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Bedarfsgemeinschaft Frage

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E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Hallo an alle. Habe heute eine wichtige Frage zum Thema "Bedarfsgemeinschaft". Wohne bei meiner Mutter (alleinerziehend). Habe mich mit 16, arbeitslos gemeldet, und habe darauf mit 18, einen eigenen Antrag bekommen, und immer 345,00-EU (Regelsatz) + 222,00-EU (Miete) + 166,00-EU (Unterhalt) bekommen. Meine Mutter hat 345,00-EU (Regelsatz) + 222,00-EU (Miete) + 154,00-EU (Kindergeld) bekommen.

Nun habe wir ja einen Antrag bekommen, das man unter 25 wieder zur Bedarfsgemeinschaft zählt, so das heute die Berechnung kam, die so nicht richtig sein kann. Danach rechnet das Amt nun:

Ich.
Regelsatz: 276,00-EU
Miete: 222,00-EU
Einkommen: 154,00-EU (Kindergeld)
Einkommen: 166,00-EU (Unterhalt)
Benötigen tue ich: 276,00-EU (Regelsatz)
Davon werden 320,00-EU abgezogen (aus Kindergeld und Unterhalt)
Überhang also 44,00-EU
Jetzt werden von der Miete, also von 222,00-EU, die 44,00-EU auch noch abgezogen, so das ich 178,12-EU für die Miete bekomme.

Mutter:
Regelsatz: 345,00-EU
Miete: 222,00-EU
Kein Einkommen, etc..

Das heißt, im Endeffkt, wir hatten vorher: 1173,00-EU
Und nun haben wir nur noch zusammen: 1065,00-EU

Die Summe kann ich allerdings nicht verstehen, da mir ja eigentlich nur die Summe von 345,00-EU bis 276,00-EU gestriche werden müsste, also nur: 69,00-EU, weniger müsste ich bekommen, im Endeffkt bekomme ich nun aber 108,00-EU weniger. Arbeitslosengeld.2 bekomme ich also gar nicht mehr, weil ich jetzt Unterhalt und Kindergeld (wie vorher bekomme) nur noch 178,00-EU Miete, Gesamtmiete wird vom Amt mit 400,00-EU warm angegeben, obwohl es 445,00-EU sind. Im Berechnungsbogen heißt es also abschließend:
Meine Mutter bekommt Hartz VI + Anteil Miete.
Und ich bekomme nur noch Miete und das ca. 40,00-EU weniger, als diese kostet.

Was sind nun die nächsten Schritte b.z.w. gibt es Formulare für einen Wiederspruch, kann das ganze überhaupt stimmen? Danke für die Mithilfe. Stefan.
 

Arco

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#2
... tscha :kinn: :kinn: wenn ich richtig gerechnet habe mit deinen Angaben :cry: dann wird die Rechnung der Arge leider stimmen :(

http://www.geldsparen.de/content/re...s=nein&ks=0&b0=nein&b3=0&kg=1&sek=166&Seite=6

.... fast stimmen ! ! ! ;)

Also die Kürzung der RL bei Dir von 345 auf 276 (U25) ist leider richtig - OK ?

Nun fehlen Euch noch die 40/41 Euro die Ihr zustätzlich weniger bekommt :kinn: ich gehe mal davon aus das das der Wegfall des Alleinerziehendenzuschlag ist ! ! ( nehme ich mal an - denn die Summe paßt )

Somit ist die neue Summe eigentlich stimmig nach meiner Meinung :( :(


Aaaberrrrrr ! ! mir fehlen hier bei der Anrechnung des Kindergeldes der Pauschalabzug von 30 Euro für die Versicherungspauschale ! ! ! :hmm: :hmm: also 154 minus 30 = nur 124 Kindergeldanrechnung :pfeiff: :pfeiff: UND ! ! ! dies denn aber warscheinlich von Anfang an :dampf: - Nachzahlung ? ? ?

Also nach meiner Meinung insoweit leider stimmig - aber trotzdem Widerspruch einlegen zum Nachprfüen (vorher evtl. mal in der Widerspruchsfrist versuchen mit dem SB zu reden - könnte dann schneller gehen) und gleichzeitig einen Überprüfungsantrag gem. § 44 SGB X stellen wegen der zurückliegenden nicht angerechneten Versicherungspauschale von den 30 Euro.
(Frage, hat deine Mutter einen PKW und Haftpflichtversicherung ???)
 
E

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Gast
  Th.Starter/in  
#3
Hallo. Danke für ihre Hilfe. Meine Mutter hat keinen PKW und wir habe auch keinerlei Versicherungen. Könnten sie mir das mit dem Kindergeld, etwas genauer erklären? Könnte ich da eine Nachzahlung beantragen, und um was geht es da genau (Versicherungspauschale?).
 

Arco

Forumnutzer/in

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#4
Stefan2204 sagte :
Hallo. Danke für ihre Hilfe. Meine Mutter hat keinen PKW und wir habe auch keinerlei Versicherungen. Könnten sie mir das mit dem Kindergeld, etwas genauer erklären? Könnte ich da eine Nachzahlung beantragen, und um was geht es da genau (Versicherungspauschale?).
... also ich will keine Versicherung verkaufen :lol: :lol: ;) sondern die Frage ziehlte auf eine weitere Möglichkeit Geld von der Arge zum Positiven angerechnet zu bekommen.

So, wenn mann/frau KEIN Erwerbseinkommen hat, ist das Kindergeld im Sprachgebrauch des SGB II EINKOMMEN und wird wie du ja weißt als EINKOMMEN angerechnet.

Allerdings muß dann bei diesem EINKOMMEN ( nicht verwechseln mit Erwerbseinkommen ) eine sogenannte Versicherungspauschale von diesen 30 Euro abgezogen werden :!: :!:

Bei einem Erwerbseinkommen hätte mann/frau ja dann diese 100 Euro Grundfreibetrag wo dann diese Pauschale auch drin ist. Es ist eben so :mrgreen:

So und diese 30 Euro haben die wohl bei Euch noch nie und auch jetzt nicht berücksichtigt.

Das kann man, auch für die Vergangenheit, mit einem formlosen Überprüfungsantrag gem. § 44 SGB X prüfen lassen ......

Aber eigentlich muß das Eurer SB wissen :hmm: deswegen mein Hinweis, laßt Euch doch innerhalb der 4-Wochenfrist für einen Widerspruch die Sachlage erstmal mündlich (mit Zeugen) klären dann geht es ja evtl. schneller. Einen Überprüfungsantrag kann man jederzeit stellen, da gibt es keine Fristen ..... OK ??
 
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Gast
  Th.Starter/in  
#5
Stefan2204 sagte :
kann das ganze überhaupt stimmen? Danke für die Mithilfe. Stefan.
Arco sagte :
Also nach meiner Meinung insoweit leider stimmig nach meiner auch :)[quote]

Bedarf 276Regelatz +222 Mietanteil = 498

Einkommen: 154,00-EU (Kindergeld)
Einkommen: 166,00-EU (Unterhalt)

also Einkommen: 320 €

Damit bekommt du noch 178 Euro - also kene Chance aus der BG zu kommen und Wohngeld bentragen zu können!

Hättest du einen Job, wo du etwas 150 € verdienst, wärst aus der Bg raus - die ARGE los... und deine Mutter könnte für dich Wohngeld bei der Wohngeldstelle beantragen.

Gruß aus Ludwigsburg
 
E

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Gast
  Th.Starter/in  
#6
Hallo. Danke für die Antworten. Wo kann ich einen Antrag zur Überprüfung vom Kindergeld herbekommen? Und muss ich nun eigentlich mich beim Arbeitsamt noch melden, da ich ja nur einen Teil der Miete, aber nichts anderes mehr bekomme? Sprich muss ich noch zum Berater, etc..? Danke.
 

Arco

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#7
Stefan2204 sagte :
Hallo. Danke für die Antworten. Wo kann ich einen Antrag zur Überprüfung vom Kindergeld herbekommen? Und muss ich nun eigentlich mich beim Arbeitsamt noch melden, da ich ja nur einen Teil der Miete, aber nichts anderes mehr bekomme? Sprich muss ich noch zum Berater, etc..? Danke.
... wie schon mal geschrieben
Also nach meiner Meinung insoweit leider stimmig - aber trotzdem Widerspruch einlegen zum Nachprfüen (vorher evtl. mal in der Widerspruchsfrist versuchen mit dem SB zu reden - könnte dann schneller gehen) und gleichzeitig einen Überprüfungsantrag gem. § 44 SGB X stellen wegen der zurückliegenden nicht angerechneten Versicherungspauschale von den 30 Euro.
für den Widerspruch und den Überprüfungsantrag gibt es keine Formularvordrucke vom Amt die mann/frau holen kann - diese Anträge können formlos gestellt werden.

Also nochmal, der Haushaltsvorstand (Mutter) sollte Widerspruch einlegen wegen der warscheinlich nicht angerechneten Vers.-pauschale von 30 Euro ( wenn es stimmt nach meiner Meinung das sonst eigentlich die Rechnung OK sein dürfte ) .

Wie angesprochen evtl. erstmal mit Zeugen diese Sache mit dem SB besprechen - also den kurzen Dienstweg versuchen. Erst dann schriftlich....

Der Überprüfungsantrag für die Vergangenheit würde ich (nur Vorschlag) erst stellen wenn der Widerspruch so oder so geregelt ist.....
 
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