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Beerdigung kosten

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kleine_freche_hexe

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#1
Hallo

von meiner Freundin der Vater ist gestorben.Der Vater hat kein ALG2 bezogen.Kann man noch bekleidung ( für die bestattung) beantragen? kosten für die beerdigung bekommt man die auch erstattet?Und wie siehts mit fahrkosten aus?

danke für die hilfe
 
E

ExitUser

Gast
#2
Hat der Vater kein Geld hinterlassen? Schließlich ist die Tochter erbberechtigt
 

Quirie

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#3
Die Kosten der Beerdigung trägt der Erbe. In gewissem Umrfang können auch Bekleidungs-und Fahrkosten dazu gehören. Außerdem gibt es das Sterbegeld der Krankenkasse.

Ist Geld da, ist das als Nachlassverbindlichkeit daraus zu regeln.Wenn der Nachlaß überschuldet ist, sollte man die Erbschaft ausschlagen. Geht nur innerhalb von sechs Wochen nach dem Todesfall.

Als letzter erbt der Staat. Der muss dann auch die Kosten tragen.
 
E

ExitUser

Gast
#4
SGB 12 § 73 Hilfe in sonstigen Lebenslagen
Leistungen können auch in sonstigen Lebenslagen erbracht werden, wenn sie den Einsatz öffentlicher Mittel rechtfertigen. Geldleistungen können als Beihilfe oder als Darlehen erbracht werden.
§ 74 Bestattungskosten
Die erforderlichen Kosten einer Bestattung werden übernommen, soweit den hierzu Verpflichteten nicht zugemutet werden kann, die Kosten zu tragen.
dazu als Information:
gefunden im Tacheles Alg II Leitfaden:

03 Bekleidung und Schuhe
Bekleidungsausgaben sind jetzt im Regelsatz enthalten, werden aber nur noch zu 90% anerkannt, u.a. weil Ausgaben für Maßkleidung und Pelze nicht regelsatzrelevant seien und Gebrauchtkleidung zumutbar sei. Ausgaben für Schuhe wurden nur noch zu 80% anerkannt.
(ohne Begründung) Auf diese Weise gingen insgesamt 4,21 EUR verloren. Die anerkannten Gesamtausgaben für Kleidung in Höhe von 34,26 EUR entsprechen damit dem bisherigen Stand der Ausgaben (25 EUR für einmalige Beihilfen plus 8,64 EUR, die im Regelsatz enthalten waren.)
Wie du siehst, alles Ermessensleistungen. Es liegt also am Überzeugungsgeschick deiner Freundin.

Sie muß es aber unbedingt schriftlich beantragen!
 

kleine_freche_hexe

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#5
danke schön für die schnelle antwort

ich werde ihr morgen direkt sagen das sie das mal beantragen soll.
Fahrkosten werden ja leider entstehen weil sie zur beerdigung 400 km fahren muss
 
E

ExitUser

Gast
#6
Wenn sie zu den Erben, die ja auch für die Beerdigung zuständig sind, gehört, gehören auch Fahrkosten zu den Beerdigungskosten.

Es wird ihr, wenn überhaupt, wahrscheinlich als Darlehen gewährt.

Wenn sie dann doch nichts erbt, kann sie später Antrag auf Erlass nach § 44 SGB II stellen:

§ 44 Veränderung von Ansprüchen
Die Träger von Leistungen nach diesem Buch dürfen Ansprüche erlassen, wenn deren Einziehung nach Lage des einzelnen Falles unbillig wäre.
 

retter

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#9
Sterbegeld
Die gesetzlichen Krankenkassen haben bis 2003 Sterbegeld an denjenigen Hinterbliebenen eines gesetzlich Versicherten gezahlt, der auch die Bestattungskosten trägt. Die Höhe des Sterbegeldes richtete sich danach, ob der Verstorbene selbst Mitglied der gesetzlichen Krankenkasse war oder ob es sich bei dem Verstorbenen um einen Familienversicherten handelte. Bei Mitgliedern betrug das Sterbegeld 525 Euro, bei Familienversicherten 262,50 Euro. Anspruch auf Sterbegeld bestand nur dann, wenn der Verstorbene am Stichtag 1. Januar 1989 bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert war; insofern war das Sterbegeld eine "auslaufende Leistung".

Im Zuge der Gesundheitsreform wurde das Sterbegeld ab dem 1. Januar 2004 als versicherungsfremde Leistung aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen herausgenommen.
http://www.die-gesundheitsreform.de/glossar/sterbegeld.html[/list]
 
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