BA-Vorstand will Zweiklassensystem bei Hartz IV (1 Betrachter)

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Kaleika

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Arbeitslosengeld

BA-Vorstand will Zweiklassensystem bei Hartz IV

https://www.welt.de/wirtschaft/article4105275/BA-Vorstand-will-Zweiklassensystem-bei-Hartz-IV.html#article_comment Von Flora Wisdorf 12. Juli 2009, 11:24 Uhr
Die Zahl der Arbeitslosen wird dieses Jahr noch kräftig ansteigen. Bürger aus der Mittelschicht wird es diesmal mit voller Wucht treffen. Sie haben jahrelang in die Sozialkassen eingezahlt und sollten daher dauerhaft gegenüber denen privilegiert werden, die ihr Leben lang nur von Transferleistungen gelebt haben. (...)
https://www.welt.de/wirtschaft/article4105275/BA-Vorstand-will-Zweiklassensystem-bei-Hartz-IV.html

Genau, immer schön aufspalten und mit Gerechtigkeit haben die asozialen Hartz-Gesetze nun überhaupt nichts im Sinn.
Es geht doch bloß darum, unten Geld einzusparen, was dann oben mit vollen Händen ausgeschüttet werden kann!

Kaleika
 

Paolo_Pinkel

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Hi,

mal sehen wie man das realisieren und mit dem Gleichbehandlungsgesetz in Einklang bringen möchte. Dass es viele, die es sich nicht erträumt hätten, auch treffen wird ist wohl ziemlich sicher. Was ist mit denen die vor und zur Einführung des ALG-II arbeitslos geworden sind, ebenfalls eingezahlt haben ,und nun ALG-II beziehen? Bekommen diese dann auch rückwirkend diesen "Status"?

Das führe „aus Sicht der Betroffenen zu einem Gerechtigkeitsproblem, ihre Lebensleistung sollte anerkannt werden. Sie sollten im System in irgendeiner Form dauerhaft privilegiert werden gegenüber denjenigen, die ihr Leben lang Transferleistungen bezogen haben“, fordert Alt.
Ich denke, dass dieser Vorschlag des Herrn Alt zu einem erheblichen Gerechtigkeitsproblem führen wird. Wieso sollen die künftigen ALG-II Bezieher einen besseren Status genießen als die die bereits in diesem System gefangen sind und ebenfalls ihren Beitrag (Arbeit) geleistet haben? Der Text liest sich so als wären alle oder eine Großteil der ALG-II Bezieher, Menschen die noch nie im Leben gearbeitet hätten.

Man führe sich mal das Abstimmungsergebnis zu Gemüte:icon_kotz:

Wenn es ans eigene Leder geht ist die Solidarität schnell vergessen unter den Arbeitnehmer. Aber die war noch nie so vorbildlich. Man ist sich zunächst selbst der Nähste.

Gruss

Paolo
 
R

Rounddancer

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Der Schmierfink gehört ans Andreaskreuz geschnallt und ausgepeitscht.

Aber, was die Info des Artikels angeht: Es war und ist eine große Ungerechtigkeit, daß bei Hartz IV Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe auf der Grundlage der niedrigeren Sozialhilfe zusammengelegt, und damit unverdient in die tiefste Armut getrieben wurden und werden.

Daß jetzt die BA vorgeschickt wird, um anzutesten, wie es denn ankäme, quasi wieder die Arbeitslosenhilfe für die einzuführen, die jahrzehntelang in die Arbeitslosenversicherung einbezahlten, zeigt eines:
1. es ist Wahlkampf und
2. Die Linke. wirkt.

Aber, Paolo hat Recht: Was immer da herauskommt, muß auch für uns gelten, die wir ebenso jahrzehntelang brav einzahlten,- aber nun durch Hartz IV bereits verarmt oder so gut wie verarmt sind. Wir gehören nicht in den Topf, in den die uns steckten,- wir wollen da raus!
 

Erolena

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... Was immer da herauskommt, muß auch für uns gelten, die wir ebenso jahrzehntelang brav einzahlten,- aber nun durch Hartz IV bereits verarmt oder so gut wie verarmt sind. Wir gehören nicht in den Topf, in den die uns steckten,- wir wollen da raus!
Wenn die dann drin bleiben, die vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen sind - durch mieses Schulsystem, ständige Armut in der Kindheit usw. - dann ist wohl die Welt wieder in Ordnung?

Ist dieses System der Zwangsarmut und Sippenhaft unmenschlich?

Oder Hartz IV ist großer Mist, weil es die falschen trifft?
Da wäre ja der Autor sich ja bemerkenswert einig mit der Autorin der "Welt".
 

Mario Nette

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Heinz, mal im Vertrauen: Was soll der Unsinn? Da ist jetzt eine Chance, sich "von denen" (welchen genau? sprich's doch mal aus!) abzusetzen und die will man, willst du ergreifen: "Ich will auch, denn ich habe ja auch ..."

Wenn der Arbeitsmarkt - hier sei mal jetzt nur ein einziges Beispiel aufgeführt - keine Verwendung für Schwerbehinderte hat, dann soll man diese Menschen also, obwohl sie nichts dafür können, dass es ihnen so geht, weniger gut behandeln als solche, die "ein Leben lang" gearbeitet haben? Oder anders: Es soll also der belohnt werden, der im Interesse der Gesellschaft schon belohnt wurde (durch einen Job damals)?

Erinnerst du dich daran, dass dem deutschen Bildungssystem nachgewiesen wurde, dass es nur nach unten, nicht aber nach oben durchlässig ist? Und dass man fiel, das wird individualisiert wie eben auch analog in "Wer arbeiten will, findet auch Arbeit" ausgedrückt? Das Entgegenwirken gegen Systemfehler soll also auf dem Rücken derer ausgetragen werden, die schon durch die Systemfehler selbst ausgesondert wurden? Trifft's da nicht "Sozialdarwinismus"?


Alt weiß sehr genau, dass Hartz die Leute vergräzt hat. Er weiß, was Hartz den Menschen angetan hat mit seinen Reformen. Er weiß, dass der Mittelstand bröckelt. Und das Einzige, was ihm dazu enfällt, ist, das Tor nach unten zu schließen (oder zumindest so zu tun), gleichsam aber das nach oben nicht aufzusperren (auch nicht über irgendwelche wie auch immer gearteten "Anreize"). Alt will die Abgenzung nicht etwa zum Wohle der Menschen verschieben, sondern das Wohl einiger auf dem Rücken vieler noch-weniger-Habender sichern. D'rum findet er es ja auch gut, dass die Freigrenzen jetzt, wo es brenzlig wird, angehoben werden. Und natürlich war früher, als man die Schonvermögensgrenzen beschloss niiiiiiemals davon auszugehen, dass es der Wirtschaft vielleicht mal schlecht gehen könnte und dies die Leute nachhaltig im Alter treffen wird.

Dann beackert Alt noch das Gebiet der Wohnkosten und vermittelt dabei, dass es die Leistungsberechtigten selbst wären, die die Kosten an die Maximalpreise schrauben würden. Nur: Wer zur Miete wohnt bzw. eine neue Wohnung sucht, der hat doch gar keinen Einfluss auf die Miethöhe. In Berlin konnte man gut beobachten, dass in Gegenden, wo eigentlich die Leute nicht so gern wohnen wollten und wo die Mietpreise relativ gering waren, diese gestiegen sind, obgleich dort immer noch kaum jemand gern wohnen will - aber ein Gutteil mittlerweile muss. Da haben die Vermieter gesehen: Ah OK, die Wohnungen werden also voll, da könnte ich doch mehr verlangen. Wenn Alt also in einer derartigen Situation Mietpauschalen fordert - und zwar auf Basis der Kostenersparnis - wird das nur dazu führen, dass auf die regionalen Unterschiede keine Rücksicht genommen wird. Für ihn ist hier der "Anreiz, günstig zu wohnen" wichtig. Nun, dem kann man nachkommen, indem die ganzen DDR-Platten einfach stehen gelassen werden wie sie sind und die Leute dort einquartiert werden. Denn in München und Umgebung, um nur ein Beispiel zu nennen, wird der Anreiz zum Wohnen sicherlich nicht mehr groß sein bei einer einsparenden Mietpauschale. -> Hartz-befreite Zonen. Der Anreiz für die Leute, dann allerdings aus den "Ghettos" rauszukommen, den muss mir Alt erstmal zeigen. Für ihn sind das ja schlechter bezahlte Jobs. Nur wo er die herkriegen will ...

Mario Nette
 

Bambi_69

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Mal ehrlich, WIE groß ist denn die Chance, dass man zum alten System wirklich zurückkehren will?
Solche "Versprechungen" werden jetzt nur deshalb gemacht, um noch mehr zu spalten (schließlich wollen doch viele zu den "priviligierteren" Leistungsempfängern gehören bzw. so angesehen werden) und weil man schlicht und ergreifend Angst vor Unruhen hat, jetzt, wo es langsam auch den meisten bisher Gutgläubigsten klar wird, WIEVIELE tatsächlich direkt und indirekt von Hartz IV betroffen sind oder sein werden.
Man redet von Gerechtigkeit und wie man sie angeblich erreichen will. Aber am Ende wird es so sein, dass doch alle, die überflüssig (geworden) sind, abgeschrieben werden. Da werden dann keine großen Unterschiede mehr gemacht.

Liebe Grüße
Bambi_69
 
E

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"Privilegiert" ist eindeutig die falsche Wortwahl.

Was dieser Herr Alt auch vergisst, ist das unter den jetzigen Hatz IV - Empfängern Facharbeiter waren bzw. ausgebildete Menschen, die durch Ihn und seine BA und durch die dämlichen Gesetze systematisch zu Hilfsarbeitern degradiert wurden.

Hätten sich die BA, die ARGEn und die Kommunen mehr dafür eingesetzt, den gelernten, wie den ungelernten Weiter- oder Ausbildungen zu geben, hätten wir den (angeblichen) Facharbeitermangel auch nicht so groß.

Tja, selbst Schuld Herr Alt, Herr Scholz und wie die Zukunftsvernichter von Millionen von Menschen noch so heißen.
 
E

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hier gehts noch weiter, jetzt sollen die Hartzis auch noch unterschiedliche Sätze bekommen.

Arbeitsmarkt: BA-Vorstand für unterschiedliche Hartz-IV-Sätze

Bundesagentur-Vorstand Heinrich Alt will nicht alle Hartz-IV-Empfänger über einen Kamm scheren. Diejenigen, die gearbeitet und Sozialabgaben gezahlt haben, sollen mehr Geld erhalten.


Arbeitslose, die lange in die Sozialkassen eingezahlt haben, sollten bessergestellt werden als solche, die ihr Leben lang nur Leistungen bezogen haben, sagte Alt in einem Interview der Zeitung „Die Welt“ vom Montag. „Ich befürchte, dass im kommenden Jahr die Zahl derer steigt, die in die Sozialkassen eingezahlt haben und dennoch in das Hartz-IV-System übergehen“, sagte das Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit (BA). Das führe aus Sicht der Betroffenen zu einem Gerechtigkeitsproblem.

Reformbedarf auch bei Wohnkosten


„Ihre Lebensleistung sollte anerkannt werden“, sagte Alt. Sie sollten deshalb dauerhaft privilegiert werden gegenüber denjenigen, die ihr Leben lang Transferleistungen bezogen haben. Alt sieht außerdem Reformbedarf bei den Wohnkosten von Hartz-IV-Empfängern. Bisher würden die Kosten bis zu einer Obergrenze übernommen – wer eine billigere Wohnung beziehe, habe nichts davon. Um das zu ändern, könnte laut Alt eine je nach Stadt oder Region festgelegte Wohnpauschale eingeführt werden. Dies würde einen Anreiz schaffen, billiger zu wohnen.
Arbeitsmarkt: BA-Vorstand für unterschiedliche Hartz-IV-Sätze - Berufsleben - FOCUS Online
 

Kaulquappe

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Hi,

mal sehen wie man das realisieren und mit dem Gleichbehandlungsgesetz in Einklang bringen möchte. Dass es viele, die es sich nicht erträumt hätten, auch treffen wird ist wohl ziemlich sicher. Was ist mit denen die vor und zur Einführung des ALG-II arbeitslos geworden sind, ebenfalls eingezahlt haben ,und nun ALG-II beziehen? Bekommen diese dann auch rückwirkend diesen "Status"?
DAS frage ich mich auch :cool:
 

Kaleika

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hier gehts noch weiter, jetzt sollen die Hartzis auch noch unterschiedliche Sätze bekommen.

Arbeitsmarkt: BA-Vorstand für unterschiedliche Hartz-IV-Sätze - Berufsleben - FOCUS Online
Das war doch zu erwarten!
Wie sonst sollte sich das Zweiklassensystem - außer einer unterschiedlichen Bezugsdauer des ALG I - umsetzen lassen?

Von diesen pauschalisierten Kosten der Unterkunft war letztens schon mal die Rede.

(...) Bisher würden die Kosten bis zu einer Obergrenze übernommen – wer eine billigere Wohnung beziehe, habe nichts davon. Um das zu ändern, könnte laut Alt eine je nach Stadt oder Region festgelegte Wohnpauschale eingeführt werden. Dies würde einen Anreiz schaffen, billiger zu wohnen.
Witz komm`raus!
Ah, der Gutmensch will, dass die ALG-II-Bezieher etwas davon haben, also Geld sparen...
Leider hat dieser Witzbold nicht verraten, aus welchem Sack er jetzt die günstigen Wohnungen zaubern will, die es nicht mehr gibt!!!

Kaleika
 

Emma13

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Der Schmierfink gehört ans Andreaskreuz geschnallt und ausgepeitscht.

Aber, was die Info des Artikels angeht: Es war und ist eine große Ungerechtigkeit, daß bei Hartz IV Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe auf der Grundlage der niedrigeren Sozialhilfe zusammengelegt, und damit unverdient in die tiefste Armut getrieben wurden und werden.

Daß jetzt die BA vorgeschickt wird, um anzutesten, wie es denn ankäme, quasi wieder die Arbeitslosenhilfe für die einzuführen, die jahrzehntelang in die Arbeitslosenversicherung einbezahlten, zeigt eines:
1. es ist Wahlkampf und
2. Die Linke. wirkt.

Aber, Paolo hat Recht: Was immer da herauskommt, muß auch für uns gelten, die wir ebenso jahrzehntelang brav einzahlten,- aber nun durch Hartz IV bereits verarmt oder so gut wie verarmt sind. Wir gehören nicht in den Topf, in den die uns steckten,- wir wollen da raus!
Ich stimme dir hier zu Heinz - mit der Zusammenlegung von Sozial- und Arbeitslosenhilfe hat sich nicht nur die damalige Regierung ein Eigentor geschossen - lassen wir uns mal wieder überraschen von den schwachsinnigen Einfällen der Politik und ihrer Schergen ......

Lustig ist, dass du inzwischen manchmal ziemlich radikal sein kannst, Heinz :icon_smile: - mache mit beim Auspeitschen :icon_daumen:

Grüße - Emma
 
E

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Das war doch zu erwarten!
Wie sonst sollte sich das Zweiklassensystem - außer einer unterschiedlichen Bezugsdauer des ALG I - umsetzen lassen?

Von diesen pauschalisierten Kosten der Unterkunft war letztens schon mal die Rede.

Witz komm`raus!
Ah, der Gutmensch will, dass die ALG-II-Bezieher etwas davon haben, also Geld sparen...
Leider hat dieser Witzbold nicht verraten, aus welchem Sack er jetzt die günstigen Wohnungen zaubern will, die es nicht mehr gibt!!!

Kaleika
passt doch sehr gut zu den anderen Meldungen.

Arbeitest Du, bekommst Du mehr, auch wenns dann "zusätzliche Arbeitsgelegenheiten" sind. Arbeitest Du nicht, bekommste weniger.

Wenn Du dann "arbeitest" haste vielleicht dann genauso viel, (oder ein paar Euro mehr) wie Du jetzt bekommst, die Anderen haben dann 30% weniger.

Über Umwegen scheint in der Politik alles zu klappen.
 

Paolo_Pinkel

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Hi,

wie gewichtet man, nach Herrn Alt, wer nur für den privilegierten Bezug von ALG-II würdig ist und wer nicht? Alle die 5 Jahre eingezahlt haben? Oder 10 Jahre? Oder darf man erst die Arche Noa der Arbeitsmarktpolitik betreten wenn man mind. 20+ Jahre eingelassen hat? Das ist mal wieder so eine Idee die mit der heißen Nadel gestrickt wird. Scheinbar hat mn aus den Folgen von Hartz-IV nicht gelernt oder lernen wollen.

Witz komm`raus!
Ah, der Gutmensch will, dass die ALG-II-Bezieher etwas davon haben, also Geld sparen... Leider hat dieser Witzbold nicht verraten, aus welchem Sack er jetzt die günstigen Wohnungen zaubern will, die es nicht mehr gibt!!!
Ja. Die Frage stellt sich automatisch. Ich habe z.B. nie verstanden, warum der Staat nicht auf die Idee kommt, Eigentumswohnungen bzw. Häuser zu bauen und diese dann zu verlosen? Somit könnte jedem Bürger ein Eigenheim auf kurz oder lang gesichert werden. Die Konjunktur würde angekurbelt und der Staat würde sogar noch Geld dabei verdienen. Beispiel:

- Eigentumswohnung für Singles 50m²
- Fiktiver Preis: 60.000 Euro schlüsselfertig

Man nehme also die Gesamtkosten von 60.000 Euro und rechnet sich einen fiktiven Gewinn ein. Sagen wir 10%. Also 66.000 Euro. Und nun verlost man diese Wohnung. Alternativ auch Häuser. Sagen wir mit einer Chance von 1:3000. Das wäre 22 Euro pro Los. Für eine Eigentumswohnung m. M. n. erschwinglich. Und die Wahrscheinlichkeit auf Gewinn ist höher als beim Lotto (1: 140.000.000). Die Menschen, die Konjunktur und der Staat würde gewinnen. Nur mal so als Idee.

Gruss

Paolo
 

Mario Nette

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Ja klar, auf die Hausverlosungsidee muss man jetzt kommen, da die Kommunen ja nach und nach ihre Wohnungen verscherbelt und somit ihren Einfluss auf die Mietpreise sukkzessiv für einen auch nur kurzzeitigen Gewinn geopfert haben.

Alts Schluss hinsichtlich der Mietpreise ist auch nicht nachvollziehbar: Er meint ja, es fehle den Menschen wegen ihrer hohen Mieten der Anreiz, schlecht bezahlte Jobs anzunehmen. Lassen wir mal unsere Zweifel hinsichtlich der Verfügbarkeit derartiger Jobs außer acht; dann müssen wir doch aber immer noch davon sprechen, dass Alt den Niedriglohnsektor weiterhin begünstigen will, statt für vernünftige Löhne zu sorgen.

Jetzt müsste mir Alt nur noch verklickern, welchen Anreiz er schaffen will, dass ich in eine Bruchbude ziehe und mich für einen Hungerlohn verdinge. Oder anders: Bis jetzt hatten sie es mit Hartz noch nicht geschafft, die Leute zu vertreiben, weil die doch tatsächlich in ihren Wohnungen wohnen bleiben wollen. Man hat nur durch Sanktionen bewirken können, dass sie jeden beschissenen Job annehmen müssen. Nachdem also ihr Anspruch an die Arbeit erfolgreich zurechtgestutzt wurde, will Alt jetzt nachfolgend auch den Anspruch an die Unterkunft zurechtstutzen.

Mario Nette
 
S

sogehtsnich

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Wieder so ein blödsinniger Gerechtigkeitsfanatismus!
Was gehen dem die Regelsätze an, gehört er jetzt auch schon zum Verfassungsgericht?
Er soll sich lieber darum kümmern, dass seine Vermittler ihrer Arbeit nachgehen und vermitteln!
 

Haubold

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Erkennen kann ich nur eines "Wir werden mehr"!
Ab einer bestimmten "Masse" an Erwerbslosen bekommen die da oben Angst.
Darum soll diese Masse gespalten werden.

Gruß Haubold
 

Merkur

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Wie verblödet stellen sie sich doch hin und verarschen das Volk ???
Da brauchten sie nur die H4 -Reform so umsetzen wie sie P.Hartz geschrieben hat ! In seinem dicken Schmöker stand immerhin das man ab 55 Jahren zweimal den Regelsatz pro Person bekommt und den Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehen muss. Aber da wurde ja rausgepickt und nun gejammert, und die 50 plus erfunden wo alle Alten angeblich eine Arbeit haben.
 

Bienchen

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Was die Wahlen wieder mal für "Blüten" hervorbringen. Wenn denen was einfällt, ist es doch nur der reinste Mist. :icon_kotz2::icon_kotz2:

Aber gedacht hat man sich dabei schon etwas.
Alle diejenigen, welche nach der Lehrzeit nicht übernommen werden, habe es sehr schlecht, eine Arbeit zu finden. Denen fehlt ja die 20-jährige Berufserfahrung. :icon_twisted: Diese Personengruppe wird wohl gar kein Hrtz IV mehr bekommen - schon haben wir wieder weniger Arbeitlose im ALG II-Bezug. Ich vermute, dass diese entweder Sozialhilfe bekommen oder Zwangsarbeit für ihren Lebenunterhalt leisten müssen.
Allerdings wird es so wenig sein, dass die Plätze unter den Brücken sehr gefragt sein werden.

Das nennt man dann "soziale Marktwirtschaft". Obwohl es diese gar nicht gibt. Entweder es ist Marktwirtschaft oder es ist was soziales. Im Zusammenhang gesehen, beißt sich hier die Katze in den Schwanz!
 
D

dr.byrd

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Heinrich Alt, da spricht wohl der neue Bundesminister für Arbeit und Soziales der schwarz-gelben Koalition. :eek:

Wir können das am 27. September 2009 verhindern.
 

Kaulquappe

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Aber gedacht hat man sich dabei schon etwas.
Alle diejenigen, welche nach der Lehrzeit nicht übernommen werden, habe es sehr schlecht, eine Arbeit zu finden. Denen fehlt ja die 20-jährige Berufserfahrung. :icon_twisted: Diese Personengruppe wird wohl gar kein Hrtz IV mehr bekommen - schon haben wir wieder weniger Arbeitlose im ALG II-Bezug. Ich vermute, dass diese entweder Sozialhilfe bekommen oder Zwangsarbeit für ihren Lebenunterhalt leisten müssen.
Allerdings wird es so wenig sein, dass die Plätze unter den Brücken sehr gefragt sein werden.
So "gefragt" wie bereits die Mülleimer ...
 
E

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Ja ich las es schon im Teletext

und hab mich ma hier durchgelesen

Heisst es wohl so

132 € für das absolut faule Pack und 351 € für diejenigen die sich zuvor noch fast kaputt gearbeitet haben 10, 20, 30 Jahre und irgendwann schubsen wir die auch auf 132 € wie es nen paar Professoren eine Uni ja gesagt haben.

Krank ist sowas:icon_eek:

Die Rache muss in Form der nächsten Bundestagswahl kommen.

Aber ehrlich gesagt glauben dran tue ich nicht.

Den die verkaufen das hier und die rentenpolitik als wohltat. und das dummvolk glaubt dran.:icon_neutral:
 

fritzi

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Erkennen kann ich nur eines "Wir werden mehr"!
Ab einer bestimmten "Masse" an Erwerbslosen bekommen die da oben Angst.
Darum soll diese Masse gespalten werden.
Genau darum geht es - Angst. Die Angst derer, die jahrelang brav und artig gebuckelt und gearbeitet haben und jetzt plötzlich sehen, sie landen ganau dort, wo ach diese biertrinkenden Asozialen bereits sitzen - mit Hartz IV vorm Flachbildschirm. Das kann natürlich nicht sein. Die Erwerbslosen sind nicht nicht gleich :icon_evil:.

Und es könnte ja sein, daß diese Mittelschicht-Erwerbslosen etwas mehr und besser aufmucken ... Da schafft man sich dieses Problemchen doch besser vorsorglich vom Hals, indem man es etwas besser bezahlt in den Abstieg schickt.
 
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