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Baldige Aussteuerung, bestehender Arbeitsvertrag und AU - Muss ich mich zwingend bei der AfA melden?

Lailani

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Hallo ihr Lieben,

Ich bin neu hier, habe mich aber in diesem tollen Forum inzwischen schon durch sehr viele Beiträge gewälzt und wollte jetzt aber noch etwas zu meinem konkreten Fall fragen.

Erstmal zur Sachlage:

Ich bin 32 Jahre alt, Erzieherin und unbefristet angestellt im ÖD.

Seit 05.09.2017 bin ich nun schon AU geschrieben wegen Depressionen und einer Angststörung.

Mein Arbeitsvertrag ist bisher nicht gekündigt worden.

Aussteuerung durch die Krankenkasse ist am 20.02.19, also einer Woche.

Da mich meine Arbeitsstelle in die Krankheit getrieben hat (Mobbing durch eine Kollegin, keinerlei Unterstützung durch meine Chefin), möchte ich dorthin eigentlich nicht mehr zurück.
Allein der Gedanke daran, hat mich in meinem gesundheitlichen Zustand sehr zurückgeworfen.

Allerdings graut es mir auch davor in die Mühlen der Behörden zu geraten, denn der nächste Schritt für mich wäre dann ja die Beantragung einer Erwerbsminderungsrente und das möchte ich eigentlich nicht. Ich bin der festen Überzeugung, dass ich es aus der Depression wieder herausschaffen kann sobald ich nicht mehr bei meinem jetzigen Arbeitgeber angestellt bin und mit diesem Thema endlich endgültig abschließen kann. Danach wäre ich auch wieder frei für eine neue Tätigkeit, da mir mein Beruf an sich ja eigentlich Spaß macht und mich nur die Bedingungen in diesem Betrieb so krank gemacht haben.
Da kündigen bzw. ein Aufhebungsvetrag wegen der Sanktionen von der AfA nicht in Frage kommen, müsste ich jetzt darauf warten, dass mein AG mich kündigt.
Ich denke/hoffe, dass dies bald geschehen wird, da ich auch schon 2016 und 2017 hohe Krankheitszeiten vorzuweisen habe und eine personenbedingte Kündigung deswegen theoretisch in Frage kommt und das von meinem AG in anderen Fällen auch schon so gehandhabt wurde.

Soviel erstmal dazu. Jetzt stelle ich mir die Frage, ob es irgendeine Möglichkeit gibt der AfA vorerst zu entgehen, denn eigentlich müsste ich mich ja am Besten schon gestern arbeitslos melden, trotz weiterhin bestehendem Arbeitsvertrag (da am 20.02. die Aussteuerung ist).
Dadurch würde ich aber auch um einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente oder ähnliche Maßnahmen (REHA) nicht herumkommen und ich kann denen ja auch schlecht sagen, dass ich jetzt einfach noch ein paar Wochen auf meine Kündigung warten will.

Gibt es für mich die Möglichkeit das privat auszusitzen?
Also sich nicht bei der AfA melden (da ich ja auch eigentlich noch nicht arbeitslos bin) und Krankenkassenbeiträge (+evtl Rentenversicherung) bis auf weiteres privat zu bezahlen (bin noch nicht verheiratet, deswegen kann ich mich auch nicht bei meinem Partner mitversichern), dafür halt auch erstmal meinen Anspruch auf ALG 1 nicht geltend machen (denn diesen würde ich mir gerne aufheben für die Zeit in der ich wirklich arbeitssuchend bin).
Da ich ein bisschen Geld angespart habe und mein Partner mich auch unterstützen würde, könnte ich so theoretisch 2-3 Monate überbrücken und hoffe ich bekomme in der Zeit meine Kündigung. Dann könnte ich mich ja ganz normal arbeitslos melden.

Oder MUSS ich mich jetzt zwingend bei der AfA arbeitslos melden weil das gesetzlich so vorgeschrieben ist im Fall der Aussteuerung?

Mir ist nur wichtig, dass ich auf keinen Fall meinen Anspruch auf ALG 1 verliere bzw. die Zeit meines Anspruchs aufgrund einer Sperrzeit verkürzt wird oder mir sonstige gravierende Nachteile entstehen.

Außerdem würde es mich noch interessieren, wie es mit Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen für den AG aussieht, nachdem die KK mich ausgesteuert hat?
Da ich ja immer noch da angestellt bin und auch nicht gekündigt werden will weil ich unentschuldigt dem Arbeitsplatz fernbleibe (also Eigenverschulden), müsste ich meinem AG ja weiterhin Krankmeldungen zukommen lassen.
Für den Fall, dass ich die nächsten Monate erstmal privat tragen kann:
Gehe ich dann weiterhin zum Arzt und lasse mir den normalen „gelben Schein“ ausstellen wie bisher oder wie läuft das genau ab? Und muss ich der Krankenkasse die Krankmeldung dann auch trotzdem noch zukommen lassen, obwohl sie mir kein KG mehr zahlt?
Dann habe ich noch eine rein hypothetische Frage:
Gesetz dem extrem unwahrscheinlichen Fall, dass ich mich doch noch entscheiden sollte auf kurz oder lang wieder in meinen alten Betrieb zurückzukehren (und die Kündigung nicht zuvorkommt), würde mir ja eine Wiedereingliederung zustehen.
Die Krankenkasse zahlt diese aber dank der baldigen Aussteuerung nicht mehr.
Liege ich richtig in der Annahme, dass diese dann von der AfA bezahlt werden muss bzw. ich in dieser Zeit ALG 1 bekommen würde? (Ich begründe das auf dieses Urteil: Kommentierte Entscheidung: Arbeitslosengeld bei stufenweiser Wiedereingliederung)

Und wäre das dann überhaupt noch möglich wenn ich so wie oben beschrieben erstmal alles privat übernehmen würde und mich jetzt erstmal nicht bei der AfA melde bzw. mich dann erst melden würde, wenn die Wiedereingliederung ansteht (müsste ich natürlich alles erst mit meinem Arzt besprechen, der ausgerechnet jetzt natürlich Urlaub hat)?

Wie gesagt ist das eine rein hypothetische Überlegung, aber ich möchte mich gerne nach allen Seiten absichern.


Habe ich vielleicht irgendwas in meinen Überlegungen außer Acht gelassen, das euch auffällt?
Da ich zum ersten mal in so einer Situation bin, ist das für mich alles nur graue Theorie. Ich habe mich jetzt auch tagelang zu dem Thema eingelesen und mich durch Google gewühlt, aber zu meinem konkreten Fall nichts gefunden.
Ich habe lange darüber nachgedacht wie es jetzt weitergehen soll und alle möglichen Wege in Erwägung gezogen, bin aber zu dem Entschluss gekommen, dass der oben beschriebene Weg für mich und meine Zukunft die beste Lösung wäre.
Ich weiß durch meinen Partner und auch aus eigener Erfahrung wie psychisch anstrengend der Kontakt mit der AfA bzw. den Amtsärzten sein kann und dass dieser oft mehr schadet als hilft und es ist mir einfach enorm wichtig, möglichst gut aus dieser Situation herauszukommen und auch wieder gesund zu werden und sobald wie möglich wieder ein geregeltes Leben führen zu können. Deswegen würde ich den behördlichen Weg gerne solange wie möglich umgehen und dafür würde ich dann eben auch mein Erspartes opfern, wenn es nicht anders geht.

Ich hoffe wirklich sehr ihr könnt mir in diesem Fall weiterhelfen oder noch weitere Ratschläge geben.
Vielen Dank schon mal im Voraus!

Ich wünsche euch einen schönen Tag! :)
Lailani
 
E

ExitUser

Gast
Insgesamt viel Text und vieles was du vor hast, da werden bestimmt einige etwas dazu sagen. Darum nur etwas kurz von mir, etwas zu deinen Gedanken das privat auszusitzen.

Gibt es für mich die Möglichkeit das privat auszusitzen?
Also sich nicht bei der AfA melden (da ich ja auch eigentlich noch nicht arbeitslos bin) und Krankenkassenbeiträge (+evtl Rentenversicherung) bis auf weiteres privat zu bezahlen (bin noch nicht verheiratet, deswegen kann ich mich auch nicht bei meinem Partner mitversichern), dafür halt auch erstmal meinen Anspruch auf ALG 1 nicht geltend machen (denn diesen würde ich mir gerne aufheben für die Zeit in der ich wirklich arbeitssuchend bin).
Bedenke das es mit Krankenkassenbeiträgen und Beiträgen zur RV (wenn das überhaupt so einfach ist) nicht getan ist. Die AV solltest du dann auch nicht ausser acht lassen. Wenn das nämlich alles so gehen würdest wie du dir das vorstellst, würdest du ohne AV Beiträge (und ohne Verdienst) schnell deine Ansprüche auf ALG verlieren, bzw. auf ein Minimum herunter fahren.
 

Lailani

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Bedenke das es mit Krankenkassenbeiträgen und Beiträgen zur RV (wenn das überhaupt so einfach ist) nicht getan ist. Die AV solltest du dann auch nicht ausser acht lassen. Wenn das nämlich alles so gehen würdest wie du dir das vorstellst, würdest du ohne AV Beiträge (und ohne Verdienst) schnell deine Ansprüche auf ALG verlieren, bzw. auf ein Minimum herunter fahren.




Erstmal dankschön für die Antwort! :)

War ja klar, dass ich was übersehen habe. 😕


Könnt man das denn umgehen indem ich mich nächsten Donnerstag kurzfristig arbeitslos melde und dann einen Tag später gleich wieder abmelde? Denn soweit ich weiß bzw. gelesen habe ist man durchaus berechtigt eine Art private Auszeit zu nehmen (z.B. für eine Weltreise), das ALG 1 steht einem dann für bis zu vier Jahre lang zu?


Falls das nicht so ohne weiteres geht weil ich noch gar nicht „richtig“ arbeitslos bin könnte ich mich dann bei der AfA aufgrund der Aussteuerung arbeitslos melden und einfach den Antrag auf Erwerbsminderungsrente bzw. Reha nicht ausfüllen was laut § 145 SGB III, Absatz 2 ebenfalls das Ruhen vom ALG 1 nach sich ziehen würde?
(Hab ich jetzt hier so nachgelesen: § 145 SGB III Minderung der Leistungsfähigkeit )
Und wenn ich dann die Kündigung habe eben dem Arbeitsamt mitteile, dass ich nun richtig arbeitslos bin und dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehe?

Ich kann halt irgendwie nicht glauben, dass man zur Erwerbsminderungsrente quasi gezwungen wird, wenn man das gar nicht möchte bzw. die Möglichkeit hätte die Zeit mit seinem privat gesparten Geld zu überbrücken. Das kann den Ämtern ja eigentlich nur Recht sein, da ich erstens kein Geld koste und zweitens sie viel früher jemanden haben den sie in eine Vollzeitstelle vermitteln könnten. :unsure:
 
E

ExitUser

Gast
Puh, du machst das echt kompliziert und stürzt dich am Ende ins totale Chaos befürchte ich.

Bevor ich dir jetzt auf dein gedankliches Chaos versuche zu antworten, lies mal diesen Beitrag: Wie ist das korrekte Vorgehen bei einer Kündigung auf ärztlichen Rat?

Vielleicht ist das ein Weg für dich um vielelicht einer Sperre bei Eigenkündigung zu umgehen. Alles andere sehe ich nämlich bei dir als finanziellen Wahnsinn an.

Könnt man das denn umgehen indem ich mich nächsten Donnerstag kurzfristig arbeitslos melde und dann einen Tag später gleich wieder abmelde? Denn soweit ich weiß bzw. gelesen habe ist man durchaus berechtigt eine Art private Auszeit zu nehmen (z.B. für eine Weltreise), das ALG 1 steht einem dann für bis zu vier Jahre lang zu?
Dafür müsstest du aber deinen Job kündigen, oder wie soll das sonst gehen mit der Meldung das du arbeitslos bist?


Falls das nicht so ohne weiteres geht weil ich noch gar nicht „richtig“ arbeitslos bin könnte ich mich dann bei der AfA aufgrund der Aussteuerung arbeitslos melden und einfach den Antrag auf Erwerbsminderungsrente bzw. Reha nicht ausfüllen was laut § 145 SGB III, Absatz 2 ebenfalls das Ruhen vom ALG 1 nach sich ziehen würde?
Klar kannst du das machen. Dann ruht das ALG, d.h. du bekommst kein Geld, die Zeit allerdings läuft weiter.

Bei allem was du bei deinen Gedanken aufs Spiel setzt (auch finanziell für die zukunft) würdest du so oder so mit einer Eigenkündigung (selbst mit 3 monatiger Sperre) besser weg kommen.
 

Kerstin_K

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Und selbst wenn du einen Antrag auf EM Rente stellst, heisst das noch lange nicht, dass die Rente auch bewilligt wird.

Und sollte sie bewilligt werden und du meinst, wieder arbeiten zu koennen, ja dann arbeitest du halt und zack ist die Rente wieder weg. Verboten ist das nicht.
 
E

ExitUser

Gast
Und selbst wenn du einen Antrag auf EM Rente stellst, heisst das noch lange nicht, dass die Rente auch bewilligt wird.
Da hast du vollkommen recht.

Nur will die TE weder zur AfA, noch irgendwas beantragen. Sie will auf eine Kündigung des AG warten, wobei der doch keinerlei Not dazu hat. Momentan hat er keine großen Kosten, muss lediglich einen Arbeitsplatz frei halten. Nur wenn sie eben gar nichts unternimmt macht sie sich alles kaputt und rennt ins finanzielle Chaos.
 

avalanche

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Hallo @Lailani und :welcome:,

Ich bin 32 Jahre alt, Erzieherin und unbefristet angestellt im ÖD.
Dann dürfte eine ordentliche Kündigung kaum möglich sein und ist im BAT auch nicht vorgesehen ist, meine ich.

Deshalb wird dich dein Dienstherr auch kaum kündigen, sondern aus meiner Sicht eher von seinem Direktionsrecht Gebrauch machen und dir einen Arbeitsplatz außerhalb deines Wohnortes zuweisen,
aber dazu sieht er bisher keine Veranlassung, weil du Krankentagegeld beziehst.

Darf ich fragen, was die Krankenkasse von sich aus unternommen hat, um deine berufliche Situation zu ändern?


Mir ist nur wichtig, dass ich auf keinen Fall meinen Anspruch auf ALG 1 verliere bzw. die Zeit meines Anspruchs aufgrund einer Sperrzeit verkürzt wird oder mir sonstige gravierende Nachteile entstehen.
Ich möchte Dir hier nicht allzu nahe treten, aber in Ruhe Alg beziehen ist im SGB nicht vorgesehen und auch bei einer Sperrzeit nach §159 Abs. 1 Ziffer 1 SGB III (Sperrzeit bei Arbeitsaufgabe) unterliegst du der allgemeinen Meldepflicht aus §309 SGB III,
die eben auch in Zeiten besteht, in denen der Anspruch auf Arbeitslosengeld ruht.

SG ave
 

Lailani

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Erstmal vielen Dank für eure lieben Antworten! :)


Ich möchte gerne nochmal auf meine Beweggründe eingehen und warum ich es gerne so handhaben wollte, wie oben beschrieben.
Muss man natürlich nicht unbedingt lesen, nur für den Fall, dass Interesse vorhanden ist und da ihr ja auch Sorgen um meine (finanzielle) Zukunft habt. :)


Ich habe einfach gemerkt, dass es mir gesundheitlich wieder sehr viel schlechter geht, seitdem ich weiß, dass ich vom KG ausgesteuert werde und dass ich jetzt vor eine Entscheidung gestellt werde bzw. es mit der AfA zu tun bekomme. Zu meinen psychischen Symptomen kommen jetzt auch immer mehr körperliche Symptome, Bauchschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit, Migräne fast jeden Tag (so wie ich es auch zuletzt hatte als ich noch in meinem Beruf war).

Mitte/Ende letzten Jahres ging es mir langsam immer besser und ich muss auch gestehen, dass ich das Thema ein bisschen vor mir hergeschoben habe und es einfach genossen habe, dass es mir besser geht und der Druck erstmal weg ist.
Das war vielleicht im Hinblick auf meine jetzige Situation nicht besonders schlau, aber ich kann es jetzt im nachhinein sowieso nicht mehr ändern.
Hinzu kommt, dass ich (aufgrund eines Vorfalls in meiner Kindheit) generell sehr große Angst vor Ärzten habe und es mir einfach davor graut es jetzt mit irgendwelchen mir komplett fremden Amtsärzten zu tun zu bekommen (und diesen ja gewissermaßen auch ausgeliefert zu sein).

Dies möchte ich wenn möglich vermeiden, denn es würde meinen jetzigen Zustand nur noch schlimmer machen und ich bin der festen Überzeugung, dass ich es aus eigener Kraft aus der Depression herausschaffe (da dann ja der Hauptfaktor - meine jetzige Arbeitsstelle - wegfallen würde), wenn ich nur etwas Zeit für mich hätte, ohne den Druck irgendwelcher Behörden im Nacken.
Ich weiß natürlich, dass dies vom Staat nicht so vorgesehen ist.
Deswegen war eben meine finale Überlegung mir diese Auszeit quasi selbst zu finanzieren/zu schenken, wenn es denn von Gesetzeswegen her irgendwie möglich ist.


Ich muss auch dazu sagen, dass mein Partner und ich bei meinen Eltern im Haus mitwohnen (in einer eigenen Wohnung) und dass wir deswegen schon mal keine Miete bezahlen müssen. Dies ist auch der Hauptgrund warum ich mir diesen „Luxus“ überhaupt leisten könnte für eine gewisse Zeit (meine Eltern würden mich allerdings nicht finanziell unterstützen bzw. würde ich sie darum nur im absoluten Notfall überhaupt bitten, da ich es schon als sehr großes Geschenk ansehe, dass sie uns kostenlos bei sich wohnen lassen).

Und last but not least sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass ich stark übergewichtig und deswegen auch körperlich zur Zeit ziemlich eingeschränkt bin.
Ich habe aber schon im Oktober mit einer Ernährungsumstellung begonnen und seitdem auch schon 20 kg abgenommen.
Auch das hielt mich in den letzten Monaten auf Trab und hat mich auch glücklicher und zufriedener gemacht, da ich mein Problem endlich angehe.
Zur Zeit purzeln die Pfunde besonders gut, da ich aufgrund meiner Ängste kaum Hunger verspüre. Aber gesund ist das auf Dauer ja auch nicht so abzunehmen.
Also auch deswegen würde ich gerne diese Auszeit nehmen, um in der Zeit in der ich meine Ruhe habe noch einige Pfunde zu verlieren und damit auch bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben.



Dann dürfte eine ordentliche Kündigung kaum möglich sein und ist im BAT auch nicht vorgesehen ist, meine ich.

Soweit ich mich jetzt informiert habe, wäre es ihm prinzipiell möglich mich personenbedingt zu kündigen, da ich nicht unkündbar bin (ist man erst nach 15 Jahren im Betrieb bzw. Ü40 und ich bin dort erst seit 9 Jahren).
Jedenfalls entnehme ich das so dieser Seite: Kündigung / 7.6 Krankheit | TVöD Office Professional | Öffentlicher Dienst | Haufe
Meine Krankheitstage der vergangenen Jahre sind wie gesagt auch ziemlich hoch. Ich glaube ich war 2016 so insgesamt um die 8 Wochen krank und die Jahre davor war es auch nicht gerade wenig.
Das waren aber alles Kurzzeiterkrankungen, das jetzt ist meine erste längere Erkrankung.




Darf ich fragen, was die Krankenkasse von sich aus unternommen hat, um deine berufliche Situation zu ändern?

Mit der Krankenkasse (DAK) hatte ich in der ganzen Zeit genau 1x persönlichen Kontakt, im März 2018. Da bekam ich einen Brief, dass ich mich telefonisch bei ihnen melden solle.
Ich habe dann mit einer sehr netten Dame telefoniert, die sich nach meinem derzeitigen Status erkundigt hat.
Damals stand ein Termin bei einer Psychotherapeutin zu einem Erstgespräch kurz bevor und das habe ich ihr auch so mitgeteilt. Daraufhin sind wir so verblieben, dass ich mich bei Fragen jederzeit melden könne.
Das war aber auch schon alles was die KK unternommen hat.
Ich habe mich die ganze Zeit über selbst um eine Psychotherapie bemüht, da mir diese von der ersten Ärztin bei der ich war (12/2017) nahegelegt wurde und war in der ganzen Zeit insgesamt bei drei verschiedenen Psychotherapeuten/Psychologen in der psychologischen Sprechstunde zum Erstgespräch.
Zu einer Weiterbehandlung ist es aber aus diversen Gründen nie gekommen. Zweimal weil die Ärztin jeweils keine freien Plätze hatte und eine Psychologin war mir schon beim Erstgespräch so unsympathisch, dass ich von weiteren Terminen abgesehen habe, da ich mir einfach nicht vorstellen konnte, mit dieser Frau eine Therapie durchzuziehen.
Erst jetzt im nachhinein, nachdem ich im Internet zu dem Thema viel gelesen habe ist mir klar geworden, wie ungewöhnlich das ist, dass meine KK mich so in Ruhe gelassen hat und ich in der ganzen Zeit nicht mal zum MdK musste.
Wie gesagt habe ich vorher noch nie Krankengeld bezogen, vielleicht ist auch das der Grund. Ich weiß es nicht.
Um eine Psychotherapie bemühe ich mich natürlich auch weiterhin.



Ich möchte Dir hier nicht allzu nahe treten, aber in Ruhe Alg beziehen ist im SGB nicht vorgesehen und auch bei einer Sperrzeit nach §159 Abs. 1 Ziffer 1 SGB III (Sperrzeit bei Arbeitsaufgabe) unterliegst du der allgemeinen Meldepflicht aus §309 SGB III,


die eben auch in Zeiten besteht, in denen der Anspruch auf Arbeitslosengeld ruht.

Ja, das weiß ich natürlich und es ging mir auch bei der Aussage nur darum, mich in alle Richtungen abzusichern.
Also wenn ich das so hätte machen können wie in meinem ersten Beitrag beschrieben, mich nicht bei der AfA zu melden und KV privat zu tragen, dass ich dann meinen Anspruch auf ALG 1 nicht verliere.

Da dies aber aufgrund der AV nicht geht, wie ExitUser richtig angemerkt hat, fällt das ja jetzt schon mal weg.


Bevor ich dir jetzt auf dein gedankliches Chaos versuche zu antworten, lies mal diesen Beitrag: Wie ist das korrekte Vorgehen bei einer Kündigung auf ärztlichen Rat?





Vielleicht ist das ein Weg für dich um vielelicht einer Sperre bei Eigenkündigung zu umgehen. Alles andere sehe ich nämlich bei dir als finanziellen Wahnsinn an.
Eigenkündigung würde dann ja wahrscheinlich auf einen Auflösungsvertrag hinauslaufen, da ich sonst eine Kündigungsfrist von 4 Monaten hätte und da wüsste ich ja dann auch nicht wie genau ich die Zeit überbrücken soll.

Gäbe es da als alternativen Ausweg zu der im verlinkten Beitrag beschriebenen Methode auch die Möglichkeit, sich wegen des Mobbings einfach nur ein Attest vom Hausarzt (oder ggf. vom Facharzt) zu holen, dass ich wegen Mobbing kündigen musste, um so einer Sperrzeit zu entgehen? Mein Hausarzt ist darüber ja von Anfang an informiert und eine der fünf Diagnosen auf der AU ist auch folgende: ICD-10-GM-2019 Z56 Kontaktanlässe mit Bezug auf das Berufsleben - ICD10

Falls ja, muss ich das vor der Kündigung bereits mit dem Arbeitsamt abklären, dass ich kündigen bzw. einen Auflösungsvertrag unterschreiben werde aufgrund von Mobbing oder darf ich das auf eigene Faust machen (wie gesagt mit Attest vom Arzt)?
Sperrzeit würde dann ja wahrscheinlich (nach allem was ich im Internet dazu gelesen habe) in jedem Fall erstmal ausgesprochen werden, aber man könnte dann Einspruch dagegen einlegen. Jetzt ist nur die Frage ob das auch so stimmt.

Meine Infos diesbezüglich habe ich von dieser Seite: Eigenkündigung nach Mobbing: Ärztliches Attest verhindert Sperrzeit beim Bezug von Arbeitslosengeld - News Arbeitsrecht


Meint ihr eigentlich es würde generell Sinn machen, meinen Personalchef einfach mal auf eine mögliche personenbedingte Kündigung anzusprechen, bevor ich gleich mit einem Angebot für einen Auflösungsvertrag daherkomme? Ich meine fragen kostet ja nichts. Und wenn er nein sagt könnte ich ihn immer noch um einen Auflösungsvertrag bitten.


So, der Text ist jetzt wieder mega lang geworden und ich möchte wirklich jedem der sich die Mühe macht es zu lesen und versucht mir zu helfen von Herzen danken! Ich bin zur Zeit wirklich ziemlich überfordert mit der Situation und bin wirklich dankbar, dass es dieses Forum und so hilfsbereite Menschen gibt! 😊
 
E

ExitUser

Gast
@Lailani
Beachte bitte bei allem was du jetzt vor hast, oder überlegst was du machen willst, dass was du geschrieben hast:
Aussteuerung durch die Krankenkasse ist am 20.02.19, also einer Woche.
Ab dem 21.02.19 hast du dann erst mal keine Krankenversicherung, auch wenn du noch 1 Monat als Übergang dort versichert bist. Du solltest dir also bald etwas überlegen.
 

avalanche

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Hallo @Lailani,

da kann ich nur meinen Hut vor dir ziehen. Mit dem Aufwand fast 18 Monate Krankentagegeld mitnehmen ist für mich eine Leistung.

Meine Ehefrau (>50 J) hat ca. 6 Monate Krankentagegeld bekommen, musste dafür 6 Mal zum Psychologen und nach 4 Monaten zur Geschäftsführerin von der Krankenkasse.
Meine Frau war mit Depressionen AU geschrieben, hat aber jedes Mal die Nahtlosigkeit eingehalten, könnte damit also nach Meinung der GF gar nicht so depressiv sein.

Von da ging es dann vier Wochen später zum MDK und dort hieß es dann: Entweder am Ende der aktuellen AU arbeiten gehen oder Überweisung ins Sanatorium (ehemals Landeskrankenhaus).
Weil meine Ehefrau nicht wußte, was die ihr dort in den Tee mischen werden, hat sie sich zum Ende der AU eine Arbeit besorgt und so sind wir von Niedersachsen nach Hamburg gekommen.
Eine andere hätte vielleicht die Überweisung auf sich genommen.

__

Die Mobbing-Schiene kannst du aus meiner Sicht so fahren, also zumindest so beantragen, ob das dann auch so beschieden wird, ist vermutlich eine zweite Frage.
Parallel kann man versuchen, sich mit Aufhebungsvertrag zu einigen, aber wenn der Arbeitgeber derzeit keinen Lohn zahlen braucht, ist die eigene Position dafür etwas schwach, fürchte ich.
Wenn du allerdings nach drei Monaten Ruhe und bis dahin ungekündigter Arbeit meinst, du kannst wieder arbeiten gehen, verbessert sich damit ja auch deine Verhandlungsposition.

Versuch macht klug, meine ich.

Schönes Wochenende, ave
 

Doppeloma

Teammitglied
Super-Moderation
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Hallo Lailani, :welcome:

Soviel erstmal dazu. Jetzt stelle ich mir die Frage, ob es irgendeine Möglichkeit gibt der AfA vorerst zu entgehen, denn eigentlich müsste ich mich ja am Besten schon gestern arbeitslos melden, trotz weiterhin bestehendem Arbeitsvertrag (da am 20.02. die Aussteuerung ist).
Schon falsch, denn du bist ja nicht "arbeitslos", du meldest dich also wegen der bevorstehenden Aussteuerung bei der AfA und NICHT wegen "Arbeitslosigkeit" ...
Dann lässt du dir alle erforderlichen Unterlagen geben (nicht auf den Online-Antrag einlassen, der taugt dafür nicht) und füllst das alles in Ruhe zu Hause aus, für deinen AG bekommst du eine Arbeitsbescheinigung die ausgefüllt werden muss und für die KK noch eine "Abschlussbescheinigung".

Mit den SB redest du zunächst mal GAR NICHT über deine gesundheitlichen Probleme, das geht die nichts an, das sind keine Ärzte ... du stellst dich mit deinem "Restleistungsvermögen" der Arbeitsvermittlung zur Verfügung, das hat den SB zu genügen.

Den Antrag füllst du dann bitte nach folgendem Muster aus ...


Wenn du alles komplett beisammen hast machst du dir davon eine eigene Kopie und dann bringst du die Unterlagen zur AfA oder schickst das per Post (Übergabe-Einschreiben), manchmal wird auch ein "offizieller" Abgabetermin in der Leistungsabteilung ausgegeben, dann lass dir die Abgabe bestätigen.

Dadurch würde ich aber auch um einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente oder ähnliche Maßnahmen (REHA) nicht herumkommen und ich kann denen ja auch schlecht sagen, dass ich jetzt einfach noch ein paar Wochen auf meine Kündigung warten will.
Das ist ja gar nicht gesagt, dass man diesen Antrag von dir verlangt, die Begutachtung erfolgt meist nach "Aktenlage" und für die "passende" Aktenlage kannst du gut selber sorgen, dann kann man dich durchaus auch als Vermittlungsfähig ansehen und verlangt überhaupt keinen Antrag an die DRV ... und in deinem Alter wird man ganz sicher nicht direkt die EM-Rente verlangen zu beantragen.

Zumindest ist dann kaum zu erwarten, dass du die auch direkt bewilligt bekommen wirst ... :icon_evil:
Das kann ich dir aus eigener Erfahrung bestätigen und ich war schon weit in den 50-igern als ich ausgesteuert wurde aus dem Krankengeld.

Eine Überlegung fehlt mir noch bei dir, warum bemühst du dich noch nicht darum eine andere Stelle zu finden, wenn du selber meinst damit wären deine Probleme dann schon gelöst ?
Mit einer neuen Stelle fest in der Tasche kann dir doch Niemand mehr verbieten deinen bestehenden Arbeitsplatz selbst zu kündigen oder sogar per Aufhebungsvertrag dann zu beenden (soweit der AG damit einverstanden wäre).

Gibt es für mich die Möglichkeit das privat auszusitzen?
Was "aussitzen" zu wollen klingt aber nicht so danach, dass du es sehr ernst damit meinst, nach einer passenden anderen Stelle zu suchen ... warum willst du bitte freiwillig auf das Geld was dir von der AfA zusteht verzichten und damit auch auf die Pflichtversicherungsbeiträge für eine spätere Rente (oder doch mal erforderliche EM-Rente), das klingt nicht besonders logisch, sondern eher nach "Vermeidungs-Verhalten". :icon_kratz:

Also sich nicht bei der AfA melden (da ich ja auch eigentlich noch nicht arbeitslos bin) und Krankenkassenbeiträge (+evtl Rentenversicherung) bis auf weiteres privat zu bezahlen (bin noch nicht verheiratet, deswegen kann ich mich auch nicht bei meinem Partner mitversichern), dafür halt auch erstmal meinen Anspruch auf ALG 1 nicht geltend machen (denn diesen würde ich mir gerne aufheben für die Zeit in der ich wirklich arbeitssuchend bin).
Und was glaubst du wird dann anders sein bei der AfA, die (angebliche) Vermittlung besteht in der Regel auch nur daraus, dass du dich intensiv selber, um eine neue Stelle kümmern sollst ... das kannst du doch auch nach der Aussteuerung schon machen ... Niemand wird dich daran hindern, ganz sicher nicht die AfA ... :icon_kinn:

Da ich ein bisschen Geld angespart habe und mein Partner mich auch unterstützen würde, könnte ich so theoretisch 2-3 Monate überbrücken und hoffe ich bekomme in der Zeit meine Kündigung. Dann könnte ich mich ja ganz normal arbeitslos melden.
Du musst ohnehin immer Vermittlungsbereitschaft zeigen, ALGI ist kein "Ersatz-Krankengeld", auch nicht nach der Aussteuerung ... :icon_evil:

Oder MUSS ich mich jetzt zwingend bei der AfA arbeitslos melden weil das gesetzlich so vorgeschrieben ist im Fall der Aussteuerung?
"Musst" du nicht aber deine Überlegungen sind eigentlich überflüssig, man wird begeistert sein wenn du Beratung und Unterstützung einforderst möglichst schnell (an einem anderen Arbeitsplatz) wieder arbeiten zu können ... es ist durchaus möglich den Anspruch zu verschieben, das geht sogar ganz offiziell ...
Ich fürchte nur du "belügst" dich gerade selbst ein wenig, wenn du meinst in 2 - 3 Monaten wird das alles ganz anders sein ... wenn deine finanziellen Reserven verbraucht sind musst du dann ja doch zur AfA also warum nicht JETZT ???

Mir ist nur wichtig, dass ich auf keinen Fall meinen Anspruch auf ALG 1 verliere bzw. die Zeit meines Anspruchs aufgrund einer Sperrzeit verkürzt wird oder mir sonstige gravierende Nachteile entstehen.
Eine Sperrzeit bekommst du nur bei "freiwilliger" Aufgabe deines Arbeitsplatzes ohne ernsthafte Gründe dafür zu haben, wenn du gesundheitliche Probleme dort hast könntest du das ja über eine ärztliche Bescheinigung versuchen, du solltest dir das aber auch von der AfA dann schriftlich (VORHER) bestätigen lassen, dass es deswegen dann keine Sperre geben wird ...

Auf die Kündigung durch den AG würde ich mich da an deiner Stelle nicht verlassen wollen, der hat dich ja bisher auch nicht gekündigt, obwohl du schon so lange AU geschrieben bist.

Außerdem würde es mich noch interessieren, wie es mit Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen für den AG aussieht, nachdem die KK mich ausgesteuert hat?
Da ich ja immer noch da angestellt bin und auch nicht gekündigt werden will weil ich unentschuldigt dem Arbeitsplatz fernbleibe (also Eigenverschulden), müsste ich meinem AG ja weiterhin Krankmeldungen zukommen lassen.
Die AU-Bescheinigung ist natürlich weiter erforderlich, die besagt ja, dass du für diesen Arbeitsplatz weiterhin Arbeits-UNFÄHIG bist, das hat ja mit der Aussteuerung nichts zu tun, die macht ja nun nicht plötzlich wieder "gesund" für diesen Arbeitsplatz.

Für den Fall, dass ich die nächsten Monate erstmal privat tragen kann:
Gehe ich dann weiterhin zum Arzt und lasse mir den normalen „gelben Schein“ ausstellen wie bisher oder wie läuft das genau ab?
Du brauchst die AU-Bescheinigung also in jedem Falle weiterhin, das läuft genau so weiter wie bisher ... nur, dass du kein Krankengeld mehr bekommen wirst deswegen ... ich war damals fast 4 Jahre durchgehend AU geschrieben, bis ich meinem Arzt den EM-Rentenbescheid vorlegen konnte, da habe ich schon lange kein Krankengeld und auch kein ALGI mehr bekommen. :icon_evil:

Und muss ich der Krankenkasse die Krankmeldung dann auch trotzdem noch zukommen lassen, obwohl sie mir kein KG mehr zahlt?
Im Prinzip schon denn die KK muss das in deiner PC-Akte registrieren, damit immer nachvollziehbar bleibt,
wann du wie lange mit welcher Diagnose AU gewesen bist, wenn die das nicht haben wollen heftest du den Teil der AU auch erst mal zu Hause ab.

Gesetz dem extrem unwahrscheinlichen Fall, dass ich mich doch noch entscheiden sollte auf kurz oder lang wieder in meinen alten Betrieb zurückzukehren (und die Kündigung nicht zuvorkommt), würde mir ja eine Wiedereingliederung zustehen.
Ob dir wirklich eine Wiedereingliederung "zusteht" kann ich nicht beurteilen, in der Regel ist das dann eine Reha-Maßnahme der DRV und dann wird in dieser Zeit Übergangsgeld gezahlt ... die AfA übernimmt das in der Regel nur wenn die DRV noch nicht zuständig wäre ...
Du kannst also problemlos eine LTA / Wiedereingliederung bei der DRV als Reha-Maßnahme beantragen, bis das dann bewilligt ist und losgehen wird, muss die AfA dir weiter das ALGI zahlen (höchstens natürlich bis auch dort dein Anspruch abgelaufen wäre).

Das passt dann aber nicht so ganz dazu, dass du eigentlich meinst dort gar nicht mehr arbeiten zu wollen oder zu können ... :icon_kinn:

Sind nur mal so meine Gedanken dazu ...

MfG Doppeloma
 
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