Bedarfgemeinschaft ALG2 Bescheid

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marc1309

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Hallo
Meine Partnerin und ich Leben zusammen ( Bedarfsgemeinschaft )
Meine Partnerin arbeitet Vollzeit bekommt um die 1450 € und ich Hartz4 218€

Warum steht auf dem Bescheid:
Kosten für Unterkunft und Heizung

Marc ............109€
Freundin........109€ :confused:

und Letzte Seite
Leistung zur Sicherung des Lebensunterhaltes 0,00€
Angemessene koster für Unterkunft KDU 218€

Ich verstehe nicht was meine Freundin damit zutun hat
Zählt sie jetzt auch zu dem "Aufstockern" und muß sich an die Regeln halten z.B Fragen bei Ortsabwesenheit etc ?


Gruß Marc :icon_wink:
 

catwoman666666

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Die Freundin muß sich nicht an die Regeln der Ortsabwesenheit halten, da sie erwerbstätig ist und damit einen Urlaubsanspruch hat.

Und ja, die Freundin zählt zu den Aufstockern und kann auch mit Eingliederungsvereinbarung, Zwang zu Bewerbung auf besser bezahlte Stellen (die aber erst mal zur Verfügung stehen müssen), Terminwahrnehmung bei SB etc. genervt werden.
 

Soll und Haben

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Hallo
Meine Partnerin und ich Leben zusammen ( Bedarfsgemeinschaft )
Meine Partnerin arbeitet Vollzeit bekommt um die 1450 € und ich Hartz4 218€

Warum steht auf dem Bescheid:
Kosten für Unterkunft und Heizung

Marc ............109€
Freundin........109€ :confused:

und Letzte Seite
Leistung zur Sicherung des Lebensunterhaltes 0,00€
Angemessene koster für Unterkunft KDU 218€

Ich verstehe nicht was meine Freundin damit zutun hat
Zählt sie jetzt auch zu dem "Aufstockern" und muß sich an die Regeln halten z.B Fragen bei OrtsAbwesenheit etc ?


Gruß Marc :icon_wink:

Also, ihr erhaltet zusammen 218 Euro - nicht du, sondern ihr beide, da ihr eine BG seid und ihr Einkommen auf euer beider Bedarf verteilt wird. Jeder erhält somit 109 Euro KDU von der Arge . Fertisch.

Ortsabwesenheit (=Urlaub) muss sie nur mit ihrem Arbeitgeber abklären. Es kann ggf eine EGV mit dem Ziel, dass sie mehr verdient - sprich: den Job wechselt - verfasst werden, denn das Ziel ist immer, die Hilfebedürftigkeit zu beenden.
 

Mario Nette

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Und ja, die Freundin zählt zu den Aufstockern und kann auch mit Eingliederungsvereinbarung, Zwang zu Bewerbung auf besser bezahlte Stellen (die aber erst mal zur Verfügung stehen müssen), Terminwahrnehmung bei SB etc. genervt werden.
Nicht unbedingt. Die Arbeitshilfe Eingliederungsvereinbarung SGB II (PDF) schreibt bei Randnummer 15.6:
Vorübergehend ausgenommene Personenkreise
Nur in atypischen Fällen, d. h. wenn besondere Umstände vorliegen,
wird ein Ermessen eröffnet, vom Abschluss der EinV abzusehen.
  • Ist der eHb bereits auf dem Arbeitsmarkt integriert (Betreuungstufe I) und bezieht er ergänzend Leistungen nach dem SGB II, kann auf den Abschluss einer EinV verzichtet werden, wenn nicht erwartet werden kann, dass bis zum nächsten geplanten Kontakt eine Möglichkeit besteht, den Leistungsbezug des eHb
    durch
    • eine Änderung im Beschäftigungsverhältnis oder
    • einen Stellenwechsel oder
    • das Angebot von Maßnahmen (z.B. berufsbegleitende Fortbildung)
    nachhaltig zu beenden bzw. zu senken. Da durch künftige Entwicklungen in der persönlichen Situation des eHb, die Chancen für eine Verringerung der Hilfebedürftigkeit beeinflusst werden können, obliegt der Integrationsfachkraft (IFK) eine Prognoseentscheidung, binnen welcher Zeitspanne die Situation des eHb neu zu beurteilen ist. Angelehnt an die regelmäßige Geltungsdauer (s.u.) der EinV sollte dies spätesten nach 6 Monaten geschehen.

    Beispiel 1 für Betreuungsstufe I:

    Ein Familienvater arbeitet in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis in seinem Ausbildungsbildungsberuf in Vollzeit, erhält die tariflich festgelegte Bezahlung und bezieht ergänzende Leistungen nach dem SGB II.
    Eine nachhaltige Beendigung/Reduzierung der Hilfebedürftigkeit erscheint durch einen Stellenwechsel bzw. Änderung im Arbeits- bzw. Beschäftigungsverhältnis oder das Angebot von Maßnahmen als unwahrscheinlich. Eine EinV muss in diesem Fall nicht zwingend abgeschlossen werden.

    Beispiel 2 für Betreuungsstufe I:
    Ein eHb ist in einem Imbiss als Küchenhilfe in Teilzeit angestellt, sein Stundenlohn liegt unter der ortsüblichen Bezahlung. Seine persönlichen Rahmenbedingungen erlauben keine Ausweitung der Arbeitszeit. Geeignete, besser bezahlte Teilzeitstellen sind in absehbarer Zeit auf dem Arbeitsmarkt nicht vorhanden. Auch mit ihm muss eine EinV nicht zwingend abgeschlossen werden.
    Sollen in Fällen der Betreuungsstufe „I“ dennoch konkrete Schritte mit dem eHb zur weiteren Verringerung der Hilfebedürftigkeit unternommen werden, ist hierfür auch der Abschluss einer EinV notwendig.
Mario Nette
 

marc1309

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danke für eure antworten
und wie ist das bei sanktionen wenn ich mich falsch verhalte

da sind dann nur die 109€ betroffen die ich erhalte ?

das würde mich mal interesieren weil man liest überall was anderes ich denke mal wenn bei den Leistungen zum Lebensunterhalt nichts zu holen ist wird das dann bei den Kosten der KDU sanktioniert


gruß marc :icon_pause:
 

catwoman666666

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@ Mario

So sollte es eigentlich laufen, tut es aber nicht. Bei nicht informierten ALG2-Empfängern wird Druck auf beide ausgeübt bis hin zu Sanktionen, wenn der Erwerbstätige seinen unbefristeten Vertrag nicht zugunsten eines befristeten aufgibt, um kurzzeitig ein paar Euros mehr zu verdienen.
 

marc1309

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und wie ist das bei sanktionen wenn ich mich falsch verhalte

da sind dann nur die 109€ betroffen die ich erhalte ?

das würde mich mal interesieren weil man liest überall was anderes ich denke mal wenn bei den Leistungen zum Lebensunterhalt nichts zu holen ist wird das dann bei den Kosten der KDU sanktioniert

weiß denn jemand bescheid

gruß marc :icon_pause:
 

Soll und Haben

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danke für eure antworten
und wie ist das bei sanktionen wenn ich mich falsch verhalte

da sind dann nur die 109€ betroffen die ich erhalte ?

Ja, Sanktionen sind immer personenbezogen - gekürzt werden nur deine Leistungen. Gekürzt wird rechnerisch die Regelleistung, so dass in deinem Fall mehr Geld bei den KDU angerechnet werden würde.
 

mathias74

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@ Mario

So sollte es eigentlich laufen, tut es aber nicht. Bei nicht informierten ALG2-Empfängern wird Druck auf beide ausgeübt bis hin zu Sanktionen, wenn der Erwerbstätige seinen unbefristeten Vertrag nicht zugunsten eines befristeten aufgibt, um kurzzeitig ein paar Euros mehr zu verdienen.

Bitte :eek:

Der Erwerbstätige soll seinen unbefristeten Vertrag aufgeben und statt dessen einen befristeten annehmen nur weil man kurzfristig einen Euro mehr verdient, das kann doch nicht wahr sein :eek: und wenn die Befristung endet dann steht man da :eek:
 
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