Beamtenbund: mehr Angriffe auf Behördenmitarbeiter

flandry

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Ganz frisch von T-Online:

Beamtenbund: mehr Angriffe auf Behördenmitarbeiter
12.10.2014, 07:59 Uhr | dpa
Der Deutsche Beamtenbund beklagt eine zunehmende Zahl von Angriffen auf Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes. Dies habe eine Umfrage bei den Landesverbänden und Partnergewerkschaften ergeben, sagte der Vorsitzende Klaus Dauderstädt der "Welt am Sonntag". Es handle sich dabei nicht um ein Großstadtphänomen, sondern um eines ohne regionale Begrenzung.
Dauderstädt forderte die Politik auf zu handeln. "Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes, deren Aufgabengebiete Konfliktpotenzial haben, sollten Deeskalations-Schulungen erhalten", verlangte er. "Metalldetektoren am Eingang von Gebäuden könnten mancherorts sinnvoll sein. Der rote Notfallknopf am Schreibtisch, wie man ihn aus Banken und von Juwelieren kennt, sollte vielleicht bald zur Ausstattung von Behördenmitarbeitern gehören." Dauderstädt schlug auch vor, Einzelbüros abzuschaffen, damit Mitarbeiter nicht allein in einem Raum mit Besuchern sind.
Besonders erwähnte der Beamtenbund-Chef zwar Verwaltungsbereiche, in denen es um Sozialleistungen geht. Die Erhebung zeigt nach seinen Worten aber auch, dass die Gewaltbereitschaft quer durch die Milieus gestiegen ist. "Der Staat entwickelt sich für immer mehr Gesellschaftsschichten zum Gegner", beklagte er.

Mein Kommentar: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.:biggrin:
Andererseits: Je mehr Dienstaufsichtsbeschwerden es gibt, je mehr ihr selbst mit Begleitung kommt, desto eher hört der Spuk auf. Im übrigen: Dienstaufsichtsbeschwerden sollte es immer paarweise geben: eine gegen die SB und eine gegen den/die AmtsleiterIn wegen Verletzung der Dienstaufsicht. Sonst müsstet ihr doch keine gegen die SB schreiben, oder???:icon_hihi:
 

KristinaMN

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Bevor seine Beamten verteidigt, sollte er die Gründe für die Verzweiflungstaten erfragen!

Willkür?
Schikanen?
Mißachtung von Gesetzen und Weisungen?
Etc.
 

Albertt

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"Metalldetektoren am Eingang von Gebäuden könnten mancherorts sinnvoll sein. Der rote Notfallknopf am Schreibtisch, wie man ihn aus Banken und von Juwelieren kennt, sollte vielleicht bald zur Ausstattung von Behördenmitarbeitern gehören." Dauderstädt schlug auch vor, Einzelbüros abzuschaffen, damit Mitarbeiter nicht allein in einem Raum mit Besuchern sind.
Besonders erwähnte der Beamtenbund-Chef zwar Verwaltungsbereiche, in denen es um Sozialleistungen geht. Die Erhebung zeigt nach seinen Worten aber auch, dass die Gewaltbereitschaft quer durch die Milieus gestiegen ist. "Der Staat entwickelt sich für immer mehr Gesellschaftsschichten zum Gegner", beklagte er.
Einfach die Menschenrechte achten und der Wahnsinn nimmt ein sofortiges Ende! Garantiert!
 

ZynHH

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Es gibt so viele ehrliche Berufe.....
 

Couchhartzer

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Dauderstädt forderte die Politik auf zu handeln. "Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes, deren Aufgabengebiete Konfliktpotenzial haben, sollten Deeskalations-Schulungen erhalten", verlangte er.
Och, vielfach dürfte schon eine vorherige gutachterliche Feststellung über deren möglicherweise eingeschränkte geistige Erwerbsfähigkeit in diesem Beruf eine hilfreiche Sache sein, um Konflikte präventiv zu verhindern. :wink:
 

Charlot

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Wie man in den Wald hinein ruft.......

Diese Mitarbeiter sollten sich mal dessen bewusst sein, dass sie für die Bürger arbeiten und von diesem auch bezahlt werden.
 

Couchhartzer

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Diese Mitarbeiter sollten sich mal dessen bewusst sein, dass sie für die Bürger arbeiten und von diesem auch bezahlt werden.
Darum ist es auch eher richtig und gut nicht kriechend und buckelnd beim JC aufzutreten, sondern als (einer deren lohnzahlenden) Chefs (was man denen auch gerne mal in aller Deutlichkeit verbal an den Kopf werfen kann).
 
E

ExitUser0090

Gast
Als Beispiel nannte Dauderstädt Verwaltungsbereiche, die mit Hartz IV oder anderen Themen der Sozialversicherung zu tun haben. Dort gebe es derzeit ein „Ausufern der Gewalt“. Insgesamt konstatierte der Gewerkschaftschef eine „Verrohung der Sitten“. Der Staat entwickle sich „für immer mehr Gesellschaftsschichten zum Gegner“.
DBB-Vorsitzender Dauderstädt: Beamtenbund beklagt Angriffe auf öffentliche Bedienstete - Deutschland - Politik - Handelsblatt

Nein. Doch. Oh.
 

flandry

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Es gibt so viele ehrliche Berufe.....
Bei manchen habe ich den Eindruck, dass die für einen ehrlichen Beruf und eine ehrliche Arbeitsplatz nichts taugen und deshalb ins JC bzw. in den öffentlichen Dienst gegangen sind. Nach deren eigenen Erzählungen ist da mehr als 1 gescheiterte Existenz bei.
 

Dagegen72

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Meldung von gestern.

Thomas de Maizière äußert sich über angebliche Respektlosigkeit gegenüber dem Öffentlichem Dienst

Das gelte nicht nur für das Auftreten von Schülern gegenüber Lehrern und
Lehrerinnen, so de Maizière. „Wenn Sie sehen, wie manche Bürger, auch deutscher
Staatsangehörigkeit, glauben mit den Mitarbeitern von Hartz-IV-Behörden oder
Finanzämtern umgehen zu können - da ist ein Ton eingerissen, der nicht in
Ordnung ist. Kein Mensch verlangt, dass ein Bürger der Bundesrepublik
Deutschland unterwürfig einem Beamten oder einer Behörde gegenübersteht. Aber
höflichen und angemessenen Tonfall kann man von beiden Seiten erwarten.“
 
D

Don Vittorio

Gast
Recht hat er.
Wenn man mitbekommt, wie selbst Notärzte und Feuerwehrleute bei ihrer Arbeit angegriffen werden, muss man der Tatsache ins Auge sehen, dass es in Deutschland eine zügige Verrohung und Respektlosigkeit gibt.
Früher hätte sich das keiner getraut, vor einen "Wachtmeister" hatte man einfach einen gewissen Respekt. Davon ist leider nichts mehr übrig geblieben, was sich auch ansonsten im persönlicchen Umgang der Menschen mitenander auswirkt.
Für mich liegt dabei auch eine Ursache in den Hirnfressenden Soaps der Privaten, in denen niemand mehr normal miteinander redet, es wird nur noch geschrien und beleidigt.
Das setzt sich dann als normales Verhalten in den Köpfen der meist jungen Zuschauer fest.
 

TazD

Super-Moderation
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Hinzu kommt noch, dass dieses Verhalten von jeder Gesellschaftsschicht an den Tag gelegt wird. Meist sogar je "höher", um so schlimmer.
 

flandry

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Ich hoffe, der Beamtenbund hat sich gestern die Sendung von und mit Helena Fürst angesehen.:dank:
Dann weiß er nämlich, wieso die Leute, denen in einer Behörde geholfen werden soll, in genau dieser Behörde Amok laufen.
Das wäre doch was, wenn sich die öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten gemäß ihrem Auftrag dieses Thema genau wie Helena Fürst annehmen würden. :wink:
 
D

Don Vittorio

Gast
Ich hoffe, der Beamtenbund hat sich gestern die Sendung von und mit Helena Fürst angesehen.:dank:
Ausgerechnet Helena Fürst anzuführen, ist schon etwas gewagt, wenn man die ersten Schritte dieser Frau im TV kennt, als sie noch auf der anderen Seite stand.
Dann kam ein Geldanagebot, dass sie gerne annahm, um dafür problemlos die Seiten zu wechseln. Die Frau ist einfach nur widerlich!
 

enigma

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Ausgerechnet Helena Fürst anzuführen, ist schon etwas gewagt, wenn man die ersten Schritte dieser Frau im TV kennt, als sie noch auf der anderen Seite stand.
Dann kam ein Geldanagebot, dass sie gerne annahm, um dafür problemlos die Seiten zu wechseln. Die Frau ist einfach nur widerlich!
Sehr richtig, die Dame hat absolut kein Gewissen und elos im privaten TV lächerlich gemacht.
Hartz-IV-Boot: Das Comeback von Helena Fürst (Fernsehkritik.tv) - Video Dailymotion
Wer dazu noch, wie ich gerade gelesen haben, im Dschungelcamp mitmacht ist wirklich nicht mehr ernst zu nehmen.
 

bozzo

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Sachbearbeiter , Fallmanager usw sind mir als Berufe viel zu Gefährlich.

Bald rutschen die Asylanten , Flüchtlinge usw auch ins ALG2 , dann sollen Sie den Arabern mal verklickern das Sie Sanktioniert werden und Ihre Familie gleich mit.Die vielen Freiwilligen Helfer werden zunehmend mit der ALG2 Problematik bekanntschaft machen , innerhalb der nächsten 2 Jahre landen dort wahrscheinlich hunderttausende Einwanderer .
Die werden Stück für Stück erleben was der Staat mit 10 millionen ALG2 Beziehern anstellt und wahrscheinlich dauert es garnicht so lange bis hier der ganze Laden implodiert.

Ich bleibe dabei , das hartzIV dingens ist nicht Europatauglich und eh viel zu teuer.

bozzo
 

Dagegen72

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In der ALG II - Praxis sind auch nicht wirklich die Leute gemeint denke ich, sondern die dahinter stehenden verwaltungs-emotionslos-robotisch ausgeführten und in ganz Deutschland gleichgeschalteten JC-Gesetze / Vorschriften / Gesprächsvorgaben. Diese allerdings führen die SBs nach Vorschrift und internen Dienstanweisungen aus, sie tun es freiwillig, sie wechseln nicht etwa den Job / den Beruf. Mein SB freut sich, bald Arbeitsvermittler zu sein. :confused:

Der - angeblich - respektlos sprechende Bürger-in weiß, dass ein Mensch zu Mensch reden nicht möglich ist, denn die Gesetze und Vorschriften müssen eingehalten werden. Ja, oder er schweigt am besten, um nicht gegen Windmühlen zu reden. Das sollte er auch tun. Und lieber Widersprüche schreiben u.ä.

Und wenn Fernsehen an der Verrohung der Leute schuld dran sein soll, dann sollte man den Mist nicht im Fernsehen laufen lassen, ansonsten muss man davon ausgehen, dass alles so gewollt ist.

Bin da eher bei dir flandry # 14

Und sollte Beamten-Unterwürfigkeit in Deutschland etwas aufgebrochen sein, sehe ich da erst einmal nichs Negatives drin.

Menschenwürde kann nicht nur von der einen Seite des Schreibtisches verlangt werden.

Und nicht nur einem Elo sollte zugestanden werden, dass er von einem unsteten beruflichen Lebenslauf in einen stetigen beruflichen Lebenslauf wechseln kann und auch gemäß: Was geht mich mein Geschwätz von gestern an, sollte man dies auch Helena Fürst zugestehen.

Wer weiß, was sie letztendlich dazu gebracht hat, sich auf die richtige Seite zu stellen :wink: Man sollte einen Menschen nicht auf etwas Bestimmtes, das er mal vor gewisser Zeit getan hat, drauf festnageln.

Menschen können sich auch verändern.

Ein Tischler, der ein Jahr arbeitslos war, wird nicht zum Invaliden, aber er wird zur Hilfskraft vom Jobcenter gemacht. Das ist nicht ok. Und der Tischler weiß, dass er noch tischlern kann !

https://www1.wdr.de/studio/aachen/themadestages/brandsatz-auf-jobcenter-hueckelhoven-102.html

Seitdem haben die Jobcenter viel unternommen, um die Sicherheit in ihren Räumen zu erhöhen: Trotzdem bleibt ein Gefühl der Bedrohung bei den Mitarbeitern. Denn sie wissen: Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen haben sie jeden Tag Kontakt zu Menschen mit schwierigen Biographien – und bei dem einen oder anderen kann schon eine weitere Enttäuschung, wie die Ablehnung eines Antrags auf Unterstützung, zu einen Gewaltausbruch führen.
 

flandry

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Ausgerechnet Helena Fürst anzuführen, ist schon etwas gewagt, wenn man die ersten Schritte dieser Frau im TV kennt, als sie noch auf der anderen Seite stand.
Dann kam ein Geldanagebot, dass sie gerne annahm, um dafür problemlos die Seiten zu wechseln. Die Frau ist einfach nur widerlich!
Mich interessiert eigentlich nur eines: Unterstützt die Frau heute Elo's?

Da gibt es doch eine rund 2000 Jahre alte Geschichte von Saulus und Paulus. Weshalb soll das heute nicht möglich sein?
Die Mitarbeiter in den JC arbeiten nicht aus Nächstenliebe, sondern wegen Geld und sicherem Arbeitsplatz, also aus Eigennutz, Profitgier. Immerhin, einige haben soviel Anstand, dass die sich persönlicher Beschimpfungen enthalten. Weiter reicht deren Moral auch nicht.
Da ist mir jemand, der gegen Geld Missstände aufdeckt wie Günther Wallraf, und die ganzen Verbraucherschützer lieber. In der Kategorie sehe ich Helena Fürst. Es muss ja nicht jeder ein Märtyerer wie Inge Hannemann und Edward Snowdon sein.
Ganz im Sinne von Brecht: Erst kommt der Bauch und dann die Moral.

@ dagegen72
Ich bin richtig überrascht, dass du mich mal unterstützt. :)
 

Dagegen72

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@flandry: So? War das nicht immer so? Dann waren es vielleicht andere Themen? Oder ich habe es nicht geblickt :icon_hihi:

Jedenfalls werden schon seit April letzten Jahres härtere Strafen für Angriffe auf den öffentlichen Dienst gefordert.

Härtere Strafen für Angriffe auf Polizisten - Nachrichten Print - WELT KOMPAKT - Politik (Print DWK) - DIE WELT

Ich frage mich nur: warum soll jemand Feuerwehr und Rettungskräfte angreifen?

(Polizei greift manchmal selbst unnötig hart durch was man so liest und hört, werden aber Einzelfälle sein)
 
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