Bedarfsgemeinschaft nein - aber Haushaltsgemeinschaft?

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Max1

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Guten Abend allerseits. :)

Ich bearbeite gerade meinen Antrag auf Arbeitslosengeld 2. Ich lebe zwar im Haus meiner Eltern, habe aber im Dachboden eine eigene Wohnung. Wie ich bereits herausgefunden habe, bilde ich meine eigene Bedarfsgemeinschaft, da ich 25 Jahre alt bin.

Wie aber verhält es sich mit der "Haushaltsgemeinschaft"?

In der Anlage HG (zur Feststellung des Umfanges der Hilfebdürftigkeit bei Vorliegen einer Haushaltsgemeinschaft) will man Angaben "zu den verwandten/ verschwägerten personen..." von mir. Da ich aber mit dem Geld der anderen nix zu tun habe und wir uns finanziell / wirtschaftlich seit einem Streit vor geraumer Zeit nicht unterstützen, bilden wir meines wissens nur eine reine Wohngemeinschaft ohne Wirtschaftsgemeinschaft, und ich meinen eigenen Haushalt. (so in der Art habe ichs bei Wikipedia/ im Netz gelesen), und brauche somit auch niemanden in dieser Tabelle angeben, die Angaben zu den Leuten verlangt, die "im Haushalt leben, aber nicht der Bedarfsgemeinschaft angehören".

Oder täusch ich mich da irgendwie ? :confused:

Besten dank im vorraus falls jemand etwas Licht in die Sache bringen kann.
 

Pfirsich

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In deiner Konstellation (Wohnen im Haus der Eltern) wirst du die BG im Allgemeinen kinderleicht "abschütteln" können, auch wenn es nicht immer "automatisch" so glatt läuft.

Ein gemeinsamer Haushalt (wirtschaftlich verstanden) mit deinen Eltern wird trotzdem einfach regelmäßig "vermutet" d. h. berechnet. Deinen eigenen Haushalt durchzusetzen wird also eher etwas schwer werden, müsste aber möglich sein.

Lies doch dort auch einmal diese Threads

https://www.elo-forum.org/alg-ii/112307-neue-bedarfsgemeinschaft-eroeffnen-hilfe.html

https://www.elo-forum.org/weiterbil...snahmen/114978-mir-sowas-gefallen-lassen.html

sowie hier

Hartz IV: Älter als 25 bedeutet eigene Bedarfsgemeinschaft - Der Sozialticker
 

Pfirsich

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Rechtsgrundlage ist SGB II § 9 Hilfebedürftigkeit
(5) Leben Hilfebedürftige in Haushaltsgemeinschaft mit Verwandten oder Verschwägerten, so wird vermutet, dass sie von ihnen Leistungen erhalten, soweit dies nach deren Einkommen und Vermögen erwartet werden kann.

§ 9 SGB II Hilfebedürftigkeit Sozialgesetzbuch (SGB) Zweites Buch (II)

Zu einer erfolgreichen Abwehr auch des gemeinsamen Haushalts mit den Eltern dürfte ... irgendwann und möglichst sofort ... gehören, gar keine Daten herauszugeben (Einkommen, Gesamtquadratmeterzahl, Gesamt-Stromverbrauch usw.).

Erste Frage natürlich stets: Hast du einen Mietvertrag, kannst du monatliche Überweisung der Miete nachweisen?

TIPP in Sachen NK im Mietvertrag: Strompauschale verbrauchsunabhängig inklusiv Heizungpauschale auch verbrauchsunabhängig! Nur so lässt sich am erfolgreichsten vermeiden, Daten Dritter (= Infos zum Wirtschaften deiner Eltern) herauszugeben, in deiner Wohnkonstellation wird aber allein das alles andere als einfach werden.

Noch etwas, man sollte sich nicht überlisten lassen: ein kumpelhaft tuendes Wir wollen ja nur sehen, dass Sie getrennt wirtschaften, geben Sie uns doch die entsprechenden Daten - dienen dem JC zum Beweis des Gegenteils, des gemeinsamen Wirtschaftens.

Danach dürfte man in die Droh-Phase eintreten ... und Post erhalten: Ihre Angaben sind unvollständig. Ohne die fehlenden Angaben können wir Ihren Antrag nicht bearbeiten und Sie bekommen leider gar kein Geld ...
 

Pfirsich

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bilden wir meines wissens nur eine reine Wohngemeinschaft ohne Wirtschaftsgemeinschaft

Vergiss WG. Die Meinungen gehen hier im Forum zwar auseinander; ich gehöre zur Fraktion, die niemals ohne Not bzw. ohne guten Grund das Wort Wohngemeinschaft aussprechen würde. Lebe ganz alleine, rede nur über dich ...
 

Max1

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In deiner Konstellation (Wohnen im Haus der Eltern) wirst du die BG im Allgemeinen kinderleicht "abschütteln" können, auch wenn es nicht immer "automatisch" so glatt läuft.

Ein gemeinsamer Haushalt (wirtschaftlich verstanden) mit deinen Eltern wird trotzdem einfach regelmäßig "vermutet" d. h. berechnet. Deinen eigenen Haushalt durchzusetzen wird also eher etwas schwer werden, müsste aber möglich sein.

Lies doch dort auch einmal diese Threads

https://www.elo-forum.org/alg-ii/112307-neue-bedarfsgemeinschaft-eroeffnen-hilfe.html

https://www.elo-forum.org/weiterbil...snahmen/114978-mir-sowas-gefallen-lassen.html

sowie hier

Hartz IV: Älter als 25 bedeutet eigene Bedarfsgemeinschaft - Der Sozialticker



Hey.

Danke für die Antwort.

Also muss ich in der "Anlage HG" in der Tabelle "Angaben zu den verwandten oder verschwägerten Personen des Hilfsbedürftigen , die im Haushalt leben, aber nicht der Bedarfsgemeinschaft angehören" alle Familienmitglieder eintragen, weil das Jobcenter annimmt dass wir eine sogenannte Haushaltsgemeinschaft bilden?

Ich habe noch keinen Miet- /Untermietvertrag. Muss den Antrag morgen bereits abgeben leider, hätte gerne noch etwas mehr zeit. Wer soll da durchblicken...:eek:
 

Pfirsich

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Hejhej,

und damit hättest du Daten herausgegeben ...

Welches Risiko willst du eingehen? Falls du auch in einem Gerichtsgebäude wahrheitsgemäß sagen könntest, dass du völlig autonom wirtschaftest, keine Unterstützung von den Eltern hast, deine Miete zahlst wie jeder, der bei fremden Menschen zur Miete wohnt, könntest du riskieren, nur über dich selbst zu sprechen.

Nur über dich selbst bedeutet: keine Namen außer deinem eigenen.

Beim Mietüberweisung kann das JC (eventuell ...) erkennen, dass der Empfänger denselben Nachnamen hat und dann Familie wittern und Haushalt "vermuten" - das muss dich aber nicht beeindrucken.

Es ist die Frage, ob der oftmals wohl recht geringe monatlich vom Regelsatz abgezogene Betrag den dann unvermeidlichen, vielleicht mehrmonatigen Kampf (Auszahlungssperrungen, Drohbriefe usw.) wert ist.

Ganz Mutige betonen, ganz alleine den eigenen Haushalt zu bewohnen / zu bilden. Weitere Personen = Null Personen! Da gibt es auch keine Anlage HG.
 

Pfirsich

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Ohne Mietvertrag geht m. E. leider gar nichts und ist der JC-seits vermutete gemeinsame Haushalt korrekt.

Sicherlich: es gibt das, juristisch kann in Deutschland ein Mietvertrag auch mündlich abgeschlossen werden. Es gibt auch Miete von 0,00 € gegen Haus- und Gartenpflege und so etwas, alles korrekt. Aber das glaubt dir - als im Elternhaus wohnend - wohl kein Sozialrichter.

Sorry, du wirst wohl bis auf Weiteres (eigene Wohnung) gemeinsamer Haushalt mit deinen Eltern sein müssen. Anlage HG und Namen angeben? Die Zahl der Menschen muss doch eigentlich reichen? Vielleicht hat hier noch jemand eine Idee. Ich würde mindestens die Vornamen abkürzen.

Gewöhne dich an Datenarmut, "Datengeiz" - bitte keinen Buchstaben aufs Papier bringen, den du nicht unbedingt schreiben musst.

Für die nächste Wohnung genau durchdachte, wochenlange Vorbereitung betreiben: ein "funktionierender" Mietvertrag (im Rahmen der örtlichen "Angemessenheit", Liste dazu bei Thomé), möglichst nicht nur eine, sondern drei oder sechs Mieten sollten beweisbar gelaufen sein usw., dann lässt sich der gemeinsame Haushalt belegt und glaubhaft abschütteln.
 

Max1

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Hejhej,

und damit hättest du Daten herausgegeben ...

Welches Risiko willst du eingehen? Falls du auch in einem Gerichtsgebäude wahrheitsgemäß sagen könntest, dass du völlig autonom wirtschaftest, keine Unterstützung von den Eltern hast, deine Miete zahlst wie jeder, der bei fremden Menschen zur Miete wohnt, könntest du riskieren, nur über dich selbst zu sprechen.

Nur über dich selbst bedeutet: keine Namen außer deinem eigenen.

Beim Mietüberweisung kann das JC (eventuell ...) erkennen, der Empfänger denselben Nachnamen hat und dann Familie wittern und Haushalt "vermuten" - das muss dich aber nicht beeindrucken.

Es ist die Frage, ob der wohl recht geringe Betrag den dann unvermeidlichen Kampf (Auszahlungssperrungen, Drohbriefe usw.) wert ist.

Ganz Mutige betonen, ganz alleine eigenen Haushalt zu bewohnen. Da gibt es auch keine Anlage HG.


Also da ich zurzeit keine Miete zahle, muss ich auch über andere sprechen, und somit meine Familie in die Haushaltsgemeinschaft eintragen? Es geht mir grad ums formale, ob das richtig oder falsch von mir wäre.

Bin ein klein wenig verwirrt ;-)...

Unterstützung von meinen Eltern kriege ich seit einigen Monaten nach einem Streit nicht mehr.


Und du meinst also dass der Betrag all den Aufwand nicht wert ist? Ich kenne mich auf dem Gebiet kaum aus, leider.
 

Max1

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Ohne Mietvertrag geht m. E. leider gar nichts und ist der JC-seits vermutete gemeinsame Haushalt korrekt.

Sicherlich: es gibt das, juristisch kann in Deutschland ein Mietvertrag auch mündlich abgeschlossen werden. Es gibt auch Miete von 0,00 € gegen Haus- und Gartenpflege und so etwas, alles korrekt. Aber das glaubt dir - als im Elternhaus wohnend - wohl kein Sozialrichter.

Sorry, du wirst wohl bis auf Weiteres (eigene Wohnung) gemeinsamer Haushalt mit deinen Eltern sein müssen. Anlage HG und Namen angeben? Die Zahl der Menschen muss doch eigentlich reichen? Vielleicht hat hier noch jemand eine Idee. Ich würde mindestens die Vornamen abkürzen.

Gewöhne dich an Datenarmut, "Datengeiz" - bitte keinen Buchstaben aufs Papier bringen, den du nicht unbedingt schreiben musst.

Für die nächste Wohnung genau durchdachte, wochenlange Vorbereitung betreiben: ein "funktionierender" Mietvertrag (im Rahmen der örtlichen "Angemessenheit", Liste dazu bei Thomé), möglichst nicht nur eine, sondern drei oder sechs Mieten sollten beweisbar gelaufen sein usw., dann lässt sich der gemeinsame Haushalt belegt und glaubhaft abschütteln.



Sehr gute Tipps.

Die Anzahl de Personen allein reicht ihnen leider nicht. Sie wollen weiterhin Name, Vorname und Geburtsdatum wissen, sowie wer die Eltern sind.

Ich werde es aber glaube ich machen wie du es vorgeschlagen hast. Vornamen abkürzen, Geburtsdatum weglassen.
 

ela1953

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Du hast doch eine eigene Wohnung. Daher ist es gar nichts mit Haushaltsgemeinschaft.

Bei der Frage (sinngemäß): Wieviele Menschen leben zwar nicht in ihrer BG, aber in ihrer Haushaltsgemeinschaft muss mit 0 beantwortet werden.
Die Frage: Wieviel Personen bewohnen die Wohnung ist auch nur mit 1 zu beantworten, da du ja, wie du schreibst, eine eigene Wohnung hast.

Bei den KdU trägst du dann 0 Euroein, wenn du gar nichts zahlen musst. Musst du aber für Heizung und andere Nebenkosten was zahlen, gibst du diesen Betrag an.

Hast du keine eigene Wohnung, bleibt es bei der Frage nach Haushaltsgemeinschaft auch bei 0, nur bei der Anzahl der Bewohner gibst du die korrekte Zahl an.
Dann muss aber belegt werden, wie hoch die gesamten KdU sind - und du bekommst dann deinen Anteil daran vom Jobcenter.

Ich wohnte mit meinem Sohn in einem Haus zusammen (ich ALGII) und wir brauchten keinen Mietvertrag. Die KdU wurde geteilt.

Guten Abend allerseits. :)

Ich bearbeite gerade meinen Antrag auf Arbeitslosengeld 2. Ich lebe zwar im Haus meiner Eltern, habe aber im Dachboden eine eigene Wohnung. Wie ich bereits herausgefunden habe, bilde ich meine eigene Bedarfsgemeinschaft, da ich 25 Jahre alt bin.

Wie aber verhält es sich mit der "Haushaltsgemeinschaft"?

In der Anlage HG (zur Feststellung des Umfanges der Hilfebdürftigkeit bei Vorliegen einer Haushaltsgemeinschaft) will man Angaben "zu den verwandten/ verschwägerten personen..." von mir. Da ich aber mit dem Geld der anderen nix zu tun habe und wir uns finanziell / wirtschaftlich seit einem Streit vor geraumer Zeit nicht unterstützen, bilden wir meines wissens nur eine reine Wohngemeinschaft ohne Wirtschaftsgemeinschaft, und ich meinen eigenen Haushalt. (so in der Art habe ichs bei Wikipedia/ im Netz gelesen), und brauche somit auch niemanden in dieser Tabelle angeben, die Angaben zu den Leuten verlangt, die "im Haushalt leben, aber nicht der Bedarfsgemeinschaft angehören".

Oder täusch ich mich da irgendwie ? :confused:

Besten dank im voraus falls jemand etwas Licht in die Sache bringen kann.
 

ela1953

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Ohne Mietvertrag geht m. E. leider gar nichts und ist der JC-seits vermutete gemeinsame Haushalt korrekt.

Sicherlich: es gibt das, juristisch kann in Deutschland ein Mietvertrag auch mündlich abgeschlossen werden. Es gibt auch Miete von 0,00 € gegen Haus- und Gartenpflege und so etwas, alles korrekt. Aber das glaubt dir - als im Elternhaus wohnend - wohl kein Sozialrichter.

Sorry, du wirst wohl bis auf Weiteres (eigene Wohnung) gemeinsamer Haushalt mit deinen Eltern sein müssen. Anlage HG und Namen angeben? Die Zahl der Menschen muss doch eigentlich reichen? Vielleicht hat hier noch jemand eine Idee. Ich würde mindestens die Vornamen abkürzen.

Gewöhne dich an Datenarmut, "Datengeiz" - bitte keinen Buchstaben aufs Papier bringen, den du nicht unbedingt schreiben musst.

Für die nächste Wohnung genau durchdachte, wochenlange Vorbereitung betreiben: ein "funktionierender" Mietvertrag (im Rahmen der örtlichen "Angemessenheit", Liste dazu bei Thomé), möglichst nicht nur eine, sondern drei oder sechs Mieten sollten beweisbar gelaufen sein usw., dann lässt sich der gemeinsame Haushalt belegt und glaubhaft abschütteln.
ist der JC-seits vermutete gemeinsame Haushalt korrekt.
wieso ist ein gemeinsamer Haushalt - und dann noch ein vermuteter - korrekt? Ich als Mutter führe doch kein Hotel Mama für meinen volljährigen Sohn. Meiner zumindest hat sich schon lange selber versorgt, seine Wäsche gewaschen und auch gebügelt. Gefrühstückt hat er nie, sondern sich unterwegs was gekauft. Gekocht hat er auch selber - was man so kochen nennt, wenn man Pizza oder Pommes in den Backofen schiebt oder Bratwurst brutzelt. Und gemeinsam Abendessen war auch nicht. Denn wir beide hatten ja eine ganz andere Tageseinteilung.
Kein Jobcenter kann aber was dageben haben, wenn ich mein Kind mal zum Rouladenessen einlade. Und wenn mir eine Pizza ausgegeben wurde, hab ich auch nicht nein gesagt.

Sorry, du wirst wohl bis auf Weiteres (eigene Wohnung) gemeinsamer Haushalt mit deinen Eltern sein müssen

müssen muss man gar nicht
 

ela1953

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Ich wundere mich immer wieder, warum hier einige was dagegen haben, dass man eine Wohnform als Wohngemeinschaft bezeichnet.

Es ist eine Wohngemeinschaft, wenn man weder Bedarfsgemeinschaft noch Haushaltsgemeinschaft ist.

Ich jedenfalls hatte eine Wohngemeinschaft mit meinem Sohn - und es spielt für eine WG doch keine Rolle, ob ich mit meinem Mitbewohner verwandt bin oder nicht.

Wobei ich eine Wohngemeinschaft bei Paaren auch problematisch gegenüber stehe und da eher auf Bedarfsgemeinschaft plädiere. Da geht Haushaltsgemeinschaft nämlich nicht, weil keine Verwandtschaft vorliegt, solange man nicht verheiratet ist.

Aber bei Verwandten gehe ich davon aus, dass jeder ein eigenes Zimmer in der Wohngemeinschaft hat und nicht das Bett z.B. von Mutter und Sohn geteilt wird.
 

Pfirsich

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Da geht Haushaltsgemeinschaft nämlich nicht, weil keine Verwandtschaft vorliegt

Ein Blick ins Gesetzbuch fördert die Rechtskenntnis.

Man verwechsele bitte nie den Jargon der JC - und vor allem nicht deren Formularwesen - mit der rechtlichen Situation. Nur weil ein (listenreiches, gezielt irreführendes) Formular nicht mit HG bemalt ist sondern mit VE, sollte man nicht denken, eine Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft würde sich nicht auf einem wirtschaftlich (!) verstandenen Haushalt gründen.
 

Max1

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Ok liebe Leute :)

Da Ihr beide verschiedene Standpunkte zu haben scheint, bin ich jetzt gänzlich durcheinander.

Also soll ich die Anlage HG auslassen, und damit auch niemanden in die Haushaltsgemeinschaft eintragen, da ich meine eigene Wohnung im Dachboden habe?

Könnte sich vieleicht noch jemand dazu äussern, der eventuell bestätigen könnte was richtig ist?
 

Pfirsich

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Hallo Max1, ich hoffe ebenso wie du darauf, dass sich hier noch ein paar Menschen einschalten, erlaube mir aber auch noch einige Worte.

Bei dem Wenigen was du uns hier mitgeteilt hast, gibt es nicht richtig oder falsch, sondern zwei Strategien, zwischen denen du dich entscheiden musst:

entweder

du bildest ganz allein deinen eigenen Haushalt (v. a. ökonomisch verstanden! Dann füllst du Anlage HG nicht aus)

oder

du bildest mit deinen Eltern einen gemeinsamen Haushalt (und füllst dann selbstverständlich Anlage HG aus).

Im ersten Fall kann das JC "Nein!" sagen und dir deinen eigenen Haushalt nicht anerkennen wollen. Dagegen kann man sich wehren, ob erfolglos oder erfolgreich ist eine andere Sache und liegt an dir sowie an deinen Wohnbedingungen und v. a. an deinem tatsächlichen Wirtschaften, zwei Faktoren, die wir Leser im Forum derzeit nicht genau kennen können.

Insofern ist kein Widerspruch zwischen jemandem, der, wie ich, eher skeptisch bis pessimistisch ist, ob du den eigenen Haushalt (stets wirtschaftlich zu verstehen!) durchsetzen kannst oder jemandem, der dich (aber bitte nicht auf Wohngemeinschaft setzen!) dazu ermutigt, Formular Anlage HG wegzulassen.

Anlage HG bezieht sich auf den Hauptantrag - deshalb aufpassen im Hauptantrag, es darf keinen Widerspruch geben.

https://www.arbeitsagentur.de/zentr...Hilfebeduerftigkeit-Haushaltsgemeinschaft.pdf

https://www.arbeitsagentur.de/zentr...blikation/Hauptantrag-Arbeitslosengeld-II.pdf

Neben der finanziellen und materiellen Ebene (neben dem Wirtschaften) gibt es die des Alltags und der baulichen Gegebenheiten. In SGB-Urteilen fallen die Begriffe zusammen wohnen und Zusammenleben. Wenn deine Wohnung unter dem Dach baulich deutlich segregiert ist und du täglich selbst deine Mahlzeiten zubereitest (nur ungefähr), gibt es kein Zusammenleben und würde ich die gelegentliche Mitbenutzung eines Zimmers verschweigen - doch alleine das sieht das JC gerne anders und droht mit Hausbesuch.

Exkurs Architektur und Alltag.

Geteilte Räume (Wohnzimmer, Wohnküche, Küche, Flur, Bad ...) wären ein Indiz für zusammen Wohnen - wie in einer Wohngemeinschaft (ich bin sehr gegen die Strategie WG, das SGB kennt die WG auch gar nicht, lediglich Sozialgerichtsurteile sprechen schon mal von Wohngemeinschaft ... eine WG mit den Eltern basteln zu wollen ist meiner Meinung im Allgemeinen auch schlicht lebensfern). Besser autonom wirtschaften und wohnen - besser die Finger weg von "WG".

Bist du postalisch erreichbar - hast du einen Briefkasten?

Wieder zurück zum zentralen Thema Geld.

Vorab: Hast du ein Girokonto?

Weiter:

Ob du den wirtschaftlich (= finanziell und materiell) verstandenen eigenen Haushalt bekunden und durchsetzen willst, musst du entscheiden. Dann brauchst du von Dritten - von anderen Menschen - gar nicht zu sprechen, und solltest das sogar bewusst nicht tun. Eventuell hast du allerdings schon im JC gesagt, dass du bei deinen Eltern wohnst? Das würde die Sache (eigener Haushalt) leider erschweren, so etwas vergessen die nämlich nicht.

Dass du keinen Mietvertrag vorweisen kannst ist leider sehr von Nachteil - wie oben gesagt. Aber m. E. nicht glaubhaft änderbar, denn von einem hektischen Erarbeiten eines Mietvertrags innerhalb weniger Stunden halte ich nichts, dazu muss man ein paar Tage, besser Wochen, Zeit haben.

Werfen wir ein Blick auf ein mögliches gemeinsames Wirtschaften zwischen deinen Eltern und dir, ich beginne mit der groben Struktur und frage dich:

besteht zwischen deinen Eltern und dir

• ein gemeinsames Konto oder
• eine gemeinsame Lebensversicherung oder sonstige Versicherung oder
• eine Vollmacht, auf (m)ein Konto zuzugreifen oder eine
• wechselseitige Berücksichtigung in einer Versicherung

... hier musst du uns genauer informieren.


Zwei Gedanken für dich zur Klärung, damit du ein Gespür dafür bekommst, was Haushalt ist:

e r s t e n s

Fühlen sich deine Eltern für dich heute so sehr verantwortlich, dass sie zunächst den gemeinsamen Lebensunterhalt sicherstellen, bevor sie ihr persönliches Einkommen zur Befriedigung eigener Bedürfnisse verwenden? Fühlst dich für deine Eltern heute so sehr verantwortlich, dass du zunächst den gemeinsamen Lebensunterhalt sicherstellst, bevor du dein persönliches Einkommen zur Befriedigung eigener Bedürfnisse verwendest?

z w e i t e n s

Liegt heute ein tätig verwirklichtes oder auch nur gewünschtes finanzielles oder materielles gegenseitiges Einstehen in den Not- und Wechselfällen des Lebens zwischen dir und deinen Eltern vor? Möchtest du daran in Zukunft etwas ändern?

:::::::

WENN du jetzt immer noch ohne rot zu werden sagen kannst: "Ich max1 bin ganz alleine mein eigener Haushalt!!!" dann schmeiß Anlage HG in den Mülleimer und schreibe im Hauptantrag:
2.2 Meine Haushaltsgemeinschaft

In meinem Haushalt wohnt/wohnen _0_ weitere Person/en, die nicht zur Bedarfsgemeinschaft, jedoch zur Haushaltsgemeinschaft gehört/gehören.

das dort zu lesende Bittebitte betrachtest du als Gesäusel und Geplapper ...
Bitte machen Sie Angaben zu Personen, mit denen Sie verwandt oder verschwägert sind, in der Anlage HG.

... und denkst dir auf das dortige Bitte ein herzlich ironisches Danke. Und machst überhaupt nichts, und erwähnst niemanden. Auch nicht mündlich.

Nur über sich selbst schreiben. Keine Daten über andere herausgeben. Die "Qualität" Wohngemeinschaft bzw. wohngemeinschaftsähnlich kannst du dir frühestens von einem Richter im Sozialgericht im Urteil sagen und schreiben lassen. WG ist nicht geeignet, um die Namen der Mitbewohner und die monatlichen Verbrauchskosten zu verschweigen.

Oder - bekommst du in drei Tagen einen Mietvertrag mit plausiblem Mietzins auf die Reihe, mit verbrauchsunabhängiger NK-Pauschale (Strom wie Heizung)? Risikoreich: das JC kann den "druckfrischen Mietvertrag" als unglaubwürdig ablehnen und das Sozialgericht kann das ebenso bewerten - als Scheingeschäft. Oder Mietzins 0,00 €, bei dieser Strategie dann: aber auch gar nicht erst irgendeinen von dir zu zahlenden anteiligen Heizungs- / Stromverbrauch herausgeben sprich elternseitig gar nicht erst verlangen - Datenschutz.

Das JC ist eine Datenkrake und streckt die Tentakeln ... nach mehr ...

Wie auch immer du dich entscheidest: viel Erfolg.
 

Max1

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Guten Morgen :)

Also seit dem Streit mit meinen Eltern vor einigen Monaten, wohne ich eigentlich nur noch hier. Kein gemeinsamen Wirtschaften. Ich habe eine 40m² Wohnung im Dachboden, mit Bad und kleiner Kochzelle. Das Geld fürs Nötigste in den letzten Monaten hab ich mir besorgt, in dem ich meinen Dispotkredit gänzlich ausgeschöpft sowie mir von Freunden Geld geliehen habe. Ich besorg mir also mein Essen selbst, wasche meine Wäsche selber etc.

Deswegen bin ich mir nicht sicher ob ob angeben soll dass ich mit meinen Eltern einen gemeinsamen Haushalt führe, aber es sieht danach aus als ob mir nichts andres übrig bleibt? :confused:


Einen eigenen Briefkasten habe ich nicht.
Ja ich habe ein Girokonto.
Jup ich habe im JC bereits gesagt dass ich eine Wohnung im Haus meiner Eltern habe.

Deine fettfedruckten Fragen kann ich alle mit nein beantworten. Weder haben wir ein gemeinsames Konto, noch eine gemeinsame Lebensversicherung etc.
 

Max1

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Hallo Max1, ich hoffe ebenso wie du darauf, dass sich hier noch ein paar Menschen einschalten, erlaube mir aber auch noch einige Worte.

Bei dem Wenigen was du uns hier mitgeteilt hast, gibt es nicht richtig oder falsch, sondern zwei Strategien, zwischen denen du dich entscheiden musst:

entweder

du bildest ganz allein deinen eigenen Haushalt (v. a. ökonomisch verstanden! Dann füllst du Anlage HG nicht aus)

oder

du bildest mit deinen Eltern einen gemeinsamen Haushalt (und füllst dann selbstverständlich Anlage HG aus).

Im ersten Fall kann das JC "Nein!" sagen und dir deinen eigenen Haushalt nicht anerkennen wollen. Dagegen kann man sich wehren, ob erfolglos oder erfolgreich ist eine andere Sache und liegt an dir sowie an deinen Wohnbedingungen und v. a. an deinem tatsächlichen Wirtschaften, zwei Faktoren, die wir Leser im Forum derzeit nicht genau kennen können.

Insofern ist kein Widerspruch zwischen jemandem, der, wie ich, eher skeptisch bis pessimistisch ist, ob du den eigenen Haushalt (stets wirtschaftlich zu verstehen!) durchsetzen kannst oder jemandem, der dich (aber bitte nicht auf Wohngemeinschaft setzen!) dazu ermutigt, Formular Anlage HG wegzulassen.

Anlage HG bezieht sich auf den Hauptantrag - deshalb aufpassen im Hauptantrag, es darf keinen Widerspruch geben.

https://www.arbeitsagentur.de/zentr...Hilfebeduerftigkeit-Haushaltsgemeinschaft.pdf

https://www.arbeitsagentur.de/zentr...blikation/Hauptantrag-Arbeitslosengeld-II.pdf

Neben der finanziellen und materiellen Ebene (neben dem Wirtschaften) gibt es die des Alltags und der baulichen Gegebenheiten. In SGB-Urteilen fallen die Begriffe zusammen wohnen und Zusammenleben. Wenn deine Wohnung unter dem Dach baulich deutlich segregiert ist und du täglich selbst deine Mahlzeiten zubereitest (nur ungefähr), gibt es kein Zusammenleben und würde ich die gelegentliche Mitbenutzung eines Zimmers verschweigen - doch alleine das sieht das JC gerne anders und droht mit Hausbesuch.

Exkurs Architektur und Alltag.

Geteilte Räume (Wohnzimmer, Wohnküche, Küche, Flur, Bad ...) wären ein Indiz für zusammen Wohnen - wie in einer Wohngemeinschaft (ich bin sehr gegen die Strategie WG, das SGB kennt die WG auch gar nicht, lediglich Sozialgerichtsurteile sprechen schon mal von Wohngemeinschaft ... eine WG mit den Eltern basteln zu wollen ist meiner Meinung im Allgemeinen auch schlicht lebensfern). Besser autonom wirtschaften und wohnen - besser die Finger weg von "WG".

Bist du postalisch erreichbar - hast du einen Briefkasten?

Wieder zurück zum zentralen Thema Geld.

Vorab: Hast du ein Girokonto?

Weiter:

Ob du den wirtschaftlich (= finanziell und materiell) verstandenen eigenen Haushalt bekunden und durchsetzen willst, musst du entscheiden. Dann brauchst du von Dritten - von anderen Menschen - gar nicht zu sprechen, und solltest das sogar bewusst nicht tun. Eventuell hast du allerdings schon im JC gesagt, dass du bei deinen Eltern wohnst? Das würde die Sache (eigener Haushalt) leider erschweren, so etwas vergessen die nämlich nicht.

Dass du keinen Mietvertrag vorweisen kannst ist leider sehr von Nachteil - wie oben gesagt. Aber m. E. nicht glaubhaft änderbar, denn von einem hektischen Erarbeiten eines Mietvertrags innerhalb weniger Stunden halte ich nichts, dazu muss man ein paar Tage, besser Wochen, Zeit haben.

Werfen wir ein Blick auf ein mögliches gemeinsames Wirtschaften zwischen deinen Eltern und dir, ich beginne mit der groben Struktur und frage dich:

besteht zwischen deinen Eltern und dir

• ein gemeinsames Konto oder
• eine gemeinsame Lebensversicherung oder sonstige Versicherung oder
• eine Vollmacht, auf (m)ein Konto zuzugreifen oder eine
• wechselseitige Berücksichtigung in einer Versicherung

... hier musst du uns genauer informieren.


Zwei Gedanken für dich zur Klärung, damit du ein Gespür dafür bekommst, was Haushalt ist:

e r s t e n s

Fühlen sich deine Eltern für dich heute so sehr verantwortlich, dass sie zunächst den gemeinsamen Lebensunterhalt sicherstellen, bevor sie ihr persönliches Einkommen zur Befriedigung eigener Bedürfnisse verwenden? Fühlst dich für deine Eltern heute so sehr verantwortlich, dass du zunächst den gemeinsamen Lebensunterhalt sicherstellst, bevor du dein persönliches Einkommen zur Befriedigung eigener Bedürfnisse verwendest?

z w e i t e n s

Liegt heute ein tätig verwirklichtes oder auch nur gewünschtes finanzielles oder materielles gegenseitiges Einstehen in den Not- und Wechselfällen des Lebens zwischen dir und deinen Eltern vor? Möchtest du daran in Zukunft etwas ändern?

:::::::

WENN du jetzt immer noch ohne rot zu werden sagen kannst: "Ich max1 bin ganz alleine mein eigener Haushalt!!!" dann schmeiß Anlage HG in den Mülleimer und schreibe im Hauptantrag:


das dort zu lesende Bittebitte betrachtest du als Gesäusel und Geplapper ...


... und denkst dir auf das dortige Bitte ein herzlich ironisches Danke. Und machst überhaupt nichts, und erwähnst niemanden. Auch nicht mündlich.

Nur über sich selbst schreiben. Keine Daten über andere herausgeben. Die "Qualität" Wohngemeinschaft bzw. wohngemeinschaftsähnlich kannst du dir frühestens von einem Richter im Sozialgericht im Urteil sagen und schreiben lassen. WG ist nicht geeignet, um die Namen der Mitbewohner und die monatlichen Verbrauchskosten zu verschweigen.

Oder - bekommst du in drei Tagen einen Mietvertrag mit plausiblem Mietzins auf die Reihe, mit verbrauchsunabhängiger NK-Pauschale (Strom wie Heizung)? Risikoreich: das JC kann den "druckfrischen Mietvertrag" als unglaubwürdig ablehnen und das Sozialgericht kann das ebenso bewerten - als Scheingeschäft. Oder Mietzins 0,00 €, bei dieser Strategie dann: aber auch gar nicht erst irgendeinen von dir zu zahlenden anteiligen Heizungs- / Stromverbrauch herausgeben sprich elternseitig gar nicht erst verlangen - Datenschutz.

Das JC ist eine Datenkrake und streckt die Tentakeln ... nach mehr ...

Wie auch immer du dich entscheidest: viel Erfolg.


Und ja, das JC ist allerdings eine Datenkrake... deswegen habe ich mich hier auch angemeldet um zu fragen.
 

Pfirsich

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Mitglied seit
11 August 2013
Beiträge
247
Bewertungen
75
Falls du auch in einem Gerichtsgebäude wahrheitsgemäß sagen könntest, dass du völlig autonom wirtschaftest, keine Unterstützung von den Eltern hast, deine Miete zahlst wie jeder, der bei fremden Menschen zur Miete wohnt, könntest du riskieren, nur über dich selbst zu sprechen.

Ich denke, du wirst an Formular Anlage HG nicht vorbeikommen.

Ich denke, dass du mit deinen Eltern einen gemeinsamen Haushalt bildest. Denn du wohnst gratis, andere zahlen dafür 300 Euro monatlich oder was auch immer. Das wird meines Erachtens als permanente Unterstützung durch deine Eltern an dich sprich als gemeinsames Wirtschaften gedeutet werden müssen! Strom und Heizung desgleichen: das ist wie die monatliche Entgegennahme eines üppigen Geschenks von soundsoviel Euro ... in nennenswerter (legal nicht verschweigbarer) Höhe jedenfalls bei den heutigen Strom- und Heizungskosten.

Vermögen müsstest du ja auch wahrheitsgemäß angeben, nicht anders verhält es sich mit monatlichen Zuwendungen ( = Geldgeschenken) von wesentlicher Höhe.

Ich bleibe dabei: Du musst den Haushalt mit deinen Eltern bekunden. Probiere aber wenigstens, ein paar Daten nicht herauszugeben, vielleicht die Gesamt-Quadratmeterzahl. Oder die genauen Vornamen der Menschen, die mit dir unter einem Dach wohnen. Strom jedoch, eine monatliche Pauschale kannst du ja leider nicht belegen, wird üblicherweise pro Kopf aufgeteilt, es sei denn, du hättest einen eigenen Stromzähler, also ist der familiäre Stromverbrauch dem JC gegenüber offenzulegen. Und so weiter.

Das ist meine abschließende Meinung.

Vielleicht hat noch jemand eine andere Meinung.

Alles Gute!
 
E

ExitUser

Gast
So wie ich das sehe ist die Angelegenheit klar. Du hast eine eigene Wohnung und die bewohnst Du alleine, folglich ist das ein eigener Haushalt. Die Tatsache, dass sich diese im Haus Deiner Eltern befindet ist unbeachtlich, sonst müsste man jedes mal, wenn ein ALG-II-Bezieher irgendwo zur Miete wohnt gleich eine mutmaßliche Einstehensgemeinschaft mit dem Vermieter haben.

Die Folgen sind:

1. Du bist eine eigene 1-Mann-BG.

2. Du hast Deinen eigenen Haushalt. Du bildest keine HG mit Deinen Eltern. Im Übrigen hätte diese das JC zu beweisen, nicht wie hier falsch geschrieben wurde Du das Gegenteil. Eine WG ist es meiner Ansicht nach auch nicht, da diese eine gemeinsame Wohnung voraussetzen würde, hier aber eine separate Wohnung vorhanden ist. Es gilt: eigene Wohnung, eigener Haushalt. Die einzige Folgerung, die hier das JC aus der Tatsache, dass keine Miete gezahlt wird, ziehen könnte, ist, dass keine KdU zu bewilligen sind.

3. Im Antrag: Du lebst alleine, keine weiteren Bewohner im Haushalt, Anlage HG ist nicht auszufüllen und keine Daten Deiner Eltern einzureichen.

Tip: Eine Kostenbeteiligungsvereinbarung zur Deckung der angemessenen Unterkunftskosten (am besten als Pauschale) wäre sicherlich nicht verkehrt. Setze eine kurze Vereinbarung mit Deinen Eltern auf und fertig.

@Pfirsich
Du solltest Dir vergegenwärtigen, dass in § 9 Abs. 5 SGB II von einer Haushaltsgemeinschaft und nicht von einem Haushalt die Rede ist. Diese (falsche) Formulierung wird lediglich in den JC-Formularen verwendet, um die Antragsteller zu verunsichern. Und was die Beweislast für die HG angeht, sind die hier von Dir geschriebenen Beiträge leider falsch.
 

Max1

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So wie ich das sehe ist die Angelegenheit klar. Du hast eine eigene Wohnung und die bewohnst Du alleine, folglich ist das ein eigener Haushalt. Die Tatsache, dass sich diese im Haus Deiner Eltern befindet ist unbeachtlich, sonst müsste man jedes mal, wenn ein ALG-II-Bezieher irgendwo zur Miete wohnt gleich eine mutmaßliche Einstehensgemeinschaft mit dem Vermieter haben.

Die Folgen sind:

1. Du bist eine eigene 1-Mann-BG.

2. Du hast Deinen eigenen Haushalt. Du bildest keine HG mit Deinen Eltern. Im Übrigen hätte diese das JC zu beweisen, nicht wie hier falsch geschrieben wurde Du das Gegenteil. Eine WG ist es meiner Ansicht nach auch nicht, da diese eine gemeinsame Wohnung voraussetzen würde, hier aber eine separate Wohnung vorhanden ist. Es gilt: eigene Wohnung, eigener Haushalt. Die einzige Folgerung, die hier das JC aus der Tatsache, dass keine Miete gezahlt wird, ziehen könnte, ist, dass keine KdU zu bewilligen sind.

3. Im Antrag: Du lebst alleine, keine weiteren Bewohner im Haushalt, Anlage HG ist nicht auszufüllen und keine Daten Deiner Eltern einzureichen.

Tip: Eine Kostenbeteiligungsvereinbarung zur Deckung der angemessenen Unterkunftskosten (am besten als Pauschale) wäre sicherlich nicht verkehrt. Setze eine kurze Vereinbarung mit Deinen Eltern auf und fertig.

@Pfirsich
Du solltest Dir vergegenwärtigen, dass in § 9 Abs. 5 SGB II von einer Haushaltsgemeinschaft und nicht von einem Haushalt die Rede ist. Diese (falsche) Formulierung wird lediglich in den JC-Formularen verwendet, um die Antragsteller zu verunsichern. Und was die Beweislast für die HG angeht, sind die hier von Dir geschriebenen Beiträge leider falsch.



Moin, schönen dank fürs Aufklären. Da bin ich beruhigt, dass ich HG nicht abgeben muss.

Eine Sache noch: Man verlangt von mir dass ich zu meinem Antrag ein Zusatzblatt ausfülle, in dem ich meinen Antrag begründen muss.("Antragsbegründung")

Ist das überhaupt rechtens? Ich habe verschiedenes im Internet gelesen, und es wird mir nicht recht klar, ob ich den abgeben MUSS, oder oder das nur eine Masche vom JC ist mir möglichst viele Steine in den Weg zu legen.
 
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Gast
Ich kann § 37 SGB II nur entnehmen, dass Leistungen nur auf Antrag erbracht werden. Von einer Antragsbegrünung steht da nichts. Der Grund, nämlich Bedürftigkeit, ergibt sich schließlich aus den unzähligen Formularen, die man ausgefüllt vorlegen muss. Sollte das JC einen anderen Standpunkt dazu haben, dann frage sie doch nach der Rechtsgrundlage für ihr Verlangen.

Im Übrigen rate ich Dir noch, weder Deine Tel.-Nr. noch Deine E-Mailadresse dem JC mitzuteilen und mit Ihnen ausschließlich schriftlich zu kommunizieren. D.h. alle Schriftstücke immer gegen schriftliche Empfangsbestätigung beim JC (am besten am Empfang) abgeben. Das kann Dir in Zukunft viel Ärger ersparen.
 

ela1953

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Sehr viele Jobcenter wollen eine Begründung, warum man ALGII beantragt.

Eine kurze und knappe Begründung, die ausreichen muss, habe ich einem Bekannten empfohlen. Sein Jobcenter hat dies akzeptiert"

Ich beantrage ALGII, weil ich bedürftig bin

Moin, schönen dank fürs Aufklären. Da bin ich beruhigt, dass ich HG nicht abgeben muss.

Eine Sache noch: Man verlangt von mir dass ich zu meinem Antrag ein Zusatzblatt ausfülle, in dem ich meinen Antrag begründen muss.("Antragsbegründung")

Ist das überhaupt rechtens? Ich habe verschiedenes im Internet gelesen, und es wird mir nicht recht klar, ob ich den abgeben MUSS, oder oder das nur eine Masche vom JC ist mir möglichst viele Steine in den Weg zu legen.
 

ela1953

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Ich denke, du wirst an Formular Anlage HG nicht vorbeikommen.

Ich denke, dass du mit deinen Eltern einen gemeinsamen Haushalt bildest. Denn du wohnst gratis, andere zahlen dafür 300 Euro monatlich oder was auch immer. Das wird meines Erachtens als permanente Unterstützung durch deine Eltern an dich sprich als gemeinsames Wirtschaften gedeutet werden müssen! Strom und Heizung desgleichen: das ist wie die monatliche Entgegennahme eines üppigen Geschenks von soundsoviel Euro ... in nennenswerter (legal nicht verschweigbarer) Höhe jedenfalls bei den heutigen Strom- und Heizungskosten.

Vermögen müsstest du ja auch wahrheitsgemäß angeben, nicht anders verhält es sich mit monatlichen Zuwendungen ( = Geldgeschenken) von wesentlicher Höhe.


Ich bleibe dabei: Du musst den Haushalt mit deinen Eltern bekunden. Probiere aber wenigstens, ein paar Daten nicht herauszugeben, vielleicht die Gesamt-Quadratmeterzahl. Oder die genauen Vornamen der Menschen, die mit dir unter einem Dach wohnen. Strom jedoch, eine monatliche Pauschale kannst du ja leider nicht belegen, wird üblicherweise pro Kopf aufgeteilt, es sei denn, du hättest einen eigenen Stromzähler, also ist der familiäre Stromverbrauch dem JC gegenüber offenzulegen. Und so weiter.

Das ist meine abschließende Meinung.

Vielleicht hat noch jemand eine andere Meinung.

Alles Gute!

Was ist denn das für eine Aussage? Er führt doch gar keinen gemeinsamen Haushalt. Er hat sogar eine abgeschlossene eigene Wohnung.

Die Höhe der KdU zeigt doch nicht, dass man mit jemandem gemeinsam wirtschaftet.

Wenn die Eltern nichts für Wohnen haben wollen, wird die Anlage KdU eben überall mit 0 ausgefüllt.

Da Streit mit den Eltern vorliegt, kann es durchaus passieren, dass sie plötzlich Miete haben wollen oder dem Sohn nahelegen, sich doch eine eigene Wohnung zu suchen.
 

Pfirsich

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2. Du hast Deinen eigenen Haushalt.

Lieber xavier123, ich schätze deine Meinungen stets. Und ich wünschte, das JC würde das so sehen und Max1 den eigenen Haushalt attestieren. In diesem Fall aber bin ich einmal sozusagen pessimistisch.

Max1 müsste ihn finanzieren können, den eigenen Haushalt (wirtschaftlich verstandener Haushaltsbegriff). Und genau da sehe ich ein Problem. Der Haushalt - baulich die Wohnung unter dem Dach - finanziert sich derzeit aber von Luft und Liebe. Das wird das JC ihm nicht abnehmen und, so fürchte ich, auch der Richter am Sozialgericht nicht.

Doch was soll ich den Bedenkenträger abgeben - also auf: Versuch macht klug! Das wird spannend, ok, lasst uns jetzt gemeinsam etwas lernen.

Ich ändere meine Meinung zwar nicht, aber Max1 soll jetzt das Risiko gerne eingehen und im Hauptantrag sagen "weitere Personen im Haushalt _0_ Personen" und Formular Anlage HG nicht ausfüllen.

Learning by doing.

Ich bin sehr gespannt.
 
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