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Bartsch tritt zurück

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Arania

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#4
Warum nicht, da wollte er doch eh hin?
 
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#7
Der ein kommt, der andere geht...

...mal in Die Linke, mal in die SPD und umgekehrt.

Im Westen nicht Neues und im Osten auch nicht.
 

Nustel

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#8
Der ein kommt, der andere geht...

...mal in Die Linke, mal in die SPD und umgekehrt.

Im Westen nicht Neues und im Osten auch nicht.
Wow, was für ein Zitat. Begründung bitte.:icon_pause:
 
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#9
Welches Zitat? :icon_kinn:

Schau doch mal selbst nach, wer in den letzten Jahren der WASG/DIE LINKE beigetreten ist bzw. wer von DIE LINKE in die SPD eingetreten ist.
 

Nustel

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#12
Welches Zitat? :icon_kinn:

Schau doch mal selbst nach, wer in den letzten Jahren der WASG/DIE LINKE beigetreten ist bzw. wer von DIE LINKE in die SPD eingetreten ist.
Klär mich doch auf .
Mit einem wissenden Link.:icon_pause:
 

FrankyBoy

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#13
Leute, hier geht es um insgesamt 3 Personen, die einer Partei angehören und beim Lesen des Artikels der Anlage aus Posting #1 kam in mir ein Kackreiz auf - habe ich das richtig gelesen? Gibt es auch in unserer Partei eine Ost/West-Debatte bezüglich Parteifunktionäre?

Ich glaube ich spinne, in den 90iger Jahren habe ich einmal in der Ex-DDR gearbeitet und zwar länger als ein Jahr - klar, die Lebenserfahrungen der dort Einheimischen waren natürlich andere, wie die von uns Wessis aber die Menschen sind deshalb doch nicht schlechter!

Meine Eindrücke waren die, dass die Menschen im Ostteil unseres Landes zunächst einmal viel freundlicher waren, als in vielen Teilen des Westens - ich habe Charrakterzüge erlebt, wie ich sie hier oft vermisst hatte - ich meine, wir sind jetzt seit 20 Jahren vereint und viele Menschen kennen die DDR nur aus Geschichtsbüchern.

Die vielen Jahre haben aber aufgezeigt, dass es sehr wohl geniale Köpfe aus dem östlichem Teil unserer Republik hervor gegangen sind und es war wirklich nicht alles schlechter.

Wann werden wir endlich die Mauer in unseren Köpfen los - für mich ist Mensch gleich Mensch und erst durch die Handlungen eines jeden Individiums sollte man darüber richten, was für eine Art von Mensch jemand ist - dass gilt für mich global, ohne Rücksicht auf das Herrkunftsland denn was für eine Gesellschaft wünschen wir uns eigentlich?

Ich bedaure, dass sich die Ereignisse so zugespitzt haben weil ich ebenfalls Mitglied dieser Partei geworden bin, nachdem die SPD zweifelsfrei als eine Truppe von Volksverrätern (mit wenigen Ausnahmen) auszumachen war.

Gut, dass der Kälteeinbruch mir einige freie Stunden bringt, damit ich mich mal wieder umfassend informieren kann.
 
E

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#14
Vielleicht liegen die Auseinandersetzung innerhalb der Partei DIE LINKEN auch an den unterschiedlichen Wurzeln von PDS und WASG.
 

Nustel

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#15
Ich glaube ich spinne, in den 90iger Jahren habe ich einmal in der Ex-DDR gearbeitet und zwar länger als ein Jahr - klar, die Lebenserfahrungen der dort Einheimischen waren natürlich andere, wie die von uns Wessis aber die Menschen sind deshalb doch nicht schlechter!

Meine Eindrücke waren die, dass die Menschen im Ostteil unseres Landes zunächst einmal viel freundlicher waren, als in vielen Teilen des Westens - ich habe Charrakterzüge erlebt, wie ich sie hier oft vermisst hatte - ich meine, wir sind jetzt seit 20 Jahren vereint und viele Menschen kennen die DDR nur aus Geschichtsbüchern.

Die vielen Jahre haben aber aufgezeigt, dass es sehr wohl geniale Köpfe aus dem östlichem Teil unserer Republik hervor gegangen sind und es war wirklich nicht alles schlechter.

Wann werden wir endlich die Mauer in unseren Köpfen los - für mich ist Mensch gleich Mensch und erst durch die Handlungen eines jeden Individiums sollte man darüber richten, was für eine Art von Mensch jemand ist - dass gilt für mich global, ohne Rücksicht auf das Herrkunftsland denn was für eine Gesellschaft wünschen wir uns eigentlich?

Ich bedaure, dass sich die Ereignisse so zugespitzt haben weil ich ebenfalls Mitglied dieser Partei geworden bin, nachdem die SPD zweifelsfrei als eine Truppe von Volksverrätern (mit wenigen Ausnahmen) auszumachen war.

Gut, dass der Kälteeinbruch mir einige freie Stunden bringt, damit ich mich mal wieder umfassend informieren kann.
Danke. Das tat gut. Bin selber Wessis, kann das Geschrieben nur unterstreichen und bestätigen.
Selbst hier im Forum gibt es genug Eierköpfe die es nie begreifen.
 
E

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#16
hallole ihr lieben,

ich kann franky nur recht geben. mir sind meine ganze angeheiratete ostverwandtschaft lieber als die ich hier im westen habe. was ich schätze sind die offenheit und auch ein gegenseitiges vertrauen. hier sind alle so stoffel. kleine frage kannst du mir helfen bei ...... hm, nee, hab keine zeit. anruf drüben nur mal so alle WE, man schildert was sache ist, und schon kommt die frage: wie dringend, wir können dann und dann mal vorbeikommen, langt das? das ist glaub ich der große unterschied, im osten sind die menschen viel eher zum zusammenhalt und gegenseitiger unterstützung bereit.

hallo canigou,

ja das kann ich unterschreiben. die konkurrenz zwischen ehemaliger WASG und ehemaliger PDS sind in der Linken in vielen verbänden immer noch ein trenngraben.

liebe grüße von barbara
 

FrankyBoy

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#17
Vielleicht liegen die Auseinandersetzung innerhalb der Partei DIE LINKEN auch an den unterschiedlichen Wurzeln von PDS und WASG.
Klar sind die Wurzeln andere aber lass uns doch nichts vormachen, wir erleben seit zig Jahren die selbe Realität und die gleichen schwachsinnigen Gesetze, die aus der einstigen Konjunkturlokomotive eine Exportabhängige Sklavenlavine gemacht hat und wie in einem anderen Thread zu lesen, offenbar ohne Kenntniss der Bundesregierung, weil die Lobbyisten ja den ganzen Schriftkram machen und die Volksverräter, dieses nur noch abnicken.

Wie anders sind van der Lyens Äußerungen sonnst zu bewerten?

Um zurück zum Thema zu kommen - ich kann einfach nicht nachvollziehen, welche objektiven Gründe es gibt, diesen Ost-/Westkonflickt immer noch zu schüren - es sind doch nicht die Menschen die dort leben die schuld daran sind, dass sie unter solchen Bedingungen leben müssen sondern es ist die Politik, die ein 20-jähriges Experiment von niedrigen Lohnen = mehr Arbeitsplätze immer noch fortführt um dammit das Gegenteil zu erreichen, was die uns ständig vorblubbern wollen.

Ich finde die politisch diktierte Chancenlosigkeit der Mitmenschen in der Ex-DDR ist der Grund dafür, dass solche Fragen überhaupt noch aufgeworfen werden - wo sind denn die blühenden Landschaften die einst ein gewisser Herr Kohl versprochen hatte? Na ja, vielleicht in schimmligen Ecken von nahezu unbewohnbaren Häusern vielleicht...
 

Nustel

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#18
hallole ihr lieben,

ich kann franky nur recht geben. mir sind meine ganze angeheiratete ostverwandtschaft lieber als die ich hier im westen habe. was ich schätze sind die offenheit und auch ein gegenseitiges vertrauen. hier sind alle so stoffel. kleine frage kannst du mir helfen bei ...... hm, nee, hab keine zeit. anruf drüben nur mal so alle WE, man schildert was sache ist, und schon kommt die frage: wie dringend, wir können dann und dann mal vorbeikommen, langt das? das ist glaub ich der große unterschied, im osten sind die menschen viel eher zum zusammenhalt und gegenseitiger unterstützung bereit.



liebe grüße von barbara
Kurz und gut: Vollkommen richtig. Die Menschen gehen da unvoreingenommen auf einen zu,wenn man sich kennenlernt, ohne erst mal zu fragen, was man bedeutet oder darstellt.

Ich hatte da vor längerer Zeit mal einen Disput mit Jemanden(?) in diesem Forum, welche meinte, Ossis würden Müll auf die Straße werfen.

Ja, da fehlen einem die Worte. Ich kann vergleichen zwischen meiner ach so tollen WessiMedienstadt und einer Ostdeutschen Stadt.
 
E

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#19
Hallo FrankyBoy,

ich stimme Dir ja weitestgehend zu. :icon_smile:

Leider bedeutet jedoch das gemeinsame Erfahrene nicht auch unbedingt das Ausblenden der eigenen Wurzeln bzw. Vergangenheit.

Die Mitglieder der WASG und der PDS waren bzw. sind von ihrer Geschichte her doch zu unterschiedlich und da ist offensichtlich nicht zusammengewachsen, was zusammengehört.
 

FrankyBoy

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#20
Hallo FrankyBoy,

ich stimme Dir ja weitestgehend zu. :icon_smile:

Leider bedeutet jedoch das gemeinsame Erfahrene nicht auch unbedingt das Ausblenden der eigenen Wurzeln bzw. Vergangenheit.

Die Mitglieder der WASG und der PDS waren bzw. sind von ihrer Geschichte her doch zu unterschiedlich und da ist offensichtlich nicht zusammengewachsen, was zusammengehört.
Den Eindruck hatte ich auch, als ich den Artikel aus Posting #1 gelesen habe aber wenn ich mir die Presseerklärung von Gregor Gysi aus Posting #2 ansehe, dann stimmt mich das versönlicher.

Als ich in die Partei eingetreten bin, hatte ich 40ig Jahre Lebenserfahrung und schau mal, eigentlich hat ein Ossi dafür gesorgt, dass ein anderer Ossi nicht mehr antritt weil ein Wessi verunglimpft wurde - gab es so etwas schon einmal in dieser "Größenordnung" in einer anderen Partei?

Ich finde wir sollten endlich mal alle aufwachen, um der Regierung zu sagen, was sie doch für eine volksverachtende Bande ist und das nun unabhängig ob wir im Westteil oder dem Ostteil unserer Republik aufgewachsen sind - o. K. wenn die so weiter machen, dann gibt es eh in 2 Monaten den Entschluß zu Neuwahlen aber eines ist doch jetzt schon abzusehen: Es wird asozialer, als je zuvor in Deutschland.

Klar, dass so etwas gerade in unserer Partei passiert finde ich mehr als bedauerlich aber was jetzt nun wann im einzelnem war, darüber können wir glaube ich nur spekulieren - aber ich denke das die innerdeutschen Ost-/West-Konflikte das Resultat einer jahrzenhtelangen, falschen Politik ist die dafür gesorgt hat, dass der Unterschied im Einommen und den Möglichkeiten immer noch so weit auseinander klaffen, wie zu Anfang des Experiments Eingliederung der DDR und das ist der eigentliche Skandal, der hier der Treibsatz aller diesbezüglichen Gedanken sind...

Ist jetzt etwas schwer zu verstehen wie ich zugeben muss aber als Kenner "beider Völker" ist das der Eindruck, den ich in vielen Jahren darüber gewonnen habe - schade, meine Pause wurde soeben durch Kunden beendet - vielleicht bis heute Abend...
 
E

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#21
@Nustel: Wenn Du nicht in der Lage sein solltest, Deinen Ton und die unterschwelligen Unterstellungen runterzuschrauben, dann maule doch woanders. :cool:
 

Nustel

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#22
@Nustel: Wenn Du nicht in der Lage sein solltest, Deinen Ton und die unterschwelligen Unterstellungen runterzuschrauben, dann maule doch woanders. :cool:
Warum, macht doch Spaß. Dann bring doch mal richtig gute Argumente. Bin überzeugt, dass wir noch richtig gute Kumpel werden, gell?
 
E

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#24
hallole ihr lieben,

ja seid ihr jetzt auf krawall gebürstet?
lasst das doch bitte :icon_evil: sonst geht es am thema zuweit vorbei.

liebe grüße von barbara
 
E

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#26
also ich habe Dietmar Bartsch eigentlich immer gemocht und mag ihn auch weiterhin. Eine sehr sympathische Person. Wünsche ihm deshalb Gutes und Gesundheit. Und wenn ich ehrlich bin habe ich auch in einigen Aspekten fast dieselben Ansichten wie er. Ich komme aus dem Osten. Also von Frankreich aus gesehen. Und ich hoffe immer auf weniger, statt mehr Grenzen. Die Grenzen sind uns nur im Weg. Was den Streit betrifft kann ich nicht viel dazu sagen, habe mich nicht so sehr dafür interessieren können. Wünsche aber allen Beteiligten eine ruhige Zeit. Auch wenn die Journallie das wohl nicht zulassen möchte.

Ps. ganz Deutschland schielt auf DIE LINKE Personalie, wäre jetzt ein guter Zeitpunkt... mal ein wenig...:icon_kinn:

Hartz IV muss weg ! Und der Regelsatz auf 500 Euro erhöht werden! Und dieses Unterkunftskostenpauschale Ding ist Grundgesetzwidrig. Ob das auch Gregor Gysi weiß, lol. Natürlich weiß er es.:biggrin: Hoffentlich kommt Oskar auch bald wieder, der fehlt mir auch.
 

dr.byrd

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#27
Der Titel des Threads ist irreführend.
Bartsch tritt nicht zurück, sondern er kandidiert nicht mehr erneut auf dem Bundesparteitag im Mai für den Posten des Bundesgeschäftsführers.
 

Arania

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#28
Den Titel habe ich nicht ausgesucht, der war original so bei der TAZ
 

druide65

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#29
aber ich denke das die innerdeutschen Ost-/West-Konflikte das Resultat einer jahrzenhtelangen, falschen Politik ist die dafür gesorgt hat,
Jahrhundertelang.Das Deutsche Kleinstaatdenken hängt wohl irgendwie ,irgendwo immer fest.

Bundesweite Probleme müssen Bundesweit gelöst werden.
Nord,Süd,Ost ,West ist da irrelevant.

Und das Bartsch nicht mehr antreten will sollte man einfach respektieren und da nicht irgendwelche Spekulationen hinein interpretieren.
 

Woodruff

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#30
Vielleicht liegen die Auseinandersetzung innerhalb der Partei DIE LINKEN auch an den unterschiedlichen Wurzeln von PDS und WASG.
Möglich, aber ich habe eher den Eindruck, es geht hier um die "Realos" (oder auch "Reformer", von denen die meisten aus der PDS bzw. noch aus der SED stammen) und die "Fundamentalisten", die hauptsächlich aus dem Westen kommen und zu denen die Presse auch Lafontaine zählt :icon_mad:

Bestätigt sehe ich mich dabei auch durch diesem Artikel des Sterns:

Bartsch und seinen Anhänger wiederum ist das Mitregieren - wie etwa in Berlin oder jetzt in Brandenburg - wichtiger als ihr programmatisches Rückgrat. Zumindest was jene Programmteile betrifft, die Lafontaine für unverzichtbar hält: kein Sozialabbau, kein Personalabbau, keine Privatisierung, kein Nachgeben beim Kampf gegen den Krieg in Afghanistan. Auf diesen Eckpunkten, predigt der Saarländer, beruht der Erfolg der Linkspartei. Wenn sie sich zu sehr der SPD anpasse, wie etwa in Brandenburg, um Posten besetzen zu können, schwäche sie ihre gesamte Position. Vor allem im Westen und das auch noch vor so wichtigen Wahlen wie der im Mai in Nordrhein-Westfalen.

Kurz gesagt: Oskar hält Prinzipientreue für wichtiger als Postenjägerei. Auf keinen Fall will er der angeschlagenen SPD Stütze sein auf dem Weg zurück aus dem 23-Prozent-Tal. Dass dies vor allem zu Lasten der Linkspartei gehen würde, liegt für ihn auf der Hand.
Es geht hier meiner Meinung nach um einen Machtkampf zweier Flügel. Dass der eine Flügel mehr im Osten und der andere mehr im Westen vertreten ist, halte ich dabei eher für zweitrangig.

Außerdem stammen z.B. Gysi (der ja die Watsche an Bartsch verteilt hat) und Wagenknecht (die man wohl kaum zu den "Realos" zählen kann) ebenfalls aus der PDS.
 
E

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#31
Und das Bartsch nicht mehr antreten will sollte man einfach respektieren und da nicht irgendwelche Spekulationen hinein interpretieren.
So ist es. Hochgepeitscht wird das Ganze natürlich auch noch von der Presse, für die das Thema so kurz vor der NRW-Wahl ein gefundenes Fressen ist.

Den verschiedenen Flügeln in der Partei kann ich nur empfehlen, den Ball mal wieder Flach zu halten.
 

Rounddancer

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#32
wo sind denn die blühenden Landschaften die einst ein gewisser Herr Kohl versprochen hatte?
Nun, die entstehen überall dort, wo die Industrialisierung Brachen hinterläßt, wirklich überall im Osten, wo zuerst die Arbeit wegging, dann die Menschen, wer konnte, der Arbeit gen Westen nachzog, wer nicht konnte, in Armut dahinvegetiert und schließlich ausstirbt. Dort grünt und blüht es bald, denn da holt sich die Natur das Land wieder zurück. Schrebergärtner würden sagen, es verwildert.

Was die Mentalitätsunterschiede zwischen Ost und West angeht, 40 Jahre "DDR" waren Zeit, um zwei Generationen aufwachsen zu lassen, in einer Situation, wo, auch durch die Blockaden und die Industriespionage, etc. des Westens alle nicht viel hatten, aber von Oben her permanent zum Zusammenhalt, zur Solidarität aufgerufen wurden. Eine Zeit, in der im Osten der Genosse Kaufhausdirektor zwar 750 Ostmark, die Verkäuferin 250 Ostmark bekamen, aber beide davon leben, sich ernähren, und wohnen konnten. Und bessere Schulen gab es auch, man lernte alles, auch über ganz Deutschland, die Deutschlandkarte zeigte ganz Deutschland.

Hier im Westen wuchsen in der Zeit auch zwei Generationen auf. Solidarität galt als kommunistisch, es zählte, was der Einzelne für sich schaffen konnte. Die Arbeitsteilung brachte es mit sich, daß der Mann möglichst viel arbeitete, Geld scheffelte, die Frau daheim Brutpflege betrieb. Da, bis auf ein paar "Loser" jeder strebte, seinen eigenen Reichtum zu mehren ("Mein Haus, mein Auto, meine Geliebte, ...) gab es Konkurrenzstreben zwischen den Nachbarn,- selten Hilfe. Wer es sich leisten konnte, brachte seine Kinder auf eine Privatschule, um sie wegzubringen von den Arbeiter-, Gastarbeiter-, und Arbeitslosenkindern. Der Verdienst des Kaufhausdirektors war fünfstellig in D-Mark, der der Verkäuferin bei 600 bis 1000 D-Mark, - der Kaufhausdirektor konnte davon leben, die Verkäuferin kaum.
Und Schulen? Die Schüler im Westen hatten auf der Deutschlandkarte in der Mitte ein großes, schwarzes, oder schraffiertes Feld,- in dem rechts fast oben nur ein halbes Berlin, mühsam durch drei Straßen mit dem Westen verbunden. Der Rest war "Sowjetisch besetzte Zone", war "pfui", denn da waren die Russen und die bösen Kommunisten. Immer der Tenor: "Westen ist gut, Osten ist kommunistisch und pfui!"

Hier im Westen hatten es alle, die das Ganze gerne sozialer, solidarischer gehabt hätten, schwer. Ihnen rief jeder Arbeiter, jeder Taxifahrer zu: "Wenn es Dir hier nicht paßt, dann geh' doch rüber!"
So blieben die "Linken" immer eine Außenseitergruppe. Und es waren praktisch immer dieselben Leute, mal in der DKP, bei den Naturfreunden, bei irgendwelchen Initiativen und gewerkschaftsnahen Gruppen, SDAJ, KBW, KAB (Kommunistischer ArbeiterBund). Denken wir z.B. an die "Arbeiterdemonstrationen" 1968, ff., bei denen keine Arbeiter dabei waren, sondern Studenten, etc.. Später dann, als der DKP Finanzierung und Support durch die "DDR" wegbrachen, fand man viele von deren Mitglieder und Sympathisanten dann bei allem, was sich anschickte, links zu sein, und so auch bei der PDS und der WASG.
Diese Leute hatten die Schnauze voll vom Kapitalismus, und waren so aus der Theorie heraus "linker", als die, die im Osten die Schnauze voll hatten vom dort gelebten Regime,- und nun weiterleben möchten, im Alltag, aber die ihnen anerzogene Solidarität nicht aufgeben möchten.

Bespitzelt wurden und werden beide, nur die im Westen verdeckter.

Dietmar tut gut daran, sich aus dem Beschuß zu nehmen. Irgendwann wird herauskommen, wer das Gerücht über die Affäre zwischen Oskar und Sahra ausstreute. Und spätestens da wird Dietmar wieder "in" sein.

Vor zwei Jahren war es nötig, auf dem kleinsten, gemeinsamen Nenner PdS und WASG zusammenzuführen,- um die einzige, nicht neoliberale Alternative bundesweit zur Wahl zu stellen.
Jetzt muß halt gemeinsam der noch im Getriebe liegende Sand ausgeputzt werden.

Das wird schon werden. Und hoffentlich nicht so lange dauern, wie damals bei den Grünen, wo viele Chancen verspielt wurden, weil man zu hart und zu lange intern herumstritt, statt für die politischen Ziele mit den politischen Gegnern außen.
 
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#33
Es geht hier meiner Meinung nach um einen Machtkampf zweier Flügel. Dass der eine Flügel mehr im Osten und der andere mehr im Westen vertreten ist, halte ich dabei eher für zweitrangig.
:icon_daumen:

Helmut Holter (Die Linke/Mecklenburg-Vorpommern) erklärte heute morgen im DLF, dass die Linken "im Osten" auch nach Regierungsverantwortung streben, während die Linken "im Westen" ihre Rolle in der Opposition sehen.

Leider gibt es noch keinen Link zu diesem Interview.

Nachtrag:
Der Fraktionsvorsitzende der Linken im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, Holter, meinte im Deutschlandfunk, die Partei solle künftig mehr Pluralismus zulassen. Eine starke Linke müsse aber auch bereit sein, Regierungsverantwortung zu übernehmen. Dies müssten einige Mitglieder aus dem Westen noch lernen.
Quelle: DLF
 

FrankyBoy

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#34
Guten Morgen Heinz,

vielen Dank für diese Zeilen, die ich weitestgehend bestätigen kann - ich erlaube mir mal einige Anmerkungen zu deinen Äußerungen - vermutlich wird damit klar was ich meine und in meiner Jugend und Kindheit erlebt habe - die Ellebogenmentalität die du hier aufführst, ist mir erstmals in der Übergangszeit - Anfang der 80er Jahre aufegfallen, als selbst Helmut Schmidt sich von "Lobbyisten" hat was vormachen lassen.

Erinnerst du dich noch an den Anfang der Kohlregierung? Kurz nach seiner Ernennung zum Bundeskanzler gab er die Parrole aus: "Wir müssen den Gürtel enger schnallen" - rückblickend komme ich zu der Feststellung, dass etwa seit Ende 1979, Anfang 1980 viel mehr die Interessen des Großkapitals berücksichtigt wurden als zuvor und dieser Trend hat sich bis heute, dramatisch zu Lasten der Bevölkerung weiterentwickelt.

Ich kann mich gut an den Zusammenhalt einer ganzen Siedlung erinnern - wir hatten als Kinder z. B. jederzeit die Möglichkeit, zu anderen Familien zu gehen und wurden dort gut behandelt wenn uns z. B. schlecht im Kindergarten wurde oder wir andere Probleme hatten wenn unsere Eltern gerade nicht da waren - das vermisse ich total in der heutigen Zeit.

Nun, die entstehen überall dort, wo die Industrialisierung Brachen hinterläßt, wirklich überall im Osten, wo zuerst die Arbeit wegging, dann die Menschen, wer konnte, der Arbeit gen Westen nachzog, wer nicht konnte, in Armut dahinvegetiert und schließlich ausstirbt. Dort grünt und blüht es bald, denn da holt sich die Natur das Land wieder zurück. Schrebergärtner würden sagen, es verwildert.
Es war doch kein Naturgesetz dass diese Zustände verursacht hat - es waren doch politische Entscheidungen, die der DDR-Wirtschaft (auch der Industrie) den gar ausgemacht haben - alleine schon die Festlegung das eine "Treuhandgesellschaft" zuständig wurde, hat meiner Einschätzung nach, hunderttausende von Arbeitsplätzen gekostet - warum hat man das nicht mit mehr Sachverstand gemacht? So wie es gelaufen ist, hatten Konzerne leichtes Spiel, selbst wirtschaftlich gut arbeitende Betribe preiswert zu eliminieren - mehr dazu: Treuhandanstalt ? Wikipedia

Was die Mentalitätsunterschiede zwischen Ost und West angeht, 40 Jahre "DDR" waren Zeit, um zwei Generationen aufwachsen zu lassen, in einer Situation, wo, auch durch die Blockaden und die Industriespionage, etc. des Westens alle nicht viel hatten, aber von Oben her permanent zum Zusammenhalt, zur Solidarität aufgerufen wurden. Eine Zeit, in der im Osten der Genosse Kaufhausdirektor zwar 750 Ostmark, die Verkäuferin 250 Ostmark bekamen, aber beide davon leben, sich ernähren, und wohnen konnten. Und bessere Schulen gab es auch, man lernte alles, auch über ganz Deutschland, die Deutschlandkarte zeigte ganz Deutschland.
Ja, wir hatten damahls schon mehr "Zwangsabgaben" und dieses hat sich bis heute gesteigert, einzig weil sich dieses verlogene Politikerpack keinen Hintern in der Hose hat, das Steuer- und insbesondere das Sozialversicherungssystem für alle menschen vernünfig auszugestallten - wir haben ein System, dass eines der ungerechtesten weltweit ist, denn dass ein Niedriglöhner prozentual, hundert mal mehr an Krankenversicherungsbeiträge entrichten muss als ein Topmanager, ist ein Skandal, der seit jahrzehnten Realität ist.

Hier im Westen wuchsen in der Zeit auch zwei Generationen auf. Solidarität galt als kommunistisch, es zählte, was der Einzelne für sich schaffen konnte. Einspruch - ich habe es auch anders erlebt - mein Vater ist Kapitalist und dem ging es in den letzten 40ig Jahren nie schlecht - an seine Mitarbeiter hat er aber immer gedacht und auch ich habe Menschen erlebt, die da eine ganz andere Einstellung zu haben - brauche nur in den Spiegel zu schauen, aber das wird heut zu Tage von vielen zu sehr ausgenutzt - daher dosiere ich dieses Engagement. Die Arbeitsteilung brachte es mit sich, daß der Mann möglichst viel arbeitete, Geld scheffelte, die Frau daheim Brutpflege betrieb. Da, bis auf ein paar "Loser" jeder strebte, seinen eigenen Reichtum zu mehren ("Mein Haus, mein Auto, meine Geliebte, ...) gab es Konkurrenzstreben zwischen den Nachbarn,- selten Hilfe. Wer es sich leisten konnte, brachte seine Kinder auf eine Privatschule, um sie wegzubringen von den Arbeiter-, Gastarbeiter-, und Arbeitslosenkindern. Der Verdienst des Kaufhausdirektors war fünfstellig in D-Mark, der der Verkäuferin bei 600 bis 1000 D-Mark, - der Kaufhausdirektor konnte davon leben, die Verkäuferin kaum.
Und Schulen? Die Schüler im Westen hatten auf der Deutschlandkarte in der Mitte ein großes, schwarzes, oder schraffiertes Feld,- in dem rechts fast oben nur ein halbes Berlin, mühsam durch drei Straßen mit dem Westen verbunden. Der Rest war "Sowjetisch besetzte Zone", war "pfui", denn da waren die Russen und die bösen Kommunisten. Immer der Tenor: "Westen ist gut, Osten ist kommunistisch und pfui!"
Bei den Landkarten kann ich dir zustimmen aber viele, insbesondere Menschen, die Verwandte dort hatten, haben das nicht ganz so schwarz gesehen - klar, als ich als Kind mit unserer familie mal die Ex-DDR besucht haben, hatten ich auch ein anderes Gefühl in der Magengegend weil meine Mutter uns aufgeklärt hatteaber zumindest im Ruhrgebiet hatten wir das differenzierter gesehen - kann mich gut an Szenen erinnern, wo ich auf dem Fußballplatz mit Kumpels über diese Themen diskutiert hatten.

Hier im Westen hatten es alle, die das Ganze gerne sozialer, solidarischer gehabt hätten, schwer. Ihnen rief jeder Arbeiter, jeder Taxifahrer zu: "Wenn es Dir hier nicht paßt, dann geh' doch rüber!"
So blieben die "Linken" immer eine Außenseitergruppe. Und es waren praktisch immer dieselben Leute, mal in der DKP, bei den Naturfreunden, bei irgendwelchen Initiativen und gewerkschaftsnahen Gruppen, SDAJ, KBW, KAB (Kommunistischer ArbeiterBund). Denken wir z.B. an die "Arbeiterdemonstrationen" 1968, ff., bei denen keine Arbeiter dabei waren, sondern Studenten, etc.. Später dann, als der DKP Finanzierung und Support durch die "DDR" wegbrachen, fand man viele von deren Mitglieder und Sympathisanten dann bei allem, was sich anschickte, links zu sein, und so auch bei der PDS und der WASG.
Diese Leute hatten die Schnauze voll vom Kapitalismus, und waren so aus der Theorie heraus "linker", als die, die im Osten die Schnauze voll hatten vom dort gelebten Regime,- und nun weiterleben möchten, im Alltag, aber die ihnen anerzogene Solidarität nicht aufgeben möchten.
Also gegen diese Behauptungen wehre ich mich - bis in die späten 90iger Jahre hinein haben wir alle SPD gewählt - heute wähle ich die Linke weil das die einzige Partei ist, die auch dem Präkatariat die Möglichkeiten eröffnen möchte, sich gesellschaftlich und beruflich so entwickeln zu können, wie es eben möglich ist - Studiengebühren sind hier ganz mies.
Bespitzelt wurden und werden beide, nur die im Westen verdeckter.

Dietmar tut gut daran, sich aus dem Beschuß zu nehmen. Irgendwann wird herauskommen, wer das Gerücht über die Affäre zwischen Oskar und Sahra ausstreute. Und spätestens da wird Dietmar wieder "in" sein.
Dietmar ist ein gerader Politiker - ich bin sicher, dass er, da sehr intelligent, das beste aus der Situation machen wird - Gregor Gysi hat ihm ja bereits eine Brücke gebaut.
Vor zwei Jahren war es nötig, auf dem kleinsten, gemeinsamen Nenner PdS und WASG zusammenzuführen,- um die einzige, nicht neoliberale Alternative bundesweit zur Wahl zu stellen.
Jetzt muß halt gemeinsam der noch im Getriebe liegende Sand ausgeputzt werden.
Genau - Meinungsunterschiede wird es immer geben aber wenn man streitet, dann doch bitte um der Sache willen und nicht um sein eigenes EGO aufzupolieren.
Das wird schon werden. Und hoffentlich nicht so lange dauern, wie damals bei den Grünen, wo viele Chancen verspielt wurden, weil man zu hart und zu lange intern herumstritt, statt für die politischen Ziele mit den politischen Gegnern außen.
Heinz, im Grunde gebe ich dir ja vollkommen recht und möglicher Weise ist in der Umgebung von Stuttgart ein anderes Umfeld gewesen wie hier im Ruhrgebiet - meine Aussagen kann ich halt nur aus meinen Lebenserfahrungen berichten.
 

Woodruff

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#36
Der Konflikt zwischen Lafontaine und Bartsch wird zu einem Konflikt zwischen Ostdeutschland und Westdeutschland hochstilisiert. Das stimmt schon deshalb nicht, weil einige der Matadore wie etwa der Chef der thüringischen Linkspartei, Bodo Ramelow, wie auch der am Konflikt beteiligte Chefredakteur des parteinahen Organs „Neues Deutschland“, Jürgen Reents, aus dem Westen kommen. Es stimmt weiter nicht, weil sowohl im Westen Anhänger von Bartsch vorhanden sind wie auch im Osten Anhänger von Lafontaine. Vor allem gibt es dort viele Anhänger der Linken, die etwa von dem Anpassungskurs an neoliberale Glaubensmuster, wie sie im Koalitionsvertrag von Brandenburg enthalten sind, nichts halten. Selbst unter den Lesern der NachDenkSeiten sind vermutlich nicht nur Hunderte, sondern Tausende, die diese Entwicklung kritisch sehen.
Aber die Stilisierung zu einem Streit zwischen Ost und West erscheint den Matadoren geeignet, um größere Bataillone gegen Lafontaine in Stellung bringen zu können.

Fast schon nett ist die in der Kampagne geübte Praxis, wie bei einem Western in Gut und Bös aufzuteilen und dann die Guten im Osten und die Bösen im Westen zu verorten. Wirklich atemberaubend ist der Versuch, dabei die eigentlich aus der SED kommende Truppe einschließlich von bekannten Stasi-Mitarbeitern wie André Brie den Guten zuzuordnen, und ehemalige aktive Gewerkschafter wie Klaus Ernst, den stellvertretenden Vorsitzenden, zu den Radikalinskis und Realitätsverweigerern zu stempeln.

Beispielhaft für diesen durchaus gelingenden Versuch ist die Süddeutsche Zeitung vom 15. Januar, wo Lafontaine zum Realitätsverweigerer, Bartsch zum Pragmatiker und André Brie zum Vordenker, Pragmatiker und Realist der Linken stilisiert wird. Ähnlich die Welt: „Linke Sektierer“. Und eine Fülle anderer Medien.
Vollständiger Artikel: NachDenkSeiten - Die kritische Website Die neoliberale Strategie: Aus allen potentiellen Konkurrenten "Realos" machen
 
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