Bedingungsloses Grundeinkommen

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ZarMod

Gast
Seit wann bekommen sämtliche Bundesbürger Sozialleistungen?
Noch jemand, der den Begriff Grundeinkommen offensichtlich nicht verstanden hat.
Die Idee des BGE fundiert auf die grundlegende Existenzsicherung eines jeden Bürgers der Gesellschaft.
Grundsätzlich eine gute Idee, doch wird bei allen Überlegungen geflissentlich ignoriert,
daß man die Bedingungen dafür nicht einfach ausklammern kann.
Ein echtes BGE im kapitalistischen System ist schlichtweg nicht umsetzbar.
Dafür müßten zuallererst grundlegende Voraussetzungen erfüllt werden.
Abschaffung des Zinssystems, Reformierung des Mietsystems,
Regulierung von gesellschaftlich- und existenziell relevantem Besitz,
Leistungs- und Handelsorientierung an Realwirtschaft etc..
Gerne wird vergessen, daß die Globalisierung eine nicht unwichtige Rolle spielt.
 

Bettelstudent

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Hallo,

also unseren Politikern traue ich ja fast alles zu :doh: aber nicht das sie einem Baby schon 1.000 € geben würden.
grundlegende Existenzsicherung eines jeden Bürgers

so wie du es meinst.

Der Pferdefuß wird wohl da dann der sein, das sich Vater Staat dann gleich mal 999 € wieder einsackt, Stichwort Krankenversicherung.


In Bürokraten-Leseart heisst BGE:

Man spart sich bei den ca.3,5 Millionen Sozialfällen, deren Zahlbeträge im Bereich zwischen 700 und 999 € liegen einfach die komplette Bearbeitung, was der Verwaltung pro Jahr mehr erspart als sie danach für die 1.000 € ausgeben muß.


mfg

Bettelstudent
 
M

Mitglied 61702

Gast
Es könnte nur über eine "Maschinensteuer" und eine "Informatik/Robotik/Software-Steuer" in mindestens gleicher Höhe wie die Lohnsteuer plus eine kappende Steuer auf Kapitalerträge plus die Abschaffung von Zins und Zinseszins inkl. einer moderaten Geldreform plus gleichzeitiger Abschaffung fast aller Transferleistungen (egal ob Pensionen, Renten oder Existenzsicherungen) gehen.

Individuelle Mehrbedarfe - und das müßte recht restriktiv gehandelt werden - könnten über die Krankenkassen an Behinderte und Kranke ausgegeben werden. Das KK-System müßte ebenfalls reformiert werden, so daß analog auch alle in GKV kommen bzw. zahlen.

Tatsächlich wird es entweder die Maschinen- und Robotersteuer geben, und wenn nicht, sehen wir dem nächsten großen Weltkrieg entgegen.

Mehrfach in der Vergangenheit wurde der Überhang an Arbeitskräften, die nicht mehr alimentiert werden konnten, in Kriegen bzw. Weltkriegen "weggeschmolzen", oft genug sogar für bestimmte Staaten und Industrielle gewinnbringend. Was in den nächsten paar Jahren durch die digitale Automatisierung vor die Straße gesetzt wird, wird diesmal so umfassend sein, daß der nationale und internationale Frieden ohne einschneidende Maßnahmen nicht wird erhalten werden können.
 

AsbachUralt

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Es könnte nur über eine "Maschinensteuer" und eine "Informatik/Robotik/Software-Steuer"

Du vergisst dabei, Maschinen kann man überall aufstellen und das würde dann auch geschehen, wobei schon jetzt viele Firmen ihre Maschinen im Ausland arbeiten lassen.
Was aber eine Maschinensteuer mit einem neuen Weltkrieg zu tun haben soll, das erschließt sich mir nun gar nicht.
Die ärmeren Länder werden sich über die Maschinensteuer bei uns ein Loch in den Bauch freuen, während bei uns die Steuereinnahmen wegbrechen und das Land noch mehr verarmen wird.
Zusätzlich wird der 3-D Drucker eine ganz große Bedeutung bekommen, Teile werden gedruckt und das in den Ländern, wo es eben am billigsten ist, solche Drucker zu betreiben, aber wohl kaum in Deutschland.
 

Petter Hurtz

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Tatsächlich wird es entweder die Maschinen- und Robotersteuer geben, und wenn nicht, sehen wir dem nächsten großen Weltkrieg entgegen.

Hochentwickelte Technik ist immer sensibel und fehleranfällig. Es wird daher Menschen brauchen, die sie wieder in Gang bringen, wenn sie ausfällt.

Wie lange wird schon über das "Papierlose Büro" debattiert? Was ist daraus geworden? (Natürlich nix)

Menschen werden immer und überall benötigt. Ihre Aufgaben werden sich wandeln. Mehr nicht.
 
M

Mitglied 61702

Gast
Hochentwickelte Technik ist immer sensibel und fehleranfällig. Es wird daher Menschen brauchen, die sie wieder in Gang bringen, wenn sie ausfällt.

Und du glaubst, jemand mit einem IQ von sagen wir mal lediglich 95 wird das können?

Wie lange wird schon über das "Papierlose Büro" debattiert? Was ist daraus geworden? (Natürlich nix)

Das was damit gemeint ist, findet bereits statt. Hast du in letzter Zeit mal in irgendeinem Großbetrieb angerufen? Und eine echte Telefonistin an der Strippe gehabt? Im Augenblick werden in einem derart großen Rahmen sog. "White Collar"-Jobs abgeschafft, mit einer derart stetig zunehmenden Rasanz, daß ganze Berufsgruppen wegfallen.

Die wird man nicht mehr "unterbringen" können, denn denen fehlt es schlicht an Hirnschmalz um in der schönen neuen Welt bestehen zu können.

Menschen werden immer und überall benötigt. Ihre Aufgaben werden sich wandeln. Mehr nicht.

Dies verkennt den Rahmen und die Dynamik dessen, was gerade passiert. Es stimmte schon bei der letzten nachindustriellen Revolution nicht mehr (oder wir würden uns nicht alle hier in diesem Forum unterhalten) und für das was in den nächsten 10 bis maximal 15 Jahren kommt, sind wir überhaupt nicht vorbereitet.

Interessant ist, daß und wie sich finanzstarke Leute bereits aufstellen, um mit dieser Zukunft fertig zu werden. Wenn man da mal genau hinschaut, sieht man schon ein Spiegelbild dessen was kommen wird.

Hat eigentlich irgendwer abseits der Nerds wahrgenommen, daß sich letzte Woche Spitzenentwickler und Minister aus den diversesten Industrienationen darüber unterhalten haben, welche Ethik man Kampfrobotern/-maschinen einbauen sollte? Und wie man alle Staaten dazu verpflichten könnte?

Ich glaube, daß ein Problem von sehr vielen Leuten ist, daß sie das alles immer noch für Science Fiction halten.
 
M

Mitglied 61702

Gast
Du vergisst dabei, Maschinen kann man überall aufstellen und das würde dann auch geschehen, wobei schon jetzt viele Firmen ihre Maschinen im Ausland arbeiten lassen.
Was aber eine Maschinensteuer mit einem neuen Weltkrieg zu tun haben soll, das erschließt sich mir nun gar nicht.
Die ärmeren Länder werden sich über die Maschinensteuer bei uns ein Loch in den Bauch freuen, während bei uns die Steuereinnahmen wegbrechen und das Land noch mehr verarmen wird.
Zusätzlich wird der 3-D Drucker eine ganz große Bedeutung bekommen, Teile werden gedruckt und das in den Ländern, wo es eben am billigsten ist, solche Drucker zu betreiben, aber wohl kaum in Deutschland.

Ohne eine Änderung von Wirtschaftsstrukturen kann es natürlich nicht gehen. Langfristig ist da auch sicherlich erst an die Geldreform und dann die Abschaffung von Geld zu denken.
 

Petter Hurtz

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Ohne eine Änderung von Wirtschaftsstrukturen kann es natürlich nicht gehen. Langfristig ist da auch sicherlich erst an die Geldreform und dann die Abschaffung von Geld zu denken.

Das müsste dann weltweit erfolgen. Aber bislang ist alles gescheitert, was jemals weltweit geplant war. Alles. Die Interessen sind viel zu unterschiedlich.

Und auf deutsche Befindlichkeiten wird niemand Rücksicht nehmen.
 

AsbachUralt

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die Abschaffung von Geld zu denken.

Dir ist schon klar, wer in der Politik bestimmt, oder im Hintergrund mitbestimmt? Warum sollten Reiche oder selbst die gut verdienenden Politiker weltweit für die Abschaffung von Geld sein?
Und wie stellst Du Dir eine Welt ohne Geld vor?
Tauschgeschäfte funktionieren nur auf einer sehr grundlegenden Basis, also Brennholz gegen ein Stück Fleisch usw.
Was willst Du dann für den Erwerb von Gütern aller Art anbieten und wer sollte die herstellen, wenn er davon keinen Nutzen hat?
Eine Welt ohne Geld wird es höchstens dann für eine Zeit lang geben, wenn ein Atomkrieg die Menschen in die Steinzeit zurück schleudert oder es ähnliche Katastrophen gibt. Aber niemals in einer Welt die von der Hemmungslosen menschlichen Gier beherrscht wird, wie seit ein paar Tausend Jahren schon..
 

Petter Hurtz

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Dir ist schon klar, wer in der Politik bestimmt, oder im Hintergrund mitbestimmt? Warum sollten Reiche oder selbst die gut verdienenden Politiker weltweit für die Abschaffung von Geld sein?.

Das hat nichts mit Politik und menschlicher Gier zu tun, sondern es ist ein vollkommen natürlicher Vorgang, der sich seit der Steinzeit entwickelt hat.

Geld? Brauche ich auch nicht, aber ich brauche Waren und Dienstleistungen. Die will mir aber niemand kostenlos zur Verfügung stellen (blöd, was?). Also muß ich eine Gegenleistung anbieten.

Da bietet sich Geld als universelles Tauschmittel an. Was denn wohl sonst?
 

noillusions

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Es könnte nur über eine "Maschinensteuer" und eine "Informatik/Robotik/Software-Steuer" in mindestens gleicher Höhe wie die Lohnsteuer plus eine kappende Steuer auf Kapitalerträge plus die Abschaffung von Zins und Zinseszins inkl. einer moderaten Geldreform plus gleichzeitiger Abschaffung fast aller Transferleistungen (egal ob Pensionen, Renten oder Existenzsicherungen) gehen.
Das ist schon deshalb Käse, weil das Fortschritt und Produktivität bremst, weil es sich dann nicht wie bisher lohnt, Innovationen einzuführen. Die Musik spielt dann woanders und Deutschland fällt technologisch zurück.
Was in den nächsten paar Jahren durch die digitale Automatisierung vor die Straße gesetzt wird, wird diesmal so umfassend sein, daß der nationale und internationale Frieden ohne einschneidende Maßnahmen nicht wird erhalten werden können.

Das wurde schon früher prognostiziert und hat sich in der Intensität auch nicht bewahrheitet. Tatsächlich gab es eine Verschiebung hin zu Dienstleistungsjobs, diese meist schlechter bezahlt als die vorigen Industriejobs. Die schlimmsten Auswüchse waren dann sowas wie Outbound-Call-Center-Jobs. Du siehst, irgendwer "erbarmt" sich dann doch der Erwerbslosen.
 
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