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Bedarfsgemeinschaft ja oder nein??

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Berni

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  Th.Starter/in  
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#1
Hallo, liebe Forumsteilnehmer..
Ich heisse Bernd.. komme aus dem kleinen Ort Raesfeld im Münsterland..
bekomme noch bis Mitte Juli ALG und weiss nicht wie es dann weitergeht..
Das Problem ist folgendes.. ich habe im letzten jahr schon mal den kompletten antrag ausgefüllt mit allem drum und dran..
habe schon vorher meine lebensversicherung und den bausparvertrag gekündigt weil ich schulden bei der bank hatte.
Jetzt ist die sache dass ich noch bei meinen Eltern lebe. Ich habe unter dem Dach ne 25 qm grosse Bude, wo ich eigentlich gut leben kann.
Der Sachbearbeiter meinte dann, der antrag würde wohl ohne schwierigkeiten bewilligt. Er sehe da keine Schwierigkeiten.
Auf meine Nachfrage hin ein paar wochen später entgegnete er dann, es sehe schlecht aus, er müsse bei meinem Vater eine Unterhaltsvermutung, sprich offenlegung seiner gesamten Vermögensverhältnisse machen. Als Begründung dafür gab er an, dass das notwendig sei, um etwaigen Nachfragen bei einer Revision im Amt vorzubeugen. Nun ist aber die Situation zu Hause so, dass mein Bruder (29) auch zu hause lebt. Der ist Dipl. Bibliothekar und findet auch keine stelle.. bis auf einen Job als Krankheitsvertretung für ein halbes jahr hat er noch nicht gearbeitet und liegt meinen eltern voll auf der tasche... meine schwester (26) lebt mit ihrem Freund zusammen.. studiert aber auch noch.... meine andere Schwester (20) macht zur zeit eine ausbildung. Und das Verhältnis zwischen meinem vater und mir ist denkbar schlecht, dass ich ihm die unterhaltsvermutung nicht zumuten möchte.
Meine Frage ist jetzt: kann man diese Unterhaltsvermutung irgendwie umgehen?
Oder muss ich mich wieder für 130,00 Euro im Monat privat krankenversichern, obwohl ich null einkommen habe..
für eine kurze rückinfo wäre ich dankbar.
Ich bin gelernter Bürokaufmann und habe die letzten Jahre als Lagerist gearbeitet.
Gruss bernd..
 

Quirie

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#2
Hallo Bernd, erst mal willkommen hier im Forum.

Wie Du sicher weißt, können wir hier keine Rechtsberatung leisten, aber wir berichten wir gern von unseren eigenen Erfahrungen.

Wie ist es im Augenblick? Du bekommst Leistungen, aber wohl Arbeitslosengeld I, oder ? Bei ALG II würde sich einiges ändern.

Du berichtest so einiges über Dich und Deine Familie, aber so ein paar wichtige Sachen fehlen noch.

Als erstes, bist Du noch unter 25? Dann müßtest Du Dich auf andere Spielregeln einstellen als jenseits dieser "magischen Zahl".

Gehört Dein Zimmer denn zum Wohnbereich der übrigen Familie oder ist es quasi eine eigenen Wohnung? Hast Du darüber einen Mietvertrag?

Die Prüfung der Vermögensverhältnisse der unterhaltspflichtigen Verwandten wirst Du nicht vermeiden können. Die Behörde prüft immer zuerst, ob familienrechtliche Ansprüche des Antragstellers bestehen, die geltend gemacht werden müssen.
 

Berni

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15 Mai 2006
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#3
antwort

Ich bin 36.. habe ein jahr mit meiner freundin zusammengewohnt...
habe mich anfang april von ihr getrennt weil wir uns nur noch gestritten haben..
ich beziehe jetzt Arbeitslosengeld eins.. mein anspruch geht noch bis zum 17.07.06...
und dann ist ebbe..
mein Zimmer ist kein abgeschlossener bereich..
meine schwester wohnt auch noch im dachgeschoss..
aber wenn die unterhaltsvermutung kommt, wird mein vater mich raus schmeissen denke ich mal...
ich zahle keine Miete für das zimmer...
was habe ich denn dann für möglichkeiten??
entweder er schmeisst mich raus... oder ich suche mir nen 400 euro job damit ich mir wenigstens die krankenversicherung für 130 euro leisten kann... was rätst du mir...??
 

Berni

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#4
antwort

Eigentlich ist das doch total paradox...
Da könnte das amt es preisgünstig haben wenn man zuhause wohnt..
aber mit ihrer politik treiben die einen dazu, zu hause aus zu ziehen, damit man anspruch auf ihre leistungen hat..
und müssen noch die komplette erstausstattung der eigenen wohnung zahlen...
die sind echt fertig..
da fällt mir nichts mehr zu ein..
 
E

ExitUser

Gast
#5
Im Downloadbereich findest du die Widerlegung einer Bedarfsgemeinschaft. Die sollten deine Eltern gleich bei deiner Beantragung abgeben, damit du das miteinreichen kannst.

Allerdings kannst du damit auch Pech haben, wie das Urteil des Landessozialgerichtes Berlin-Brandenburg L 19 B 51/06 AS ER beweist. In dem im Urteil beschriebenen Fall handelt es sich um eine Gartenlaube, die sogar außerhalb des eigentlichen Hauses lag.

Ja, manchmal ist es nicht leicht, den Gesetzlichkeiten Genüge zu tun.

Solange du noch Alg 1 bekommst, kannst du umziehen. Später nur noch mit Genehmigung vom Amt. Und ziehst du gar erst nach dem 1. August um und die Koalition hat ihr neues Optimierungsgesetz beschlossen, bekommst du in der neuen Wohnung nur noch die Miete, die in der alten gezahlt wurde.
 
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