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BAFÖG Schwebe seit 6 Monaten - Geldnot - ALGII Überbrückung?

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Nicht offen für weitere Antworten.

sf

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
13 Feb 2006
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#1
Hallo und Grüße an das Forum!

Ich bin Schüler (Alter 24) der Fachoberschule Technik (1 jährig, Hälfte habe ich rum) und habe eine abgeschlossene Berufsausbildung. Da ich bereits insgesamt 6 Jahre selbstständig gelebt habe, wurde mir mitgeteilt, das ich einen Anspruch auf Elternunabhängiges Schüler-Bafög besitze.
Diesen wollte ich wahrnehmen und habe den entsprechenden Antrag gestellt. Die Bearbeitungszeit hat sich, mit ständigen Nachforderungen von Nachweisen, auf 6 Monate ausgedehnt.
Heute wurde mir nun mitgeteilt, das ich keine Leistungen erhalten werde weil ich in 9 Monaten von den 6 Jahren die als Berechnugszeitraum herangezogen werden zuwenig Einkommen hatte.

Ich muss sagen, das ich extrem schockiert bin über den Ablauf des Verfahrens. Wenn ich es so im Nachhinein betrachte, war es eigentlich von Anfang an klar, das ich im Endeffekt nichts bekommen werde. Die immer wieder nachgeforderten Nachweise wurden beständig absurder und schwerer zu erbringen. Bei jedem neuen Besuch tauchten, bis dahin unbekannte Hindernisgründe auf, oder irgendwelche Beträge hatten sich geändert. Unterlagen verschwanden und die Ergebnisse der Berechnungen, welche ich mir mitgeschrieben hatte, waren auf einmal andere.
Mir drängt sich der Eindruck auf, das ich bewusst mit psychologischen Tricks hingehalten wurde und nun quasi rausgeworfen oder in eine irgendwie "günstigere" Förderung gesteckt werden soll.

Ich solle es doch mal mit Elternabhängigem Bafög versuchen. Das werde ich auch tun - mein Problem ist nun folgendes:
Durch die lange Bearbeitungszeit, mit immer wiederholten Beteuerungen das ja jetzt bald gezahlt würde, habe ich meine gesamten finanziellen Reserven aufgebraucht.
Ich stehe nun vor dem Problem das ich ab nächsten Monat keinen Cent mehr aufbringen kann.
Die Bafög Sachbearbeiterin hat mir den "Tipp" gegeben es doch mit ALG II zu versuchen. Dies würde evtl. schneller bewilligt und dann bei der Bafög Auszahlung verrechnet!?

Mir stellt sich nun die Frage, wie funktioniert das zusammen mit ALG II und laufendem Bafög Antrag?

Ich muss irgendwie den Zeitraum bis zur Zahlung des elternabhängigen Bafög überbrücken, sonst kann ich die Schule vergessen weil ich kein Geld mehr habe.

Und was passiert wenn das elternabhängige Bafög ebenfalls abgelehnt wird!?
Ich sehe mich schon kurz vor den Abschlussprüfungen notgedrungener Weise alles hinwerfen und mir den nächstbesten Job nehmen..:(
 

heuschrecke

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26 Nov 2005
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#3
Ich bin da kein Profi: Aber ich würde zum Sozialamt gehen und dort wegen Härtefall vorsprechen (Sollte mindestens ein zinsloses Darlehen bis zur Klärung deiner BAFÖG- oder was auch immer Anträge drin sein.)

Auf keinen fall würde ich mir von den Eltern oder einem Freund oder Freundin Geld borgen oder gar schenken lassen. Darauf spekulieren die nämlich (so menschenverachtend diese Taktik auch sein mag): Dann lehnen Sie den Antrag ab mit der Begründung Du würdest ja von irgendeiner anderen Quelle offensichtlich Geldzuflüsse haben / bzw unterhalten werden.

Mir wurde jahrelang die GEZ-Befreiung mit der Begründung abgelehnt, von so wenig Geld könne man doch garnicht leben, und daher würde ich bestimmt Einnahmen verheimlichen -> Abgelehnt! (Das ging über Jahre. Ich hatte wirklich extrem wenig Geld, aber so hatte ich dank GEZ halt noch weniger.)
Also denk bitte nicht, so hinterhältig und gemein können die doch garnicht sein, können die wohl...
 

pedi

Elo-User/in

Mitglied seit
12 Aug 2005
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#4
Hallo sf,

mein Sohn, 23, auch in vollschulischer Ausbildung zum Erzieher hatte ein ähnliches Problem......Er hatte nie Bafög beantragt da sein Vater Unterhalt zahlte...bis letztes Jahr September....keiner fühlte sich verantwortlich...er ist dann auch zum Arbeitsamt gegangen und hat ALGII beantragt... Er mußte nachweisen, dass er wirklich von keiner Seite Zuschüsse bekommt und mußte gleichzeitig belegen dass er alle nur denkbaren Möglichkeiten angeleiert hat um unterstützt zu werden....Tja und dann nach 8 Wochen der Bescheid dass ihm ALGII bewilligt wird!

An deiner Stelle würde ich ganz schnell zu deiner zuständigen Behörde gehen und einen Antrag stellen...jeder Tag zählt.....ich wünsche dir viel Glück und laß uns mal das Ergebnis wissen.....

Noch einen schönen Tag und Kopf hoch,

Pedi.
 
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