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Babykurse anbieten ... einige "arge" Fragen zum Thema Verdienst

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Kate79

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#1
Hallo liebe User,

von unserer Hebamme angesprochen (wir sind vor kurzem beide Mamas geworden), ob wir in ihrer Praxis Babykurse geben wollen, haben meine Freundin und ich beschlossen, diese Chance zu nutzen. Wir haben uns zu Kursleiterinnen für Babymassage und Säuglingsgymnastik ausbilden lassen (selbstfinanzierte Wochenendseminare), können die Hebammenpraxis für´s Erste kostenfrei nutzen, haben Flyer gedruckt, eine Homepage gestaltet und wollen nun mit den ersten Kursen gern im September loslegen (genaue Termine machen wir erst, wenn alles Rechtliche etc. geklärt ist). Da wir beide in BGs mit ergänzendem ALG2 Bezug leben, stellen sich uns nun einige Fragen:
So ein Babykurs würde 6 Wochen dauern, mit 90 min Unterrichtseinheit pro Woche á 4-5 Mütter/ Väter samt Baby, Preis 55 Euro pro Familie. Summa summarum beliefe sich der "Verdienst" für uns also pro Kurs auf 220 - 275 Euro. Das wir dies der Arge melden müssen ist klar. Aber wie wird das Geld angerechnet, da es ja nicht für einen Monat ist, sondern für 6 Wochen, ergo zwei Monate? Außerdem haben wir auch Kosten wie Anfahrt, Unterrichtsmaterialien und (später mal) Raummiete zu tragen. Als was gibt man das an?

Unsere Hebamme hat vorgeschlagen, die Kurse ehrenamtlich mit Umkostenerstattung anzubieten. Aber bei 55 Euro pro Familie hört sich das irgendwie nicht mehr so ehrenamtlich an. Sollten wir besser ein Kleinstgewerbe anmelden?

Wir würden das alles gern ohne großen Stress mit der Arge schaffen, da wir in Babykursen (das Angebot wird noch ausgebaut) eine Chance für uns sehen, auch als Mamas etwas Geld zu verdienen. Hier im Kölner Großraum ist der Andrang auf solche Kurse echt groß.

Über eine paar hilfreiche Antworten freuen wir uns sehr. Danke und liebe Grüße, Katharina und Jessica

PS: jede von uns gibt einen Kurs pro 6 Wochen, falls das mißverständlich war und wir "gehören" zu unterschiedlichen Argen
 

Hagal

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#2
Als Selbständiger bzw. Freiberufler müßtet ihr dem Jobcenter dazu Mitteilung machen. Dann müßt ihr eine Gewinnerwartung schätzungsweise abgeben (es gilt dabei der Bewilligungszeitraum von ALG II, ist ja immer für 6 Monate). Am Ende des entsprechenden Bewilligungungszeitraums müßt ihr eine Abrechnung vorlegen, wieviel ihr wirklich verdient habt. Dieser Verdienst (Gewinn) nach Abzug von Auslagen (aber Vorsicht: da könnte es Streit geben, welche Auslagen anerkannt werden) muß dann durch diese 6 Monate (bzw. der Restlaufzeit des zu Ende gegangenen Bewilligungszeitraums) geteilt werden.

Ein Beispiel: du gibst an, alle 6 Wochen 200 Euro zu verdienen, das würde dann für ein halbes Jahr ca. 900 Euro bedeuten, durch die 6 Monate geteilt hieße das ca. 150 Euro. Eigentlich sind nur 100 Euro anrechnungsfrei, das Jobcenter würde dann vermutlich 50 Euro monatlich zu 80% einbehalten von der Regelsatzleistung.
Das ist aber nur ein Beispiel, denn als Freiberufler hat man ja auch noch Auslagen.

Daher kann ich dir hier nur grundsätzlich etwas dazu sagen. Worauf ich aber achten würde wäre, die Gewinnerwartung so anzusetzen, daß zunächst nichts abgezogen werden kann. Denn sonst würde das Jobcenter bereits bei den laufenden Leistungen kürzen und am Ende des Zeitraums nach Abrechnung zu viel abgezogenes Geld nachzahlen. Faktisch wäre das aber für dich von Nachteil, da du das Geld ja sicherlich brauchst.

Denn es wird ja auch wahrscheinlich sein, daß nach einem 6-Wochen-Kurs erstmal wieder 2, 3 Wochen Pause sein wird, bevor der nächste beginnt. Das hieße dann ja nicht 220 Euro in 6 Wochen, sondern 220 Euro in 8 oder 9 Wochen.

Du solltest dir also genau überlegen, was du dem Jobcenter mitteilst auf die Frage, was du glaubst, an Einnahmen zu erzielen innerhalb eines bestimmten Zeitraums.

Ich hoffe, die Auskunft hilft dir.
 

Kate79

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#3
Hallo Hagal,

vielen Dank für deine Antwort. Bezüglich der Arge sind wir nun um Einiges schlauer. Allerdings müssen wir überhaupt erst einmal klären, ob wir nun ein Kleingewerbe anmelden müssen oder unsere Tätigkeit in den Bereich Freiberufe fällt. Irgendwie ist das nicht so eindeutig. Derzeit sind wir auch beide familienversichert. Das bleiben wir nur bis zu einem bestimmten Einkommen, richtig? Beim googeln erhält man ja 1001 Antwort. Weiß jemand seriöse Quellen, wo man sich zu all diesen Fragen erkundigen kann ohne ein Vermögen zu zahlen?

Danke.
 

Hagal

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#4
Das ist in den Bereichen, in denen du tätig werden würdest, tatsächlich eine schwierige Frage. Da würde ich mich auch nicht mit Infos aus dem www zufriedengeben.
Dort, wo diese Hebamme arbeitet sollte es aber doch Leute geben, die darüber mehr wissen...

Im Zweifelsfall Kleingewerbe - da sonst später eine Menge Ärger droht mit Nachzahlungen beim Finazamt und so. Der Gewerbeschein kostet nicht die Welt und angesichts der niedrigen Umsatzerwartung wird das sowieso gegenüber der Freiberuflichkeit kaum einen Unterschied machen.

Also, im Zweifel auf Nummer Sicher gehen.
 
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