Bald in Rente

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raissa

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Ich werde Ende April 62. Im November dieses Jahres beantrage ich (auf Anraten der Rentenanstalt) meine schon lange geplante vorgezogene Rente, was im Jobcenter bekannt ist. JETZT hat man mich an die Sektion INGA verwiesen, deren Aufgabe es meines Wissens nach ist, Menschen auf den Einsatz auf dem Arbeitsmarkt vorbereiten. Hääää? Leute kurz vor der Rente auf den Arbeitsmarkt vorbereiten???? Was soll der faule Zauber? Habe ich dafür fast 44 Jahre gearbeitet, Steuern gezahlt und in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt, um mich dann von den Behörden drangsalieren und zum Narren machen zu lassen? Kann ich mich dagegen wehren, z. B. auf dem Rechtsweg?
 

raissa

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Hallo, liebes Seepferdchen - und ich bitte vielmals um Entschuldigung für die späte Reaktion! Bin gerade erst aus dem Krankenhaus zurück.
Zu 1. - Die interne ganzheitliche Integrationsberatung – das bedeutet die Abkürzung „Inga“ – ist ein Konzept, das angeblich sowohl für den Kunden als auch für den Berater völlig neue Möglichkeiten öffnet. Unabhängig von Sprechzeiten oder Terminen können diejenigen Kunden der Arbeitsagentur, die bei der Standardbetreuung nicht vermittelt werden können, ihre Ansprechpartner aufsuchen.
Ausgewählt werden die Kandidaten, die an dem Programm teilnehmen, meist aufgrund ihres Alters!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! oder wegen Problemen, die die Betreuung bislang mit sich brachte. Sobald sie bei „Inga“ mitmachen, erhalten sie eine besondere Förderung – nicht in finanzieller Hinsicht, sondern mit Leistungen, die ihnen angeboten werden. Teil des ganzheitlichen Ansatzes ist es, die Menschen besser auf den Einsatz auf dem Arbeitsmarkt vorzubereiten (ganz besonders kurz vor dem Renteneintritt!).

Zu 2. - Ich wüsste im Moment nicht, was ich wann diesbezüglich unterschieben haben sollte/könnte. Noch hat mich dieser obskure Verein nicht zum Gespräch geladen. Sollte das irgendwann in den nächsten Wochen/Monaten geschehen, steht auch schon ca. ein halbes Jahr später meine Beantragung der vorzeitigen Rente an. Was für alberne Vorgehensweisen bei den Agenturen!
 

Seepferdchen 2010

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Hallo raissa,

ist kein Problem, hauptsache es geht dir jetzt wieder den Umständen entsprechend
etwas besser.

Ja jetzt verstehe ich was sich hinter der Abkürzung verbirgt.

Ich wüsste im Moment nicht, was ich wann diesbezüglich unterschieben haben sollte/könnte.

Also auch nicht bei der Eingliederungsvereinbarung, falls man mit dir eine abgeschlossen hat?

Was für alberne Vorgehensweisen bei den Agenturen!

Taja das kann ich auch nicht nachvollziehen.

Und ich muß noch mal nachfragen, das ganze hast du schriftlich bekommen?
 

raissa

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Werde nochmal alle Unterlagen durchforsten! Wer weiß, was einem so untergeschoben wird. Ich trau diesen Leuten nicht für einen Cent! Kein Wunder, dass man krank wird - an Körper und Seele.
Danke dir nochmals für die schnellen Antworten!
Raissa
 

gila

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Hallo raissa - du schreibst im anderen Thema (INGA), dass du in ALG I bist - also NICHT Jobcenter.
Hieraus steht dir wohl noch bis zum Renteneintritt "Versicherungsleistung" zu?

WAS steht in der EGV, die man dir untergejubelt hat - und hast du sie denn überhaupt unterschrieben????

Steht was von Teilnahme an Maßnahmen drin?

Denn bei ALGI "jubeln" die gern unter - aber fordern sehr oft keine Unterschrift, weil dies Versicherungsleistung ist und man da eh
dann Sperrmöglichkeiten hat, falls sich der Kunde "versicherungswidrig" verhält.
In deinem Falle, wo du bald in Rente gehst - und das bekannt ist - was ist der Stand der Dinge?

Bist du in der sog. "Nahtlosregelung" oder ALGI weil der letzte Job flöten ist?

Hast du die Maßnahme zugewiesen bekommen?
Wie lautet der Bescheid?
Selbstverständlich kann man dagegen vorgehen und bei einer schriftlichen Zuweisung BEGRÜNDET ablehnen.
Man müsste hier mehr dazu wissen.

Kurzfristig - wenn du den Aufwand scheust - sprich mit deinem Arzt über diese Schikane, die dich sicher nachhaltig belastet und krank macht ....... :wink: er sollte dich längerfristig krank schreiben.
Man hat ja eh so seine Baustellen ...
 

raissa

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Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Antwort, Gila!
Bei Erwähnung der „Versicherungsleistung“ hab ich beim letzten Mal zu hören bekommen: „Ja, aber das geht doch schon zu lange“. Ich bekomme die Leistung seit März letzten Jahres und habe vor der Kündigung 43 ½ Jahre gearbeitet! Also ein echter „Faulpelz!
Ja, habe die EGV leider unterschrieben, wurde mir untergeschoben, natürlich ohne Rechtsbelehrung. Und ja, selbstverständlich steht da was von Maßnahmen, aber herrje – kurz vor der Rente??? Hab den ersten Termin bei dem obskuren „INGA“ nächste Woche. Bin einfach fix und alle, warum behandeln die Leute, die sooo lange gearbeitet haben, wie Sozialverbrecher? Wie kann der Gesetzgeber das zulassen?
 

Anna B.

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...da du im Krankenhaus warst....lass dich au schreiben....

die Afa muß dann, bei ALG I, jeweils für 6 Wochen das ALG I weiterzahlen...

nach 6 Wochen tritt dann, gottlob, eine Arbeitsfähigkeit wieder ein...

und, falls du dann wider erwarten erneut au wirst...dann müssen die wieder 6 Wochen das ALG I weiter zahlen...

und und usw. usw.

wann würde deine Rente beginnen?...
 

gila

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Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Antwort, Gila!
Bei Erwähnung der „Versicherungsleistung“ hab ich beim letzten Mal zu hören bekommen: „Ja, aber das geht doch schon zu lange“. Ich bekomme die Leistung seit März letzten Jahres und habe vor der Kündigung 43 ½ Jahre gearbeitet! Also ein echter „Faulpelz!
Ja, habe die EGV leider unterschrieben, wurde mir untergeschoben, natürlich ohne Rechtsbelehrung. Und ja, selbstverständlich steht da was von Maßnahmen, aber herrje – kurz vor der Rente??? Hab den ersten Termin bei dem obskuren „INGA“ nächste Woche. Bin einfach fix und alle, warum behandeln die Leute, die sooo lange gearbeitet haben, wie Sozialverbrecher? Wie kann der Gesetzgeber das zulassen?

"Man" behandelt dich nicht so - DIESE SB hat offensichtlich ihre Freude daran.

Als es die 58-er Regelung noch gab, fiel meine Freundin auch in die Hände des ALG I und durfte ihren Anspruch "abfeiern" bis die Rente durch war. Sie wurde NIE behelligt ...

Eine Frage noch offen: wurdest zu EXPLIZIT zu INGA und dies SCHRIFTLICH mit einem Zuweisungsschreiben "zugewiesen"?
Wie lange soll der Quatsch gehen?

Dann kann man ja auch begründet widersprechen - dies müsste man dann aber auch tun! ... oder die SB (am besten über den Vorgesetzten) auffordern, dir GENAU und schriftlich zu begründen, WARUM diese Maßnahme für dich geeignet sein soll und was genau damit erreicht werden soll.
Das wäre mal interessant!

Die INGA soll, wie der Name ausdrückt, in Arbeit integrieren.
Wenn du schon jetzt in Rente gehst - ist dies aufgrund einer Erkrankung und Erwerbsminderung?
Gibt es ein Gutachten über deine Erwerbsfähigkeit?

Nochwas: steht in der EGV etwas drin, dass du BEWERBUNGSBEMÜHUNGEN vorlegen musst???

Beantworte dies doch mal - vielleicht kann man da was draus stricken.
Ansonsten: lass dich nicht fertig machen und geh zum Arzt!
 

raissa

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Ja, der Spaß für die SB wuchs mit jedem Mal...:icon_biggrin:

Die Aufforderung zur "Teilnahme" bei INGA wurde an Ort und Stelle mündlich von der SB an mich "herangetragen" , wie ich schon schrieb, mit freundlichen Drohungen...

Gutachten gibt es nicht. Ganz normale Kündigung...

ja, Bewerbungsbemühungen stehen in diesem Pamphlet namens EGV

raissa
 
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