Bankenrettung Zur Haftung verhaftet (1 Betrachter)

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wolliohne

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  1. Zur Haftung verhaftet
    Mit Griechenland fing es an, danach mussten die Euro-Retter weiteren Ländern helfen. Nun stimmt der Bundestag über Spanien ab, eine generelle Krisenlösung ist aber nicht in Sicht. Stattdessen wächst die Haftungsunion.
    Mit den Hilfen für spanische Banken (100 Milliarden Euro), dem Hilfsprogramm für Zypern (10 Milliarden), mehr Geld für Griechenland (15 Milliarden), neuen Rettungspakete für Irland (18 Milliarden) und Portugal (35 Milliarden), Darlehen zur Deckung des Finanzbedarfs in den kommenden drei Jahren für Spanien (300 Milliarden) und vielleicht sogar für Italien (470 Milliarden) könnten die Peripherieländer fast 1000 Milliarden Euro benötigen, schreibt Commerzbank-Chefökonom Jörg Krämer in seiner Expertise.
    Quelle: Handelsblatt Anmerkung WL: Interessant in dem Artikel sind vor allem die eingeblockten Informationen über den Rettungsplan für Spanien und die Rangliste der Verschuldungsquoten der Euro-Länder.
    Wenn im Handelsblatt von einem „Fass ohne Boden“ gesprochen wird, so zeigt das eigentlich nur, dass sich die derzeitigen Rettungsaktionen auf einen Holzweg befinden. Es zeigt sich auch immer mehr, dass die Behauptung die derzeitig Krise sei eine „Staatschuldenkrise“ falsch ist. Es geht um eine Bankenkrise und um diese Krise zu bewältigen wird nichts getan, als dass die Staaten jeweils dafür haften sollen und die Rettungsschirme wiederum für die Staaten haften.
    Das hängt mit der in Europa geltenden institutionalisierten Trennung von Fiskal- (staatlicher Finanz-)Politik und der Geldpolitik (der EZB) zusammen. In den USA hat z.B. die Notenbank in der Bankenkrise den Geschäftsbanken nahezu zinslose Kredite gewährt, ohne dass dies den Haushalt belastet hätte, in Euroland mussten die Staatshaushalte belastet werden. Auch Eurobonds könnten dieses Problem nicht lösen.
    Es gibt darüber hinaus keine Anstrengungen die Banken zu restrukturieren und über eine Einlagensicherung hinaus ggf. unerwünschte Geschäftszweige in die Insolvenz gehen zu lassen.
    Siehe dazu z.B. auch Paul McCulley – MMT (Modern Money Theory) Won: Declare Victory But Be Magnanimous About It
    Given the set-up, individual Euronations would inevitably face two problems.
    If a deep recession hit, their budgets would automatically move to deep deficits. The problem would not be the Maastricht Criteria (since, after all, almost all Euronations persistently violated those criteria) but rather that markets would raise risk premia on their debt—which would cause interest rates to explode in a manner that would increase deficits further in a vicious cycle. With no “Uncle Sam” to come to their rescue, they’d have to rely on the charity of the ECB to keep their interest rates down. Good luck with that! With the ECB operating under the thumb of the Bundesbank, that was always a fool’s bet.
    The second, much greater, problem was that individual nations had become responsible for their own banking systems. But there was no hope that they’d be able to bail them out without sinking their governments. Again, this was by design of the Euro system: there was no Uncle Sam in Brussels to come to the rescue of the governments burdened by debt run-up by private banks that could easily be orders of magnitude greater than total government spending or taxing.
    Quelle: EconoMonitor
  2. Euro in schlechter Verfassung
    Finanzminister Wolfgang Schäuble warnt das Verfassungsgericht vor der »Verunsicherung der Märkte«. Die Rechte der Bürger scheinen ihm nicht so wichtig.
    Quelle: Publik-Forum
Ps. Beschneidung jetzt,und bitte nicht nur im Genitalbereich,denn sie wissen nicht mehr was sie tun da Deutschland viel höher verschuldet als Spanien!
 

zuteuer

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Die wissen schon genau, was sie tun. Das alles ist ganz genau so geplant und wird auch genauso, wie geplant, ausgeführt.
 
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