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Bayer baut 12.000 Stellen ab

Dagegen72

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#1
https://www.saarbruecker-zeitung.de...llen-ab-vor-allem-in-deutschland_aid-34814225
.. davon ein signifikanter Teil in Deutschland
Der Leverkusener Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer will mehr als jede zehnte Stelle weltweit streichen. Insgesamt sollen bis Ende 2021 rund 12 000 der 118 200 Arbeitsplätze abgebaut werden. „Ein signifikanter Teil“ der Stellenstreichungen werde in Deutschland erfolgen, teilte das Unternehmen gestern mit – sozialverträglich, wie es hieß. Genaue Zahlen für Deutschland nannte das Unternehmen aber nicht.
 

Dagegen72

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#2
An die tausend Mitarbeiter protestieren gegen die Stellenstreichungen von Bayer! Sie hätten Angst, dass es noch mehr Stellen würden, hieß es heute im TV. (stellt euch vor, ich berichte euch das mit einem Mikrophon in der Hand als Reporterin in spe :idea::biggrin:)
https://www.wz.de/nrw/wuppertal/wuppertal-hunderte-bayer-mitarbeiter-demonstrieren_aid-34869563
im Fernsehen wurde auch gezeigt, dass seit Jahren an einem neuen Werksbereich für Bayer gearbeitet wurde, der nun gar nicht in Betrieb genommen werden wird.

Tja, die Monsanto-Klage hat Bayer wohl ganz schön geschadet. Dennoch bringt es dem Kläger nichts, denn der liegt im Sterben! :icon_motz:
Das waren noch die Meldungen im August diesen Jahres:
Bayer hat Monsanto übernommen. Gegen den Saatguthersteller laufen viele Prozesse wegen möglichen krebserregenden Substanzen. Das ist gefährlich für die Leverkusener?
https://www.zeit.de/2018/34/bayer-monsanto-klage-glyphosat-kosten

In den USA wurde der Konzern Monsanto zu einer Schadenersatzzahlung von 289 Millionen Dollar verurteilt. Bekommen soll sie ein 46-Jähriger, der als Platzwart in einer Schule den Unkrautvernichter Glyphosat verwendet hatte. Der Mann leidet an Lymphdrüsenkrebs.
https://www.tt.com/wirtschaft/unter...hosat-monsanto-muss-hunderte-millionen-zahlen
Drei Monate später werden Stellen abgebaut. Ja, so läuft das nun mal im Kapitalismus.
 

swavolt

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#3
Überall werden Stellen abgebaut.
Es werden immer weniger Arbeitsstellen, nicht mehr.

Solche Meldungen gibts nur weil ???
Interessiert mich nicht.
Die Unternehmen tun das um Geld zu sparen oder Geld vom Staat zu bekommen.
Subventionen sollte man unterlassen.
 

erwerbsuchend

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#4
Die Stellenstreichungen bei Bayer erfolgen nicht wegen den Klagen gegen Monsanto, sondern wegen der Synergie-Effekte, die sich aus der Übernahme von Monsanto bei Bayer ergeben. Es werden also hauptsächlich durch die Übernahme nun doppelt vorhandene Strukturen abgebaut. Dies ist nicht ungewöhnlich oder total neu, sondern wird seit je her nach Firmenübernahmen so gehandhabt. Das Gleiche passiert derzeit auch bei Karstadt/Kaufhof.
 

erwerbsuchend

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#6
und auf der anderen Seite soll es soviel unbesetzte Stellen geben, angeblich sollen 40.000 LKW-Fahrer fehlen.
Was hat das jetzt mit dem Thema Bayer zu tun? Dafür wäre ein eigener Thread sinnvoller.

Davon abgesehen ist es richtig, dass LKW-Fahrer fehlen. Man frage sich einfach nur mal warum. Auf der anderen Seite sollte man sich gleichzeitig fragen, warum sehr viele Speditionsaufträge an Speditionen aus Ost- und Südosteuropa gehen, damit sind Fahraufträge innerhalb von Mittel- und Westeuropa gemeint, sogenannte Karbotage.
 

AsbachUralt

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#7
Früher rekrutierten die Speditionen viele ihrer Fahrer aus Ex-Soldaten, denn beim Bund konnte man ja kostenlos den damaligen FS Kl. 2 machen. Inzwischen sind die Kosten für den LKW-FS in einem Bereich, den sich viele junge Menschen nicht leisten können. Und für die Ausbildung zum Berufskraftfahrer verlangen die Betriebe auch schon meist den Klasse B FS.
Dazu kommt, dass der Beruf nicht mehr das Flair der Freiheit mit sich bringt, oder der Fahrer noch König der Fernstraßen ist, sondern ein von Termindruck und Staus geplagter und durch GPS und Handy bestens überwachter und schlecht bezahlter Malocher ist. Und das, obwohl er die Verantwortung für sehr hohe Werte trägt. Und zusätzlich noch die Unfallgefahr, denn es kann jeden treffen, dass ihm einmal die Augen zufallen. Ein Trucker ist immer mit 1 Bein im Knast, mit dem anderen Bein im Sarg.
Und dazu die Konkurrenz aus Osteuropa, wo in Polen sogar schon Philippinos als Fahrer eingesetzt werden, weil die wohl noch billiger arbeiten, als die eigenen Landsleute. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie die einmal ihren FS erworben haben.
Hätte ich Kinder, ich würde ihnen von diesem Beruf, ob LKW oder Busfahrer absolut abraten. Dann noch lieber U-Bahn Fahrer.
 

Salzwasser

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#8
Die Stellenstreichungen bei Bayer erfolgen nicht wegen den Klagen gegen Monsanto, sondern wegen der Synergie-Effekte, die sich aus der Übernahme von Monsanto bei Bayer ergeben. Es werden also hauptsächlich durch die Übernahme nun doppelt vorhandene Strukturen abgebaut. Dies ist nicht ungewöhnlich oder total neu, sondern wird seit je her nach Firmenübernahmen so gehandhabt. Das Gleiche passiert derzeit auch bei Karstadt/Kaufhof.
Das gilt für die Pestizidbranche und umfasst ~4000 Stellen.

Der Abbau der anderen 8000 Stellen hat mit Synergieeffekten oder der Monsanto-Übernahme nichts zu tun.
 

Sabattical

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#9
Früher rekrutierten die Speditionen viele ihrer Fahrer aus Ex-Soldaten, denn beim Bund konnte man ja kostenlos den damaligen FS Kl. 2 machen.
Man muß auch bitte differenzieren: nicht Jeder, der einen LKW-Führerschein hat, fährt anschließend quer durch Europa. Es gibt genug Trucker, die im Nahbereich arbeiten und ganz normal abends nach Hause kommen. Stichwort: Auslieferung von Lebensmitteln an Supermärkte. Oder Baustoffe. Oder Heizöl. Die Liste lässt sich beliebig verlängern.

Und ja: Viele machten damals den "Lappen" bei der Bundeswehr. Ich übrigens auch. Ich habe ihn mir aber nie ins "Zivilleben" überschreiben lassen. Kein Bedarf. Klar ist aber auch: der Wehrdienst hatte nicht nur Nachteile. Will man heute nicht so gerne sehen.

Was Bayer angeht: das ist ein Großkonzern. Das läuft dann so wie in anderen Großkonzernen ab. Der Betriebsrat entscheidet mit, es gibt großzügige Abfindungen, Frühverrentung etc. pp. Da wird niemand einfach so vor die Tür gesetzt wie in einem Kleinunternehmen.

Was ist aus den Leuten bei Nokia in Bochum geworden? Oder den Opelanern in Bochum? Hab' nichts davon mitbekommen, daß da jemals einer wegen der Entlassung gejammert hat.
 

AsbachUralt

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#10
Was ist aus den Leuten bei Nokia in Bochum geworden? Oder den Opelanern in Bochum? Hab' nichts davon mitbekommen, daß da jemals einer wegen der Entlassung gejammert hat.
Nicht vergessen die Telekomer.
Das gehört auch zu den Ungerechtigkeiten in Deutschland.
Sobald es Konzerne sind, die Arbeitsplätze abbauen, gibt es Auffanggesellschaften und andere Maßnahmen. Diejenigen die in kleineren Betrieben arbeiten und den Arbeitsplatz verlieren, müssen oft noch vor Gericht ziehen, um vielleicht noch eine Abfindung zu erhalten.
Eine große Ausnahme waren allerdings die"Schleckerfrauen", die ließ man auch im Regen stehen.
 

bla47

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#12
.... noch eine Abfindung zu erhalten.
Eine große Ausnahme waren allerdings die"Schleckerfrauen", die ließ man auch im Regen stehen.
Eine Abfindung bei Insolvenz ? Von was dann noch ? Meines Wissens wird nur eine Abfindung angeboten, wenn nicht alle gehen müssen und noch Geld da ist. Offiziell war das bei Schlecker nicht so.
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