Bedingungsloses Grundeinkommen

Leser in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Hotti

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
29 April 2008
Beiträge
2.186
Bewertungen
16

Gartenfreund

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
23 Dezember 2010
Beiträge
563
Bewertungen
29
Was glaubst Du denn, wieviel % der Menschen sich bei einem BGE von 800,- € dauerhaft aus dem Arbeitsleben verabschieden würden?
 

pinguin

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
22 September 2008
Beiträge
4.361
Bewertungen
1.214
Und wer bitte soll das alles finanzieren?
Menno, seid Ihr alle kompliziert :icon_motz:; mit jedem Kredit, den eine Bank vergibt, wird das Geld erst geschaffen.

Im Falle des Falles bekommt halt die zuständige Druckerei einen Druckauftrag, und gut ist's; freilich bei strengster Verschwiegenheit.

Weiterhin hat die EZB als rein staatliche (!) Organisation eine Banklizenz zu bekommen. Sie flutet Bevölkerung und Wirtschaft mit Liquidität und zieht diese freilich bei Bedarf auch wieder ab, damit Preise nicht zu sehr explodieren oder zu sehr in den Keller rutschen.

Und noch was; eine Folgebank, und hier ist jede europäische Bank nachrangig zur EZB, bekommt die Banklizenz entzogen, wenn sie nicht mitspielt. Banken sind alleine Dienstleister für Wirtschaft und Bevölkerung! Es geht um höhere Interessen und nicht um die einer Bank.
 

Hotti

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
29 April 2008
Beiträge
2.186
Bewertungen
16
Zuerst würde ich die Erwerbslosen davon profitieren lassen, damit diese endlich mal ohne Druck sind jeden Mist anzunehmen. Wenn dann bei einen Job, egal ob Teilzeit, Vollzeit oder Minijob nichts mehr angerechnet würde, wäre den betroffenen sicher schon mal geholfen.
 

pinguin

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
22 September 2008
Beiträge
4.361
Bewertungen
1.214
@Hotti

Ein BGE gilt ohne Ausnahme für alle Bürger des Landes. Jede andere Variante kollidiert mit dem Grundgesetz und würde von den Gegnern garantiert ausgehebelt.
 

Gartenfreund

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
23 Dezember 2010
Beiträge
563
Bewertungen
29
@Hotti

Ein BGE gilt ohne Ausnahme für alle Bürger des Landes. Jede andere Variante kollidiert mit dem Grundgesetz und würde von den Gegnern garantiert ausgehebelt.

Genau! Einen Test könnte man aber z.B. mit 10000 Menschen machen, die den Bevölkerungsquerschnitt wiederspiegeln.
 

EyeODragon

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
16 Mai 2011
Beiträge
699
Bewertungen
149
Ich glaube nicht, das die Mehrheit zuhause bleiben würde, wenn sie 800, bzw. 600 aufs Konto, plus 200 für Krankenversicherung im Monat bekommen würden.

Es wird doch jetzt schon ein falsches Bild bzgl. der Hartz IV Empfänger dargestellt. Wenn man einige Aussagen der Hetzer ernst nehmen würde, müssten die LE ja in Saus und Braus leben, können ausschlafen, etc. Wir wissen ja alle, das dem nicht so ist, aber viele Leute glauben das leider.

Mit 600 Euro im Monat kann man so gut wie nichts anfangen, es gibt sicher dann immer noch welche, die sich mit der Summe arrangieren, aber das wird nur ein kleiner Teil sein. Der Großteil hätte eine Sicherheit, wenn der Arbeitgeber einen kurzfristig vor die Tür setzt. Mit dem Grundeinkommen kann jede Arbeit attraktiv werden, es sei denn die Unternehmen setzen mit ihrem Lohndumping noch eins drauf, dann würde es gefährlich werden.
 

Gartenfreund

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
23 Dezember 2010
Beiträge
563
Bewertungen
29
Ich glaube nicht, das die Mehrheit zuhause bleiben würde, wenn sie 800, bzw. 600 aufs Konto, plus 200 für Krankenversicherung im Monat bekommen würden.

Es wird doch jetzt schon ein falsches Bild bzgl. der Hartz IV Empfänger dargestellt. Wenn man einige Aussagen der Hetzer ernst nehmen würde, müssten die LE ja in Saus und Braus leben, können ausschlafen, etc. Wir wissen ja alle, das dem nicht so ist, aber viele Leute glauben das leider.

Mit 600 Euro im Monat kann man so gut wie nichts anfangen, es gibt sicher dann immer noch welche, die sich mit der Summe arrangieren, aber das wird nur ein kleiner Teil sein. Der Großteil hätte eine Sicherheit, wenn der Arbeitgeber einen kurzfristig vor die Tür setzt. Mit dem Grundeinkommen kann jede Arbeit attraktiv werden, es sei denn die Unternehmen setzen mit ihrem Lohndumping noch eins drauf, dann würde es gefährlich werden.

Eine Lohnuntergrenze ist dringend notwendig. Mit oder ohne BGE.

Besser wäre mit BGE!
 

EyeODragon

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
16 Mai 2011
Beiträge
699
Bewertungen
149
Eine Lohnuntergrenze ist dringend notwendig. Mit oder ohne BGE.

Besser wäre mit BGE!

Ja, da muss sofort was kommen. Aber mit BGE wäre das fatal, wenn die Unternehmen dann argumentieren, das die Arbeitnehmer ja schon ein fixes Einkommen von 600 Euro haben und man dadurch die Löhne weiter senken könne. Das ist für mich die größte Gefahr, noch größer, als die Finanzierbarkeit des BGE's. Und zuzutrauen muss man das den Verantwortlichen, denn Gier und das Streben nach einem immer höheren Gewinn legt sich ja wie ein schwarzes Tuch, in der heutigen Zeit, auf die Weltbevölkerung.
 

Hotti

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
29 April 2008
Beiträge
2.186
Bewertungen
16
Ich sehe auch die Gefahr der Verteuerung. Die Bürger haben mehr Geld, das muss denen doch aus der Tasche gezogen werden.
 

Hamburgeryn1

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
23 April 2011
Beiträge
3.015
Bewertungen
3.817
Ja, da muss sofort was kommen. Aber mit BGE wäre das fatal, wenn die Unternehmen dann argumentieren, das die Arbeitnehmer ja schon ein fixes Einkommen von 600 Euro haben und man dadurch die Löhne weiter senken könne. Das ist für mich die größte Gefahr, noch größer, als die Finanzierbarkeit des BGE's. Und zuzutrauen muss man das den Verantwortlichen, denn Gier und das Streben nach einem immer höheren Gewinn legt sich ja wie ein schwarzes Tuch, in der heutigen Zeit, auf die Weltbevölkerung.
Ein BGE in Höhe von 600,- Euro ist unzureichend, und verdiente daher seinen Namen nicht.
Die Menschen wären so gezwungen einen Job um jeden Preis und zu jeder Bedingung anzunehmen, was angesichts
der desolaten Arbeitsmarktlage ein fast aussichtsloses Unterfangen wäre.

Die Folgen wären ein soziales Elend, dass die Erinnerung an Hartz IV zum Eldorado werden ließe.
Ein BGE muss so hoch bemessen sein, dass es einen Menschen tatsächlich unabhängig von weiterem Erwerbseinkommen macht.
Damit würde die vorhandene Arbeit einen anderen Wert bekommen, und müsste von den Unternehmern entsprechend angeboten und bezahlt werden.

Eine Finanzierung über Konsumsteuern halte ich für kontraproduktiv, da so ein Großteil des BGE unmittelbar entwertet würde.
Besser wäre die Einführung einer Tobin-Steuer für Banker und Börsianer, eine Maschinensteuer und die Schließung des kostenintensiven Verwaltungsmolochs BA.
Hätte zur Folge, dass auch der Sumpf der mafiösen Erwerbslosenindustrie schlagartig ausgetrocknet würde.

Keiner würde mehr arbeiten wollen? Nun, genau das wird den Arbeitslosen heute auch vorgeworfen!
Der Nebeneffekt eines ausreichenden BGE wäre, dass schlagartig offensichtlich würde, dass es nicht genügend Arbeitsplätze für alle gibt, und -
anders als heute, müssten die wenigen Stellen künftig besser bezahlt werden.
Dazu bräuchte man nicht mal mehr einen Mindestlohn. In dem Augenblick, wo Menschen nicht mehr gewungen wären ihre Haut zu jeder Bedingung zu Markte zu tragen, würde es ihren (Arbeits)Wert enorm erhöhen.

Einige würden dann nicht mehr arbeiten wollen? Na, und!
Damit wären bereits die ersten Konkurenten aus dem Rennen.
Andere würden keine Lohnarbeit mehr leisten wollen, stattdessen würden sie sich gesellschaftlich, politisch oder künstlerisch einbringen. Usw. usf.

Doch was mache ich mir einen Kopf ums BGE - es wird nicht kommen.
Einfach weil eine finanziell, geistig und sprituell unabhängige Bevölkerung nicht ins Konzept einer Republik passt, deren Kanzlerin die Ansicht vertritt, dass niemand einen Anspruch auf Demokratie hat.
Für mich stellt sich die Situation gegenwärtig so dar, dass wir systematisch in ein sehr dunkles Zeitalter hineingetrieben werden, an dessen Ende, Chaos, Armut, Elend, und möglicherweise auch Krieg steht.
 

pinguin

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
22 September 2008
Beiträge
4.361
Bewertungen
1.214
neben dem bge und einer lohnuntergrenze, noch eine preisobergrenze :icon_party:
Eine Preisobergrenze kann es nicht geben, maximal einen zulässigen Preisrahmen, der genauso wie das BGE und die Lohnuntergrenze jährlich neu angepaßt wird.

Man muß immer mit berücksichtigen, daß die Basis für alle Preise, (wenn man mal den ganzen Spekulationsmüll beiseite läßt), untrennbar mit dem Aufwand zur Hebung der Ausgangsrohstoffe verbunden ist.

Gerade jetzt mit Blick auf Nahrungsmittel wäre es doch fatal, wenn man lediglich Preisobergrenzen festlegt, damit es für die Bürger bezahlbar bleibt, ohne gleichzeitig Preisuntergrenzen festzuzurren, damit auch einheimische Bauern von den Preisen noch leben können und nicht der Handel aus Konkurenzgründen die Preise nach unten drückt und sich davon dann noch immer den größten Part einsteckt.

Daher sollte es auch zwingend einen bestimmten Prozentsatz geben, den der Handel an die Bauern weiterzugeben hat. Und dieser Prozentsatz muß so groß bemessen sein, daß das damit erzielte Geld den Bauern genügt, Kühe und Co. zu ernähren.

Es sei denn, man führt für Nutztiere auch gleich ein BGE mit ein? :icon_kinn:
 
E

ExitUser

Gast
Arbeitskrise und Grundeinkommen

Hallo,

wünsche allen noch ein gutes Neues Jahr.

------------------------------------------------------------

02.01.2012 | YouTube.com:

Arbeitskrise und Grundeinkommen
https://www.youtube.com/watch?v=wZWPK81oYec

Interessanter Videobeitrag mit schöner Animationstechnik.

LG
 

Kaydo

Elo-User*in
Mitglied seit
13 September 2011
Beiträge
285
Bewertungen
8
Doch was mache ich mir einen Kopf ums BGE - es wird nicht kommen.
Einfach weil eine finanziell, geistig und sprituell unabhängige Bevölkerung nicht ins Konzept einer Republik passt, deren Kanzlerin die Ansicht vertritt, dass niemand einen Anspruch auf Demokratie hat.
Für mich stellt sich die Situation gegenwärtig so dar, dass wir systematisch in ein sehr dunkles Zeitalter hineingetrieben werden, an dessen Ende, Chaos, Armut, Elend, und möglicherweise auch Krieg steht.

Hallo

Deine Perspektive ist nicht unrealistisch. Es liegt jetzt an uns, uns so zu vernetzen, das sich die Dinge zum Besseren noch entwickeln. :icon_kinn:

Mit Grüßen
 
E

ExitUser

Gast
um die Wünsche der ELO's und Geringverdiener durchzusetzen, müsste schon eine eigene Partei gegründet werden...
Die etablierten Parteien werden kaum ihren Schmiergeldzahlern, sorry Lobbyisten, ins Handwerk pfuschen...Die hätten die größten Einschnitte hinzunehmen und von ihrem Kapital am meisten abzugeben...
Da aber, geprägt durch die Medien, die Wählermehrheit der Meinung ist, ELO's seien nur arbeitsfaule Schmarotzer ohne Bildung, wird es auch hier kein eindeutiges Wählermandat geben....
 
E

ExitUser

Gast
Ein BGE muss so hoch bemessen sein, dass jeder sein eigenes Unternehmen finanzieren kann, sonst haben wir wieder Hartz4.

Wir müssen grundsätzlich vondem Dogma weg :icon_neutral:, daß einige große Firmen alle einstellen um fort an, lebenslang als Lohnknecht dort zu arbeiten, als Zwang - wenn Du kein Geld besitzt mußt Du dort arbeiten, oder Du stirbst.

Ist jeder sein eigener Unternehmer, können die Firmen ihn nur noch höflich bitten - nicht zwingen - bei ihnen zu arbeiten.

Die Folge wäre, die großen Firmen müssen ihr Produktionswachstum drosseln, welches jedes Jahr steigen muß, um die wachsenden Zinsen aufbringen zu können. Damit würde auch das Beseitigen der Urwälder und aufbrauchen der Rohstoffe gebremst.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten