atze. Man soll keine schlafenden Hunde wecken. Wenn man solche Anträge stellt, kann das Heim auf die Idee kommen, dass man doch kränker ist. Meine Schwiegermutter im Heim hat keine rechtliche Betreuung und jetzt den umgewandelten Pflegegrad 3. Wir wollen, dass das so bleibt.
 
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Kerstin_K

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#27
Man soll keine schlafenden Hunde wecken. Wenn man solche Anträge stellt, kann das Heim auf die Idee kommen, dass man doch kränker ist. Meine Schwiegermutter im Heim hat keine rechtliche Betreuung und jetzt den umgewandelten Pflegegrad 3. Wir wollen, dass das so bleibt.
Ich hlte das zwar für abwegig, denn das Heim kann ja höchstens eine Neubegutachtung durch den MDK beantragen, daz hat es nach den meisten Heimverträgen das Recht, wenn der Pflegeaufwand höher wird, aber wenn das Eure Sorge ist, das lässt sich sehr einfach umgehen.

Ihr könnt die Zuzahlungsbefreiung beantragen, wenn das Jahr rum ist. Dann Muss man haltalle Belege bis dahin sammeln. Dan bekommt die Schwiegermutter die zuviel gezahlte Zuzahlung von der KK zurück, aber keinen Befreiungsausweis, weil das Jahr ja schon rum ist. Ist für alle Beteiligten aufwendiger, aber im Ergebnis das selbe. Den natrag kann man für vier Jahre rückwirkend stellen.
 

Doppeloma

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#28
Hallo Muzel,

ganz ehrlich mal von mir dazu habe ich nicht den Eindruck, dass du von dem was bisher dazu geschrieben wurde überhaupt irgendwas wirklich verstanden hast. :icon_evil:

Ich denke, dass es ein heikles Problem mit den Formularen gibt. Die Kasse behauptet zwar, dass das Muster 55 jedem Kassenarzt vorliegt. Ob das wirklich so ist, wage ich sehr zu bezweifeln. Mein LVR-Gutachter (FA Psychiatrie) hätte mir gern die Verordnung eines Assistenzhundes ausgestellt.
Das hat nun wieder mit den Befreiungen von der Zuzahlung so überhaupt NICHTS zu tun. :icon_evil:
Eine Verordnung ist NICHT Angelegenheit eines Gutachters, sondern eines behandelnden Arztes.

Einen Antrag zu stellen auf einem Formular, das JEDER Arzt aus seinem PC nun ausdrucken KANN bedeutet ja noch lange nicht, dass der Antrag dann von der Kasse auch positiv entschieden wird.

Leider hatte er das nötige Hilfsmttelverordnungsformblatt nicht, was jeder FA haben sollte. Er wollte es sich besorgen. Das hat nicht getan.
Dann hatte er wohl keine Lust dir zu erklären, dass er das als beauftragter Gutachter gerade gar nicht DARF, der sollte dich "begutachten" und nicht deine Behandlung übernehmen.

Ansonsten kann JEDER behandelnde Arzt die Formulare für Heilmittel-Verordnung direkt aufrufen wenn er seinen PC "in Ordnung" hat, es sind die gleichen wie für Physio-Therapie oder ähnliches (Männe bekam z.B. kürzlich eine Verordnung für einen Dusch-Hocker), die Entscheidung ob du einen Therapie-Hund bekommen wirst fällt aber bei der KK.

Die sind offenbar anderer Meinung und dann musst du das mit der KK klären und NICHT mehr mit deinem Arzt, der das mal verordnet hat.

Dafür hat er mir eine formlose Bescheinigung ausgestellt und die wurde von der KK beanstandet und so habe ich den Hund nicht bekommen.
Da hat die KK auch nur den "einfachsten"Grund genommen, um das abzulehnen, richtig wäre gewesen (dir oder deinem behandelnden Arzt) das erforderliche Formular dann zu übermitteln, damit der "Formular-Kram" seine Ordnung hat.

Es gibt GESETZE (§ 16 SGB I) und ein formloser Antrag ist AUCH ein rechtsgültiger Antrag, wenn die entscheidende Behörde was auf ein bestimmtes Formular haben will MUSS die das dem Antragsteller zur Verfügung stellen.

Dann füllt man (oder der Arzt) das aus und reicht das nach, das muss aber ein Arzt sein der dich behandelt und KEINER der dich "nur mal begutachtet".

Die sind oft sehr "großzügig" mit solchen Empfehlungen, sie müssen das ja auch nicht für dich dann durchsetzen, bei deiner KK.
Es gibt oft genug Beiträge im TV dazu, wie schwer es ist überhaupt einen Therapie-Hund zu bekommen, sogar für Kinder läuft das oft nur über Spenden, weil schon die Ausbildung sehr teuer ist ...

Und du glaubst ernsthaft, dass ein Gutachter nur einen Zettel schreiben braucht "Frau Muzel benötigt einen Therapie-Hund" und dann geht das problemlos durch bei deiner KK ... :confused:

Gehört aber ALLES schon NICHT mehr zu deiner Frage nach den Zuzahlungen und der Befreiung davon ... :icon_evil:
Wenn du Fragen für andere Personen hast dann solltest du das auch (zu Beginn des Themas) erklären und nicht erst nach X Beiträgen mal darauf hinweisen, dass es (wegen der Befreiung) um deine Schwiegermutter geht, die im Pflegeheim ist.

Mit Pflegegrad 3 sollte sie (eigentlich) auch schon längst "befreit" sein, ohne weitere besondere Nachweise aber das kannst du nur dort erfahren, wo auch die Rezepte ausgestellt werden, da muss das ja bekannt sein, ob mit oder ohne Zuzahlung ...

Was du da nun wieder befürchtest wenn nachgefragt wird wegen Zuzahlungen ist mir nicht nachvollziehbar, die Pflegekasse hat damit gar nichts zu tun. :icon_evil:

WIR HIER sind keine Hellseher und können das NICHT wissen, wenn du anfragst ob du selber (und wie) eine Zuzahlungs-Befreiung bekommen kannst.

Dazu wurde eigentlich schon genug geschrieben ... :idea:

MfG Doppeloma
 

Atze Knorke

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#29
Hallo Doppeloma,

ist doch interessant, wieviel verdreht wird …. du bei allen und in jeder Lebenslage Erklärungen abgibst - ich merke an, es kommt auf die feinen Unterschiede an und meine Sicht der Sachlage lasse ich mir nicht von dir verklären. :icon_evil:

Ich sehe auch Unterschiede, ich habe von GDB 60 geschrieben und NICHT ...
... willst du mich mal wieder "kirre" machen oder was soll das werden hier ???
Nein, du hast deine Aussage "von GdB 60" im gleichen Atemzug mit "unbefristet" dargestellt:
Bleibt aber weiter überflüssig bei GdB ab 60 unbefristet ... :sorry:
Klammere dich doch nicht an diesem "Muster 55" so fest, ... ... wann und warum die KK das wirklich haben will wird sie dem Antragsteller weiterhin individuell mitteilen und der Arzt kann das nun (wie eine AU-Bescheinigung) selber fertig ausgefüllt ausdrucken.
Ob ich klammere oder nicht klammere, steht nicht zur Debatte, jedoch die KK hat ihre "Verfahrensgrundsätze" und die Hauptrolle der Entscheidung trifft die KK und nicht der behandelnde Arzt. Das "Formular" ist nur eine allgemeine Standardisierung, damit die Entscheidung für die KK leichter ist. :icon_daumen:

Ganz vorsichtig beginne ich mal aus deinem Beitrag #23, weil es mir nicht ums überzeugen geht:

In dem Formular (Muster 55) geht es aber gar nicht um GdB oder Änderungen dabei ... :icon_evil:
Diese Behauptung/Anmerkung habe ich nicht auf dieses Spielfeld gebracht. :icon_evil:

Da muss ich dir also leider widersprechen, denn ein Schwerbehinderten-Ausweis (ab GdB 60) der unbefristet bereits gültig ist wird NICHT mehr überprüft, die zusätzliche ärztliche Bescheinigung ist damit bereits als überflüssig zu betrachten.
Bei dieser Aussage geht es los, wie einem die Worte im Munde herum gedreht werden. Das von dir eingebrachte "unbefristet" beim GdB war NICHT der Sachstand!

Was du für "überflüssig" erachtest, ist nicht der Maßstab. Deinen Mann als Beispiel und auch immer wieder ins Große und Ganze reinzuschieben, ist das eine, gilt jedoch für die meisten (Krankheits)Fälle nicht als allgemeingültige Grundlage.

Dann führe ich weiter zum 'Antrag auf Befreiung von Zuzahlung' aus:
GdB über 60 ist nicht automatisch unbefristet und hier macht die KK schon einen Unterschied (Voraussetzungen), ob mit 1 % oder 2 % Belastung zu rechnen ist. Deine GdB-Sichtweise "unbefristet" ist so nicht ganz zutreffend.

Ich klärte bereits in meinem Beispiel auf, dass die KK Wert auf das ärztlich attestierte ‚Muster 55’ legte, bei einem GdB 60 (ich schrieb >GdB 50 – übersetzt ÜBER GdB 50) mit einem befristeten Schwerbehindertenausweis.

So hier dazu:
Im 'Muster 55' wird ärztlich attestiert, seit wann in ärztlicher Dauerbehandlung wegen derselben Erkrankung bei dem behandelnden Arzt.

Das stimmt aber nicht mit der Feststellung/Anerkennung eines GdB beim Versorgungsamt (Datum Schwerbehindertenausweis) überein.
Das ist der Zusammenhang, eben nicht aus dem Kontex zu reissen, um daraus dann Körnerpickerei zu betreiben.

Die GdB-Feststellung durch das Versorgungsamt und Dauerbehandlungsfeststellung (Chroniker) vom behandelnden Arzt (Muster 55) sind nicht das gleiche Datum, mitunter mehrere Jahre Abstand zu einander.

Der gesundheitliche Zustand kann sich verändern, egal welcher anerkannter Grad der Schwerbehinderung (im positiven als auch im negativen Sinn), ist nicht für die Ewigkeit ausgestellt ... Die KK will sich vergewissern, dass die Voraussetzungen für die (Zuzahlungs)Befreiung (weiterhin) gegeben sind.
Wer aufmerksam liest, ist klar im Vorteil. Dazu habe ich das BSG-Urteil verlinkt; hieraus ersichtlich, dass es keinen Automatismus für EWIG gibt!

Zum Link -BSG-Urteil- Aktenzeichen: B 9 SB 2/15 R -
"Kein Schwerbehindertenausweis auf ewig":

Davon, dass ein GdB der bereits unbefristet erteilt wurde (wegen tatsächlich dauerhafter Einschränkungen OHNE Chance auf Heilung / Besserung) wieder aufgehoben werden kann, steht da NICHTS drin ... auch nicht an Punkt 22 ... :icon_evil:
Ein Lesefehler deinerseits, es steht ausführlich geschrieben:
Leitsätze:
1. Zehn Jahre nach einer wesentlichen Änderung der Verhältnisse des Betroffenen ist nur die rückwirkende Aufhebung eines Dauerverwaltungsakts ausgeschlossen, nicht die Aufhebung mit Wirkung für die Zukunft.

2. Die Ausstellung eines unbefristeten Schwerbehindertenausweises begründet kein schützenswertes Vertrauen auf den Fortbestand der zugrunde liegenden Feststellung der Schwerbehinderteneigenschaft.
Ist also völlig untauglich mich zu überzeugen, wovon immer du mich hier gerade so vehement überzeugen möchtest ... ich denke mal damit können wir diesen überflüssigen "Zweier- Disput" in diesem Thema auch wieder beenden.
Dich zu überzeugen, steht nicht an erster Stelle, sondern Fakten bzw. die Praktiken, die einen Hilfesuchenden weiterhelfen können.

Keiner ist perfekt, dennoch bitte mehr Klasse statt Masse. :closed_2:

P.S. Mein Motiv besteht darin, die bestmöglichen Hilfe-Infos - und Erfahrungen (AEG) weiterzugeben und ich bin sicher, dass deine Motivation & Engagement denselben Antrieb haben, mit dem Ziel, solidarisch & emphatisch Lösungen zu finden.
 
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Muzel

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#30
Liebe Doppeloma!
Mit der Zuzahlungsbefreiung sehe ich wirklich nicht durch.
Meine Schwiegermutter lebt seit mehr als 2 Jahren im Altenheim und die Pflegestufe 1 (jetzt in Pflegegrad 3 umgewandelt) hatte sie schon bevor sie ins Heim kam. Der HA besucht sie auch im Heim und verschreibt die Medikamente. Warum wir die die Zuzahlungsbefreiung nicht bekommen, verstehe ich nicht. Wir bekommen regelmäßig die Rechnung und müssen die rezeptpflichtigen und auch die nicht rezeptpflichtigen Mittel bezahlen.
Meinen unbefristeten SBA habe ich der Kasse geschickt und warte nun auf die Dinge, die da kommen sollen.
Danke für die Mühe und Geduld!
 

Caramell

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#31
Muzel, Deine Schwiegermutter bekommt eben nur eine Befreiung von der Zuzahlung, wenn man die auch beantragt. Und wenn man die beantragt hat, gibt es auch einen Bescheid, warum es die nicht oder noch nicht gibt. Uns sollte das Heim der Meinung sein, es ist ein höherer Pflegegrad notwendig, dann werden die Euch schon Bescheid geben. Den es macht ja auch mehr Arbeit und kostet eben mehr Geld.

Gut für Dich hast den SBA zur KK geschickt, das sollte reichen. Ich hoffe es war ein Vermerk dazu, das es um die Zuzahlungsbefreiung geht. Den das können die ja so nicht wissen.
 

Doppeloma

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#32
Hallo Atze Knorke,

Dich zu überzeugen, steht nicht an erster Stelle, sondern Fakten bzw. die Praktiken, die einen Hilfesuchenden weiterhelfen können.
Die Hilfesuchende @Muzel hat dir aber bereits "Romane" früher (im #Post 20) schon mitgeteilt, dass sie mit deiner besonderen Art der Hilfe NICHTS anfangen kann, da waren wir mit dem Thema Zuzahlungen und wie man das beantragt (eigentlich) schon DURCH . :sorry:

Darauf hast du dich im #Post 22 dann empört ...

Jedenfalls liegt die Hilfe-Hauptaufgabe nicht darin, sich die Finger unnötig wund zu schreiben.
Meine Frage, warum tust du es dann trotzdem ... ???

Keiner ist perfekt, dennoch bitte mehr Klasse statt Masse.
Ich strebe auch gar nicht an "perfekt" zu sein und ich werde diesen überflüssigen Zweier-Disput hier in diesem Hilfe-Thema mit dir tatsächlich (mal wieder) beenden ... ich habe auch nicht vor mir FÜR DICH weiter die "Finger wund zu schreiben". :icon_evil:

Anders scheinst du ja NICHT zu merken, dass du deine Art von "Klasse" übertreibst ... und dir die Betroffenen überhaupt NICHT mehr folgen können (oder dir in deiner "Krümel-Ka**erei" im Bezug auf meine Beiträge gar nicht mehr folgen wollen ???) ... :icon_evil:

Es geht hier NICHT um MICH (auch NICHT um DICH :icon_evil:), sondern um die TE @Muzel ...

MfG Doppeloma
 
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Muzel

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#33
Lieber Caramell!
Für meine Schwiegermutter müssten wir ganz definitiv den Zuzahlungsbefreiungsantrag stellen und automatisch läuft überhaupt nichts. Sei nicht böse wegen der Nachfrage.
Die Kasse meiner Schwiegermutter hat uns den Antrag zugeschickt. Sie hat auch einige Angaben eingetragen. Die Angaben zur Zuzahlungsgrenze wurden nicht gemacht, so dass ich keine Ahnung habe, ob sich das lohnt.
Interessant fand ich, dass diese Kasse (meine Schwiegermutter und ich sind in verschieden Kassen) die Möglichkeit schafft, dass der Patient sich nur für bestimmte Monate befreien kann.
 

Caramell

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#34
Muzel, die KK Deiner Schwiegermutter kann auch keine Angaben machen, wie hoch die Zuzahlungsgrenze ist, den das hängt immer vom Einkommen, ich nehme mal an sie bekommt Rente, ab. Ausrechnen kann man das sich alleine. Bei Rente wird die Bruttorente genommen, die mal 12 und davon 1% (bei Chronisch Kranken).
Klar wenn man jetzt einen Antrag stellt, wird man eben nur von Julie bis Dezember bereit oder wenn man noch nicht genug zusammen hat, dann fängt eben die Befreiung noch später an.
 

Muzel

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#35
Danke caramell,
nach deiner Rechnung müsste meine Schwiegermutter nur 11 Euro pro Monat löhnen. Über dies Option sollte ich meinen Mann instruieren. Ich muss mir die Rechnungen der Apotheke anschauen.
 

ela1953

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#36
Muzel, das wird nicht monatlich gerechnet.
Die Krankenkasse hatte vor Jahren für meine Mutter den Betrag von 120 Euro im Jahr ausgerechnet.
Ab Januar werden alle Ausgaben zusammengerechnet. Wenn die 120 Euro zusammen sind geht man zur KK und bekommt für den Rest des Jahres die Befreiung.
Den Antrag kann man auch für ein paar Jahre nachträglich stellen.
Beispiel: 2017 wurden für Medikamente (es zählen nur verschreibungspflichtige), Stützstrümpfe und Krankenhaus 200 Euro bezahlt. Zuzahungspflicht sind 120 Euro. Dann erstattet die KK 80 Euro.
Bei Rentnern gibt es auch die Möglichkeit der Vorauszahlung.
Wenn man weiß, dass man die z.b. 120 Euro überschreitet, kann man das machen. Muss es aber nicht. Wenn man nur 100 Euro ausgibt, dann bekommt man das zu viel gezahlte nicht zurück.
So erklärte es uns damals die KK meiner Mutter.
Als die Rente erhöht wurde, man die Praxisgebühr nicht mehr zahlen musste
Und es feststand, dass kein Krankenhausaufenthalt geplant war haben wir das nicht mehr im Voraus gezahlt.
 

Muzel

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#37
Heute bekam ich ein Schreiben von der KK, dass ich wegen meiner anerkannten Schädigungsfolgen nach §18 BVG von der Zuzahlung komplett befreit bin. Ich würde meine Badekur und den Therapiehund kostenlos bekommen, wenn ich denn eine Verordnung hätte. Auch für den außervertraglichen Psychotherapeuten und für die Badekur müsste keine Zuzahlung leisten, noch nicht einmal die Fahrtkosten. Das ist aber noch ein ellenlanger Weg.
 
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