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BAB wird nicht gewährt!

Headi

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#1
Guten Morgen,

ich hatte das zeil mit 29 Jahren noch eine Ausbildung zu absolvieren. (Ich habe keine)
Ich habe daher einen Betrieb gefunden, der mir eine Ausbildung ermöglicht. Der Ausbildungsvertrag ist unterschrieben.
Da ich mit meiner Freundin und unserem 4 Jährigen Sohn zusammen lebe, das zweite Kind kommt im nächsten Monat, bin ich auf BAB angewiesen.
Da ich bisher keine Berufserfahrung nachweisen kann, welche von 3 Jahren Dauer ist, sollte es eigentlich durchgehen, dachte ich zumindest!

Jetzt warte ich seit dem 09.07 auf den Anruf eines Amtsmitarbeiters.
Nach ingesgesamt 3 Anrufen beim Servicecenter kam gestern der Rückruf.
Dort wurde mir mitgeteilt, dass er den Antrag nicht bewilligen kann. Das lustige ist, dass meine Telefonischen Angaben wohl schon als Antrag zählen. Ich habe bisher schriftlich nicht abgegeben.

Mir wurde mittgeteilt, dass ich über mehr als 3 Jahre Berufserfahrung verfüge, und somit die Vorraussetzungen für BAB nicht erfülle.
Jetzt frage ich mich, wie die Zeit bei der Bundeswehr als Beruferfahrung zählen kann. Ich war zwar 4 Jahre dort, aber habe nichts gemacht, was mir in der Zivilen Wirtschaft Vorteile verschafft.

Das wäre ein erneuter Rückschlag für mich!
Die Jobagentur wird mir erst Recht keine Umschulung ermöglichen.
Da dachte ich das eine betriebliche Ausbildung plus BAB endlich der richtige Schritt in die Richtige Richtung gewesen wäre.

Das ist echt der Hammer, es wäre das dritte Mal, dass ich dem Wunsch nach einer Ausbildung nicht erfüllt bekomme.

Ich habe meine damals wegen Problemen mit dem Ausbildungsbetrieb abbrechen müssen. Weder die Handwerkskammer noch die Agentur für Arbeit konnten mir helfen, in einem anderen Betrieb weiter zu machen.

Beim zweiten Mal wurde mir eine Umschulung Seitens der Agentur für Arbeit zugesichert, scheiterte aber an der Restlaufzeit meines ALG I.

Die Jobagentur wollte von einer Umschulung/Ausbildung eh nichts wissen, da man ja gefälligst Arbeiten gehen soll!

Jetzt habe ich etwas gefunden und man schiebt wieder einen Riegel davor!

Von wegen, wer Arbeit will kriegt sie auch!!!!!!!!!!!!
Da versucht man seit Jahren etwas auf die Reihe zu bekommen, und wird ewig blockiert!
Von wegen Freie Berufswahl, dann kann ich demnächst lieber für 8 Euro/h in der Produktion rum eiern.

Man hat alles, außer es selbst in der Hand!!!!!!
 

Headi

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#2
Guten Morgen,

ich hatte das Ziel mit 29 Jahren noch eine Ausbildung zu absolvieren. (Ich habe keine)
Ich habe daher einen Betrieb gefunden, der mir eine Ausbildung ermöglicht. Der Ausbildungsvertrag ist unterschrieben.
Da ich mit meiner Freundin und unserem 4 Jährigen Sohn zusammen lebe, das zweite Kind kommt im nächsten Monat, bin ich auf BAB angewiesen.
Da ich bisher keine Berufserfahrung nachweisen kann, welche von 3 Jahren Dauer ist, sollte es eigentlich durchgehen, dachte ich zumindest!

Jetzt warte ich seit dem 09.07 auf den Anruf eines Amtsmitarbeiters.
Nach ingesgesamt 3 Anrufen beim Servicecenter kam gestern der Rückruf.
Dort wurde mir mitgeteilt, dass er den Antrag nicht bewilligen kann. Das lustige ist, dass meine Telefonischen Angaben wohl schon als Antrag zählen. Ich habe bisher schriftlich nicht abgegeben.

Mir wurde mittgeteilt, dass ich über mehr als 3 Jahre Berufserfahrung verfüge, und somit die Voraussetzungen für BAB nicht erfülle.
Jetzt frage ich mich, wie die Zeit bei der Bundeswehr als Beruferfahrung zählen kann. Ich war zwar 4 Jahre dort, aber habe nichts gemacht, was mir in der Zivilen Wirtschaft Vorteile verschafft.

Das wäre ein erneuter Rückschlag für mich!
Die Jobagentur wird mir erst Recht keine Umschulung ermöglichen.
Da dachte ich das eine betriebliche Ausbildung plus BAB endlich der richtige Schritt in die Richtige Richtung gewesen wäre.

Das ist echt der Hammer, es wäre das dritte Mal, dass ich dem Wunsch nach einer Ausbildung nicht erfüllt bekomme.

Ich habe meine damals wegen Problemen mit dem Ausbildungsbetrieb abbrechen müssen. Weder die Handwerkskammer noch die Agentur für Arbeit konnten mir helfen, in einem anderen Betrieb weiter zu machen.

Beim zweiten Mal wurde mir eine Umschulung Seitens der Agentur für Arbeit zugesichert, scheiterte aber an der Restlaufzeit meines ALG I.

Die Jobagentur wollte von einer Umschulung/Ausbildung eh nichts wissen, da man ja gefälligst Arbeiten gehen soll!

Jetzt habe ich etwas gefunden und man schiebt wieder einen Riegel davor!

Von wegen, wer Arbeit will kriegt sie auch!!!!!!!!!!!!
Da versucht man seit Jahren etwas auf die Reihe zu bekommen, und wird ewig blockiert!
Von wegen Freie Berufswahl, dann kann ich demnächst lieber für 8 Euro/h in der Produktion rum eiern.

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Demim

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#3
Was ist mit dem Berufsförderungsdienst der Bundeswehr?

Wo steht der Ausschluss mit den 3 Jahren Berufserfahrung?

Schriftlich beantragen und wenn der Bescheid da ist Widerspruch einlegen.
 

evelyn62

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#4
Bekommst du keine Ausbildungsvergütung? Könntest du nicht die Ausbildungsvergütung mit Hartz 4 aufstocken? Ich würd mich da gar nicht beirren lassen. Wenn das eine ganz normal betriebliche Ausbildung ist, dürfen die dir das nicht verbieten.

Und noch was. Grundsätzlich nie telefonieren. Am telefon wird man nur abgewimmelt und hinterher ist es keiner gewesen. Immer schriftlich beantragen und einen rechtsmittelfähigen Bescheid einfordern.

Wenn abgelehnt wird, kannst du nämlich dagegen vorgehen.
 

Headi

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#5
Zum Thema BFD: Die Fördermittel sind Aufgebraucht, dadurch habe ich Schweißerscheine finanziert.

Aufstockung durch Hartz IV? Geht das? Ich habe im Internet entnommen, dass eine Betriebliche Ausbildung nicht durch ALG II gefördert wird.
Ich wäre ehrlich gesagt nicht hier angemeldet, wenn ich selbst Antworten auf meine Fragen hätte.

Ich bin aktuell sehr stark am rödeln, um an Informationen zu kommen.
Das Internet spuckt sher viel zum Thema BAB aus, wobei manche Sachen sich auch widersprechen.

Ich habe mal im SB II uinter BAB nachgelesen. Dort steht auch nichts von 3 jähriger Berufserfahrung.
Am Telefon wurde es mir aber so erklärt, dass wenn man einer Tätigkeit nachgegangen ist, in der in die Rentenkasse gezahlt wurde, man keinen Anspruch auf BAB hätte.
Ich warte noch auf einen Rückruf der Fachabteilung der Agentur für Arbeit!
Ich habe aber gerade nochmal darum gebeten, dass mir die Anträge zugesandt werden, damit ich ihn schriftlich einreichen kann!
Mich wundert es eh, das man es per Telefon Anträge machen kann. Sobald ich vom schriftlichen gesprochen habe, wurden die Leute jeweils unruhig.
 

Erolena

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#6
Ist die Bundesagentur denn so weit? Geh hin und hol dir die Formulare ab.

Du kannst einen Zettel über den Tisch schieben, mit dem Satz:
Hiermit beantrage ich Berufsausbildungsbeihilfe.
Unbedingt einen Stempel auf deine Kopie verlangen.
 

Headi

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#7
Ich weiß es auch nicht. Gestern habe ich mit dem für mich zuständigen Arbeitsvermittler, der nächstgelegenen Agentur für Arbeit gesprochen.
Der sagte mir, dass die Formulare am 09.07 abgeschickt wurden.
Wenn die noch nicht angekommen sind, müsste ich nochmal beim Service anrufen. Das habe ich jetzt insgesamt 5 mal gemacht.
Am Telefon sagte man mir als erstes, dass man keinen schriftlichen Antrag stellen müsste, da man anhand der Angaben die sie aufgenommen haben, vorher schon ne Aussage tätigen, ob es bewilligt wird.
Wenn nicht, kann man immer noch nen Schriftlichen Antrag stellen!

Komisch ist, das sie, immer wenn ich vom schriftlichen geredet habe, ziemlich nervös wurden!
habe jetzt leider auch nix, um die telefonate aufzunehmen.

Immerhin habe ich gerade nochmal angerufen, und darauf bestanden, dass mir der Antrag zugeschickt wird.

Mir geht das ganz schön auf den Sack.
Diese Ämter kann man doch in die Tonne kloppen. Die erzählen doch alle was anderes.
Mir graust es vor dem Widerspruch, den ich stellen werden, wenn es nicht bewilligt wird. Da vergehen dann wider 3 oder mehr Monate!
Ich frage mich, woher ich das Geld dann nehmen soll.
 

evelyn62

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#8
Mein Sohn hat letztes Jahr seine Ausbildung zum Gross- und Aussenhandelskaufmann beendet und während der ganzen Ausbildungszeit aufstockendes Hartz 4 bekommen. Der Ausbildungsvertrag wurde als ganz normaler Arbeitsvertrag angesehen, steuer- und sozialversicherungspflichtig. Und weil es eben nicht gereicht hat, bekam er noch hartz 4 dazu.
BAB hat er beantragt, es aber nicht bekommen, weil er schon eine Ausbildung angefangen, dort aber abgebrochen hatte.
Dass er den Antrag gestellt hat, musste er beim JC nachweisen. Solange wie der Antrag bearbeitet wurde, wurde das Hartz 4 vorläufig gezahlt.

Ich muss aber dazu sagen, dass die nichts freiwillig rausgerückt haben. Als das BAB dann entgültig abgelehnt wurde, wollte man ihn sogar zwingen, die Ausbildung abzubrechen und als Kellner arbeiten zu gehen, weil seine erste Ausbildung als Restaurantfachmann war. Hat er aber nicht gemacht.:icon_twisted:
 

Kaleika

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#10
Bitte nicht mehrere Threads zum gleichen Thema aufmachen!

Ich verbinde mal.
 

Erolena

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#11
Hat dein Sohn hat noch im Elternhaus gewohnt?

Im Elternhaus ist man generell nicht BAB berechtigt (ausgenommen Behindertenausbildung u.ä.).
Deshalb kann man im Elternhaus aufstockendes ALG 2 beziehen, egal ob man in Erst- oder Zweitausbildung ist.
Mein Sohn hat letztes Jahr seine Ausbildung zum Gross- und Aussenhandelskaufmann beendet und während der ganzen Ausbildungszeit aufstockendes Hartz 4 bekommen. Der Ausbildungsvertrag wurde als ganz normaler Arbeitsvertrag angesehen, steuer- und sozialversicherungspflichtig. Und weil es eben nicht gereicht hat, bekam er noch hartz 4 dazu.
BAB hat er beantragt, es aber nicht bekommen, weil er schon eine Ausbildung angefangen, dort aber abgebrochen hatte.
Dass er den Antrag gestellt hat, musste er beim JC nachweisen. Solange wie der Antrag bearbeitet wurde, wurde das Hartz 4 vorläufig gezahlt.

Ich muss aber dazu sagen, dass die nichts freiwillig rausgerückt haben. Als das BAB dann entgültig abgelehnt wurde, wollte man ihn sogar zwingen, die Ausbildung abzubrechen und als Kellner arbeiten zu gehen, weil seine erste Ausbildung als Restaurantfachmann war. Hat er aber nicht gemacht.:icon_twisted:
 

Demim

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#12
Mein Gedanke: Wenn die gesamte Familie auf Unterstützung (ALG 2) angewiesen wäre, fiele auch der Azubi in die Bedarfsgemeinschaft. Das Jobcenter wird aus eigenem Interesse prüfen, welche vorrangigen Leistungen noch zu erbringen sind.
 

Erolena

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#13
Ein BAB-Empfänger gehört zur Bedarfsgemeinschaft mit Frau und Kind, obwohl er selber vom ALG 2 ausgeschlossen ist. Das heißt, er bekommt kein ALG 2. Aber wenn er selber zu hohes Einkommen hat, dann wird es in der Bedarfsgemeinschaft verteilt.
 

Erolena

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#15
Dann soll das ALG 2 als Darlehen gewährt werden,
a) nach §27 Satz 2: für den ersten Monat, in dem die Ausbildungsvergütung frühestens am Monatsende kommt, also für die Zahlungslücke.
Natürlich reicht die Ausbildungsvergütung bei vielen auch für den zweiten Monat noch nicht. Dann zahlt am besten das Jobcenter einfach das obige Darlehen weiter. Oder - wenn sie das nicht wollen

b) dann ist für den zweiten Monat ein weiterer Antrag auf ein Darlehen nach Satz 1 nötig, mit der Begündung, dass die BAB immer noch fehlt.
Ein zweiter Grund könnte sein, dass bei einigen Lehrlingen (besonders über 25 Jahre = ohne Kindergeld) zusätzlich noch der Zuschuss zu den ungedeckten Kosten der Unterkunft fehlt. Denn soweit ich höre, rechnet das Jobcenter den KdU_Zuschuss erst aus, wenn der BAB-Bescheid da ist. So ein Lehrling hat dann wahrscheinlich erst im dritten Ausbildungsmonat sein reguläres Geld zusammen (Vergütung + BAB + evtl. den KdU-Zuschuss). Dann kommt er alleine zurecht.

§ 27 Leistungen für Auszubildende
(4) Satz1- Leistungen können als Darlehen für Regelbedarfe, Bedarfe für Unterkunft und Heizung und notwendige Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung erbracht werden, sofern der Leistungsausschluss nach § 7 Absatz 5 eine besondere Härte bedeutet.
Satz2- Für den Monat der Aufnahme einer Ausbildung können Leistungen entsprechend § 24 Absatz 4 erbracht werden.
Satz3-
Leistungen nach den Sätzen 1 und 2 sind gegenüber den Leistungen nach den Absätzen 2 und 3 nachrangig.
§ 24 Abweichende Erbringung von Leistungen
(4) Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts können als Darlehen erbracht werden, soweit in dem Monat, für den die Leistungen erbracht werden, voraussichtlich Einnahmen anfallen.
Zur Rückzahlung des Darlehens für Azubis:
§ 42a Darlehen
(4) Nach Beendigung des Leistungsbezuges ist der noch nicht getilgte Darlehensbetrag sofort fällig. Über die Rückzahlung des ausstehenden Betrags soll eine Vereinbarung unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Darlehensnehmer getroffen werden.

(5) Rückzahlungsansprüche aus Darlehen nach § 27 Absatz 4 sind abweichend von Absatz 4 Satz 1 erst nach Abschluss der Ausbildung fällig.
Absatz 4 Satz 2 gilt entsprechend.
Meine freie Übersetzung: Dieses Darlehen muss man erst am Ende der Ausbildung zurückzahlen. (Absatz 5)
Und es soll dann eine vernünftige Vereinbarung geschlossen werden, wie das Darlehen getilgt wird. (Abs 4 Satz 2)
Beispiel: wenn der Azubi nach der Ausbildung arbeitslos ist, dann soll das Darlehen nicht auf einen Schlag zurückvelangt werden, sondern eine sinnvolle Ratenzahlung vereinbart werden. Dasselbe, wenn der Ausgelernte wenig verdient.
 

JAMESBONDY

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#16
:biggrin:Ich hab hier noch ein Interresantes Urteil für Dich,
vielleicht hilft Dir dies ja ,
auch noch ein stückchen weiter!
:icon_kinn:

Kein Leistungsausschluss nach § 7 SGB II bei mit Ausbildungsgeld geförderten Maßnahmen nach den §§ 100 ff. SGB III

Urteil des Sozialgericht Berlin vom 05.12.2008 -S 37 AS 23403/08-

Eine mit Ausbildungsgeld geförderte Maßnahme nach den §§ 100 ff SGB III begründet keinen Leistungsausschluss nach § 7 Abs. 5 SGB II. Dies ergäbe sich schon aus dem Wortlaut der Norm, die nur von "im Rahmen des BAföG oder der §§ 60 bis 62 SGB III" förderbaren Ausbildungen spreche. Dass die Vorschriften über die BAB nach § 104 Abs. 2 SGB III für das Ausbildungsgeld "entsprechend" gelten, diene der Bemessung, Berechnung und Bewilligung des Ausbildungsgeldes (vorbehaltlich besonderer Bestimmungen) und lasse daher keinen Schluss auf den Umfang der Regelung des § 7 Abs. 5 SGB II zu.:confused:
 

Erolena

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#17
In diesem älteren BSG-Urteil geht es um Ausbildungsgeld. Ausbildungsgeld erhalten behinderte Menschen, wenn sie eine Ausbildung machen und behinderte Menschen in der Berufsvorbereitung, im Eingangsbereich einer Werkstatt und bei Unterstützter Beschäftigung. Wenn das jemanden betrifft, dann Hinweise § 11, ab Randziffer 7.84 lesen.
 

Erolena

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#18
Hast du nun den schriftlichen BAB-Antrag gestellt?

Niemals telefonieren. Telefonieren ist der beste Weg fürs Amt, um Antragsteller abzuwimmeln.
 
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