Beantragung Haushaltshilfe im Krankheitsfall (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

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Hat jemand Erfahrung mit einem Antrag auf kurzfristige Haushaltshilfe zeitlich befristet? Ich bin hier gerade im Verfahren des Rechtsschutzes und das SozA argumentiert, sie bräuchten eine solche nicht zu übernehmen unabhängig der Notwendigkeit, weil hier auch die Krankenkasse keine Haushaltshilfe zahlen würde. Es sei mein Problem, wie ich mit einem Ausfall des rechten Arms bei Schulterproblemen (u.a. Entzündung des Nervengeflechts der Schulter) zurechtkomme. Daß ich auch ohne die Problematik schon schwerbehindert bin, wird ignoriert bzw. spielt aus ihrer Sicht keine Rolle.

Dauerhafte EM Rente bei starken gesundheitlichen Beinträchtigungen und nur kurzzeitiger Belastbarkeit bei leichtesten Tätigkeiten (da fallen normalerweise Haushaltsverrichtungen in weiten Teilen nicht darunter).
 

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Das mit dem Budget ist mir schon bekannt. Allerdings ist das eher für mehr oder minder dauerhafte Hilfen gedacht. Und da läuft schon was, ist aber noch nicht entschieden. Hier geht es erst einmal um eine zeitlich befristete Hilfe bis zur Wiederherstellung bei Erkrankung.

Die Sache ist schon beim SG.´

Mir geht es zum zusätzliche Argumentationen evtl.. Meine Suche nach entsprechenden Urteilen war bisher erfolglos. Ich bin mir aber sich da mal was gelesen zu haben.

Danke dafür mir Mut zu machen. Jede zusätzliche Kraft ist hilfreich. Nachgeben werde ich nicht. Aber ich brauche die Hilfe halt bald und nicht nach ewiger Klagedauer.
 

Anna B.

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Hallo Joseff...

wie hat das denn bei dir funktioniert mit dem pers. Budget?

Ich bin immer noch nicht schlauer ...

muss man eine Pflegestufe haben?
ein bestimmtes Einkommen darf nicht überschritten werden?
GDB 50 ist mindestens anzunehmen?
 

joseff

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Hallo Anna,

eine Pflegestufe muss man nicht haben, das Buget steht jedem zu der
behindert oder von Behinderung bedrohte ist, egal, wie schwer seine Behinderung ist.
Ob es beim Einkommen Grenzen gibt das kann ich nicht beanworten.

Ich habe damals meinen Antrag bei der Krankenkasse gestellt, weil die zuständig war. Die kannten das TpB nicht oder wollten es nicht kennen. Ich habe dann mit Klage gedroht und dann wurde es bearbeitet bzw weitergeleitet an an das Sozialamt, die kamen zu mir nach Haus und stellten den Bedarf fest, Dann musste ich wieder zur KK-Pflegestufe beantragen von dehnen kam der MDK der feststellte das der Bedarf der Haushaltshilfe gegeben ist und ich min. 3,5 Std in der Woche eine Haushaltshilfe bräuchte aber ebend keine Pflegestufe, das So zialamt hat mich dann noch zum Amtsarzt geschickt der das noch mal alles bestättigte und dann ging das alles ganz schnell...sechs monate rüchwirkend ab Antragsstellung pro Monat 110 Euronen.
Hier kannst deine Servicestellesuchen:
Beratungsstellen und Gemeinsame Servicestellen - BMAS - Persönliches Budget

Nur aus anderen Foren weis ich das das in jedem Bundesland bzw. Landkreis anderst gehandhabt wird.

Also kurz nochmal:

  1. Servicestelle Antragstellen(Formlos)
  2. Pflegestufe beantragen(dort wo man ankreuzen kann was für hilfe man brauchtalles ankreuzen) sonst kommt der MDK nicht raus.
  3. der zuständige Träger(meist sozialamt) kommt raus und stellt den Bedarf fest
  4. evtl. noch zum Amtsarzt(je nachdem wie es in der jeweiligen Region gehandhabt wird)
Als Träger kommen in Frage:
Krankenkasse
Sozialamt
Jobcenter
Rentenversicherunbg
Berufgenossenschaft
und noch einige mehr...das weis die Servicestelle.


Und was ganz wichtig ist: Finger weg von von den Beratungsstellen, die wollen nur geld damit verdienen!!


Son ich hoffe dir geholfen zu haben. Wenn nicht einfach weiter fragen.


Hier mal ein link:
Polyneuropathie/MMN-Forum • Thema anzeigen - Persönliches Budget bei Nichterreichen der Pflegestufe
 

ela1953

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Warum zahlt die KK keine Hilfe, wenn man diese kurzfristig braucht?

Ich war bisher der Meinung, dass sowas über die KK läuft.

Ist zwar schon lange her, als ich einen Knöchel angebrochen hatte und drei Kinder zu Hause,

Mir wäre eine Hilfe bezahlt worden, aber mein Mann hat das dann Übernommen.

Vor einigen Jahren war ich die >Kraft in einem Haushalt. Die Mutter war nach einer Frühgeburt nicht belastbar und die KK zahlte mich auch.

Das heißt, die KK zahlte an eine Firma, bei der ich angestellt war.
 

Anna B.

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Hallo Joseff..

Danke für die ausführliche Info..
 

gelibeh

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Ist zwar schon lange her, als ich einen Knöchel angebrochen hatte und drei Kinder zu Hause,
Weil Du Kinder zu Hause hattest. Ich glaub, die müssen unter 12 sein, dann bekommst Du von der KK eine Haushaltshilfe. Aber ohne Kinder gibt es von der KK nichts.
 

Regelsatzkämpfer

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Weil Du Kinder zu Hause hattest. Ich glaub, die müssen unter 12 sein, dann bekommst Du von der KK eine Haushaltshilfe. Aber ohne Kinder gibt es von der KK nichts.
Nein, das ist eine der Unwahrheiten die gerne von Krankenkassen verbreitet werden. Die Realität sieht hier anders aus. Ich hatte für die Zeit nach meiner Nabelbruch-OP einen Antrag bei der KK auf Haushaltshilfe gestellt und bewilligt bekommen. Allerdings erst nachdem ich mit dem Gesetzestext und der Satzung der Krankenkasse gewunken habe. Vorher erzählt man mir auch den Scherz mit "nur für alleinerziehende Mütter mit Kindern unter 12 Jahren".

SGB V, §38

Der Anspruch steht grundsätzlich jedem Mitglied zu, wenn entsprechende Leistungen krankheitsbedingt selbst nicht erbracht werden können und die entsprechende Person allein lebt.

§ 38 Haushaltshilfe

(1) Versicherte erhalten Haushaltshilfe, wenn ihnen wegen Krankenhausbehandlung oder wegen einer Leistung nach § 23 Abs. 2 oder 4, §§ 24, 37, 40 oder § 41 die Weiterführung des Haushalts nicht möglich ist. Voraussetzung ist ferner, daß im Haushalt ein Kind lebt, das bei Beginn der Haushaltshilfe das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder das behindert und auf Hilfe angewiesen ist.
(2) Die Satzung soll bestimmen, daß die Krankenkasse in anderen als den in Absatz 1 genannten Fällen Haushaltshilfe erbringt, wenn Versicherten wegen Krankheit die Weiterführung des Haushalts nicht möglich ist. Sie kann dabei von Absatz 1 Satz 2 abweichen sowie Umfang und Dauer der Leistung bestimmen.
(3) Der Anspruch auf Haushaltshilfe besteht nur, soweit eine im Haushalt lebende Person den Haushalt nicht weiterführen kann.
(4) Kann die Krankenkasse keine Haushaltshilfe stellen oder besteht Grund, davon abzusehen, sind den Versicherten die Kosten für eine selbstbeschaffte Haushaltshilfe in angemessener Höhe zu erstatten. Für Verwandte und Verschwägerte bis zum zweiten Grad werden keine Kosten erstattet; die Krankenkasse kann jedoch die erforderlichen Fahrkosten und den Verdienstausfall erstatten, wenn die Erstattung in einem angemessenen Verhältnis zu den sonst für eine Ersatzkraft entstehenden Kosten steht.

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Bei mir ist im Moment fraglich wer zuständig ist: SozA oder KK.
Allerdings ist das von untergeordneter Bedeutung, da nach geltendem Sozialrecht immer die zuerst angegangene Stelle die Pflicht hat sich zu kümmern und das mit der anderen Stelle auszumachen hat, wenn diese Leistungspflichtig ist.
 

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Ja, das ist eine gerne vermittelte Unwahrheit. Es gibt keine gesetzliche Beschränkung dieser Art. Denn es wird einfach ein Teil des obigen Paragraphen ignoriert. Man besorge sich die Satzung der jeweiligen Krankenkasse. Da steht dann drin, wann außerdem Haushaltshilfe gezahlt wird.
 
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