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BA-Vorstand will Zweiklassensystem bei Hartz IV

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Kaleika

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#1
Arbeitslosengeld

BA-Vorstand will Zweiklassensystem bei Hartz IV

http://www.welt.de/wirtschaft/article4105275/BA-Vorstand-will-Zweiklassensystem-bei-Hartz-IV.html#article_comment Von Flora Wisdorf 12. Juli 2009, 11:24 Uhr
Die Zahl der Arbeitslosen wird dieses Jahr noch kräftig ansteigen. Bürger aus der Mittelschicht wird es diesmal mit voller Wucht treffen. Sie haben jahrelang in die Sozialkassen eingezahlt und sollten daher dauerhaft gegenüber denen privilegiert werden, die ihr Leben lang nur von Transferleistungen gelebt haben. (...)
http://www.welt.de/wirtschaft/article4105275/BA-Vorstand-will-Zweiklassensystem-bei-Hartz-IV.html

Genau, immer schön aufspalten und mit Gerechtigkeit haben die asozialen Hartz-Gesetze nun überhaupt nichts im Sinn.
Es geht doch bloß darum, unten Geld einzusparen, was dann oben mit vollen Händen ausgeschüttet werden kann!

Kaleika
 

Paolo_Pinkel

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#2
Hi,

mal sehen wie man das realisieren und mit dem Gleichbehandlungsgesetz in Einklang bringen möchte. Dass es viele, die es sich nicht erträumt hätten, auch treffen wird ist wohl ziemlich sicher. Was ist mit denen die vor und zur Einführung des ALG-II arbeitslos geworden sind, ebenfalls eingezahlt haben ,und nun ALG-II beziehen? Bekommen diese dann auch rückwirkend diesen "Status"?

Das führe „aus Sicht der Betroffenen zu einem Gerechtigkeitsproblem, ihre Lebensleistung sollte anerkannt werden. Sie sollten im System in irgendeiner Form dauerhaft privilegiert werden gegenüber denjenigen, die ihr Leben lang Transferleistungen bezogen haben“, fordert Alt.
Ich denke, dass dieser Vorschlag des Herrn Alt zu einem erheblichen Gerechtigkeitsproblem führen wird. Wieso sollen die künftigen ALG-II Bezieher einen besseren Status genießen als die die bereits in diesem System gefangen sind und ebenfalls ihren Beitrag (Arbeit) geleistet haben? Der Text liest sich so als wären alle oder eine Großteil der ALG-II Bezieher, Menschen die noch nie im Leben gearbeitet hätten.

Man führe sich mal das Abstimmungsergebnis zu Gemüte:icon_kotz:

Wenn es ans eigene Leder geht ist die Solidarität schnell vergessen unter den Arbeitnehmer. Aber die war noch nie so vorbildlich. Man ist sich zunächst selbst der Nähste.

Gruss

Paolo
 
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#3
Welcher Schmierfink hat denn diesen Artikel verbrochen ? :icon_kotz:
Bisher betreut die Grundsicherung vor allem Unqualifizierte
aus eher niedrigen Einkommensschichten.
 

Rounddancer

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#5
Der Schmierfink gehört ans Andreaskreuz geschnallt und ausgepeitscht.

Aber, was die Info des Artikels angeht: Es war und ist eine große Ungerechtigkeit, daß bei Hartz IV Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe auf der Grundlage der niedrigeren Sozialhilfe zusammengelegt, und damit unverdient in die tiefste Armut getrieben wurden und werden.

Daß jetzt die BA vorgeschickt wird, um anzutesten, wie es denn ankäme, quasi wieder die Arbeitslosenhilfe für die einzuführen, die jahrzehntelang in die Arbeitslosenversicherung einbezahlten, zeigt eines:
1. es ist Wahlkampf und
2. Die Linke. wirkt.

Aber, Paolo hat Recht: Was immer da herauskommt, muß auch für uns gelten, die wir ebenso jahrzehntelang brav einzahlten,- aber nun durch Hartz IV bereits verarmt oder so gut wie verarmt sind. Wir gehören nicht in den Topf, in den die uns steckten,- wir wollen da raus!
 

Erolena

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#6
... Was immer da herauskommt, muß auch für uns gelten, die wir ebenso jahrzehntelang brav einzahlten,- aber nun durch Hartz IV bereits verarmt oder so gut wie verarmt sind. Wir gehören nicht in den Topf, in den die uns steckten,- wir wollen da raus!
Wenn die dann drin bleiben, die vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen sind - durch mieses Schulsystem, ständige Armut in der Kindheit usw. - dann ist wohl die Welt wieder in Ordnung?

Ist dieses System der Zwangsarmut und Sippenhaft unmenschlich?

Oder Hartz IV ist großer Mist, weil es die falschen trifft?
Da wäre ja der Autor sich ja bemerkenswert einig mit der Autorin der "Welt".
 

Mario Nette

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#7
Heinz, mal im Vertrauen: Was soll der Unsinn? Da ist jetzt eine Chance, sich "von denen" (welchen genau? sprich's doch mal aus!) abzusetzen und die will man, willst du ergreifen: "Ich will auch, denn ich habe ja auch ..."

Wenn der Arbeitsmarkt - hier sei mal jetzt nur ein einziges Beispiel aufgeführt - keine Verwendung für Schwerbehinderte hat, dann soll man diese Menschen also, obwohl sie nichts dafür können, dass es ihnen so geht, weniger gut behandeln als solche, die "ein Leben lang" gearbeitet haben? Oder anders: Es soll also der belohnt werden, der im Interesse der Gesellschaft schon belohnt wurde (durch einen Job damals)?

Erinnerst du dich daran, dass dem deutschen Bildungssystem nachgewiesen wurde, dass es nur nach unten, nicht aber nach oben durchlässig ist? Und dass man fiel, das wird individualisiert wie eben auch analog in "Wer arbeiten will, findet auch Arbeit" ausgedrückt? Das Entgegenwirken gegen Systemfehler soll also auf dem Rücken derer ausgetragen werden, die schon durch die Systemfehler selbst ausgesondert wurden? Trifft's da nicht "Sozialdarwinismus"?


Alt weiß sehr genau, dass Hartz die Leute vergräzt hat. Er weiß, was Hartz den Menschen angetan hat mit seinen Reformen. Er weiß, dass der Mittelstand bröckelt. Und das Einzige, was ihm dazu enfällt, ist, das Tor nach unten zu schließen (oder zumindest so zu tun), gleichsam aber das nach oben nicht aufzusperren (auch nicht über irgendwelche wie auch immer gearteten "Anreize"). Alt will die Abgenzung nicht etwa zum Wohle der Menschen verschieben, sondern das Wohl einiger auf dem Rücken vieler noch-weniger-Habender sichern. D'rum findet er es ja auch gut, dass die Freigrenzen jetzt, wo es brenzlig wird, angehoben werden. Und natürlich war früher, als man die Schonvermögensgrenzen beschloss niiiiiiemals davon auszugehen, dass es der Wirtschaft vielleicht mal schlecht gehen könnte und dies die Leute nachhaltig im Alter treffen wird.

Dann beackert Alt noch das Gebiet der Wohnkosten und vermittelt dabei, dass es die Leistungsberechtigten selbst wären, die die Kosten an die Maximalpreise schrauben würden. Nur: Wer zur Miete wohnt bzw. eine neue Wohnung sucht, der hat doch gar keinen Einfluss auf die Miethöhe. In Berlin konnte man gut beobachten, dass in Gegenden, wo eigentlich die Leute nicht so gern wohnen wollten und wo die Mietpreise relativ gering waren, diese gestiegen sind, obgleich dort immer noch kaum jemand gern wohnen will - aber ein Gutteil mittlerweile muss. Da haben die Vermieter gesehen: Ah OK, die Wohnungen werden also voll, da könnte ich doch mehr verlangen. Wenn Alt also in einer derartigen Situation Mietpauschalen fordert - und zwar auf Basis der Kostenersparnis - wird das nur dazu führen, dass auf die regionalen Unterschiede keine Rücksicht genommen wird. Für ihn ist hier der "Anreiz, günstig zu wohnen" wichtig. Nun, dem kann man nachkommen, indem die ganzen DDR-Platten einfach stehen gelassen werden wie sie sind und die Leute dort einquartiert werden. Denn in München und Umgebung, um nur ein Beispiel zu nennen, wird der Anreiz zum Wohnen sicherlich nicht mehr groß sein bei einer einsparenden Mietpauschale. -> Hartz-befreite Zonen. Der Anreiz für die Leute, dann allerdings aus den "Ghettos" rauszukommen, den muss mir Alt erstmal zeigen. Für ihn sind das ja schlechter bezahlte Jobs. Nur wo er die herkriegen will ...

Mario Nette
 

Bambi_69

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#8
Mal ehrlich, WIE groß ist denn die Chance, dass man zum alten System wirklich zurückkehren will?
Solche "Versprechungen" werden jetzt nur deshalb gemacht, um noch mehr zu spalten (schließlich wollen doch viele zu den "priviligierteren" Leistungsempfängern gehören bzw. so angesehen werden) und weil man schlicht und ergreifend Angst vor Unruhen hat, jetzt, wo es langsam auch den meisten bisher Gutgläubigsten klar wird, WIEVIELE tatsächlich direkt und indirekt von Hartz IV betroffen sind oder sein werden.
Man redet von Gerechtigkeit und wie man sie angeblich erreichen will. Aber am Ende wird es so sein, dass doch alle, die überflüssig (geworden) sind, abgeschrieben werden. Da werden dann keine großen Unterschiede mehr gemacht.

Liebe Grüße
Bambi_69
 
E

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#9
"Privilegiert" ist eindeutig die falsche Wortwahl.

Was dieser Herr Alt auch vergisst, ist das unter den jetzigen Hatz IV - Empfängern Facharbeiter waren bzw. ausgebildete Menschen, die durch Ihn und seine BA und durch die dämlichen Gesetze systematisch zu Hilfsarbeitern degradiert wurden.

Hätten sich die BA, die ARGEn und die Kommunen mehr dafür eingesetzt, den gelernten, wie den ungelernten Weiter- oder Ausbildungen zu geben, hätten wir den (angeblichen) Facharbeitermangel auch nicht so groß.

Tja, selbst Schuld Herr Alt, Herr Scholz und wie die Zukunftsvernichter von Millionen von Menschen noch so heißen.
 
E

ExitUser

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#10
hier gehts noch weiter, jetzt sollen die Hartzis auch noch unterschiedliche Sätze bekommen.

Arbeitsmarkt: BA-Vorstand für unterschiedliche Hartz-IV-Sätze

Bundesagentur-Vorstand Heinrich Alt will nicht alle Hartz-IV-Empfänger über einen Kamm scheren. Diejenigen, die gearbeitet und Sozialabgaben gezahlt haben, sollen mehr Geld erhalten.


Arbeitslose, die lange in die Sozialkassen eingezahlt haben, sollten bessergestellt werden als solche, die ihr Leben lang nur Leistungen bezogen haben, sagte Alt in einem Interview der Zeitung „Die Welt“ vom Montag. „Ich befürchte, dass im kommenden Jahr die Zahl derer steigt, die in die Sozialkassen eingezahlt haben und dennoch in das Hartz-IV-System übergehen“, sagte das Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit (BA). Das führe aus Sicht der Betroffenen zu einem Gerechtigkeitsproblem.

Reformbedarf auch bei Wohnkosten


„Ihre Lebensleistung sollte anerkannt werden“, sagte Alt. Sie sollten deshalb dauerhaft privilegiert werden gegenüber denjenigen, die ihr Leben lang Transferleistungen bezogen haben. Alt sieht außerdem Reformbedarf bei den Wohnkosten von Hartz-IV-Empfängern. Bisher würden die Kosten bis zu einer Obergrenze übernommen – wer eine billigere Wohnung beziehe, habe nichts davon. Um das zu ändern, könnte laut Alt eine je nach Stadt oder Region festgelegte Wohnpauschale eingeführt werden. Dies würde einen Anreiz schaffen, billiger zu wohnen.
Arbeitsmarkt: BA-Vorstand für unterschiedliche Hartz-IV-Sätze - Berufsleben - FOCUS Online
 

Kaulquappe

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#11
Hi,

mal sehen wie man das realisieren und mit dem Gleichbehandlungsgesetz in Einklang bringen möchte. Dass es viele, die es sich nicht erträumt hätten, auch treffen wird ist wohl ziemlich sicher. Was ist mit denen die vor und zur Einführung des ALG-II arbeitslos geworden sind, ebenfalls eingezahlt haben ,und nun ALG-II beziehen? Bekommen diese dann auch rückwirkend diesen "Status"?
DAS frage ich mich auch :cool:
 

Kaleika

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#12
hier gehts noch weiter, jetzt sollen die Hartzis auch noch unterschiedliche Sätze bekommen.

Arbeitsmarkt: BA-Vorstand für unterschiedliche Hartz-IV-Sätze - Berufsleben - FOCUS Online
Das war doch zu erwarten!
Wie sonst sollte sich das Zweiklassensystem - außer einer unterschiedlichen Bezugsdauer des ALG I - umsetzen lassen?

Von diesen pauschalisierten Kosten der Unterkunft war letztens schon mal die Rede.

(...) Bisher würden die Kosten bis zu einer Obergrenze übernommen – wer eine billigere Wohnung beziehe, habe nichts davon. Um das zu ändern, könnte laut Alt eine je nach Stadt oder Region festgelegte Wohnpauschale eingeführt werden. Dies würde einen Anreiz schaffen, billiger zu wohnen.
Witz komm`raus!
Ah, der Gutmensch will, dass die ALG-II-Bezieher etwas davon haben, also Geld sparen...
Leider hat dieser Witzbold nicht verraten, aus welchem Sack er jetzt die günstigen Wohnungen zaubern will, die es nicht mehr gibt!!!

Kaleika
 

Emma13

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#13
Der Schmierfink gehört ans Andreaskreuz geschnallt und ausgepeitscht.

Aber, was die Info des Artikels angeht: Es war und ist eine große Ungerechtigkeit, daß bei Hartz IV Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe auf der Grundlage der niedrigeren Sozialhilfe zusammengelegt, und damit unverdient in die tiefste Armut getrieben wurden und werden.

Daß jetzt die BA vorgeschickt wird, um anzutesten, wie es denn ankäme, quasi wieder die Arbeitslosenhilfe für die einzuführen, die jahrzehntelang in die Arbeitslosenversicherung einbezahlten, zeigt eines:
1. es ist Wahlkampf und
2. Die Linke. wirkt.

Aber, Paolo hat Recht: Was immer da herauskommt, muß auch für uns gelten, die wir ebenso jahrzehntelang brav einzahlten,- aber nun durch Hartz IV bereits verarmt oder so gut wie verarmt sind. Wir gehören nicht in den Topf, in den die uns steckten,- wir wollen da raus!
Ich stimme dir hier zu Heinz - mit der Zusammenlegung von Sozial- und Arbeitslosenhilfe hat sich nicht nur die damalige Regierung ein Eigentor geschossen - lassen wir uns mal wieder überraschen von den schwachsinnigen Einfällen der Politik und ihrer Schergen ......

Lustig ist, dass du inzwischen manchmal ziemlich radikal sein kannst, Heinz :icon_smile: - mache mit beim Auspeitschen :icon_daumen:

Grüße - Emma
 
E

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#14
Das war doch zu erwarten!
Wie sonst sollte sich das Zweiklassensystem - außer einer unterschiedlichen Bezugsdauer des ALG I - umsetzen lassen?

Von diesen pauschalisierten Kosten der Unterkunft war letztens schon mal die Rede.

Witz komm`raus!
Ah, der Gutmensch will, dass die ALG-II-Bezieher etwas davon haben, also Geld sparen...
Leider hat dieser Witzbold nicht verraten, aus welchem Sack er jetzt die günstigen Wohnungen zaubern will, die es nicht mehr gibt!!!

Kaleika
passt doch sehr gut zu den anderen Meldungen.

Arbeitest Du, bekommst Du mehr, auch wenns dann "zusätzliche Arbeitsgelegenheiten" sind. Arbeitest Du nicht, bekommste weniger.

Wenn Du dann "arbeitest" haste vielleicht dann genauso viel, (oder ein paar Euro mehr) wie Du jetzt bekommst, die Anderen haben dann 30% weniger.

Über Umwegen scheint in der Politik alles zu klappen.
 

Paolo_Pinkel

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#15
Hi,

wie gewichtet man, nach Herrn Alt, wer nur für den privilegierten Bezug von ALG-II würdig ist und wer nicht? Alle die 5 Jahre eingezahlt haben? Oder 10 Jahre? Oder darf man erst die Arche Noa der Arbeitsmarktpolitik betreten wenn man mind. 20+ Jahre eingelassen hat? Das ist mal wieder so eine Idee die mit der heißen Nadel gestrickt wird. Scheinbar hat mn aus den Folgen von Hartz-IV nicht gelernt oder lernen wollen.

Witz komm`raus!
Ah, der Gutmensch will, dass die ALG-II-Bezieher etwas davon haben, also Geld sparen... Leider hat dieser Witzbold nicht verraten, aus welchem Sack er jetzt die günstigen Wohnungen zaubern will, die es nicht mehr gibt!!!
Ja. Die Frage stellt sich automatisch. Ich habe z.B. nie verstanden, warum der Staat nicht auf die Idee kommt, Eigentumswohnungen bzw. Häuser zu bauen und diese dann zu verlosen? Somit könnte jedem Bürger ein Eigenheim auf kurz oder lang gesichert werden. Die Konjunktur würde angekurbelt und der Staat würde sogar noch Geld dabei verdienen. Beispiel:

- Eigentumswohnung für Singles 50m²
- Fiktiver Preis: 60.000 Euro schlüsselfertig

Man nehme also die Gesamtkosten von 60.000 Euro und rechnet sich einen fiktiven Gewinn ein. Sagen wir 10%. Also 66.000 Euro. Und nun verlost man diese Wohnung. Alternativ auch Häuser. Sagen wir mit einer Chance von 1:3000. Das wäre 22 Euro pro Los. Für eine Eigentumswohnung m. M. n. erschwinglich. Und die Wahrscheinlichkeit auf Gewinn ist höher als beim Lotto (1: 140.000.000). Die Menschen, die Konjunktur und der Staat würde gewinnen. Nur mal so als Idee.

Gruss

Paolo
 

Mario Nette

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#16
Ja klar, auf die Hausverlosungsidee muss man jetzt kommen, da die Kommunen ja nach und nach ihre Wohnungen verscherbelt und somit ihren Einfluss auf die Mietpreise sukkzessiv für einen auch nur kurzzeitigen Gewinn geopfert haben.

Alts Schluss hinsichtlich der Mietpreise ist auch nicht nachvollziehbar: Er meint ja, es fehle den Menschen wegen ihrer hohen Mieten der Anreiz, schlecht bezahlte Jobs anzunehmen. Lassen wir mal unsere Zweifel hinsichtlich der Verfügbarkeit derartiger Jobs außer acht; dann müssen wir doch aber immer noch davon sprechen, dass Alt den Niedriglohnsektor weiterhin begünstigen will, statt für vernünftige Löhne zu sorgen.

Jetzt müsste mir Alt nur noch verklickern, welchen Anreiz er schaffen will, dass ich in eine Bruchbude ziehe und mich für einen Hungerlohn verdinge. Oder anders: Bis jetzt hatten sie es mit Hartz noch nicht geschafft, die Leute zu vertreiben, weil die doch tatsächlich in ihren Wohnungen wohnen bleiben wollen. Man hat nur durch Sanktionen bewirken können, dass sie jeden beschissenen Job annehmen müssen. Nachdem also ihr Anspruch an die Arbeit erfolgreich zurechtgestutzt wurde, will Alt jetzt nachfolgend auch den Anspruch an die Unterkunft zurechtstutzen.

Mario Nette
 

sogehtsnich

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#17
Wieder so ein blödsinniger Gerechtigkeitsfanatismus!
Was gehen dem die Regelsätze an, gehört er jetzt auch schon zum Verfassungsgericht?
Er soll sich lieber darum kümmern, dass seine Vermittler ihrer Arbeit nachgehen und vermitteln!
 

Haubold

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#18
Erkennen kann ich nur eines "Wir werden mehr"!
Ab einer bestimmten "Masse" an Erwerbslosen bekommen die da oben Angst.
Darum soll diese Masse gespalten werden.

Gruß Haubold
 

Merkur

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#19
Wie verblödet stellen sie sich doch hin und verarschen das Volk ???
Da brauchten sie nur die H4 -Reform so umsetzen wie sie P.Hartz geschrieben hat ! In seinem dicken Schmöker stand immerhin das man ab 55 Jahren zweimal den Regelsatz pro Person bekommt und den Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehen muss. Aber da wurde ja rausgepickt und nun gejammert, und die 50 plus erfunden wo alle Alten angeblich eine Arbeit haben.
 

Bienchen

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#20
Was die Wahlen wieder mal für "Blüten" hervorbringen. Wenn denen was einfällt, ist es doch nur der reinste Mist. :icon_kotz2::icon_kotz2:

Aber gedacht hat man sich dabei schon etwas.
Alle diejenigen, welche nach der Lehrzeit nicht übernommen werden, habe es sehr schlecht, eine Arbeit zu finden. Denen fehlt ja die 20-jährige Berufserfahrung. :icon_twisted: Diese Personengruppe wird wohl gar kein Hrtz IV mehr bekommen - schon haben wir wieder weniger Arbeitlose im ALG II-Bezug. Ich vermute, dass diese entweder Sozialhilfe bekommen oder Zwangsarbeit für ihren Lebenunterhalt leisten müssen.
Allerdings wird es so wenig sein, dass die Plätze unter den Brücken sehr gefragt sein werden.

Das nennt man dann "soziale Marktwirtschaft". Obwohl es diese gar nicht gibt. Entweder es ist Marktwirtschaft oder es ist was soziales. Im Zusammenhang gesehen, beißt sich hier die Katze in den Schwanz!
 

dr.byrd

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#21
Heinrich Alt, da spricht wohl der neue Bundesminister für Arbeit und Soziales der schwarz-gelben Koalition. :eek:

Wir können das am 27. September 2009 verhindern.
 

Kaulquappe

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#22
Aber gedacht hat man sich dabei schon etwas.
Alle diejenigen, welche nach der Lehrzeit nicht übernommen werden, habe es sehr schlecht, eine Arbeit zu finden. Denen fehlt ja die 20-jährige Berufserfahrung. :icon_twisted: Diese Personengruppe wird wohl gar kein Hrtz IV mehr bekommen - schon haben wir wieder weniger Arbeitlose im ALG II-Bezug. Ich vermute, dass diese entweder Sozialhilfe bekommen oder Zwangsarbeit für ihren Lebenunterhalt leisten müssen.
Allerdings wird es so wenig sein, dass die Plätze unter den Brücken sehr gefragt sein werden.
So "gefragt" wie bereits die Mülleimer ...
 
E

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#23
Ja ich las es schon im Teletext

und hab mich ma hier durchgelesen

Heisst es wohl so

132 € für das absolut faule Pack und 351 € für diejenigen die sich zuvor noch fast kaputt gearbeitet haben 10, 20, 30 Jahre und irgendwann schubsen wir die auch auf 132 € wie es nen paar Professoren eine Uni ja gesagt haben.

Krank ist sowas:icon_eek:

Die Rache muss in Form der nächsten Bundestagswahl kommen.

Aber ehrlich gesagt glauben dran tue ich nicht.

Den die verkaufen das hier und die rentenpolitik als wohltat. und das dummvolk glaubt dran.:icon_neutral:
 

Kaulquappe

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#24
Die Rache muss in Form der nächsten Bundestagswahl kommen.
Oh ja, die zittern schon sicherlich :icon_twisted: Und wer wäre dann die Rache? Keine von den bestehenden Parteien ist wirklich anders und besser :icon_kotz: Leider ... :icon_cry:
 

fritzi

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#25
Erkennen kann ich nur eines "Wir werden mehr"!
Ab einer bestimmten "Masse" an Erwerbslosen bekommen die da oben Angst.
Darum soll diese Masse gespalten werden.
Genau darum geht es - Angst. Die Angst derer, die jahrelang brav und artig gebuckelt und gearbeitet haben und jetzt plötzlich sehen, sie landen ganau dort, wo ach diese biertrinkenden Asozialen bereits sitzen - mit Hartz IV vorm Flachbildschirm. Das kann natürlich nicht sein. Die Erwerbslosen sind nicht nicht gleich :icon_evil:.

Und es könnte ja sein, daß diese Mittelschicht-Erwerbslosen etwas mehr und besser aufmucken ... Da schafft man sich dieses Problemchen doch besser vorsorglich vom Hals, indem man es etwas besser bezahlt in den Abstieg schickt.
 

Arania

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#26
Das ganze wäre doch nur eine Rückkehr zu der Zeit vor Hartz IV, da gab es auch die finanziellen Unterschiede bei ALHI und Sozialhilfe, also eher ein Eingeständnis das Hartz IV ein Misserfolg war
 
E

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Gast
#27
Das ganze wäre doch nur eine Rückkehr zu der Zeit vor Hartz IV, da gab es auch die finanziellen Unterschiede bei ALHI und Sozialhilfe, also eher ein Eingeständnis das Hartz IV ein Misserfolg war

jap

Zweiklassen-Hartz-IV wäre eine Rolle rückwärts

Der Vorschlag der Bundesagentur für Arbeit, ein Zweiklassensystem bei Hartz IV einzuführen, kommt bei den Deutschen gut an. Nur verbirgt sich dahinter nichts anderes als die Wiedereinführung der alten Arbeitslosenhilfe. Das wäre ein deutlicher Rückschritt hinter die Agenda-2010-Reformen.

Hartz IV, das weiß jeder Politiker, ist kein Wahlkampfschlager. Beim Wähler punkten kann nur, wer die Reform abmildern, am besten ganz zurückdrehen will. Für Wahlkämpfer ist die Idee, Hartz-IV-Empfänger, die schon einmal gearbeitet haben, „besserzustellen“, daher eine Steilvorlage.
Denn dahinter verbirgt sich nichts anderes als die Wiedereinführung der alten Arbeitslosenhilfe, der Weg zurück zum Zweiklassensystem: auf der einen Seite die Arbeitslosen, die schon einmal in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben, auf der anderen Seite die Habenichtse, die Sozialhilfe bekommen.
Kommentar: Zweiklassen-Hartz-IV wäre eine Rolle rückwärts - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE
 

B. Trueger

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#28
Um ehrlich zu sein, man darf sich doch nicht wundern. So etwas oder in dieser Art konnte man doch schon bald erahnen. Genug Wirbel wurde ja schon lange im Vorfeld gemacht, eben schon beispielsweise mit dieser ominösen wissenschaftlichen Untersuchung, dass 132 € reichen würden.

Das Wissenschaftler das nicht nur aus Eigenantrieb untersuchen, liegt doch auf der Hand, kosten solche Studien doch Geld. Ergo, irgend jemand hatte sie schon dazu aufgefordert, diese Berechnungen zu erstellen. Nun kommts ans Tageslicht.

Aber auch wenn die einen meinetwegen nur 132 € Regelsatz und eine pauschaliert Miete und die privilegierten Erwerbslosen (Gott, was für eine Scheiße - privilegiere Erwerbslose :icon_twisted: ) den heutigen Regelsatz mit variabler Miete bis zu einem Höchstbetrag bekommen, so wird man auch hierbei sehenden Auges zuschauen und es gewähren lassen.

Ok, zu Beginn wieder das kollektive Chorplärren, das flacht aber nach einer gewissen Zeit ab. War bei der Einführung des Reglements Hartz IV ja auch nicht anders und alle Verschlimmbesserungen, die zwischenzeitlich kamen, die hat man auch alle billigend in Kauf genommen.. Warum soll das jetzt anders sein?

Somit bleibt ruhig, nehmt es hin, es wird eh hingenommen. :icon_smile:
Egal, was kommen mag.

Ist halt meine subjektive Meinung. Ob sie richtig ist oder nicht, das sei dahingestellt aber in Anbetracht der vergangenen Jahre liegt das doch sehr nahe. Mal schauen was kommt und dann schauen, was gekommen ist und dann wegschauen. :icon_sleep:
 

ShankyTMW

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#29
Das ganze wäre doch nur eine Rückkehr zu der Zeit vor Hartz IV, da gab es auch die finanziellen Unterschiede bei ALHI und Sozialhilfe, also eher ein Eingeständnis das Hartz IV ein Misserfolg war
Nein wird sicher leider keine Rückkehr mehr nach dem alten System. Ich kenne meine Hartz-Einstieg noch nur zu gut wo es eingeführt wurde und weiß das ich mcih seitdem nie wieder richtig davon erholt habe - egal ob da mal wieder ein Vollzeitjob drin war oder nicht.

Ne du, ich glaub eher das sie da nicht mehr vor haben als die Zusatzleistungen zu erhöhhen und die Freibeträge bei angespartem Vermögen (wobei man auch das erst in die Tiefe geschraubt hat) - falls es nach der Wahl nciht sowieso wieder heißt: NMAch der Wahl ist vor der Wahl udn man brauche ncihts zu verändern und fährt das Schiff weiter auf das Riff zu.

Welt Online sagte :
Betroffen sein werden dann auch viele, die gut qualifiziert sind und oft lange Jahre kräftig in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben, weil sie etwa als Facharbeiter in der Metallindustrie verhältnismäßig gut verdient haben.
Wenn ich das Gewäösch höre wird mir schlecht. Genau dasselbe hatten wir doch auch damals schon vor der Agenda 2010. Hohle Phrasen für den Wahlkampf, denn auch viele AlHi Empfänger steckten in der Misere.

Welt Online sagte :
Im Wahlkampf werden die zu erwartenden neuen Arbeitslosen, die oft auch über gut ausgestattete Sparbücher verfügen dürften, bereits umworben.
Genau das - udn damals mit der einführung der HArtz Reform, besonders Hartz4 hat man darauf keien Rücksicht mehr genommen. Das hat mich damals genau wie viele andere Ruiniert inkl. vieler Alterversorgungen die noch vor Riester Rente abgeschlossen und geplant waren udn damit dem zum Opfer fallen mußten.

Und schauen wir uns doch mal an was ncoh alles da dran hängt: Lohndumping, Zeitarbeit die extrem hoch gepuscht wurde, Banken die damals schonangefangen hatten den HArtz4 Empfängern selbst kleine Dispos abzuerkennen udn nur noch Guthabenkonten vergaben. Kreditwürdig ist keienr von den ALG2ern mehr, egal was für Sicherheiten er auch vorlegt. Ratenkauf ist aus den gleicehn Gründen völlig unmöglich geworden wenn es mal zu etwas größeren Haushaltsanschaffungen kam. All das wird die neue Zweiklassen HArz4 Geschichte nie wieder zurück bringen. Auch die damals von der SozHi möglichen Gelder für Kleidung und reperaturen die restlos weggestrichen wurden nicht. Was damals vom Monatsgesammteinkommen den SozHi mehr zugute kam wurde aufgerechnet dennoch auch für Sie dadurch zu einer Sparmaßnahme auf längere Sicht. Und natürlich, man redet von den gutsituierten Neuarbeitslosen. Ich denk aktuell andie vielen Zeitarbeiter die auf der Straße gelandet sind und nun mit ALG1+aufstockendem ALG2 auskommen müssen. Die Rentner sind nebenher auch schon veralbert worden und die gutsituierten neuen wird man trotzdem gewisse nciht Riester Sparmaßnahmen als Vermögen anrechnen. Dann auch die einkürzung des Schonvermögens runter von 250 auf 150 EUR. Seit HArtz4 angefangen hat gibt es gerade hier fast jeden Monat eien neue DA oder neue Gesetzesentwürfe oder Veränderungen - nciht nur das was durch die Klagewellen rein kommt. Und nun das neue 2 Klassen System bei Hartz4 anwenden? Soll das ein Witz sein Herr Alt? Man fürchtet die alten immer noch kämpfenden und hat un Angst das die Jungen damals noch unerfahrenen dazu kommen.

Eine Verbesserung des Systems ja, aber nicht so das man hier noch Wahlkampf mit Unterstützt und danach sich nichts tut. Genau deswegen kämpfe ich aktiv seit Hartz4 eingeführt wurde gegen die Agenda und Sozialabbau. Ich möchte nicht noch mehr Unheil erleben und solche Wischiwaschi aussagen eines Hernn Alt sind nicht mehr wert als für den "Popo". :icon_kotz2:
 

Kikaka

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#30
Alt :

Bisher betreut die Grundsicherung vor allem Unqualifizierte aus eher niedrigen Einkommensschichten."
-67 % aller Erwerbslosen haben eine abgeschlossene Ausbildung!


Alt :
...die Kosten der Unterkunft pauschalieren, damit jeder Leistungsempfänger einen Anreiz hat, günstig zu wohnen“
Alt :
Wer preiswert wohnt, hat einen höheren Anreiz, auch eine Arbeit mit niedrigerem Lohn anzunehmen“,
wollja, das Halleluja der Lohndumpingarithmetik ,


-Alt will Arbeitslose in aufzustockende Armutslöhnen drängen, indem er die Wohnkosten kürzen will!




- Das ist der ausgemachte Schwachsinn. Mal sehen wohin die Reise geht wenn die Nebenkosten- (Energiepreise )- sich verdoppeln und verdreifachen.. Das kommt so sicher wie das Amen in der Kirche.


Idiotie pur
 

sogehtsnich

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#31
Bisher betreut die Grundsicherung vor allem Unqualifizierte aus eher niedrigen Einkommensschichten.
Allein schon wegen dieser Aussage, müsste man ihn aus der "Anstalt" treten!
 

Kikaka

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#32
Aus dem Artikel geht klar hervor, daß Wohnklos - Ghettos - für ALG II Bezieher geschaffen werden sollen.
-Na Bitte, wenn Herr Alt meint für die KdU- Reglementierung die Verantwortung übernehmen zu wollen, bitte schön. Die Kommunen würden Ihm die Füße dafür küssen.
- Welche Beweggründe mag Herr Alt noch haben dieses Faß aufzumachen ?

Dummdenke von 12 bis Mittag
 

Kaleika

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#33
Aus dem Artikel geht klar hervor, daß Wohnklos - Ghettos - für ALG II Bezieher geschaffen werden sollen.

Greets Aber hallo
Wo steht das denn?
Das ist Deine Interpretation!

Kaleika
 
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#34
Um ehrlich zu sein, man darf sich doch nicht wundern. So etwas oder in dieser Art konnte man doch schon bald erahnen. Genug Wirbel wurde ja schon lange im Vorfeld gemacht, eben schon beispielsweise mit dieser ominösen wissenschaftlichen Untersuchung, dass 132 € reichen würden.

Das Wissenschaftler das nicht nur aus Eigenantrieb untersuchen, liegt doch auf der Hand, kosten solche Studien doch Geld. Ergo, irgend jemand hatte sie schon dazu aufgefordert, diese Berechnungen zu erstellen. Nun kommts ans Tageslicht.

Aber auch wenn die einen meinetwegen nur 132 € Regelsatz und eine pauschaliert Miete und die privilegierten Erwerbslosen (Gott, was für eine Scheiße - privilegiere Erwerbslose :icon_twisted: ) den heutigen Regelsatz mit variabler Miete bis zu einem Höchstbetrag bekommen, so wird man auch hierbei sehenden Auges zuschauen und es gewähren lassen.

Ok, zu Beginn wieder das kollektive Chorplärren, das flacht aber nach einer gewissen Zeit ab. War bei der Einführung des Reglements Hartz IV ja auch nicht anders und alle Verschlimmbesserungen, die zwischenzeitlich kamen, die hat man auch alle billigend in Kauf genommen.. Warum soll das jetzt anders sein?

Somit bleibt ruhig, nehmt es hin, es wird eh hingenommen. :icon_smile:
Egal, was kommen mag.

Ist halt meine subjektive Meinung. Ob sie richtig ist oder nicht, das sei dahingestellt aber in Anbetracht der vergangenen Jahre liegt das doch sehr nahe. Mal schauen was kommt und dann schauen, was gekommen ist und dann wegschauen. :icon_sleep:
wunderts Dich?

Hier wird sich doch lieber an Katastrophenmeldungen aufgegei...., das man zum denken kaum noch Zeit hat.
 

Clint

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#35
Hallo Leute,
langsam krieg ich nen Hals, wie auf diesen divede et impera Trick unsere braven Kassen und Steuerzahler anspringen.
Weil sie ja was besseres sind oder sein wollen.
Ich hab mich mein Lebenlang vom Sozialamt fern gehalten. Meine Eltern zu Tode gepflegt und damit der Volkswirtschaft erhebliches Geld eingespart.
Und weil ich, trotz eigehaltener Fristen bei ner Jobflaute, auf die Frage nach Arbeitslosengeld/Sozialhilfe, die Antwort bekam an Studenten zahlen wir nicht, beschloßen dieses Sytem nicht weiter zu finanzieren.
Lieber Roundancer wenn Du meinst ein Recht auf mehr Kohle zu haben, zahl mir verzinnst meine Beiträge zurück. Natürlich banküblicher Darlehenszins so ca. 30 Jahre. Wird wohl teuer werden und Du wirst hw.
Privatinsolvens anmelden müssen.
An alle braven Arbeiter: Ihr habt nen Job mit Urlaubs- Kranken- Weihnachts- und ich weiß nicht watt fürn Geld gehabt. Für mich galt kommse nich gibts nix!
Und ich hab auch mein Lebenlang malocht. Und wegen meiner Eltern mein Studiem versenkt.
25 Jahre Chefarztgehalt nach den alten Regeln sind auch was .
Da muß man schon nen paar Tausend Jahre für Schlossern.
Aber ich ich bin ja ein Underdog.

LG

Clint
 

Merkur

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#36
Wer preiswert wohnt, hat einen höheren Anreiz, auch eine Arbeit mit niedrigerem Lohn anzunehmen“, sagt er.
Damit schlägt er gleich 2 Fliegen mit einer Klappe ! Denn die billigen Wohnungen muss man erst mal bauen ,da gibt es Arbeit zu niedrig Löhnen und schafft billige Wohnsiedlungen wie in Amerika !
Das kennt man noch Baracken oder Bretterbuden.
 

dr.byrd

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#37
Damit schlägt er gleich 2 Fliegen mit einer Klappe ! Denn die billigen Wohnungen muss man erst mal bauen ,da gibt es Arbeit zu niedrig Löhnen und schafft billige Wohnsiedlungen wie in Amerika !
Das kennt man noch Baracken oder Bretterbuden.

Tent City

Damit lässt sich am meisten Miete einsparen.
 
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#38
Für mich ist klar, was der will:


Er will die Erwerbslosen spalten und das alte System aber auf einem wesendlich geringeren Standard wieder einführen .Natürlich unter vollen Sanktionsandrohungen für alle. Es soll ja Geld gespart werden und nicht mehr Geld ausgegeben werden. Und dafür, das Menschen, die noch nie gearbeitet haben am Hunger gehalten werden, dafür empfinden die Elitearbeitslosen und Prekärbeschäftigten klammheimliche Freude.

Was die Mietpreise betrifft, so sind die doch gerade durch die Einführung von Hartz4 von den Vermietern bis an die Obergrenzen dessen gehoben worden, was die ARGEn jeweils bezahlen. Eine bodenlose Frechheit, die Mitnahmementalität der Vermieter jetzt wieder den Hartz4-Empfängern anhängen zu wollen.
 
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#39
Privilegien gefordert
Hartz IV - aber nicht für alle!


Berlin. Mit Unverständnis hat Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) am Montag auf einen Vorschlag aus der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg reagiert, die Hartz-IV-Sätze stärker auszudifferenzieren. "Momentan gibt es dazu keine Pläne", ließ Scholz eine Sprecherin mitteilen.

Der Stellvertretende Vorstandsvorsitzende der BA, Heinrich Alt, hatte zuvor von einem "Gerechtigkeitsproblem" gesprochen, wenn die Lebensleistung von Leuten nicht anerkannt werde, die viele Jahre in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hätten. "Sie sollten im System in irgendeiner Form dauerhaft privilegiert werden gegenüber denjenigen, die ihr Leben lang Transferleistungen bezogen haben", forderte Alt.
Tatsächlich erhalten Erwerbslose, die länger als ein Jahr keine Arbeit haben, bereits nach jetziger Rechtslage einen Bonus, wenn sie auf das Arbeitslosengeld (ALG) II zurückfallen. Für zwölf Monate erhalten Paare monatlich maximal 320 Euro Zuschuss, danach noch mal 160 Euro. Dieser Zuschuss entfällt allerdings nach zwei Jahren.

Eine Sprecherin der Bundesagentur präzisierte auf FR-Anfrage, Alt habe lediglich eine private Meinung geäußert und damit keine politische Forderung verknüpfen wollen. Seine Äußerungen fußten auf Gesprächen, die der 59-Jährige in jüngerer Zeit mit BA-Beschäftigten und Arbeitslosen geführt habe.

Alt wolle damit aber keinesfalls generell die Arbeitsmarktreformen der Schröder-Ära in Frage stellen. "In Krisenzeiten sollte der Aspekt der Gerechtigkeit aber vielleicht stärker betont werden", sagte die BA-Sprecherin.

Diese Debatte führe "auf das vollkommen falsche Gleis", mahnte indes die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen, Brigitte Pothmer. "Wir Grünen wollen keine Zwei-Klassen-Gesellschaft in der Grundsicherung, sondern Verbesserungen für alle." Sie trat für eine Anhebung der Hartz-IV-Sätze auf 420 Euro sowie einen besseren Schutz der privaten Altersvorsorge ein.
Privilegien gefordert: Hartz IV - aber nicht für alle! | Frankfurter Rundschau - Politik

jo, ne "private Meinung".

Meine private Meinung.

Den ganzen Vorstand der BA wegen Unfähgkeit und Missachtung der vom Gesetz gegebenen Grundrechte in die Wüste schicken.

Die können sich nicht damit herausreden, das sie "nur Gesetze befolgt" haben, sondern das sie selbst Gesetze missachtet haben und rechtswidrige DAs verfastt haben. Auch sind sie mitverantwortlich, das viele Menschen zu Hilfsarbeitern gemacht wurden, weil sie gerade in den echten Weiter- und Ausbildungen gespart haben.
 
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#40
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat sich gegen differenzierte Hartz-IV-Sätze ausgesprochen und einen entsprechenden Vorstoß der Bundesagentur für Arbeit zurückgewiesen.

„Es wäre wirklich falsch, wenn man die gesellschaftliche Spaltung (...) noch vertiefen würde“, sagte DGB-Vorstand Annelie Buntenbach in Berlin. Wichtiger sei es, Erwerbslosen und Geringverdienern Hartz IV möglichst zu ersparen und Beschäftigten die Angst vor einem schnellen Absturz zu nehmen.

Der Vorstoß von Bundesagentur-Vorstand Heinrich Alt sei „nicht wirklich geeignet, um die Gerechtigkeitsprobleme, die dann neu aufgeworfen werden, zu lösen“, sagte Buntenbach. Alt hatte vorgeschlagen, dass Arbeitslose, die lange in die Sozialkassen eingezahlt haben, bessergestellt werden sollten als solche, die ihr Leben lang nur Leistungen bezogen haben. Zuvor hatte bereits die Bundesregierung den Vorschlag aus Nürnberg abgelehnt.
Arbeitsmarkt: DGB gegen differenzierte Hartz-IV-Sätze - Deutschland - FOCUS Online

„Es ist in der Tat richtig, dass das nicht umsonst zu haben ist.“ Natürlich kämen mit höheren Hartz-IV-Regelsätzen zusätzliche Kosten auf die Steuerzahler zu, sagte Buntenbach. Eine Anhebung wäre aber auch ein Beitrag, um den Konsum anzukurbeln. Als Konjunkturimpuls würden sich höhere Sätze größtenteils selbst finanzieren. Der Hartz- IV-Regelsatz wurde zuletzt am 1. Juli angehoben. Derzeit kostet Hartz IV den Staat insgesamt rund 40 Milliarden Euro.
Immerhin wird jetzt endlich mal nachgedacht und erkannt, das auch Elos etwas zur Konjunktur beitragen können.
 

RobertKS

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#41
Huhu zusammen,
tja wie Arania schon schrieb, dies wäre eine Rückkehr ins alte System, denn Hartz IV war ein Schuß in den Ofen.Aber noch besser - anstatt über eine andere Form von Hartz IV nachzudenken - wäre Hartz IV gleich abzuschaffen.

Gruß Robert :wink:
 

Martin Behrsing

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#42
LINKEZEITUNG.DE - "Linkspartei keine deutliche Kraft der Arbeitnehmer" Linkezeitung-Interview mit Martin Behrsing

Linkezeitung: Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit schlägt angesichts der im Herbst befürchteten Ausweitung der Massenarbeitslosigkeit ein zwei-Klassen Hartz IV vor. Ist das ein Witz fürs Sommerloch oder könnte etwas dahinter stecken?
Martin Behrsing: Man könnte meinen, es sei ein Witz für das Sommerloch, zumal es klare Absprachen innerhalb der BA gab, sich nicht in die einstmals vom NRW-Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers losgetretene Debatte einzumischen. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der BA, Heinrich Alt hat aber anscheinend vor alsbald in die Position eines Staatssekretärs nach NRW zu wechseln. Deshalb sein eigenmächtiges Interview mit der "Welt".
Auf der anderen Seite muss man sehen, dass eine Verlängerung der Bezugsdauer von Arbeitslosengeld I nur mit einem höheren Beitragssatz gehen würde. Grundsätzlich würde dies den Staat bei den Ausgaben von Hartz IV enorm entlasten, da die Arbeitslosengeldversicherung ja betragsfinanziert ist. Man muss jedoch sehen, dass die Mehrheit der ALG I-Beziehenden kaum mehr Leistungen haben, weil die Löhne derart tief gesunken sind.Heinrich Alt bedient populistische Pseudogerechtigkeit und in Wahrheit verbirgt sich dahinter eine Milchmädchenrechnung. Irritiert bin ich allerdings, warum sich ausgerechnet die Bundestagsfraktion der Linkspartei in das selbe Horn stößt.
Linkezeitung: Aber wahrscheinlich würde es auf eine Kürzung von Hartz IV hinauslaufen, oder?
 
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#44
Parteien wollen Hartz IV umbauen

BERLIN. Ganz gleich, wie die Bundestagswahl im September ausgeht: Bei der Versorgung der Langzeitarbeitslosen wollen alle Parteien Änderungen vornehmen. Der Grund sind die düsteren Prognosen zur Lage am Arbeitsmarkt.

Heute bekommen fast fünf Millionen Menschen, die erwerbsfähig sind, finanzielle Hilfe vom Staat – in Form von Hartz IV (siehe Grafik). Diese Zahl wird wegen der Krise steigen. Eine wenig erfreuliche Vorhersage macht das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Die Forscher rechnen damit, dass die Rezession 2010 dazu führt, dass besonders der Anstieg bei den Langzeitarbeitslosen krass ausfällt. Das sind Menschen, die länger als ein Jahr ohne Arbeit und als erwerbslos gemeldet sind. Beziehen von diesen 2009 im Schnitt 2,4 Millionen Arbeitslosengeld II (Alg II), werden es 2010 fast 2,9 Millionen sein. Sie bekommen nicht mehr Geld aus der Arbeitslosenversicherung (Alg I), sondern fallen auf die sogenannte Grundsicherung für Arbeitsuchende zurück, auch Hartz IV genannt. Darunter werden viele sein, die lange beschäftigt waren und lange Beiträge an die Arbeitslosenversicherung bezahlt hatten.

Gleichwohl lehnen CDU/CSU und Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) eine Unterscheidung bei der Hartz-IV-Unterstützungen ab. Scholz verweist darauf, dass es unter bestimmten Voraussetzungen beim Übergang von Alg I ins Alg II Zuschläge zum regulären Regelsatz gebe, um Härten abzufedern. Sie werden bis zu 24 Monate lang gezahlt und betragen zum Beispiel bei einem Paar ohne Kinder im ersten Jahr höchstens 320 Euro im Monat und im zweiten Jahr höchstens 160 Euro. Alts Vorstoß wird somit im Sande verlaufen. Die Regierungsparteien sind nicht bereit, zum Zustand zurückzukehren, den es vor den rot-grünen Hartz-Gesetzen gab. Damals konnte jemand, der erwerbstätig war und dann lange keinen Job mehr fand, zeitlich unbegrenzt die Arbeitslosenhilfe beziehen. Erwerbsfähige Personen ohne Job, die nie Beiträge in die Nürnberger Kasse entrichtet hatten, wurden hingegen aus der Sozialhilfe unterstützt. Sie waren in aller Regel schlechter gestellt als die Empfänger von Arbeitslosenhilfe. Dieser früher üblichen Unterscheidung wäre Alts Plan nahe gekommen, indem er die Hartz-IV-Unterstützung davon abhängig macht, wie lange jemand zuvor Beiträge in die Arbeitslosenversicherung entrichtet hat.
Wirtschaft: Parteien wollen Hartz IV umbauen - Badische-Zeitung.de
 
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#45
Zitat Martin Behrsing:

Der Erfolg des Kapitals ist in erster Linie den Beschäftigten zu verdanken. Deshalb gibt es für sie nichts mehr zu verschenken.
Genau das muss in den Köpfen derer, die den Erfolg des Kapitals erarbeitet haben, bewusst werden. Außerdem die Tatsache, dass bewusst gespaltet wird. Auch z.B. zwischen Rentnern und Arbeitnehmern.

Bisher ist das aber nicht so. Bewusstsein kommt meist erst dann, wenn die netten Dinge am eigenen Leibe erfahren werden.
 
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#47
Der Erfolg des Kapitals ist in erster Linie den Beschäftigten zu verdanken. Deshalb gibt es für sie nichts mehr zu verschenken.
oder für den "Normalo":

Die Firmen sind durch ihre Angestellten reich geworden.

Durch die Telefonisten (Call-Center-Agent), die täglich Aufträge beschafft haben.

Durch die Arbeiter, die (im Schichtbetrieb) die Waren und Dienstleistungen hergestellt haben.

Durch andere Mitarbeiter, die diese Waren und Dienstleistungen zu den Kunden gebracht haben, aufgestellt, eingerichtet oder repariert haben.

(was noch so dazu passt)

Belohnt wurden nur die Vorstandsetagen oder die Aktionäre, die keinen Handschlag dafür gemacht haben.

Bestraft werden die, die das Geld brachten, indem sie jetzt entlassen werden oder Lohneinbußen hinnehmen müssen.

Ohne Arbeiter keine Geschäfte, ohne ausreichendem Lohn, keine gute Arbeit.

Die "Feinde" sind nicht die Erwerbslosen und wer noch als angebliche "Schuldige" suggeriert werden, die angeblich "zu viel Geld" bekommen, sondern die Politik und die Arbeitgeber, die zu wenig bezahlen.

Leute, lass Euch nicht verar......

:cool:
 

Bienchen

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#48
Sancho, auch Dir gebe ich vollkommen recht.

Ohne die Arbeiter, die sich kaputt schuften und wenig Geld bekommen, wäre die Anderen nicht so reich.
Aber ich glaube kaum, dass es bei allen Menschen in diesem Land in das Gehirn hinein geht. Sehr viele haben verlenrt eine eigene Meinung zu haben und selbst zu denken. Sie glauben alles, was die da oben sagen.

Für viele von uns, gerade hier im Forum, ist so etwas unvorstellbar.
Manchmal möchte ich einigen das Selber-Denken einhämmern und frage mich immer wieder, wie dumm man als Mensch eigentlich sein kann.
Ich verstehe es nicht und rege mich auf. Nur helfen tut es nicht. Bei Gesprächen ist es oft der Fall, dass die Machenschaften der Politiker und ihrer Handlanger (oder auch anders herum) noch verteidigt werden. Man kann mit Beweisen usw. aufwarten, die Haltung ist aber weiterhin stur.
 
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