BAB abgelehnt, weil Ausbildung schulisch?!? (1 Betrachter)

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EvaSch

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Hallo

Mein Freund macht seit 1. Oktober eine duale Ausbildung als Altenpflegehelfer. Sprich schulisch und betrieblich.
Er wurde angehalten, BAB zu beantragen, das ALG2 wurde eingefroren, bis der BAB Bescheid da ist.
Der kam heute und wurde abgelehnt, weil es sich bei seiner Ausbildung um eine schulische Ausbildung handelt.
Das ist so aber nicht wahr.
Er ist einige Wochen in der Schule und dann einige Wochen im Betrieb.
FĂŒr was musste BAB beantragt werden, wenn er angeblich keinen Anspruch drauf hat, weil die Ausbildung schulisch wĂ€re?
Macht es da Sinn, einen Widerspruch zu schreiben?
Kann ich das JC anhalten, uns dann endlich wieder unsere zustehende Aufstockung zu zahlen, bis der Widerspruch durch ist?

Freundliche GrĂŒĂŸe, Eva
 

HermineL

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Hat er einen Ausbildungsvertrag mit dem Betrieb ?
 

EvaSch

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Ja klar. Ohne Vertrag mit Ausbildungsbetrieb kein Zugang zur Schule und vice versa.
 

Gaddezwerg

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@EvaSch

Altenpflegehelfer werden in den verschiedenen BundeslÀndern unterschiedlich ausgebildet.

Ist der Beruf Altenpflegehelfer gesetzlich geregelt?

Dieser Beruf ist landesrechtlich geregelt. Das beutet, dass jedes Bundesland selbst entscheiden darf, ob es bestimmte Bedingungen fĂŒr die Ausbildung und den Beruf Altenpflegehelfer gibt und, wenn ja, wie diese lauten. In Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-WĂŒrttemberg ist die Ausbildung gesetzlich geregelt, in den anderen BundeslĂ€ndern nicht.
Quelle: https://www.ausbildung.de/berufe/altenpflegehelferin/


In Hessen etwa ist es eine landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung mit Praxisanteilen. Diese liegen tatsÀchlich sogar höher als die schulischen Anteile und es wird ein Vertrag mit einem betrieb benötigt. trotzdem zÀhlt es als schulisch und nicht als duale Ausbildung.

Quelle: https://soziales.hessen.de/familie-soziales/senioren/pflege/altenpflegeausbildung

Von daher sollte dein Freund mit dem Ablehnungsbescheid zum Jobcenter gehen, dann mĂŒssten die Leistungen fortgefĂŒhrt werden.
 

HermineL

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UnabhĂ€ngig von den Unterschieden in den einzelnen BundeslĂ€ndern gilt SGB III fĂŒr alle.
Auszubildende, die eine betriebliche Altenpflegeausbildung nach dem Altenpflegegesetz absolvieren,
können bei Vorliegen der Voraussetzungen Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) nach §§ 59 ff Drittes Buch
Sozialgesetzbuch (SGB III) erhalten.

Maßgebend ist das die Ausbildung nach dem Altenpflegegesetz erfolgt.

§ 57 FörderungsfÀhige Berufsausbildung SGB III
...
(1) Eine Berufsausbildung ist förderungsfÀhig, wenn sie in einem nach dem Berufsbildungsgesetz, der
Handwerksordnung oder dem Seearbeitsgesetz staatlich anerkannten Ausbildungsberuf betrieblich
oder außerbetrieblich oder nach dem Altenpflegegesetz betrieblich durchgefĂŒhrt wird und der
dafĂŒr vorgeschriebene Berufsausbildungsvertrag abgeschlossen worden ist.
...
Um das wirklich zu bewerten mĂŒsste man den Ausbildungsvertrag anonymisiert hier einstellen.
Die geposteten Informationen reichen dafĂŒr nicht aus.
 

EvaSch

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Ich habe den Ablehnungsbescheid schon zum Jobcenter gebracht.
Ich warte jetzt drauf, was die sagen.

Es wurde seitens des JC verlangt, dass wir BAB beantragen und die Agentur fĂŒr Arbeit war da vorne mit bei. Sonst hĂ€tten wir auch gleich Bafög beantragen können. Wir mussten aber BAB beantragen, obwohl es vorher hieß, wir bekĂ€men weiterhin aufstockend ALG2.
Ein GlĂŒck war die Zahlung des ALG2 aber nur pausiert, bis das BAB bearbeitet ist und so dĂŒrfte nix verloren gehen.
[>Posted via Mobile Device<]
 

HermineL

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Bei einer dualen Ausbildung nach dem Altenpflegegesetz ist BAB auch richtig und das JC lag nicht daneben.
Aber wie gesagt ohne Ausbildungsvertrag und am besten auch den Bescheid kann man das nicht abschließend
beurteilen.
Bitte beachten das man gegen den Bescheid nur innerhalb 4 Wochen Widerspruch einlegen kann.
 

EvaSch

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Ich muss mal schauen, ob ich am Wochenende den Vertrag eingescannt bekomme.
Bescheid ist nicht das Problem, der ist ja fix eingescannt. Ist nur eine Seite.
 
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