Beantragung von Erwerbsminderungsrente alles total unklar :-(

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Hi,

also ich wurd damals vom Jobcenter aufgefordert einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen da der Gutachter von der Arbeitsagentur meinte , dass ich länger als 6 Monate nur unter drei Stunden arbeiten kann. Nach hin und her hab ich das dann gemacht, da mir sonst die Leistungen gestrichen worden wären. Vor ein paar Tagen kam dann ein Schreiben an, dass meine Psychiaterin ausfüllen sollte. Heute war dann ein neuer Brief im Kasten von der Rentenversicherung in dem mir ein Gutachter mitgeteilt wird, der mir einen Termin ansagen wird wann ich kommen soll.
Ich bin total verwirrt und ich hab total Angst. Eigentlich sieht es so aus als wenn ich die Vorversicherungszeiten für die Erwerbsminderungsrente nicht erfüllen würde. Ich habe keine fünf Jahre Vorversicherungszeit erfüllt, auch keine drei Jahre in den letzten fünf Jahren. Aber es gibt wohl eine Ausnahme : wenn man innerhalb von sechs Jahren nach Beendigung der Ausbildung voll erwerbsgemindert wird und man in den zwei Jahren vor der Erwerbsminderung mindestens ein Jahr versicherungspflichtig beschäftigt war. Ist bei mir aber nicht so einfach nachzuvollziehen.
Darum hab ich dann auf der Hotline des Rententrägers angerufen und wollte von denen eine klare Antwort haben ob die Vorversicherungszeit jetzt überhaupt erfüllt ist oder nicht. Bei der ersten Hotline konnte man mir nicht helfen, da sie nur für die Abklärung der medizinischen Geschichten zuständig ist. Man sagte mir da aber " ich sollt mir mal keinen Kopf machen, wenn die mich schon zum Gutachter schicken muss die Vorversicherungszeit normalerweise erfüllt sein, da das ein Haufen Kohle kostet und die sich sonst die Arbeit nicht machen würden ".

Als ich dann bei der anderen für mich zuständigen Hotline angerufen hab ging voll die unhöfliche Frau dran und hat mich richtig zusammengefaltet. Sie meinte : " Warten sie die Bearbeitung ab dann sehen sie doch ob sie was bekommen ! Ich guck da jetzt garantiert nicht nach, warum auch ! Wenn die sie schon zum Gutachten schicken, dann wird wohl Vorversicherungszeit da sein ! "

Toll.... Also bei mir war es so das ich von September 2009 bis Ende Dezember 2010 offiziell eine Beamtenausbildung gemacht hab. In Wahrheit bin ich aber schon im November 2009 in die Klinik gegangen und war dann bis Mai 2010 krankgeschrieben. Bin dann wieder für ein paar Tage zur Arbeit und bin dann bis September 2010 wieder in einer Klinik gewesen. Im September musst ich dann zur Amtsärztin. Und aufgrund ihres Gutachtens das ich nur noch 4-6 Stunden arbeiten kann mit Einschränkungen wurde ich dann mit Ablauf von 2010 aus dem Beamtenverhältnis entlassen. Das heisst das ich die Ausbildung nicht abgeschlossen habe.
Jetzt steht aber überall das man bei dieser Ausbildungsausnahmeregelung die ich oben genannt hab halt 6 Jahre nach Beendigung der Ausbildung. Die hab ich aber ja garnicht beendet.
Außerdem meinte die Frau von der Hotline das man auch zum Gutachter muss damit der bestimmen kann ab welchem Datum die Erwerbsunfähigkeit eingetreten ist um wahrscheinlich auch zu gucken um das :

..in den zwei Jahren vor der Erwerbsminderung mindestens ein Jahr versicherungspflichtig beschäftigt war.. zu überprüfen.
Das Gutachten mit den unter drei Stunden wurde im August 2011 gemacht.
Jetzt steh ich grad voll auf der Leitung und weiß natürlich nicht ob die dann gleich sagen weil ich ja so gut wie die ganze Ausbildungszeit über krankgeschrieben war, das ich in der Zeit deshalb dann schon voll erwerbsgemindert war.
Als versicherungspflichtige Beschäftigung hab ich nämlich nur die Ausbildungszeit anzubieten, da ich davor nie versicherungspflichtig gearbeitet hab.

Und jetzt hab ich halt voll Angst wie ich mich bei dem Gutachten und dem Gespräch verhalten soll. Wenn ich es so schildere das er das mit den unter drei Stunden bejaht und ich bekomm dann keine oder nur minimal Rente wird das Jobcenter sagen, dass ich zum Sozialamt wechseln muss. Da das Jobcenter mich gern halt entweder in die Rente oder die Sozialhilfe abschieben will. Bei der Sozialhilfe bzw. Hilfe zum Lebensunterhalt wie es sich nennt wird aber geguckt wieviel die Eltern verdienen und wenn die über 1100 ,- verdienen sollen die aufkommen. Davor hab ich natürlich Angst weil meine Mutter gleich meinte das sie dann nichts mehr mit mir zutun haben möchte.

Jetzt hab ich vielleicht gedacht, weil ich mal gehört hab das das Jobcenter Weisungsgebunden an die Entscheidung des Rententrägers ist, das vielleicht wenn der Gutachter sagt, nein nicht voll erwerbsgemindert, das ich dann beim Jobcenter bleiben kann.
Beantragt hab ich auch grad eine RPK.
Ich weiß einfach nicht was ich tun soll, mir wächst das alles über den Kopf.
 
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Wenn du ins SGB 12 fällst, werden deine Eltern erst zur Zahlung herangezogen, wenn Sie über 100.000 EUR in Jahr verdienen.
Wie viel Rente erwartest du denn, wenn diese bewilligt wird?
 
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Ich würde nicht in Grundsicherung sondern in Hilfe zum Lebensunterhalt, da ist die Grenze des Verdienstes der Eltern wohl so bei 1100 angesiedelt.
Ich hab keinerlei Vorstellung was man an Rente bekommen könnte, da die einzige Arbeit die ich hatte die nicht abgeschlossene Ausbildung von 09/2009-12/2010 war mit 880,- monatlich.
 

gelibeh

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In den meisten Fällen bist Du bei der Rentenversicherung voll erwerbsfähig, denn die wehren sich mit Händen und Füßen, Rente zahlen zu müssen. Am besten für Dich wäre eine Erwerbsminderung von unter 6 bis drei Stunden. Dann bliebst Du weiterhin beim Jobcenter.

Die Frage ist doch, was kannst Du gesundheitlich. Kannst Du noch mehr als 3 Stunden arbeiten? Denn wenn die DRV sagt über 3 Stunden, dann bekommst Du auch vom Jobcenter Druck, Dir einen Job zu suchen.

Davor hab ich natürlich Angst weil meine Mutter gleich meinte das sie dann nichts mehr mit mir zutun haben möchte.
Tolle Mutter. Mein alter Herr war genauso :icon_kotz:
Ist überhaupt fraglich ob das nicht mehr als 1100€ sind.
 
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Ich würde nicht in Grundsicherung sondern in Hilfe zum Lebensunterhalt
Die Leistung bekomme ich auch, die Grenze sind 100.000 EUR im Jahr.
Meine Begutachtung hat Ca. 20 Minuten gefeuert, das Gespräch mit dem Arzt davon betrug ca. 10 Minuten.
Ich hätte nie gedacht, das ich die Rente bewilligt bekomme, so wie ich die Situation empfunden habe.
 
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Ja meine Mutter ist sehr rigeros wenns bei ihr ans Geld geht. Ist für mich natürlich total beschissen, da ich bedingt durch meine Krankheit keinerlei andere Freundschaften oder soziale Kontakte habe, nur meine Familie.

Momentan würd ich sagen mehr als drei Stunden geht nicht, deshalb wird aber auch grad eine RPK, eine so genannte Rehabilitation psychisch Kranker beantragt mit der ich hoffe allgemein wieder in den Arbeitsmarkt zu finden.

Ich hab schon gedacht, das ich vielleicht probier vor dem Gutachter Termin nochmal einen Termin bei meinem Anwalt zu bekommen um mit ihm zu besprechen wie ich mich am besten verhalten sollte. Aber ich glaub nicht das mir das Amtsgericht dafür einen Beratungsschein ausstellt.
 
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Die Leistung bekomme ich auch, die Grenze sind 100.000 EUR im Jahr.
Meine Begutachtung hat Ca. 20 Minuten gefeuert, das Gespräch mit dem Arzt davon betrug ca. 10 Minuten.
Ich hätte nie gedacht, das ich die Rente bewilligt bekomme, so wie ich die Situation empfunden habe.

Wie ist denn das bei dir bekommst du die Hilfe zum Lebensunterhalt also ergänzend da die Rente nicht reicht ? Bist du denn auf Dauer voll erwerbsgemindert oder nur sowie ich auf mehr als sechs Monate aber nicht unbestimmt ? Weil mir ist vom Jobcenter gesagt worden das wenn nicht auf Dauer das dann Hilfe zum Lebensunterhalt zum Einsatz kommt mit Verdienstgrenze bei den Eltern und bei auf Dauer Grundsicherung und dort würd die Grenze halt bei 100 000,- liegen
 

gelibeh

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Weil mir ist vom Jobcenter gesagt worden das wenn nicht auf Dauer das dann Hilfe zum Lebensunterhalt zum Einsatz kommt mit Verdienstgrenze bei den Eltern und bei auf Dauer Grundsicherung und dort würd die Grenze halt bei 100 000,- liegen
Ist korrekt was das Jobcenter sagt. Aber ich glaube nicht dass die 1100€ stimmen. Denn da werden die gesamten Belastungen(Miete etc.) Deiner Eltern berechnet und die 1100€ oder 1400€ sind das, was die behalten dürfen. Was darüber liegt, müssten die als Unterhalt zahlen. Verdienen die so viel?
 
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Wie ist denn das bei dir bekommst du die Hilfe zum Lebensunterhalt also ergänzend da die Rente nicht reicht ? Bist du denn auf Dauer voll Erwerbsgemindert oder nur sowie ich auf mehr als sechs Monate aber nicht unbestimmt ?
Ja, ich bekomme die Hilfe zum Lebensunterhalt zusätzlich zur Rente, da diese nicht Ausreicht.
Ich bin befristest voll Erwerbsunfähig.
Die 1100 EUR im Monat können nicht stimmen, mein Vater verdient in manch einmal mehr und wurde nicht einmal vom Amt angeschrien.
Der Freibetrag muß so wie bei der Grundsicherung (der Freibetrag stand sogar in den Antrag den ich Ausfüllen musste) 100000 EUR im Jahr betragen.
 
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Ist korrekt was das Jobcenter sagt. Aber ich glaube nicht dass die 1100€ stimmen. Denn da werden die gesamten Belastungen(Miete etc.) Deiner Eltern berechnet und die 1100€ oder 1400€ sind das, was die behalten dürfen. Was darüber liegt, müssten die als Unterhalt zahlen. Verdienen die so viel?

Mein Vater nicht, aber meine Mutter muss zwischen 1300- 1400 liegen. Muss aber auch Miete, Auto, Strom, Internet / Telefon, Versicherungen und diesen ganzen Kram davon bezahlen. Ebenso muss sie grad Zähne machen lassen.
 

gelibeh

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Der Freibetrag muß so wie bei der Grundsicherung (der Freibetrag stand sogar in den Antrag den ich Ausfüllen musste) 100000 EUR im Jahr betragen.
Nein, bei Hilfe zum Lebensunterhalt ist das nicht so.
Dieses gilt nur für das 4. Kapitel(Grundsicherung bei dauerhafter voller EM). Sieht man an der 4 in der 43.
§ 43 Besonderheiten bei Vermögenseinsatz und Unterhaltsansprüchen

(1) Einkommen und Vermögen des nicht getrennt lebenden Ehegatten oder Lebenspartners sowie des Partners einer eheähnlichen oder lebenspartnerschaftsähnlichen Gemeinschaft, die dessen notwendigen Lebensunterhalt nach § 27a übersteigen, sind zu berücksichtigen; § 39 Satz 1 ist nicht anzuwenden.
(2) Unterhaltsansprüche der Leistungsberechtigten gegenüber ihren Kindern und Eltern bleiben unberücksichtigt, sofern deren jährliches Gesamteinkommen im Sinne des § 16 des Vierten Buches unter einem Betrag von 100 000 Euro liegt. Es wird vermutet, dass das Einkommen der Unterhaltspflichtigen nach Satz 1 die dort genannte Grenze nicht überschreitet. Zur Widerlegung der Vermutung nach Satz 2 kann der zuständige Träger der Sozialhilfe von den Leistungsberechtigten Angaben verlangen, die Rückschlüsse auf die Einkommensverhältnisse der Unterhaltspflichtigen nach Satz 1 zulassen. Liegen im Einzelfall hinreichende Anhaltspunkte für ein Überschreiten der in Satz 1 genannten Einkommensgrenze vor, sind die Kinder oder Eltern der Leistungsberechtigten gegenüber dem Träger der Sozialhilfe verpflichtet, über ihre Einkommensverhältnisse Auskunft zu geben, soweit die Durchführung dieses Buches es erfordert. Die Pflicht zur Auskunft umfasst die Verpflichtung, auf Verlangen des Trägers der Sozialhilfe Beweisurkunden vorzulegen oder ihrer Vorlage zuzustimmen. Leistungsberechtigte haben keinen Anspruch auf Leistungen nach diesem Kapitel, wenn die nach Satz 2 geltende Vermutung nach Satz 4 und 5 widerlegt ist.
 
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Mmh Jordon, ist ja komisch. Also ich bin mir ziemlich sicher das das stimmt was ich sage mit den Einkommensgrenzen. Wenn Eltern für volljährige Kinder zahlen sollen liegts wohl bei 1100,- und andersrum Kinder für ihre Eltern wohl bei 1400,-.

Ist es eigentlich so wie z. B. bei BAB das von dem übersteigenden Einkommen nochmal 50 % anrechnungsfrei sind ?
Und was wäre wenn der Rentengutachter sagt nicht unter drei Stunden arbeitsfähig sondern drei Stunden täglich ? Wär das dann Rente / Sozialhilfe oder Jobcenter ?
 
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Ich bin immer von den Freibetrag in Höhe von 100000 EUR im Jahr ausgegangen, wenn der nicht stimmt, wieso wurde dann mein Vater nicht angeschrieben um seine Lohnabrechnungen einzureichen?
 
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Denkst du denn das dein Vater soviel verdient oder wurden da´vielleicht schon Freibeträge berücksichtig, z. B. für den Ehepartner oder sowas ?
 
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Ich musste in den Antrag die Daten meiner Eltern und den Beruf eintragen, ein Schreiben vom Sozialamt haben meine Eltern aber nie bekommen.
Meine Mutter verdient Netto unter 1100 EUR, mein Vater manch einmal mehr.
Aber egal ob mehr oder weniger, wie sollte es das Amt herausfinden, wenn man Sie nicht anschreibt und um Auskunft verlangt?
Das ist bei mir nicht passiert.
 
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Bis wann ist denn deine Rente genehmigt ?
Gelibeh weisst du noch was zu meinen Fragen ?
 

gelibeh

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@jordon, meinen Vater haben die auch nicht angeschrieben.
Ist es eigentlich so wie z. B. bei BAB das von dem übersteigenden Einkommen nochmal 50 % anrechnungsfrei sind ?
Keine Ahnung, könnte aber sein, die 50% hab ich gelesen beim Elternunterhalt(die 1400€)

Und was wäre wenn der Rentengutachter sagt nicht unter drei Stunden arbeitsfähig sondern drei Stunden täglich ? Wär das dann Rente / Sozialhilfe oder Jobcenter ?
Hatte ich zwar oben schon geschrieben, war aber wohl nicht so klar. Zwischen 3 und 6 Stunden wäre das eine teilweise EM-Rente und das JC wäre weiterhin zuständig. Wenn der Arbeitsmarkt für Dich und Deine Behinderung nichts hergibt, kann das in eine volle Rente umgewandelt werden. Das wäre eine Arbeitsmarktrente und das JC wäre weiter zuständig.
 
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Ah okay. Gelibeh hast du also auch schon Hilfe zum Lebensunterhalt bezogen und deinen Vater haben sie nicht gefragt ?
Es heisst ja immer Reha vor Rente, wer wär denn in der Zeit einer Reha dann für einen zuständig ?
 

gelibeh

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hartaber4

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Die Leistung bekomme ich auch, die Grenze sind 100.000 EUR im Jahr.
Meine Begutachtung hat Ca. 20 Minuten gefeuert, das Gespräch mit dem Arzt davon betrug ca. 10 Minuten.
Ich hätte nie gedacht, das ich die Rente bewilligt bekomme, so wie ich die Situation empfunden habe.

Hilfe zum Lebensunterhalt = Kapitel III SGB XII (hier greift o.a. BGH Urteil XII ZR 15/10).... JE Elternteil.

Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung = Kapitel IV SGB XII (hier greift die 100.000,00 € Regelung)

(SGB XII) same, same.... but different (III./IV. Kapitel)
 
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