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Bedingungsloses Grundeinkommen

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Dagegen72

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Ralph Boes Team twittert "Chaka!" :biggrin:

Das BGE wird hier in MDR aktuell ab 8:30 besprochen. Unter Althaus wurde schon mal ein bedingungsloses Bürgergeld besprochen.

Kommentare CDU und SPD : wie man es halt kennt, nur negativ - es wird behauptet, man würde nicht arbeiten, wenn Geld bedingungslos wäre.

Inzwischen ko* mich das Wort "Arbeit" und arbeiten als Fokus regelrecht an muss ich sagen. Das Wort hat sowas Negatives, hört sich an wie Knast und Zwangsgefängnis und was weiß ich was es noch Schlimmes gibt. Im Prinzip kann es was Schönes sein und was Bereicherndes, wenn man denn Zutritt bekommt um etwas leisten zu können.

Wieviel Leute gehen arbeiten, weil es ihnen daheim zu langweilig ist. Das höre ich soo oft, da geht es nicht um Geld, sondern um unter Leute sein zu können. (Diese Aussagen nerven mich aber auch: haben die nichts anderes, um sich anderweitiger zu beschäftigen, wenn es nicht direkt wegen Geld ist? Vielleicht stimmt das mit der Langeweile auch nicht immer.)


Die Bindung und Abhängigkeit von und an einen anderen Menschen durch Arbeitsleistung anbieten damit Geld kommen soll für die eigene Existenzssicherung- finde ich ein Problem, denn es macht auch abhängig von Sympathien und Hinterhältigkeit (so tun als sei man nett). Passe ich jemanden nicht - kann ich schon aussortiert werden, dass hat mit der Fähigkeit und das Interesse / die Bereitschaft für den Job selbst schon nichts mehr zu tun.

MDR aktuell 21:45 Uhr | MDR.DE
 
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Und das hältst Du für gut???:icon_hihi:

Aus deinen Link:

In diesem Modell hätten Hartz IV Bezieher sehr wahrscheinlich noch weniger zur Verfügung als ihnen derzeit zusteht. Die Kosten der Unterkunft (Miete, Heizung) sollen anscheinend nicht mehr gesondert nach Bedarf gezahlt werden, sondern wären in dem 445 Euro Satz bereits enthalten. Zudem blende dieses Modell aus, dass nicht viele Menschen eine zusätzliche Anstellung finden, um den Satz zu erhöhen. Und wenn, dann sehr wahrscheinlich zu sehr geringen Löhnen. Zudem bürgt das Konzept die Vorverurteilung, man müsse Erwerbslose "aktivieren", da sie sonst nicht freiwillig arbeiten gehen würden. Das Konzept blendet außerdem gesamtgesellschaftliche Komplexe aus. So ist der Aspekt einer gerechten Entlohnung von Arbeit in Form eines Mindestlohns überhaupt nicht mit einbezogen worden. (sm)
 

ThisIsTheEnd

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Außerdem ist die Meldung von 2012:

Pressemitteilung vom 30. März 2012:

Anreiz ja, Ruhekissen nein!

BKU-Vorsitzende Dött schlägt „Aktivierendes Grundeinkommen“ vor

„Die Einführung eines Grundeinkommens wäre eine sinnvolle Ergänzung des Systems der sozialen Sicherung. Allerdings müsste diese Leistung als „Aktivierendes Grundeinkommen“ gestaltet werden und nicht als Ruheprämie, wie sie von der Piratenpartei gefordert wird. Darauf hat die Vorsitzende des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU), am Freitag in Berlin hingewiesen. „Ich stelle mich damit ausdrücklich hinter den jüngsten Vorstoß meines Fraktionskollegen Uwe Schummer“, sagte Dött.
BKU - Bund Katholischer Unternehmer e.V. - Anreiz ja, Ruhekissen nein!
 

Dagegen72

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habe das mit der Grundeinkommen-Überlegung vom BKU zur Info reingestellt und um vergleichen zu können, was es sonst noch für Vorschläge / Überlegungen gibt.

Also ehrlich gesagt: mich nervt der Zwang zur Aktivierung und Aussagen wie Ruhekissen nein usw. es nervt! :icon_motz: Dann doch lieber das bedingungslose Grundeinkommen.

zwecks FInanzierung BGE: der Konsum nimmt doch derart Überhand - warum soll eine Konsumsteuer nicht das Mittel sein, um das BGE zu finanzieren? Die ganze Wirtschaft baut sich auf kaufen und verkaufen auf, da wird der meiste Fokus drauf gelegt.

Und ich glaube, viel zu viele Leute gehen viel zu unnötig einkaufen. Ich sehe mitunter Rentner-innen in den Geschäften, die kaufen nichts, die stehen da, sehen in die Regale, sehen sich um - warum? vermutung: sie brauchen nichts, wollen aber unter Leute sein. Und in den Konsumtempeln scheint der soziale Kern zu sein und auch alle Aktivitäten rund um den Konsum - von denen sich Raphael Fellmer mit seinem Geld-Verzicht und Konsum-Verweigerung gerne lösen möchte und viele second-hand-Bewegungen inzwischen ja auch, gut, das ist ein anderes Thema
 
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zwecks FInanzierung BGE: der Konsum nimmt doch derart Überhand - warum soll eine Konsumsteuer nicht das Mittel sein, um das BGE zu finanzieren? Die ganze Wirtschaft baut sich auf kaufen und verkaufen auf, da wird der meiste Fokus drauf gelegt.
Dann muß man das BGE schon vor der Einführung erhöhen da es dank erhöhter Konsumsteuer nicht zum Überleben reicht.:icon_party:

Aber da die Höhe sowieso noch nicht feststeht kein Problem.:wink:
 

Don Vittorio

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zwecks FInanzierung BGE: der Konsum nimmt doch derart Überhand - warum soll eine Konsumsteuer nicht das Mittel sein, um das BGE zu finanzieren? Die ganze Wirtschaft baut sich auf kaufen und verkaufen auf, da wird der meiste Fokus drauf gelegt.

Nun, wenn der Konsum ausbleibt, weil durch Steuer zu teuer, kann die Wirtschaft weniger verkaufen und deshalb kommt weniger Geld in die Staatskasse und damit wäre das BGE noch unfinanzierbarer als es so schon ist.

Aber andererseits würde eine hohe Konsumsteuer dafür sorgen, dass die Menschen dann eben im Ausland einkaufen, wo es billiger ist.

Also so wird das nix mit der Quadratur des Kreises.:wink:
 

Albertt

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Niedriges Grundeinkommen um Löhne zu drücken? Wieso fällt den Politikern nie etwas vernünftiges ein?
Weil das einzig vernünftige, die Einführung eines BGE wäre. Dem wird aber nicht zugestimmt, weil die Reichen und mächtigen dann kein Druckmittel mehr haben, um Ihren Wohlstand von den Untertanen erarbeiten zu lassen.
 

Dagegen72

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zur Konsumsteuer:

ist denn der Konsum (die Konsumfreude wie auch die Kosum-Notwendigkeit für das existenziell Nötige) - ist der zurückgegangen, als die Mehrwertsteuer von 16 auf 19% erhöht wurde?

Gut, Lebensmittel sind glaube ich nicht erhöht werden = 7%;
 

Don Vittorio

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Versuch es einfach einmal mit Fakten.

Abgesehen davon, dass jede Steuererhöhung vom BGE wieder etwas abnehmen würde, schau doch einmal an, was erhöhte Mehrwertsteuereinnahmen so bringen würden:

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/71899/umfrage/einnahmen-mehrwertsteuer/

Diese Einnahmen werden so schon benötigt um die Infrastruktur des Staates aufrecht zu erhalten, wenn Du da ein paar Prozente erhöhst, wirst Du trotzdem nicht genug einnehmen, um die benötigten 80 Milliarden, die ein BGE von 1000 € pro Monat kosten würde, auch nur im Entferntesten wieder reinzuholen.

Träumen kannst Du ja vom BGE, aber manchmal solltst Du auch die Realität in Deine Träume lassen.
 

Dagegen72

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@ Don Vittorio: ok

auf Ralph Boes Twitter von gestern Abend jibbet ein Foto von der Veranstaltung der Langen Nacht des Grundeinkommens im Gorki Theater

"Pic vom Bert" - :dank:
 

Dagegen72

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WrongSystem

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Hallo Leute

Habe auch schon einiges zum BGE gelesen, bin prinzipiell eine Befürworterin.

Natürlich würde es nicht alle Probleme der Menschheit oder auch in einem Land lösen, aber was erstmal wegfallen würde mit BGE:

-enorme Sozialbürokratie, einige andere soziale Hilfsgelder, teure Maßnahmen die oft nicht wirklich was bringen

-Restriktionen, zB. dass man wegen Vermittlungszwang sich nicht individuell weiterbilden kann bzw. nicht die Ruhe dazu findet

-Arbeitgeber müssten wieder mehr Rücksicht auf Arbeitnehmer nehmen und bessere Arbeitsbedingungen und Bezahlung anbieten

-unmotivierte Mitarbeiter

-ausbeuterische Leihfirmen

-von einem Partnerabkommen oder Erwerbsarbeit abhängig sein wenn man Kinder hat, teilweise auch einige Betreuungsplätze die frei würden

-viele Pflegeplätze und deren Finanzierung, weil viele Menschen pflegebedürftige Angehörige lieber zu Hause pflegen würden,dies aber wegen Arbeit nicht können.


Dafür müsste man dann halt die Einkommen stärker besteuern, auch in unteren Einkommensklassen, trotzdem käme man mit BGE in der Regel immer auf etwas mehr Einkommen, als ohne BGE und dafür mit weniger Besteuerung. Und ab einem gewissen Einkommen (das nicht einmal so selten verdient wird hierzulande), würde sich ein BGE quasi "selbst finanzieren".

Klar ist es eine ziemliche Tüftelei auf eine ungefähre Finanzierungsmöglichkeit zu kommen, aber es gibt diese Pläne und Modelle bereits.

Das BGE alleine würde natürlich nicht wirklich alle Probleme lösen, gleichzeitig bzw. schon vorher bräuchte es andere Reformen, zB leistbares Wohnen, keine zu hohen Preisdifferenzen bei ähnlichen Wohnungstypen, Bekämpfung von Immobilienspekulation usw...

Es wäre eventuell leistbar, das Hauptproblem liegt eher, daran dass die Menschen nicht so sehr dran glauben, uninformiert sind, auch Kleinunternehmer dann oft befürchten sie müssten horrende Steuern zahlen, was eigentlich gar nicht einmal so sein würde, oft entstünde ihnen sogar ein kleiner Vorteil im Vergleich zum jetzigen Steuersystem.
Und weil einfach immer ein paar wenige Menschen ein Problem damit haben werden, statt drei Milliarden im Jahr, nur 2,5-2,8 Milliarden Gewinn zu haben.
Das heisst jetzt auch nicht dass man alle Reichen komplett enteignen sollte bzw. alle Reichen nur Ausbeuter sind, gibt auch genügend die gerne etwas abgeben und gilt vor allem für die, die für ihren Reichtum auch etwas getan haben und ihn nicht auf Kosten anderer erworben haben.
Aber irgendwo hat man dann einfach mal so viel dass man es eigentlich gar nicht mehr ausgeben könnte.

Ein weiteres Problem ist der Lobbyismus in der Politik und dass man bestimmte Machtstrukturen und extreme Privilegien einfach mit aller Gewalt verteidigen möchte.


Viele befürchten auch dass dann niemand mehr arbeiten würde, aber haben wir nicht schon jetzt Arbeitsplatzmangel?

Ich würde sagen, dass die meisten Menschen die keine sonstigen "Verpflichtungen" haben wie Kindererziehung oder Pflege (und auch welche von denen die diese haben), sich irgendwann eine Arbeit oder Beschäftigung suchen werden bzw. ihren jetzigen Arbeitsplatz behalten werden, vor allem dort wo jetzt schon relativ gute Arbeitsbedingungen herrschen.
Weil man eben mehr freie Entfaltung statt Zwänge hat, mehr Bildungsmöglichkeiten, mehr Zeit für eine Neuorientierung, soziale Sicherheit, Motivation und auch von Arbeitgeberseite mit der Zeit eventuell weniger Druck herrschen würde. Zudem wird das Einkommen mit Arbeit natürlich um einiges höher.
Auch die Arbeitsstunden würden sich vielleicht besser aufteilen, statt wenige die Überstunden machen (müssen) und viele Erwerbslose, hätte man dann vielleicht viele die z.B. 30 Stunden die Woche arbeiten.
Außerdem produzieren wir ohnehin schon so viel, und trotzdem haben wir anderswo genügend Arbeit, die aber nicht angeboten wird, weil sie als "unwichtig" gilt. Auch dort würden sich dann Möglichkeiten auftun und man würde auch "Quereinsteigern" mit Lücken im Lebenslauf vielleicht wieder mehr Chancen bieten können, sich sinnvoll einzubringen. Auch würden mehr Menschen sich freiwillig in Ehrenämtern engagieren bzw. mehr Zeit für diese haben.

Leute die mit dem BGE ihr Leben lang vor dem Fernseher verbringen und sich für gar nichts interessieren wird es natürlich immer geben, aber sogar diese tragen (von wegen Arbeitslose zahlen keine Steuern) durch die Mehrwertssteuer etwas zu den Staatseinnahmen bei und ich denke, dass diese Menschen doch eher in der Minderheit sein werden.

Aber man traut der Menschheit das BGE wohl (noch) nicht zu, bzw. will es aus anderen Gründen nicht versuchen.
 

Dagegen72

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@ WrongSystem: :dank: :smile: Ich sehe es ähnlich.

Und wer einen Töpfer-Kurs macht um das zu tun, woran er tatsächlich Interesse hat, was mitunter belächelt wird und als belächeltes Gegenargument angeführt wird a la "was, wenn nun alle töpfern und musizieren anfangen" - der könnte irgendwann seine selbst gestalteten Ton-Werke auch mal verkaufen wollen und damit wird er sich dann auch selbstfinanzieren können.

In einen Töpfer-Kurs sanktionsbedroht gesteckt werden über eine Maßnahme obwohl man keinen Draht zum töpfern hat, lässt Steuergelder verschwenden, lässt den Unmut an der Erwerbslosenverwaltung steigern, man verliert den Glauben dran und winkt schon von vornherein ab, auch wenn etwas mal gut sein könnte so denn usw.

Grundeinkommen Twitter behält auch immer Infos zum Thema vor.

Der Artikel zum BGE auf Spiegel ONlNE würde hohe Wellen werfen

https://www.facebook.com/bedingungsloses.grundeinkommen/posts/10153170960015738

http://www.watson.ch/Wirtschaft/Sch...Flamme-für-Schweizer-Idee-des-Grundeinkommens-

Für viele Deutsche mag es sich wie ein Weihnachtsmärchen angehört haben: In
der Schweiz
wird man vielleicht bald einfach so Geld verdienen, ganz ohne zu arbeiten. So
steht es in einem Artikel von Spiegel Online, der am heutigen
Weihnachtstag veröffentlicht wurde.
 

WrongSystem

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Du sagst es, jeder wird zurzeit zu irgendwas gezwungen, was er gar nicht möchte. Dabei könnte das zB jemand machen den das interessiert und umgekehrt. ;)
 

Albertt

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Ob das BGE, die Kinderarmut der Deutschen bekämpfen würde? Immerhin müssten Männer dann keinen Unterhalt mehr zahlen. Das wäre, so wie die Natur es mal vorgesehen hatte, ein Schritt in die richtige Richtung. Auch könnten Frauen sich endlich davon losmachen, Ihren Partner nach dem Kontostand auszusuchen. Ich befürchte jedoch, dass bevor die Früchte des BGE geerntet werden könnten, mindestens 20 Jahre ins Land gehen.
 

Dagegen72

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im Ländle gab es im Radio eine Diskussion rund um das Bedingungslose Grundeinkommen

Volksentscheid in der Schweiz: Bedingungsloses Grundeinkommen | Südbaden | Nachrichten | SWR.de

Enno Schmidt und Häni (Buch: "Was fehlt, wenn alles da ist" ) kamen zu Wort :)

und dass es diesen Jahr in der Schweiz einen Volksentscheid zum BGE geben wird

und meine Meinung dazu: wenn der Volksentscheid gegen das BGE spricht, dann wird das BGE einen weiteren Anlauf nehmen bis die Zeit "bereit" dafür ist
 
E

ExitUser

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Vom 22.02.-26.02.16 werden 7 Grundeinkommen verlost. Täglich eines um 19:30 Uhr. Viel Glück!

Ps: Rechnerisch stimmt das zwar nicht, weil 5 Tage nur 5 Grundeinkommen sind...hmmmm
 

uwe2010

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Hallo,
alles gut und schön aber wie sieht es mit der BGE aus für EM-Rentnern aus sollen die dazu gehören bzw. auch rentnern mit wenig Rente?

Gruß
Uwe
 
E

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Die Seite ist der Horror, wieder mal down und bisher keine Losnummern per Mail bekommen und um 19:30 geht es los...

Edit: Alles roger, Nummern 19:25 gekommen.
 
E

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Uwe, jeder kann mitmachen. Inwieweit das dann mit anderen Leistungen verrechnet wird, muss jeder selbst berechnen.
 

Flo75

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Wenn man auf der Seite https://www.mein-grundeinkommen.de/start nach unten zu den bisherigen Gewinnern scrollt sieht man folgendes:
Andreas S... hat von Oktober 2014 bis September 2015 ein Jahr lang 1.000 € monatliches Grundeinkommen erhalten.

Und wer hat diesen Montag wieder ein Grundeinkommen gewonnen?
Richtig, Andreas S...

Welch ein Zufall ^^
 

Flo75

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Unverschämtes Glück...
Kontrolliert eigentlich irgendwer, ob die Verlosung sauber abläuft?
Kann man z.B. nach Vergabe der Losnummern und VOR der Verlosung irgendwo eine Liste einsehen, welches Profil welche Losnummer hat?
 
E

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Kaum möglich, denn die Nummern habe ich erst 5 Minuten vor der Ziehung bekommen und die Ziehung ist live. Ist halt Glückssache oder?
 

Albertt

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Kontrolliert eigentlich irgendwer, ob die Verlosung sauber abläuft?
Kann man z.B. nach Vergabe der Losnummern und VOR der Verlosung irgendwo eine Liste einsehen, welches Profil welche Losnummer hat?
Wüsste ich auch gerne.

Kaum möglich, denn die Nummern habe ich erst 5 Minuten vor der Ziehung bekommen und die Ziehung ist live. Ist halt Glückssache oder?
In der Live-Ziehung von 23.02.16, wurde von der ehemaligen Praktikantin gesagt, dass beim der Nummernvergabe ein ausgeklügeltes System dahinter stecke. Dann wurde gewürfelt, eine Zahl am Rad gedreht und diese war dann, aus welchem Grund auch immer, nicht gültig. Dann musste noch mal gewürfelt werden.

hast du schon gespendet?
Bist du crowndhörnchen?
crowdbar installiert?

Könnte mir vorstellen, dass das alles, bei der Nummernvergabe, Beachtung findet.
 

Flo75

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Kaum möglich, denn die Nummern habe ich erst 5 Minuten vor der Ziehung bekommen und die Ziehung ist live.
Wieso wäre das nicht/kaum möglich?

Technisch wäre es sehr wohl möglich und meiner bescheidenen Meinung nach auch kein großer Aufwand.
Und es wäre Transparent, auf das niemand "live" die Losnummern bearbeitet.
Ist halt Glückssache oder?
Auch eine Verlosung darf transparent stattfinden. Ganz besonders, wenn man das Geld anderer Leute verlost.

Zu deinem Hinweis, wo man die Gewinner sehen kann: Das war nicht die Frage.
Diese Seite kenne ich, sonst wäre mir garnicht aufgefallen, das jemand zum zweiten Mal gewonnen hat ;)

Da mir bewusst ist, das ich hier vielleicht keine Antwort bekommen kann, habe ich die Frage nach einer vor der Verlosung zu veröffentlichen Liste auch im Blog auf mein-grundeinkommen.de gestellt. Bin mal gespannt, ob jemand antwortet.
https://www.mein-grundeinkommen.de/blog/1182
 
E

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@Albertt
Ich bin ein Hörnchen. ;)

@Flo75
Du willst also in 5 Minuten bis zur Verlosung schauen, wer welche Nummer hat. Na dann viel Spaß dabei. ;)
 

Flo75

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@Flo75
Du willst also in 5 Minuten bis zur Verlosung schauen, wer welche Nummer hat. Na dann viel Spaß dabei. ;)
Der Computer erstellt so eine Liste in wenigen Sekunden behaupte ich mal.
Diese kann man dann online veröffentlichen und wer will, macht sich einen Screenshot oder filmt das ganze ab falls ein Screenshot nicht reichen sollte - fertig.
So kann jeder den es interessiert in aller Ruhe nach der Verlosung prüfen, ob gemauschelt wurde oder nicht.

Ich sehe da überhaupt kein Problem in der Umsetzung. Man muss es halt wollen.
 

Flo75

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Wenn man auf der Seite https://www.mein-grundeinkommen.de/start nach unten zu den bisherigen Gewinnern scrollt sieht man folgendes:
Andreas S... hat von Oktober 2014 bis September 2015 ein Jahr lang 1.000 € monatliches Grundeinkommen erhalten.

Und wer hat diesen Montag wieder ein Grundeinkommen gewonnen?
Richtig, Andreas S...

Welch ein Zufall ^^
mittlerweile steht Andreas S... nicht mehr mit Okt 2014 bis Sept 2015 in der Gewinnerliste, sondern nur noch mit: erhält ab 1. März 2016 ein Jahr lang 1.000€ monatliches Grundeinkommen.

Hat er nun ein zweites Mal gewonnen oder nicht?
Und wenn er (natürlich völlig zufällig) ein zweites Mal gewonnen hat, warum wird auf einmal sein erster Gewinn nicht mehr aufgelistet?
 
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ExitUser

Gast
Moin, das habe ich auch gerade gesehen. Sehr komisch ist das, hmmmmm.Ich finde das jetzt noch schlimmer. Ich denke schon, dass er zweimal gewonnen hat. Vielleicht haben die Betreiber die Diskussion hier verfolgt.
Von meiner Losnummer sind die beiden Ersten gekommen, also weiterhoffen. ;)
 

Dagegen72

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Götz Werner erklärt das BGE

Götz Werner (dm): Grundeinkommen ist eine Frage des Menschenbildes - SPREEZEITUNG.de | SPREEZEITUNG.de

Götz Werner, Gründer des Drogerieunternehmens „dm“, setzt sich bereits seit langer Zeit für die Idee eines BGE ein. Welche Vorteile gibt es, wie lässt sich ein Grundeinkommen finanzieren, was ist von Hartz IV zu halten und inwiefern ist die Gesellschaft gefordert, damit sich auch politisch etwas bewegt? Wir haben nachgefragt.

gefunden auf Ralph Boes Twitter / Tweet Susanne Wiest


dm-Gründer klagt an - bei gegen-hartz.de

Dm-Gründer klagt Hartz IV an
 

Kampfmops

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Ich bin definitiv FÜR ein bedingungsloses Grundeinkommen!

Wie auf der Homepage vom "Netzwerk Grundeinkommen" nachzulesen, ist das Geld dafür im Grunde schon da, indem man es umlagert (vor allem aus Dingen, die dann eh nicht mehr gebraucht werden).

Arbeitnehmern steht es dann endlich frei und sie können ihrer Berufung nachgehen und müssen sich nicht in einen Job quälen, um die Existenz zu sichern. Das ist auch für Arbeitgeber die bessere Variante, da motivierte Arbeiter bessere Leistung bringen.

Hartz 4 würde weg fallen und damit auch der Druck der auf ELOs lastet (Sanktionen) und Arbeitnehmer (in Hartz4 zu rutschen), was ein entscheidener Schritt wäre. Die Maßnahmeträger werden aussortiert (braucht dann keiner mehr und spart viele Steuergelder ein). Die "fiesen" Arbeitgeber finden keinen mehr, der Jobs zu dumpinglöhnen machen würde und stellen vernüftige Arbeit zur Verfügung.

Ich sehe darin viele Vorteile zum wohle Aller (und nicht wie derzeit, die Kleinen werden geschubst und die Großen verdienen daran). Auch wird es dann sicher nicht zu wenige Leute geben, die arbeiten möchten. Es gibt derzeit schon viele, die ihren Beruf (Berufung) lieben oder ihren Traumberuf gerne hätten, aber dann "irgendwas" arbeiten, um die Existenz zu sichern. :wink:
 

ThisIsTheEnd

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Lesenswerter Artikel zum Thema:

Sozialpolitik

Die zwei Gesichter des Grundeinkommens

Schon bald stimmt die Schweiz über die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens ab. Ist das eine linke Utopie? Oder eher eine rechte? Eine Auslegeordnung.
Erlösung oder knappes Überleben?

Ist das eine linke Idee? Oder eher eine rechte? Je nachdem. Es gibt die Idee eines Grundeinkommens, das einen Grossteil der Wirtschaftsleistung unter den Menschen gleichmässig verteilt. Dahinter steckt die Kritik, dass heute Macht statt Gerechtigkeit über die Verteilung entscheidet, dass der Zwang zur Lohnarbeit einem die Freiheit nimmt, «morgens zu jagen, nachmittags zu fischen, abends Viehzucht zu treiben, nach dem Essen zu kritisieren» (Karl Marx).

[...]

Es gibt jedoch daneben auch die Idee eines Grundeinkommens, das den Menschen lediglich das nackte Überleben sichert. Darüber hinaus soll der Kapitalismus umso ungebremster wüten. Denn das Grundeinkommen liefert ein gutes Argument, um sowohl die Abschaffung der Arbeitsrechte als auch des Sozialstaats zu fordern.
https://www.woz.ch/1612/sozialpolitik/die-zwei-gesichter-des-grundeinkommens
 

uwe2010

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Hallo Forum,
ich habe mir heute nochmal den Bericht auf Arte angesehen. Ich habe zeitweise meine bedenken gehabt. Es wird einige schwarze Schafe geben die sich darauf ausruhen werden - "die faule Haut will nicht heilen" aber viele werden der Gemeinschaft gutes tun und motivierter in den Tag gehen und zwar so das sie mehr Leistung bringen können als sonst. In Finnland, Holland, Spanien wird jetzt ein Pilotprojekt gestartet mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen. Gerade in Spanien sieht man das, eine junge Regierung am Ruder ist und keine konservativen Opi`s. Die einsparungen im Öffentlichen Dienst dem Bürokratie Monster werden einige Millarden Euro übrig sein! Man muss den Mut haben was anzupacken und nicht Jammern! Der Wähler ist demnächst gefragt und wird/sollte die Weichen stellen!

Gruß
Uwe
 
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Götz Werner erklärt das BGE

Götz Werner (dm): Grundeinkommen ist eine Frage des Menschenbildes - SPREEZEITUNG.de | SPREEZEITUNG.de




gefunden auf Ralph Boes Twitter / Tweet Susanne Wiest


dm-Gründer klagt an - bei gegen-hartz.de

Dm-Gründer klagt Hartz IV an
Das Konzept von Gotz Werner ist aber mit Vorsicht zu genießen. Bei ihm basiert die Finanzierung auf einer kompletten Abschaffung der Einkommenssteuer und Kostenumverteilung durch Erhöhung der Mehrwertsteuer, die dann zu einer reinen Konsumsteuer wird.

Er greift da auf klassische neoliberale Thesen zurück, wie Milton Friedman bereits in den 60ern des letzten Jahrhunderts ein Konzept der "negativen Einkommenssteuer" mit den beiden Parametern "Grundeinkommen" und "konstantem Steuersatz" entwickelte.
Schon Friedman hatte damit den Sozialstaat ignoriert und Besserverdienende aus der sozialen Verantwortung herausgenommen.
Götz geht da noch weiter: die komplette Last auf alle Konsumenten zu verteilen (Konsumsteuer), bedeutet nicht nur die Abschaffung des Sozialstaates, sondern auch, de fakto eine Art der Pro Kopf Umlage, da unabhängig vom Einkommen, der Konsum von Grundnahrungsmittel und der Bedarfsartikel der täglichen Lebens annähernd gleich bleibt.
Menschen, die ihr Einkommen in Luxusartikel im Ausland anstatt in alltägliche Güter auf dem deutschen Markt ausgeben, werden sogar noch entlastet. Ebenso wie Immobilienbesitzer.

Also Vorsicht: Nicht alles, auf dem Grundsicherung draufsteht, ist auch wirklich sozialverträglich.
 

Kampfmops

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Das Konzept von Gotz Werner ist aber mit Vorsicht zu genießen. Bei ihm basiert die Finanzierung auf einer kompletten Abschaffung der Einkommenssteuer und Kostenumverteilung durch Erhöhung der Mehrwertsteuer, die dann zu einer reinen Konsumsteuer wird.

Er greift da auf klassische neoliberale Thesen zurück, wie Milton Friedman bereits in den 60ern des letzten Jahrhunderts ein Konzept der "negativen Einkommenssteuer" mit den beiden Parametern "Grundeinkommen" und "konstantem Steuersatz" entwickelte.
Schon Friedman hatte damit den Sozialstaat ignoriert und Besserverdienende aus der sozialen Verantwortung herausgenommen.
Götz geht da noch weiter: die komplette Last auf alle Konsumenten zu verteilen (Konsumsteuer), bedeutet nicht nur die Abschaffung des Sozialstaates, sondern auch, de fakto eine Art der Pro Kopf Umlage, da unabhängig vom Einkommen, der Konsum von Grundnahrungsmittel und der Bedarfsartikel der täglichen Lebens annähernd gleich bleibt.
Menschen, die ihr Einkommen in Luxusartikel im Ausland anstatt in alltägliche Güter auf dem deutschen Markt ausgeben, werden sogar noch entlastet. Ebenso wie Immobilienbesitzer.

Also Vorsicht: Nicht alles, auf dem Grundsicherung draufsteht, ist auch wirklich sozialverträglich.
Soweit ich verstanden habe, gibt es viele Konzepte, die im Umlauf sind und falls das Grundeinkommen wirklich bei uns ausprobiert werden soll, muss vorher über die Finanzierung debatiert werden.

Ich bezweifel auch, das sich das ganze nur aus Mehrwertsteuer-Gelder finanzieren lässt. Denke da werden noch andere Steuern bleiben oder neue hinzu kommen.

Allerdings sehe ich es auch da positiv: Ist das Grundeinkommen da und somit das Leben (vor allem bei Familien) gesichert, macht es sicher den wenigsten etwas aus, wenn sie z.B. von ihrem Zuverdienst einen Teil als Steuer abgeben. Immerhin ist 1. der Lebensunterhalt gesichert und 2. konnte man durch das System in den Traumjob/seine Berufung wechseln.
Jedenfalls wäre es bei mir so :)
 
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7
Soweit ich verstanden habe, gibt es viele Konzepte, die im Umlauf sind und falls das Grundeinkommen wirklich bei uns ausprobiert werden soll, muss vorher über die Finanzierung debatiert werden.

Ich bezweifel auch, das sich das ganze nur aus Mehrwertsteuer-Gelder finanzieren lässt. Denke da werden noch andere Steuern bleiben oder neue hinzu kommen.

Allerdings sehe ich es auch da positiv: Ist das Grundeinkommen da und somit das Leben (vor allem bei Familien) gesichert, macht es sicher den wenigsten etwas aus, wenn sie z.B. von ihrem Zuverdienst einen Teil als Steuer abgeben. Immerhin ist 1. der Lebensunterhalt gesichert und 2. konnte man durch das System in den Traumjob/seine Berufung wechseln.
Jedenfalls wäre es bei mir so :)
Ja, im Grunde genommen arbeiten ALLE etablierten Parteien an Modellen, aber mit unterschiedlicher Zielsetzung und unterschiedlichen Wichtungen bei gleichen Ausgangszahlen.

Ich bin auch strikt für ein Modell: die "Allgemeine Grundsicherung". Das geht noch über die bestehenden Konzepte der Grünen und Linken hinaus und bezieht weiter ökonomische Aspekte mit ein.
Grundlegend ist ebenfalls die "Negative Einkommenssteuer".

Berechtigt ist jeder Staatsbürger sowie Nicht-Staatsbürger, die auch derzeit berechtigt zum Bezug von Sozialleistungen sind... egal ob EU-Bürger oder Immigrant mit eingeschränkten Rechten oder halt anerkannter Flüchtling.

Grundsätzlich ist der Bezug frei von der Gegenleistungen und kann nicht Sanktioniert werden.
Die Basishöhe wird duch das Existenzminimum bestimmt und wird durch bestimmte individuelle Bedürftigkeitsklauseln temporär oder dauerhaft erhöht... z.B. ähnlich dem Mehrbedarf bei chronisch Kranken oder Behinderten, Schwangeren, Eltern in Erziehungszeit und Menschen, die an freiwilligen Maßnahmen zur Integration, Resozialisierung, Qualifikation oder gemeinnützigen Tätigkeiten (z.B. bei Betreuung anderer Menschen. ).

Die Gegenfinanzierung erfolgt aus Steuermitteln. Allerdings sehe ich hier weniger die Einkommenssteuer gefragt, als viel mehr eine Kapitalserwerbsteuer, die dem Einkommenssteusatz angepaßt wird, sowie einer Vermögenssteuer. Ebenso ist bei der konkreten Berechnung der zu Berücksichtigen, daß viele bisherigen Transferleistungen wegfallen und dadurch Finanzmittel frei werden.

ich finde es einfach schlichtweg dumm, daß die Befürworter einen Grundsicherung sich in ihren Forderungen und Konzepten immer mehr schleifen lassen, anstatt ganz klar mit Maximalforderungen zu zeigen, daß die Gegner froh sein können und sollten, wenn sie mit einer Umsetzung der Konzepte von Grünen oder Linken davonkommen.
Gerade mit der Einführung von Hartz 4 machen sie es nämlich auf diese Art und führen damit die Befürworter und die gesamte Unterschicht am Nasenring durch die Arena.
Ihnen sollte mal jemand deutlich machen, daß IHR Besitz bei einer einseitigen Aufkündigung des sozialen Friedens dann auf einmal KOMPLETT zur Disposition steht! Es sollte also in IHREM Interesse sein, den sozialen Frieden zu wahren...
 
E

ExitUser

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Ich bin seit Jahren für die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommen.

Während ich jahrelang immer wieder darauf gehofft habe, so ist meine Hoffnung mittlerweile erloschen.

Solange die Politik die Möglichkeit hat, das zu verhindern (zumindest die Modelle die eine Grundsicherung versprechen ohne Gegenleistung mit der man wirklich etwas anfangen kann) wird sie dies tun.

Überlegt doch mal, man könnte Arbeitslose und Kranke nicht mehr bevormunden und gängeln, das wäre doch schlimm......

Ausserdem müsste dann Arbeit nach der Wertigkeit für die Geselschaft bezahlt werden.

Dann müsste ja ein Müllmann, Krankenpflegepersonal, Friseure, Verkäufer angemessen bezahlt werden.
Man könnte ja niemand mehr aus Geldnot zwingen solche unterbezahlten Jobs zu machen.

Und der ein oder andere TOP-Manager müsste sich vielleicht fragen lassen, ob er sein aktuelles Gehalt überhaupt wert sei.

Um Gottes Willen, das muss dringend verhindert werden..........




(Wer es nicht rausliest: Es ist Ironie enthalten)
 

Fatuna91

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Würde aber nicht ein Bedingungslosen Grundeinkommen zur (hyper) Inflation führen.

Denn wer eine Firma besitzt sagt sich einfach ich bin ja doppelt so viel Wert wie einer der nur so das Geld bekommt, und erhöht einfach nur seine Preise. Somit zahlt er dann seinen Angestellten auch ein bisschen mehr und am Ende ist Bedingungslosen Grundeinkommen wie Hartz4.
Egal welcher Betrag dafür genommen wird es wird am Ende grade mal so zum (Über)Leben reichen.
 

DoppelPleite

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Kommt drauf an wie hoch das Einkommen ausfallen würde, wenn wir über 850€ für jeden reden wäre das doch kein Problem. Bedingungslos soll nicht bedeuten Bedingungslos viel, sondern ohne Bedingungen.

Der Frisörbesuch wird dann wohl etwas teurer werden und die ganzen Briefkasten Firmen müßten sich was neues einfallen lassen. Aber du als Mensch müßtest dich nicht mehr gezwungen sehen, sobald der nächste Brief kommt vor Angst in Panik zu verfallen.

Außerdem sparen wir dann einiges an Bürokratie ein.

Wenn wir über 1.500€ reden, ja dann muß man sich wohl ein gestehen das dies zu viel ist fürs "Nichtstun" und kleine Firmen darunter leiden würden.

Aber 150€ mehr wie Hartz damit man halbwegs Menschenwürdig leben kann, dafür viele Unnützige Verwaltungen einsparen kann, wird wohl überhaupt kein Problem darstellen.
 

Kampfmops

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Neben der Bürokratie würden dann auch die vielen Maßnahmeträger wegfallen, die ja auch vom Staat bezahlt werden, indem wir da hin geschickt werden.

Mit dem bedingungslosen Grundeinkommen würden sicher auch die Zeitarbeitsfirmen aussterben, denn wer würde sich noch von denen "vermarkten" lassen, wenn er die Freie wahl hätte, was und wo er arbeiten möchte?

Zur Inflation wird es sicher nicht kommen. Wenn die Firmen ihre Preise erhöhen, zahlen sie automatisch mehr Steuern oder es kauft keiner mehr. Ich denke, die Firmen werden sich eher umstellen (müssen) und Anreize für die Menschen schaffen, dort zu arbeiten.

Es gibt ja jetzt schon Firmen, die ihre Arbeiter fair behandeln (sie sind selten, aber es gibt sie) und genau diese werden bei einem Wechsel auf Grundeinkommen die Nase vorn haben, da sie nicht so viel ändern müssen, wie jetzige "Sklaventreiber-Firmen".
 

Gartenfreund

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Neben der Bürokratie würden dann auch die vielen Maßnahmeträger wegfallen, die ja auch vom Staat bezahlt werden, indem wir da hin geschickt werden.

Mit dem bedingungslosen Grundeinkommen würden sicher auch die Zeitarbeitsfirmen aussterben, denn wer würde sich noch von denen "vermarkten" lassen, wenn er die Freie wahl hätte, was und wo er arbeiten möchte?

Zur Inflation wird es sicher nicht kommen. Wenn die Firmen ihre Preise erhöhen, zahlen sie automatisch mehr Steuern oder es kauft keiner mehr. Ich denke, die Firmen werden sich eher umstellen (müssen) und Anreize für die Menschen schaffen, dort zu arbeiten.

Es gibt ja jetzt schon Firmen, die ihre Arbeiter fair behandeln (sie sind selten, aber es gibt sie) und genau diese werden bei einem Wechsel auf Grundeinkommen die Nase vorn haben, da sie nicht so viel ändern müssen, wie jetzige "Sklaventreiber-Firmen".
Genau so ist es!
 

Maximilian32

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Das Problem ist doch, dass man leicht (!) den herrschenden Arbeitszwang und Zeitarbeit abschaffen könnte. Beziehungsweise beide Erfindungen deutlich zu Gunsten des Arbeitnehmers umgestalten könnte, dass und mehr - auch ohne BGE.

Ich glaube nicht, dass unsere Wirtschaft auch nur ansatzweise Interesse an einem BGE hat. Die Wirtschaft hat Deutschland aber fest in der Hand. Ich unterstelle das nicht jeden Arbeitgeber aber viele nutzen die derzeitige Situation sehr bewusst aus und das rechtlich völlig legal, also zwangsläufig durch den Staat gefördert.

Solange das funktioniert, wird es dahingehend keinerlei positive Änderungen geben.

Man male sich nur aus, wenn man den H4-Regelsatz auf 500€ anhebt und die Miete grundsätzlich direkt an den Vermieter gezahlt wird und jeglicher Erpressungsgeist sein Ende findet. Das erste was passiert ist, dass die Wirtschaft vor Wut kochen würde, ganz sich bin ich mir da. (Mindestlohn gilt dann freilich für alle)

Ich höre immer nur, "die Wirtschaft kann nicht", aber "die kleinen Unternehmen". Wen interessiert es jetzt (über Jahre) wie Niedriglöhner (nicht zwangsläufig nur geringqualifizierte, Menschen mit Handicap) zurechtkommen? Das muss man sich eben was einfallen lassen, damit es funktioniert. Das müssen ALLE normalen Arbeiter jetzt auch. Ich behaupte parallel, es wird nicht mehr lange dauern bis sich in Deutschland was ändern muss, auch bei dieser angesprochenen Thematik.

Zum mindestens im Ost, sieht es hier stellenweise echt finster aus. Das funktioniert so vielleicht noch 10 Jahre.
 

indiquent

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man könnte auch...
alles was einen menschlichen Arbeitsplatz bedroht oder verhindert :wink: , besteuern.
Man will es aber nicht, stattdessen kann man den Konkurrenten des Arbeitsplatzes sogar noch steuerlich absetzen, und er zahlt zum Dank dafür keine Steuern aber leistet.
tja....man könnte eben.........
 

Zeitkind

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Da das betreffende Thema von 2014 geschlossen wurde, der Beitrag aber aktueller denn je ist, nochmal zur Erinnerung:
Heute Nacht, in der Zeit von 0.30 Uhr bis 2.05 Uhr wurde auf ZDF das Kleine Fersehspiel "Frohes Schaffen" ausgestrahlt.
Die Sendezeit liegt außerhalb der Erreichbarkeit der Mehrheit der Menschen, denen das Fernsehspiel gilt.
Grundaussage:
"Arbeit ist keine Religion, sie trägt aber alle Merkmale einer Religion."
Die Sendung kann online hier in der Mediathek geschaut- oder
als Videodatei (1GB / Format mp4) abgespeichert werden.

2012 produziert, November 2013 veröffentlicht und hier im Forum 2014 auch schon beachtet.
Wer sich seiner Arbeitslosigkeit noch immer schuldig fühlt, sollte sich das anschauen.
Unbedingt sehens- und teilenswert. Auch wenn es bei vielen Lohnsklaven ungute Gefühle erzeugt,
sie an den eigenen Käfig erinnert.
 

Zeitkind

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Eine Woche nach der letzten Ausstrahlung ist das Video nirgendwo mehr verfügbar.
Nein so etwas aber auch...:icon_hihi:
Dennoch kann der Film käuflich erworben werden.
 

ThisIsTheEnd

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Der erste Absatz irritiert mich doch ein wenig. Wieso sollte so was wie das BGE "Naturgesetzen" unterliegen? Wieso könnte es nicht bedingungslos gewährt werden? Aber ein ansonsten durchaus guter Artikel zum Thema.

Die Unmöglichkeit des Begriffes „bedingungsloses Grundeinkommen“ liegt zunächst in dem „bedingungslos“. Einfach nichts auf dieser Welt ist bedingungslos, sonst gäbe es keine Naturgesetze wie z.B. die „Fliehkraft“ oder andere.
Bedingungsloses Grundeinkommen: NEIN, Grundrecht auf soziale Teilhabe: JA
Worum es bei diesem Thema eigentlich geht, ist die Ausübung eines „Grundrechts auf soziale Teilhabe“ in unserer Gesellschaft. Da dies im Kapitalismus nun mal nur mit „Geld“ möglich ist, geht es letztendlich um eine angemessene Verteilung! [...]
In Artikel 2 (2) im Grundgesetz heißt es: „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich…“. Wenn wir dieses Recht ernst nehmen, müssen wir jedem Menschen in unserem Land die dafür erforderliche Ausstattung – in unserem System „Geld“ – zur Verfügung stellen.

Dies sollte vorrangig über die Möglichkeit, das Geld durch Arbeit zu verdienen, erfüllt werden. Wenn dies, durch welchen Umstand auch immer, nicht möglich ist, ist unsere Volkswirtschaft leistungsstark genug, einen Teil in Form von Geld an die Menschen zu verteilen, für die wir zeitweise oder dauerhaft keinen bezahlten Arbeitsplatz bereitstellen.
https://makroskop.eu/2016/08/bedingungsloses-grundeinkommen-nein-grundrecht-auf-soziale-teilhabe-ja/
 

Dagegen72

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ein Wissenschaftler dachte schon im 18. / 19. Jahrhundert über ein Bedinungsloses Grundeinkommen nach :icon_smile:

In seinem Werk Die falsche Industrie arbeitete er seine Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen aus. Er sah darin die Versorgung aller Einzelnen in der Gesellschaft mit dem Lebensnotwendigen als ein Recht an und begründete es damit, dass das »erste Naturrecht« auf Jagen, Sammeln, Fischen, Weiden, und damit auf die Beschaffung des Notwendigen zur Stillung des Hungers in der Zivilisation verloren gegangen sei.
https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Fourier


Fourier musste sich praktisch bis zu seinem Lebensende in ungeliebten Kaufmannsberufen durchschlagen, als Handlungsreisender, Kaufmannsgehilfe, Makler und Kassierer. Alle seine Versuche, sich ganz den Wissenschaften zu widmen, scheiterten an Geldmangel.
es ist doch schön, wenn eigene Talente und Fähigkeiten besser wahrgenommen werden könnten, wenn nicht der ständige Kampf ums Existentielle wäre - das Bedingungslose Grundeinkommen ist aus meiner Sicht ein Fortschritt und es sollte umgesetzt werden.
 

ThisIsTheEnd

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Dagegen72

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Ab sofort: Partei für das Bedingungslose Grundeinkommen

es soll eine ein-Themen-Partei werden :)

ich finde es gut, ich finde das BGE gut. Dann hört auch das Gejammere der Leute auf, die glauben, ach soviel einzuzahlen, während "andere", also Erwerbslose die ja alle bloß faul seien und nichts tun wollen, wenn das BGE endlich eingeführt wird.

Und wie es finanziert werden soll? Ich meine, dass ein Spitzensteuersatz für Reiche allein schon genügen würde, das BGE zu finanzieren. Bisher sind Reiche ja weitestgehend entlastet, während die Geringverdiener, innen am besten alles stemmen sollen usw.

Siehe Donald Trump der Milliardär ist , und der gerade von sich reden macht, jahrelang keine Einkommensteuer gezahlt zu haben, weshalb er auch seine Steuererklärung nicht offenlegen will / wollte und der eben die Schlupflöcher für Reiche genutzt hat oder siehe die großen Konzerne, die minimal Steuern zahlen aber maximale Gewinne erzielen durch Firmenverschachtelungen, Mini-Jobs-Arbeitsplätze oder ähnliches.

Neue Partei will bedingungsloses Grundeinkommen - München - Süddeutsche.de

In München will sich eine neue Partei gründen, die nur ein Thema hat: die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens.
hier in der neuen-Deutschland-Zeitung:

Gründung in München: »Wir haben in ein Wespennest gestochen« / Antritt zur Bundestagswahl 2017 angestrebt - als reine Ein-Themen-Partei
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1026753.eine-partei-nur-fuer-das-grundeinkommen.html

super :)
 

Vidya

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AW: Ab sofort: Partei für das Bedingungslose Grundeinkommen

Die Partei könnte sich ja auch für den Anfang das finnische Modell anwenden. Das würde sicher
auch in Deutschland positive Erkenntnisse bringen:

SZ-Online: Finnen testen Grundeinkommen

Dies insbesondere, weil ja für diese Menschen die Bevormundung des Amtes ganz wegfällt. Und somit hier Personal eingespart würde.
 

AsbachUralt

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AW: Ab sofort: Partei für das Bedingungslose Grundeinkommen

Und wie es finanziert werden soll? Ich meine, dass ein Spitzensteuersatz für Reiche allein schon genügen würde, das BGE zu finanzieren.


Alleine das ist schon Quatsch².
Abgesehen davon, dass das alleine rechnerisch schon absolut niemals aufgehen würde, gibt es da noch ein paar andere Hürden.

Warum sollte ein Reicher dann noch in Deutschland bleiben?

Er kann sich überall in der Welt niederlassen und dann trotzdem immer noch 182 Tage im Jahr steuerfrei (außer den üblichen Verbrauchssteuern) in Deutschland verbringen.
Dann gibt es noch ein BVerG, dass unbillige Steuererhebungen gleich wieder kassieren würde.

Und was das finnische Modell betrifft, welche Relevanz sollte das haben? Ein paar Tausend Leute bekommen ein Bürgergeld, von dem alleine sie nicht existieren können und es läßt dabei absolut keine Rückschlüsse auf die Finanzierbarkeit für alle Bürger zu.
Und die Absicht durch dieses BG Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung und Arbeitslosengeld durch einen einzigen Transfermechanismus zu ersetzen birgt eine Menge sozialen Sprengstoff.

Und ganz zum Schluß, eine reine Themenpartei soll in der politischen Arbeit wie funktionieren? Das hat noch nie etwas bewirkt, weil es ein Gesamt-Konzept benötigt um bei Wahlen erfolgreich zu sein. Beispiel Piraten-oder Tierschutz-Partei. Wobei die Piraten alleine durch ihr Thema Digitalisierung und Datensicherheit bei der Jugend gepunktet hatten.

Fazit: Das ist wieder einmal nichts als heiße Luft.
 

Vidya

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AW: Ab sofort: Partei für das Bedingungslose Grundeinkommen

Alleine das ist schon Quatsch².
Abgesehen davon, dass das alleine rechnerisch schon absolut niemals aufgehen würde, gibt es da noch ein paar andere Hürden. Und was das finnische Modell betrifft, welche Relevanz sollte das haben? Ein paar Tausend Leute bekommen ein Bürgergeld, von dem alleine sie nicht existieren können und es läßt dabei absolut keine Rückschlüsse auf die Finanzierbarkeit für alle Bürger zu.Fazit: Das ist wieder einmal nichts als heiße Luft.
DITO. Aus Deiner Argumentation geht sehr deutlich hervor dass Du den Artikel bezüglich Finnland nicht gelesen oder verstanden hast. Und wieso soll das keine Rückschlüsse für alle Bürger zulassen? Woher willst du denn das wissen?. Der Versuch hat in Finnland ja noch gar nicht begonnen!!!

Du machst Deinem Namen wirklich alle Ehre, das muss ich Dir lassen :icon_rolleyes:.

Aber ansonsten trägst Du bestimmt nicht zu dazu bei, die Stimmung in diesem Land zu entschärfen und die Unterdrückung der Elo durch die Jobcenter zu entschärfen und für die Armen in diesem Land eine Perspektive zu eröffnen. Das fängt damit an sich für eine ehrliche Debatte zu öffnen.

Hartz IV ist verlogen und eine Sackgasse. Denn nur 0,2 Prozent der Langzeitarbeitslosen bekommen überhaupt jemals eine Stelle auf dem ersten Arbeitsmarkt. Denn es gibt eben keine 4,5 Millionen Arbeitsstellen. Bei der BA sind aktuell mal gerade ein Drittel Stellen gemeldet. Und hier gibt es schon das Heer der ALG I, die von den AG sowieso bevorzugt werden. Alle anderen 4,5 Millionen überfluten die AG mit monatlich 5 Bewerbungen. Also werden monatlich in Deutschland über 22 Millionen Bewerbungen versendet. Wie soll man so Arbeit bekommen?. Davon hat nur die Post einen Gewinn und die JC, denen sich monatlich 20 Millionen Sanktionsmöglichkeiten eröffnen, wenn es nach den JC geht.

Das kann nicht so weitergehen und das muss es auch nicht. Wenn den Elo eine Selbstverwaltung gestattet sein würde und der teure Verwaltungsapparat wegfiele , dann wäre auch dem Steuerzahler geholfen.

Ansonsten ist es immer einfacher dagegen zu sein anstatt sich auch mal ein paar Gedanken mehr um die Zukunft der Elo und einen modernen Staat zu machen.
 
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AW: Ab sofort: Partei für das Bedingungslose Grundeinkommen

Selbstverwaltung will aber gelernt sein. Und bereits in der Kindheit wird den Menschen selbständiges Handeln aberzogen, da Mutti dem Kleinen Sämtliches abnimmt, so sie ihr Leben überhaupt selbst geregelt bekommt.
Sieht man doch hier im Forum en masse wie lebensunfähig manch User ist. Sitzt vorm PC und möchte, dass andere ihm die Arbeit abnehmen.
 

flandry

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Reichensteuer mal anders

Keine Ahnung, wo ich die Grafik zur Verteilung der Einkommensteuer habe. Ist von August und könnte die Bild-Zeitung sein.
Frühere Statistiken sehen ähnlich aus.
 

Vidya

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AW: Ab sofort: Partei für das Bedingungslose Grundeinkommen

Selbstverwaltung will aber gelernt sein. Und bereits in der Kindheit wird den Menschen selbständiges Handeln aberzogen, da Mutti dem Kleinen Sämtliches abnimmt, so sie ihr Leben überhaupt selbst geregelt bekommt.Sieht man doch hier im Forum en masse wie lebensunfähig manch User ist. Sitzt vorm PC und möchte, dass andere ihm die Arbeit abnehmen.

Noch schlimmer wird es , wenn die Rolle von Mutti dann später der Ehemann übernimmt bzw. übernehmen soll. Ich spreche aus Erfahrung, da ich mit einer solchen Verwandten gestraft bin. Jedoch darf ich Dir versichern, das es letztendlich auch darauf ankommt, wie intelligent jemand ist. Meine Verwandte war übrigens noch nie arbeitslos. Dafür hat deren Mann gesorgt -wie - das ist mir bis heute ein Rätsel geblieben. Insofern ist diese einfache Gemütslage keine, die nur manchen Elos betrifft.

Nicht desto trotz gibt es unter den Elos viele fähige und kluge Köpfe. Ob dann die Nöte der anderen Elos nur vorgeschoben oder mutwillig sind, das kann am besten doch derjenige beurteilen, der selbst ein Elo war oder noch ist. Zudem ist oder wäre das Ergebnis dessen preiswerter für den Staat -als es jetzt ist. Man könnte ja mal einen Feldversuch starten. Und die verbeamteten Mitarbeiter solange in eine Auszeit schicken. Einige bleiben und neue Mitarbeiter werden solange nicht eingestellt.Von Seiten der BA gibt es eine Weisung, die eine Auszeit sogar befürwortet, sofern die Bedingungen erfüllt sind.

Und die Vorteile bzw. Nachteile von Maßnahmen bei den Trägern sind ja nun auch schon bundesweit bekannt oder werden hier verbreitet. Damit kennt sich ja nun fast jeder Elo an seinem Heimatort aus. Da würde kein Elo- Mitarbeiter in Selbstverwaltung darin unerfahren sein.
 

Gollum1964

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AW: Ab sofort: Partei für das Bedingungslose Grundeinkommen

Die Partei könnte sich ja auch für den Anfang das finnische Modell anwenden. Das würde sicher
auch in Deutschland positive Erkenntnisse bringen:

SZ-Online: Finnen testen Grundeinkommen

Dies insbesondere, weil ja für diese Menschen die Bevormundung des Amtes ganz wegfällt. Und somit hier Personal eingespart würde.
Hallo Vidya,

weshalb das BGE wahrscheinlich zu meinen Lebzeiten nicht mehr kommen wird, ist weniger das Problem der Finanzierung. Hier gibt es schon viele Berechnungen, daß das ganze aufkommensneutral gestaltet werden könnte.
Das Hauptproblem ist einfach der Mangel an akzeptablen Arbeitsplätzen. Wenn das BGE kommen sollte, sind nicht nur viele Arbeitsplätze bei den Jobcentern weg, sondern gleichzeitig viele ZAF und "Unsinns-Maßnahmenträger" platt. Das würde kurzfristig die Arbeitslosenzahlen in die Höhe schießen lassen, auch wenn die langfristigen Perspektiven fast für alle Parteien (auch für Arbeitgeber durch motiviertere Mitarbeiter) günstiger scheinen. Allerdings sind die Lobbyisten für die bestehenden verkrusteten Strukturen des Arbeitsmarktes (Arbeitgeber, Beschäftigte der Arbeitslosen- und Armutsindustrie, ZAF, MT, Wohlfahrtsverbände, etc.) zu dominant für die aktuellen Politiker, die zudem selber ihre Wiederwahl durch die chaotische Übergangsphase in eine humanere Arbeitswelt nicht riskieren wollen.

Gruß Thomas
 

dagobert1

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Mal kurz auf D übertragen:
300€ Miete+NK
170€ KV+PV
Bleiben 90€ zum Leben.

Geil.
 
E

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Ich denke nicht, daß ein BGE dazu gedacht ist, einem arbeitslosen Single ein angenehmes Leben zu ermöglichen. Wer glaubt, die Arbeitswelt ändert sich grundlegend durch ein BGE ("dann arbeite ich das, was ich möchte") sollte mit so einer Spinnerei aufhören. Das gibt es nicht. Wird es auch niemals geben. Kann man machen, wenn man Lotto-Millionär ist. Vorher nicht.

Nur wer über viel Geld verfügt, ist wirklich frei.
Daher gebe ich immer zu bedenken, was mit erwerbsunfähigen Menschen geschehen soll, wenn es nur noch ein Grundeinkommen gibt, von dem sämtliche Kosten beglichen werden sollen.
 

flandry

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AW: Reichensteuer mal anders

Keine Ahnung, wo ich die Grafik zur Verteilung der Einkommensteuer habe. Ist von August und könnte die Bild-Zeitung sein.
Frühere Statistiken sehen ähnlich aus.
Die Grafik ist beim Hochladen wohl verloren gegangen. Hier ist sie noch einmal als Anhang.
 

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ZynHH

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AW: Ab sofort: Partei für das Bedingungslose Grundeinkommen

Das BGE kann nicht in einem einzelnen Staat umgesetzt werden, schon garnicht wenn er in der EU ist, wo dann alle EU Bürger davon profitieren könnten, wenn sie in das betreffende Land ziehen.

Der zweite Grund, weswegen ein BGE nicht von einem einzelnem Staat oder meinetwegen auch der gesamten EU umgesetzt werden kann, ist simpel: Das BGE widerspricht der Ausbeutung von Menschen durch den Kapitalismus. Ohne Ausbeutung der Bürger, wäre der Kapitalismus schon mehrmals Vergangenheit gewesen.....:wink:
 

flandry

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AW: Ab sofort: Partei für das Bedingungslose Grundeinkommen

Mir würde ja ein garantiertes Grundeinkommen gefallen.
Die Garantie / Aufstockung tritt dann ein, wenn eine Untergrenze nicht erreicht wird, z. B. durch Arbeitslosigkeit, Mutterschaft, Studium, .....
Das wäre eine riesige Vereinfachung der Verwaltung, die Milliarden an Verwaltungskosten sparen würde. Schließlich sollen Steuergelder wirtschaftlich verwendet werden wie wir oft genug hören. :wink:
Dass nebenbei die Gesetze für den Bürger überschaubarer werden sei nur am Rande erwähnt.

Aber leider kann man sich als Politiker dann nicht mehr profilieren. So geht das ganz oft: Seht her, wie gut ich bin. Ich habe die Erhöhung der Rente um 1,50, beim Bafög um 0,75 und bei der Rente um 1,23 Euro durchgesetzt.

Übrigens: das schließt Hilfen zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt nicht aus.
 

watcherblob

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AW: Ab sofort: Partei für das Bedingungslose Grundeinkommen

Ein garantiertes Grundeinkommen würde mir auch gefallen. Würde zur Arbeit animieren, da man weiss das es Taschengeld oben drauf ist.
 
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Ich empfände es allein bereits als hilfreich, gäbe es bei der EM-Rente nicht diese hohen Abzüge.
 

0zymandias

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Noch eine Stimme für das Grundeinkommen: Siemens-Chef Joe Kaeser plädiert für Grundeinkommen - Wirtschaft - Süddeutsche.de

Als Konsequenz dieses digitalen Wandels fordert jetzt Siemens-Chef Joe Kaeser eine bessere soziale Absicherung für die Menschen. Es würden absehbar "einige auf der Strecke bleiben, weil sie mit der Geschwindigkeit auf der Welt einfach nicht mehr mitkommen", warnte Kaeser auf dem SZ-Wirtschaftsgipfel. Auf sie warten könne man jedoch nicht, denn dann würden Deutschland und Europa verlieren. Also müsse die Gesellschaft dafür sorgen, "dass die Menschen versorgt sind"; sie müssten sehen: "Da ist einer da, der hilft mir." Deshalb werde "eine Art Grundeinkommen völlig unvermeidlich sein".
 

Dagegen72

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Heute, 22.02. auf SWR 2 Fragen stellen Antworten erhalten zum BGE

Heute um 16.05 Uhr gibt es eine Sendung zum Thema BGE auf SWR 2. Ein Professor wird antworten, Name ist mir entfallen. Man könne wohl jetzt schon im Internet Fragen stellen oder halt dann im Sender anrufen.

Liegematte für Faule oder Paradies für Utopisten - Wie sinnvoll ist bedingungsloses Grundeinkommen? Wie lässt sich eine Grundsicherung für alle finanzieren? Gibt es Erfahrung damit in anderen Ländern? Verändert sich dadurch unsere Arbeitswelt? Karl Justus Bernhard Neumärker, Professor für Wirtschaftspolitik an der Uni Freiburg, beantwortet Ihre Fragen. 16:05 Uhr - 16:55 Uhr unter 07221 2000.
1000 Antworten - Bedingungsloses Grundeinkommen | Impuls | SWR2 | SWR.de


also, ich finde, so langsam ist dann mal genug theoretisiert - man könnte es doch mal endlich ausprobieren!

In Canada soll es gerade wieder probiert werden und die Finnen probieren es auch:

Finnland testet als erstes Land der Welt ein Grundeinkommen auf nationaler Ebene. Für die Zukunft der Arbeit machen die Finnen damit einen entscheidenden Schritt.
Grundeinkommen: 560 Euro, einfach so | ZEIT ONLINE
 

Dagegen72

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AW: Ab sofort: Partei für das Bedingungslose Grundeinkommen

@flandry: so sehe ich es aus. Und Konzerne könnten Menschen nicht mehr zu hundert Prozent für ihre Zwecke auspressen bezüglich billiger Arbeitskraft, am besten Null-Euro-Jobs - oder gleich Roboter. Wenn halt starker Mehrbedarf bestünde, dann müsste man halt sehen, wie bspw. bei Schwerstbehinderten ... kann man ja bei SWR 2 heute mal fragen ab 16 Uhr ...



Die Partei ist gegründet - nun benötigt es Zweitstimmen für den Wahlzettel ;)

https://www.buendnis-grundeinkommen.de/

Liebe Unterstützer und Freunde des Bündnis Grundeinkommen, Wir haben bisher sehr viel erreicht und auch unserem Ziel, bei der Bundestagswahl anzutreten, kommen wir von Woche zu Woche immer näher: Wir werden zur dritten BGE:eek:pen, der BGE:eek:pen 17/2 in Köln am 4. und 5. März schon 15 Landesverbände und 15 Landeslisten ..
auf der Landesliste der Ein-Themen-Partei für Mecklenburg-Vorpommern ist u.a. Susanne Wiest

Grundeinkommen im Bundestag: BGE: Mecklenburg-Vorpommern ist dabei
 

flandry

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AW: Ab sofort: Partei für das Bedingungslose Grundeinkommen

Zugegeben: BGE hört sich irgendwie gut an.
BGE hat in meinen Augen einen ganz großen Makel: Es sorgt nicht dafür, dass jeder auf Dauer soviel Vermögen hat, dass er davon leben kann.
Und das würde mir richtig gut gefallen. :first:
 

Maneki Neko

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wenn das bedingungslose Grundeinkommen Wirklichkeit wäre, wären viele Menschen glücklich. Der Druck macht die Menschen krank. Und man wird als faul und arbeitsscheu bezeichnet und das auch noch von einen selbsternannten "Libertären" was ich aber in Ausdruckszeichen gesetzt habe.

seht selbst

ab 0:37 min weiß man wohin das Thema geht

https://www.youtube.com/watch?v=p-tS8w77mYs

schauts euch selber an
 

Sowhat

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Das wird nie kommen und geht auch gar nicht, schon weil es dann ja jedem Flüchtling/Einwanderer auch zustünde. Da käme dann die ganze Welt zu uns und enbräuchte kein Deutsch zu lernen, bekämen alle dann bis zu 1000€ einfach so.
Wäre natürlich schön, wenn man sich nicht mehr vom JC schikanieren lassen müsste und einfach leben dürfte, vor allem wenn man Ü50 ist, krank und die durchaus erarbeitete EM-Rente einem wegen ein paar Monaten angeblich nicht zusteht oder weil man die fünf Jahre vor der Krankheit nicht eingezahlt hat; weil man einen Minijob hatte und Kinder großzog.
Aber wie gesagt, bei unseren Gesetzen stünde das dann allen zu und das geht einfach nicht. Wer sollte das bezahlen?
 

Atze Knorke

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Gast1

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Heikki Hursti, Mitarbeiter einer privaten Hilfsorganisation in Finnland, die 3 Mal wöchentlich kostenlos Kleidung und Essen an Bedürftige ausgibt:

"Jetzt hat er [Juha Sipilä, Finnlands Ministerpräsident; Anm. von schlaraffenland] sich auch noch das mit dem Grundeinkommen ausgedacht. Das ist doch ein Witz. Wenn ich recht informiert bin, liegt das Durchschnittseinkommen in Finnland bei 2500 Euro. Was sind da schon 560 Euro?! Das reicht vorne und hinten nicht. Allein schon die Miete: In Helsinki zahlst du mindestens 450 bis 500 Euro für eine winzige Wohnung. Selbst wenn du noch Wohngeld bekommst, bleibt dir fast nichts mehr zum Leben übrig. Nein, nein: Dieses Grundeinkommen ist eine einzige Mogelpackung. Es ist wie immer: Die Regierung kürzt bei denen, die so oder so nichts haben: Den Armen."
Mehr auf Soziales Experiment - Finnland testet bedingungsloses Grundeinkommen
 

Vlic89

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Meine Meinung: Das Bedingungslose Grundeinkommen wird und muss (!) innerhalb der nächsten 10-15 Jahre kommen. Meiner Ansicht nach wegen folgender Gegebenheiten:

1. Industrie 4.0 wird mehr Arbeitsplätze vernichten als schaffen. Und nicht jeder Kann Informatiker, Ingenieur, Astronaut oder Architekt werden ( das ist nicht abwertend gemeint, ich selbst bin nur gelernter Verkäufer! ). Vor allem die einfachen Tätigkeiten bzw. Jobs für die breite Masse werden aussterben. Auch Berufsgruppen die heutzutage noch durchaus hoch angesehen sind wie z.Bsp. Ärzte, Maschinenbauer werden teilweise ersetzt werden. In Zukunft wird ein Computer mit Roboter effizienter im OP-Saal operieren können als ein Mensch. Auch in der Autoindustrie, auf die Deutschland meiner Meinung nach zu sehr setzt!...werden sehr viele Jobs in der Produktion durch Roboterautomatisierung wegfallen - es hat ja schon angefangen.

2. Die Geburtenstarken Babyboomer gehen in den 20er Jahren in die Rente/Pension bzw. fangen jetzt schon an. Generation Y und Z bzw. die Millenium - Generation werden über 25 Millionen Rentner ( derzeit sind es glaube ich schon 20 Millionen ) nicht versorgen können! Sprich: Unsere gegenwärtigen Sozialsysteme werden bis 2030 weitestgehend ausgeblutet sein um es mal krass zu formulieren.

3. Die Frage ist eigentlich nur wie hoch dieses Grundeinkommen sein werden muss um die Würde des Menschen zu bewahren und wie viele alte Sozialleistungen dafür geopfert werden müssen um eine Finanzierung zu gewährleisten.
Ich schätze mal grob: 800 Euro wären möglich wenn man alg 1 + alg 2 und die Arbeitsämter und Jobcenter komplett abschaffen würde + Bildungsträger die an den ganzen sinnfreien 'Fortbildungsmaßnahmen' dran-hängen wie die Ratten...

800 Euro reichen allerdings nicht wenn man dann davon auch Miete usw. stemmen muss. Dann müssen halt die 1,2 Millionen Millionäre mal etwas mehr zur Kasse gebeten werden...1000 Euro müssten es schon sein - und zwar Netto! Ansonsten ist ein Menschenwürdiges Leben kaum möglich. Man könnte das Grundeinkommen an die Deutsche Staatsbürgerschaft binden. Dann strömen auch keine Millionenmassen nach Deutschland. Außerdem müsste der Betrag jedes Jahr an Inflation usw. angepasst werden. Dennoch muss es kommen. Ansonsten gibt es irgendwann Mord und Totschlag in den Ballungsräumen!

Außerdem muss man dennoch bedenken das alles teurer wird wenn jedermann ein Grundeinkommen bekäme. bzw. die Inflation würde sprunghaft ansteigen. Das muss auch ich als Befürworter bedenken. Alles andere wäre eine Milchmädchenrechnung. Ich würde dann aber auch 2 Euro pro Liter Sprit bezahlen wenn ich dafür die Fressen der Leiharbeitsfirmen usw. sehen könnte :D Dann werden es die ganzen Menschen-Schänder nämlich richtig schwer haben neue Sklaven zu bekommen!
 

Gollum1964

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Ich schätze mal grob: 800 Euro wären möglich wenn man alg 1 + alg 2 und die Arbeitsämter und Jobcenter komplett abschaffen würde + Bildungsträger die an den ganzen sinnfreien 'Fortbildungsmaßnahmen' dran-hängen wie die Ratten...

Ich würde dann aber auch 2 Euro pro Liter Sprit bezahlen wenn ich dafür die Fressen der Leiharbeitsfirmen usw. sehen könnte :D Dann werden es die ganzen Menschen-Schänder nämlich richtig schwer haben neue Sklaven zu bekommen!
Hallo Vlic,

volle Zustimmung für die Gründe, weshalb ein BGE kommen muß und wird. Aber du führst zugleich die Gründe an, weshalb man das bestehende System aus Sicht der Politik und Wirtschaft solange wie nur irgend möglich am Leben zu erhalten versucht, da sich insbesondere nach Einführung von Hartz4 ein Heer von Arbeitsplätzen gebildet hat, die nur deswegen existieren, weil es vielen Menschen schlecht geht und diese erpreßbar werden.
Bevor man tatsächlich das BGE einführt, und zwar kostenneutral zu dem bestehenden System, muß Deutschland kurz vor dem Bürgerkrieg stehen und das kann bei der deutschen Mentalität noch lange dauern. Bisher geht das Kalkül der "Mächtigen" aus Politik und Wirtschaft ja ganz prima auf, daß sich die Schwachen eher gegenseitig bekämpfen (Mittelstand gegen Zeitarbeiter, Zeitarbeiter gegen Arbeitslose, Arbeitslose gegen Flüchtlinge) anstatt sich gegen die tatsächlichen Verursacher zu wenden.
 

ZynHH

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Außerdem muss man dennoch bedenken das alles teurer wird wenn jedermann ein Grundeinkommen bekäme.
DAS ist der Grund, warum das BGE nicht kommen wird ohne den Kapitalismus abzuschaffen. Es müssten nämlich vorher alle Preise festgeschrieben werden...., ansonsten würde das BGE keinen Nachmittag lang ausreichend sein.....Nein, es wäre kein Kommunismus, es wäre nur kein Kapitalismus mehr. Und das funktioniert eben nicht ohne den Rest der Welt.
 

Gollum1964

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DAS ist der Grund, warum das BGE nicht kommen wird ohne den Kapitalismus abzuschaffen. Es müssten nämlich vorher alle Preise festgeschrieben werden...., ansonsten würde das BGE keinen Nachmittag lang ausreichend sein.....Nein, es wäre kein Kommunismus, es wäre nur kein Kapitalismus mehr. Und das funktioniert eben nicht ohne den Rest der Welt.
Hallo ZynHH,

nun bedienst du dich leider der derselben Argumentation wie die neoliberale Fraktion. Es ist schon häufig durchgerechnet worden, ob ein BGE tatsächlich zu den von dir aufgeführten Kosten- und Preisdruck führen würde. Viele Studien sind eben nicht zu diesem Ergebnis gekommen. Das BGE wird ja nicht aus dem Nichts finanziert, sondern kann aus folgenden Quellen gegenfinanziert werden:

- Wegfall von Sozialleistungen (ALG1+2, Renten, Kindergeld, Wohngeld)
- Wegfall überflüssiger Arbeitsplätze der Armutsindustrie (Jobcenter, Maßnahmenträger, Entlastung Sozialgerichte, etc.)

Der Preisdruck wäre nur dann denkbar, wenn man das BGE unverhältnismäßig hoch ansetzen würde (z.B. 1500 EUR/Person mtl.), wodurch dann sicherlich auch die Bereitschaft der Arbeitsaufnahme leiden würde. Das BGE müßte somit auf dem aktuellen Niveau ALG2 oder geringfügig höher liegen. Ich glaube, daß der Großteil der Bevölkerung dann auch weiterhin den Wunsch hätte, sich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen, um "Zusatzbedürfnisse" befriedigen zu können.
 
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Gast1

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Das BGE bedeutet die Zerschlagung aller bisherigen Sozialleistungen.

Mein permanent vorgebrachtes Argument gegen das BGE: Selbst wenn ein gerechtes, ausreichend hohes BGE eingeführt werden würde, wer von den BGE-Befürwortern kann garantieren, dass eine Nachfolgeregierung den Satz des BGE's erheblich zusammenstreicht, so dass jeder Erwerbslose gezwungen sein wird jeden erdenklichen Mistjob zu miesen Löhnen anzunehmen, weil er oder sie von dem BGE nicht leben kann?

Na?
 

ZynHH

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Hallo ZynHH,

nun bedienst du dich leider der derselben Argumentation wie die neoliberale Fraktion.
Es ist doch heute schon zu beobachten, dass die Mieten an die KDU angepasst werden.

Beim BGE müsste man also die Preise festschreiben, damit die, die vom BGE leben müssten, davon auch leben könnten. Letztlich ist es ja nix anderes als ALG II ohne Sanktionen.....je mehr die armen Leute haben, umso mehr wird ihnen weggenommen.

Wir müssen wieder zu auskömmlichen Gehältern kommen und die Gewinne der Unternehmen beschneiden, damit nicht mehr an den Gehältern der Beschäftigten gespart wird. Dann erledigt sich alles andere von allein. Dann hört der Kapitalismus nämlich auf zu funktionieren. Es müssen Sozialabgaben für Maschinen her und zwar in der Höhe der eingesparten Mitarbeiter, die die Arbeit vorher getan haben.

Aber ein Staat allein kann das natürlich nicht bewirken. Und wie die Kapitalistischen Staaten die übrigen Systeme boykottieren und ausbluten kann man doch in Mittelamerika gut erkennen....etwas anderes als Kapitalismus darf nicht funktionieren...

Ein BGE soll ja die Grundbedürfnisse befriedigen, das hat erstmal mit zusätzlicher Arbeit gar nichts zu tun.

Btw: Weder ALG1 noch Renten sind Sozialleistungen....
 

Gollum1964

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Das BGE bedeutet die Zerschlagung aller bisherigen Sozialleistungen.

Mein permanent vorgebrachtes Argument gegen das BGE: Selbst wenn ein gerechtes, ausreichend hohes BGE eingeführt werden würde, wer von den BGE-Befürwortern kann garantieren, dass eine Nachfolgeregierung den Satz des BGE's erheblich zusammenstreicht, so dass jeder Erwerbslose gezwungen sein wird jeden erdenklichen Mistjob zu miesen Löhnen anzunehmen, weil er oder sie von dem BGE nicht leben kann?

Na?
Hallo Schlaraffenland,

ist der unbedingte Druck zur Annahme jeden erdenklichen Mistjobs nicht gerade das Problem im bestehenden Hartz4-System, befeuert duch die Sanktionsgeißel??? Beim BGE hat man hingegen noch die Möglichkeit solche Jobs abzulehnen, solange die Rahmenbedingungen unter aller Sau sind. Natürlich darf man das bedingungslose Grundeinkommen nicht in ein bedingungsloses Luxuseinkommen umwandeln, um Leistung noch zu belohnen und zusätzliche Bedürfnisse befriedigen zu können.
 
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Vlic89

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Hallo ZynHH,
nun bedienst du dich leider der derselben Argumentation wie die neoliberale Fraktion. Es ist schon häufig durchgerechnet worden, ob ein BGE tatsächlich zu den von dir aufgeführten Kosten- und Preisdruck führen würde. Viele Studien sind eben nicht zu diesem Ergebnis gekommen. Das BGE wird ja nicht aus dem Nichts finanziert, sondern kann aus folgenden Quellen gegenfinanziert werden:

- Wegfall von Sozialleistungen (ALG1+2, Renten, Kindergeld, Wohngeld)
- Wegfall überflüssiger Arbeitsplätze der Armutsindustrie (Jobcenter, Maßnahmenträger, Entlastung Sozialgerichte, etc.)
Ich bin zu 90% deiner Meinung! :)
Mit Ausnahme von 2 Punkten.

Ich bin wirklich nicht neoliberal. Allerdings stört mich die Formulierung " Argumentation wie die neoliberale Fraktion ". Es gibt so manch einen Neo/rechts-Liberalen der gar nicht mal so abgeneigt ist von einem Bedingungslosen Grundeinkommen. Und sei es auch nur daher das er/sie Angst bekommt irgendwann von einem verarmten Mob attackiert zu werden.
Ein Beispiel:Im immens reichen SiliconValley z.Bsp. ist die Popularität eines bedingungslosen Grundeinkommen's für alle Amerikaner, sehr hoch!

Und 2: Ich würde um Gottes Willen nicht das ohnehin zu niedrige Kindergeld anrühren. Dessen Opferung für BGE würde die Demographische Katastrophe nur noch verstärken. Wir haben ja jetzt schon viel zu viele verarmte Kinder.
Ps: Ich selbst habe keine Kinder.

lg
 

Gollum1964

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Ich bin zu 90% deiner Meinung! :)
Mit Ausnahme von 2 Punkten.

Ich bin wirklich nicht neoliberal.

Und 2: Ich würde um Gottes Willen nicht das ohnehin zu niedrige Kindergeld anrühren.

lg
Hallo Vlic,

bitte meinen Beitrag genau lesen, du warst nicht gemeint. ZynHH hat auf deinen Beitrag geantwortet, daß im Falle eines BGE die Sozialkosten explodieren und es daher zu hoher Inflation kommt, die das BGE sofort auffressen. Und das ist definitiv das Totschlagargument der Neoliberalen, was ich hinsichtlich des BGE nicht teile.
Außerdem steht auch den Kindern ein BGE zu und nicht nur den Erwerbslosen.
 

Gollum1964

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Wir müssen wieder zu auskömmlichen Gehältern kommen und die Gewinne der Unternehmen beschneiden, damit nicht mehr an den Gehältern der Beschäftigten gespart wird. Dann erledigt sich alles andere von allein. Dann hört der Kapitalismus nämlich auf zu funktionieren. Es müssen Sozialabgaben für Maschinen her und zwar in der Höhe der eingesparten Mitarbeiter, die die Arbeit vorher getan haben.
Hallo ZynHH, das ist ein frommer Wunsch, daß die Arbeitsgeber freiwillig höhere Löhne gewähren, während gleichzeitig das Hartz4-Regime alles erdenkliche tut, um die Verhandlungsposition der Erwerbslosen gegenüber den Arbeitgebern noch weiter zu schwächen.:closed_2:
 
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Gast1

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Hallo Schlaraffenland, das ist ein frommer Wunsch, daß die Arbeitsgeber freiwillig höhere Löhne gewähren, während gleichzeitig das Hartz4-Regime alles erdenkliche tut, um die Verhandlungsposition der Erwerbslosen gegenüber den Arbeitgebern noch weiter zu schwächen.:closed_2:
Du meintest @ZynHH ;-)
 

noillusions

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Beim BGE müsste man also die Preise festschreiben, ....
Die Situation ist ja vergleichbar mit der Einführung des Mindestlohns und da hat man auch keine Preise festgeschrieben für genau die Dienstleistungen wo den Beschäftigten dann Mindestlohn gezahlt werden mußte. War das ein Problem?
 
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