BAG: Unterbliebene Einladung zum Vorstellungsgespräch als Indiz für Benachteiligung

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Anmerkung zu: BAG 9. Senat, Urteil vom 21.07.2009 - 9 AZR 431/08
Autoren: Prof. Dr. Wolfhard Kohte, Dipl.Jur. Stefanie Porsche, Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Erscheinungsdatum: 20.01.2010
Quelle: juris
Normen: § 1 AGG, § 2 AGG, § 6 AGG, § 22 AGG, § 3 AGG
Fundstelle: jurisPR-ArbR 3/2010 Anm. 1
Herausgeber: Franz Josef Düwell, Vors. RiBAG, Prof. Klaus Bepler, Vors. RiBAG

Unterbliebene Einladung zum Vorstellungsgespräch als Indiz für Benachteiligung

Leitsätze

1. Zur Erhöhung seiner Chancen im Auswahlverfahren ist ein schwerbehinderter Bewerber nach § 82 Satz 2 SGB IX von einem öffentlichen Arbeitgeber regelmäßig zu einem Vorstellungsgespräch einzuladen. Nach § 82 Satz 3 SGB IX entfällt diese Pflicht ausnahmsweise, wenn dem schwerbehinderten Bewerber offensichtlich die fachliche Eignung fehlt.

2. Ob die fachliche Eignung offensichtlich fehlt, ist an dem vom öffentlichen Arbeitgeber mit der Stellenausschreibung bekannt gemachten Anforderungsprofil zu messen.


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