BAB/Auszug aus BG/Mietzuschuss

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Noki

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
27 Mai 2012
Beiträge
141
Bewertungen
2
Ja ich frage wieder viel in letzter Zeit.

Aber es gibt eben viele spontanänderungen :D

Für mich steht in Ausbildung ganz klar 2 Dinge im VOrdergrund:

1. Schriftlicher austritt aus BG
2. Nach entsprechender Wartezeit zum Geldsparen, engültiger auszug


So in der Theorie mal:

Ich hätte ein brutto Einkommen von 834,- + Kindergeld von 183,-

Das wären ca 845 Netto einkommen im Monat.

So nun sind die Wohnungen hier nicht billig. das bedeutet ich müsste BAB/Mietzuschuss beantragen. Also Miete sagen wir mal 450 Warm inkl. Nebenkosten.

Wieviel BAB Würde mir den zustehen bzw. Mietzuschuss?
Was würden die mir bezahlen. Weil ich brauche ja vorab ne ungefähre Vorstellung.

Und ganz wichtig wann darf BAB abgelehnt werden?! Und vor allem, was tu ich wenn es abgelehnt wird?

PS: Meine Mutter würde nach wie vor in der BG mit meinem Bruder wohnen. Also nix eigene Einkommen was angerechnet werden kann.

hoffe auf Hilfe. Diese Onlinerechner kapier ich einfach nicht.

Bei BAB Stand z.B. Ja sie zahlen bis zu 334 an Lebensunterhalt, heißt das ich bezahl miete komplett und krieg 300 Lebensunterhalt zurück oder wie?

Mann muss ja noch essne kaufen, einrichtung, klamotten und schulisches material. ist auch nicht billig.

Man sieht ich check nix :D

PS: Anfrage kommt weil ich gute Chancen hab ab Februar zu arbeiten *freu*

Hoffe mein Glück arbeitet einmal zuverlässig *anfleh*
 

Erolena

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 November 2007
Beiträge
5.939
Bewertungen
1.512
Zum Verständnis der Berufsausbildungsbeihile (BAB):
1) BAB bekommt man nur, wenn die Azubi-Vergütung gering ist. Wer genügend Lehrlingsgeld (für Leben +Miete + Fahrtkosten!) bekommt, der braucht keine BAB.
2) Und BAB ist nur möglich, wenn du nicht mehr bei den Eltern wohnt. Jedenfalls, wenn du eine 'normale' Lehre absolvierst gibt es BAB nur, wenn du ausziehst. (Bei Minderjährigen muss der Auszug aus bestimmten Gründen nötig sein, dagegen ab 18. Geburtstaqg ist es - aus BAB-Sicht - egal, warum du ausziehst.)

Ausnahme: BAB "im Elternhaus"
BAB im Elternahaus gibt es aber für Azubis, die eine Berufsausbildung für Behinderte absolvieren + für Teilnehmer an berufsvorbereitenden Maßnahmen.

Du als volljähriger Azubi in eigener Unterkunft:
Nach dem BAB-Rechner der Bundesagentur würdest du bei dem Einkommen, das du genannt hast, vermutlich keine Berufsausbildungsbeihilfe bekommen. (Du sagtest im 1. Lehrjahr 834 Brutto. Das wären z.B. beim Mediengestalter im 2. Lehrjahr dann 885 Brutto) Aber das ist ohne Gewähr. Denn es spielen z.B. auch Fahrtkosten zwischen eigener Wohnung und Betrieb eine Rolle, die kennen wir ja nicht. In eigener Unterkunft solltest du auf jeden Fall einen BAB-Antrag stellen, nur dann bekommst du eine exakte Berechnung.

Falls du ausziehen willst.
Den Mietzuschuss für Azubis vom Jobcenter gibt es nur, wenn der 25jährigen "erlaubt" umgezogen ist*. Wenn man umzieht, um eine Ausbildung zu erreichen, dann ist das ein wichtiger Grund, um umzuziehen. Du müsstest dieses Argument vorbringen, damit dieser Umzug vom Jobcenter als notwendig anerkannt wird. Dann wäre ein Mietzuschuss für Azubis vom Jobcenter grundsätzlich möglich.

Ob vom Jobcenter tatsächlich eine Mietzuschuss vom gezahlt wird, hängt vom anrechenbaren Einkommen ab (Kindergeld, das du auf irgendeinem Wege bekommt, wird vom Jobcenter mitgezählt) und von der Miethöhe, die für eine Einzelperson erlaubt ist, ab.

* Diese Einschränkung steht in den Regelungen über den Mietzuschuss. Im § 27 Absatz 3 lautet der letzter Satz "Satz 1 gilt nicht, wenn die Berücksichtigung des Bedarfs für Unterkunft und Heizung nach § 22 Absatz 5 ausgeschlossen ist."
 

Erolena

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 November 2007
Beiträge
5.939
Bewertungen
1.512
Azubi im Elternhaus:
Wenn du bei deiner Mutter bleibst, dann steht vom Grundsatz her weiterhin ALG 2 zu.
Allerdings aufgrund deines hohen Azubi-Einkommens wäre es fraglich, ob du tatsächlich ALG2 bekommst.

Von deinem Einkommen musst du dann deinen Mietanteil + deine Kosten des Lebensunterhalts bei der Mutter bezahlen (dein Anteil an Strom, Festnetzanschluss, Internet, Waschen, Lebensmittel, ....).

Auch wenn du einen "eigenen" Haushalt führen wrüdest (also wenn du nur ein WG-Mitglied wärst) müsstest du deinen Haushalt komplett selber bezahlen. Meiner Ansicht nach hast du - egal, ob du in Haushaltsgemeinschaft oder als WG-Miltglied lebst - die gleichen Kosten zu tragen.

Aber wie werden die Einnahmen des Azubis angerechnet?

a)Die Azubi-Vergütung darf niemals bei den Eltern angerechnet werden.

b) Streitpunkt ist die Anrechnung deines Kindergelds.
Der Normalfall: Wenn der Azubi seinen Bedarf aus seinem anrechenbaren Einkommen (Azubivergütung plus Freibeträge) komplett odfer teilweise decken kann, dann wird das "überfüssige" Kindergeld als Einkommen der Eltern angerechnet. (Kindergeld als Einkommen der Kindergeldberechtigten).

Falls du Glück hättest, liese sich diese Anrechnung des "überschüssigen" Kindergelds bei den Eltern vielleicht vermeiden. Das ist das Spezialgebiet von Früchtle. (Ich selber habe vor Jahren auch die Zurechnung des Kindergelds zu meinen Kindern in Ausbildung - weiterführende Schule /Studium - erreicht, aber das ist lange her. Meine damalige Argumentation lässt sich auf die heutige Situation nicht mehr übertragen.)
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten