Bayern: Mit Volksbegehren gegen den Pflegenotstand - Unterschriften sammeln auch in Baden-Württemberg (1 Betrachter)

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Dagegen72

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https://www.marx21.de/bayern-volksbegehren-pflegenotstand/
Mit über 100.000 eingesammelten Unterschriften gegen den Pflegennotstand an Bayerns Krankenhäuser sei vier mal soviel eingesammelt worden wie nötig sei.!

Tolle Politik der Landesregierung in Bayern!! Das so ein Volksbegehen überhaupt nötig ist! Ach ja, die Landesregierung in Bayern ist die CSU. :icon_kotz:
und ach
Seehofer schlug Söder selbst als Nachfolger im Amt des Regierungschefs vor. "Er kann es und er packt es. Das ist Markus Söder", sagte der Vorsitzende. Die großen Fragen Bayerns seien schon früher zwischen ihm und Söder in großer Einigkeit entschieden worden.
https://www.n-tv.de/politik/Seehofer-kuendigt-neue-Ara-an-article20188230.html

ah ja .. so so :icon_kotz: :icon_lol: *Schenkelklopfer* wenn ich mir die Birne wegsauf, dann glaube ich es. Vielleicht.

Linke und Verdi kämpfen auch im baden-württembergischem Schramberg gegen den Pflegenotstand und sammelten Unterschriften! https://www.nrwz.de/in-kuerze/kurzberichtetsb/pflegenotstand-bekaempfen/212737
SCHRAMBERG (him) – Die Gewerkschaft Verdi hat gemeinsam mit der „Linken” im Kreis Rottweil am Samstag vor dem Schramberger Rathaus auf den Pflegenotstand aufmerksam gemacht und Unterschriften gesammelt.
Spahns Patientenuntergrenzen gelten erst ab Januar 2019
Per Ersatzvornahme hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im August Pflegepersonaluntergrenzen (PPUG) in Kliniken festgelegt. Sie gelten ab dem 1. Januar 2019 für die pflegesensitiven Bereiche Intensivmedizin, Geriatrie, Unfallchirurgie und für die Kardiologie. Die PPUG regelt, um wie viele Patienten sich eine Pflegekraft in Zukunft maximal kümmern darf. So wird ein Pfleger oder eine Pflegerin auf der Intensivstation tagsüber nicht mehr als zwei und nachts nicht mehr als drei Patienten versorgen dürfen. Kliniken, die in diesen vier Abteilungen dauerhaft zu wenig Pflegekräfte haben, müssen entweder Personal einstellen oder weniger Patienten behandeln.
https://www.barmer.de/presse/bundes...ortinfo/pflegekraft-untergrenze-klinik-166346

aber nur für vier Klinikbereiche
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will per Verordnung Personaluntergrenzen für Pflegekräfte in vier intensivmedizinischen Abteilungen der Krankenhäuser vorgeben. Das entsprechende Verfahren dafür sei an diesem Donnerstag eingeleitet worden, teilte Spahn in Berlin mit. Damit reagiert der CDU-Politiker darauf, dass sich die Verbände von Krankenhäusern und Krankenkassen nicht selbst auf eine Regelung zur Personalstärke einigen konnten. Die Verhandlungen waren Ende Juli gescheitert.
https://www.faz.net/aktuell/wirtsch...zen-fuer-vier-klinikbereiche-an-15752495.html :icon_eek:

oh man - ich hatte vor Jahren mal ne OP, war danach heiser - und die Nachtschwester moserte, dass sie mich akustisch nicht versteht was ich wolle, ich soll endlich lauter reden ...ich konnte ihr nicht verständlich machen, dass ich gerade ne OP hatte. Sonst ist sie echt eine nette Krankenschwester - aber in jener Nacht hat es nicht richtig geklappt. Das war keine schöne Erfahrung für mich. Am anderen Tag ging es wieder , ich glaube, sie hat mich gar nicht erkannt, dass ich das von der Nacht zuvor war.
 
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faalk

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PPUG in Krankenhäuser gut und schön. Nur dann sollte man selbige auch in (Alten)Pflegeheime fordern, wo u.a. in der Nachtwache zwei Pflegkräfte für 90 Bewohner zuständig sind.

Aber Herr Spahn denkt warscheinlich, nachts, da schlafen die alten Leute doch sowieso.
 

Kerstin_K

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ISt ja alles gut und schön, nur wenn keien Pflegekräfte da sind, die man einstellen könnte, heisst das eben weniger Patienten behandeln. Und wo sollen die dann hin?

DIe Medizinische Hochschule in Hannover hat das gerade bekanntgegeben, dass da Kinder abgewiesen werden mussten, weil aus der Kinderintensivstation nicht genug Pflegepersonal vorhanden ist. De kgehen davon aus, dass sogar Kinder gestorbn sind, weil sie eben nicht optimal behandelt werden konnten.

Sicher muss man gegensteuern. Es dar nicht sein, dass Krankenhausbetreiber oder Betreiber von Pflegeheimen auf Kosten der Patienten am Personal sparen, aber es gibt eben auch die andere Seite.
 

Dagegen72

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das es überhaupt erst soweit gekommen ist - das hätte man doch vorhersehen können! Aber hauptsäche Spahn hat seine gesetzlich garantierte und automatische Diätenerhöhung. Warum sollten sowas Pflegekräfte nicht haben? Oder andere Knochenjobs?? Warum sind die die am härtetsen arbeiten so widerlich schlecht bezahlt und deshalb personell unterbesetzt noch dazu ohne Rücksicht auf das privat leben.

mit ein Grund, warum gerade der Pflegeberuf so unterbelegt ist hat wohl auch damit zu tun, dass er mit dem Privatleben so widerlich schlecht vereinbar ist. Bspw. wenn man eigene Kinder hat oder eigene pflegebedürftige Eltern .. gar wenn man alleinerziehend ist - also nachts für die Nachtschicht eine Nanny zu finden ist glaube ich auch nicht so einfach.
 

Kerstin_K

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Auf der anderen Site leisten wir uns de Luxus, vollausgebildete Pflegekräfte, die nur teilzeit arbeiten können, nicht einzustellen.

Meine frühere Haushaltshilfe ist voll ausgebildete Krankenschwester. Sie iat alleinerziehend, 2 Kinder 5 und 8 Jahre alt.

Vormittags könnte sie arbeiten, aber keiner will sie. Mit Pflegenotstand passt das nicht wirklich zusammen...
 

Zeitkind

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aber nur für vier Klinikbereiche.
Selbst die Untergrenzen halte ich mit 10 bis 24 zu 1 für fragwürdig.
Zukünftiges Verhältnis Patienten zu Pflegepersonal meinte:
  • Intensivmedizin: 2:1 tagsüber und 3:1 nachts; dies gilt auch für Wochenenden und Feiertage.
  • Geriatrie: 10:1 tagsüber und 24:1 nachts.
    An Wochenenden und Feiertagen gilt das Verhältnis 11:1 in der Tag und 24:1 in der Nachtschicht.
  • Unfallchirurgie: 10:1 tagsüber und 20:1 nachts.
    An Wochenenden und Feiertagen gilt das Verhältnis 11:1 in der Tag– und 21:1 in der Nachtschicht.
  • Kardiologie: 11:1 tagsüber und 24:1 nachts.
    An Wochenenden und Feiertagen gilt das Verhältnis 13:1 in der Tag– und 23:1 in der Nachtschicht.
(Quelle)
Davon abgesehen habe ich in allen Klinikaufenthalten der letzten Jahre erlebt,
daß die Stationen regelmäßig überfüllt sind und viel zu wenig Betten vorgehalten werden.
Es gibt aber in Kinderkliniken auch hochmoderne ITS Plätze, welche wegen Personalmangel nicht besetzt werden können.
Ich will garnicht wissen wie sich das auswirkt, wenn Katastrophen mit Massen von Verletzten passieren.
Einsparende Privatisierung gepaart mit Wachstumswahn gegen menschliche Bedürfnisse.
 
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