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BA: Flexibilität - ein Muss für die Integration von Alleinerziehenden

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Mario Nette

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#1
15.10.2008 | 10:44 Uhr
BA: Flexibilität - ein Muss für die Integration von Alleinerziehenden

Nürnberg (ots) - Auf der Pressekonferenz der Bundesagentur für Arbeit (BA) am 15.10.2008 in Chemnitz stellen Heinrich Alt, Vorstand Grundsicherung der BA, und Karl Peter Fuß, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der BA, Konzepte zur Integration von Alleinerziehenden in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt dar.

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Wenn die BA ernsthaft glaubt, den Umstand, dass fast die Hälfte aller Alleinerziehenden in Deutschland verarmen, dadurch lösen zu können, dass sie genug Kinderbetreuungsplätze zur Verfügung stellt, denn verkennt sie (erneut, wie zu erwarten) die Situation des Arbeitsmarktes. Es ist indess eine Schande, dass überhaupt 43 von 100 Alleinerziehenden verarmen müssen! Und es ist eine Schande, dass sich das Ministerium hinter Frau von der Leyen viel lieber auf das traditionelle, antiquierte Familienmodell einschießt. Wie soll dann die Losung verstanden werden: "Kinder bereichern uns?" - wessen Kinder bereichern wen womit?

Mario Nette
 
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#3
@Mario Nette
Aus dem Link:

Ob Krippen, Kindergärten oder Tagesmütter - wichtig ist, dass die Betreuung bezahlbar und so umfassend ist, dass die Ausbildungs- oder Arbeitszeit vollständig abgedeckt wird.
Natürlich muss auch der Arbeitsmarkt uns einstellen wollen, aber eines ist doch sicher. Ohne flexible Betreuung gelingt das schon von vornherein nicht (der Hauptgrund der Ablehnungen), egal ob Arbeitsplätze oder nicht. Auch hast du recht, arm bleiben sicher viele Alleinerziehende trotz Arbeitsplatz (es müssen zwei Personen von einem Gehalt ernährt werden und viele bekommen kein KU), aber das gilt auch für Singles und Verheiratete, die genauso arbeiten gehen wollen oder müssen. Da fehlt der Mindestlohn.

So verkehrt ist das also nicht, finde ich als Alleinerziehende. Ich hatte als Single immer Arbeit. Und wenn ich kein Kind hätte, fände ich in zwei Tagen wieder Arbeit. Wurde in meiner Elternzeit schon ein paar Mal angerufen. Zwar nur in Leihfirmen, aber das wäre mir erst einmal egal.
Ich habe nicht vor, ewig zu Hause zu bleiben. Die ersten drei Jahre ist es für das Kind sicher auch schön, aber doch nicht auf Dauer.
Nicht alles muss schlecht geredet werden. Fragt doch einmal andere Alleinerziehende, was der größte Stolperstein für Mütter ist, wenn sie wieder arbeiten wollen, sollen oder müssen.

Es ist die unflexible Betreuung und die Kosten dafür.
 
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#4
Ja wieso gibt es denn dann keine Kindergärten die von 7 bis 21 Uhr an 6 Tagen die Woche offenhaben und Betreuung nach Bedarf anbieten?
 
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Gast
#5
Ja wieso gibt es denn dann keine Kindergärten die von 7 bis 21 Uhr an 6 Tagen die Woche offenhaben und Betreuung nach Bedarf anbieten?
Ja, und wieso gebären wir nicht einfach die Kinder, und schieben sie dann auf Biegen und Brechen dem Staat in den ewig gefräßigen Rachen? Auf dass er an ihnen herumkneten und -modellieren möchte nach seinem Gutdünken, damit sie entseelte und wie die Mehrheit des Volkes in dritter Generation hochtraumatisierte Zombies werden? Ja, wieso eigentlich nicht???

Ich nehme an, dein Beitrag war eher sarkastisch - tja, meiner ist wohl eher polemisch angehaucht.

Zum Ausgangsposting:
stellen Heinrich Alt, Vorstand Grundsicherung der BA, und Karl Peter Fuß, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der BA, Konzepte zur Integration von Alleinerziehenden in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt dar.
Alleine durch die Wahl des Wortes "Integration" - Alleinerziehende haben also ähnliche Probleme wie Migranten. Lacht nicht, aber das ist es, was bei der Mehrheit der Leser solcher Beiträge ankommen wird. Wer integriert werden muss, ist desintegriert und hat selbstverständlich haufenweise soziale Probleme - wahrscheinlich sprechen die nicht einmal deutsch, diese Alleinerziehenden.

Zurzeit beziehen mehr als 600 000 Alleinerziehende Arbeitslosengeld II. Das sind ca. 43 Prozent aller Alleinerziehenden in Deutschland. Davon sind 96 Prozent Frauen.
Darüber sollten sich vielmehr einmal ernste Gedanken gemacht werden. Bspw. darüber, warum trotz gesetzestextlicher Unterhaltspflicht die meisten der auf ALG2 angewiesenen Alleinerziehenden keinen Unterhalt für die Kinder zu sehen kriegen, trotz Recht des Kindes auf solchen.

Die berufliche und persönliche Situation der Alleinerziehenden stellt ganz besondere Anforderungen an die Träger der Grundsicherung und die kooperierenden Institutionen. "Grundlage unserer Konzepte ist die Überzeugung, dass wir es uns weder moralisch noch finanziell leisten können, alleinerziehende Menschen nicht in den Arbeitsmarkt zu integrieren", sagt Heinrich Alt.
Was ist denn das für ein ********* (wird soweiso vomForum zensiert, also kann ich es ruhig ausschreiben). Anforderung an die Träger? Seit wann gibt es an DIE denn Anforderungen? habe ich EINE EINZIGE STELLENAUSSCHREIBUNG in TEILZEIT über die erhalten? Nein. Haben DIE neben der Anforderung an MICH - nicht an DIE! - monatlich 20 Bwerbungen abzuliefern von denen irgendeine Unterstützung erhalten, mich zu qualifizieren oder aus dem Training geratenes Wissen aufzufrischen? Nein. Man glaubt es nicht, ich habe sogar das eine oder andere Seminar über einen halbsozialen Bildungsträger sogar von MEINEM ALG SELBST bezahlt - trotz horrender Kosten für Schulbedarfe der Kinder und deren Sportaktivitäten, denn nur Mens sana in corpore sano. Haben DIE Verständnis dafür gehabt, dass neben der Situation zwei Kinder in den wichtigsten Lebensphasen zu begleiten und aufzubauen, auch noch zwei völlig irre Kindsväter (wer es bis jetzt noch nicht weiss: Mein zweites Kind stammt aus einer Vergewaltigung - missen möchte ich es dennoch keine Sekunde) an der Backe zu haben, welche durchgehend in das gerade einem normalisierenden Lebensstatus entgegenstrebende Familienleben gewaltsam einbrachen, und gegen welche keine Justiz etwas unternimmt, weil die meisten öffentliche Ämter bekleidenden immer noch mit dem Problem des eigenen Rassismus und Chauvinismus zu kämpfen haben ? Nein, haben sie nicht, im Gegenteil, sie haben stets noch einen draufgesetzt und mir bspw. während ich in Reha war das ALG ausgesetzt. Integrieren? Was wollen diese Arschlöcher integrieren? Sie dürfen gerne einmal anfangen sich selbst in eine menschliche Gemeinschaft zu integrieren, anstatt an anderen herumintegrieren zu wollen!

Dazu muss die spezifische Situation der Alleinerziehenden berücksichtigt werden. Gerade bei den Alleinerziehenden ist es notwendig, die arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen in besonderem Maß mit sozial flankierenden Leistungen zu verzahnen. Beispiel "Kinderbetreuung": Die Zahl der Alleinerziehenden in der Grundsicherung könnte drastisch gesenkt werden, wenn es ausreichende und flexible Kinderbetreuung gäbe.
Un wenn es auch nur halbwegs QUALITATIV AKZEPTABLE Kinderbetreuung gäbe. Was ich in 10 Jahren erlebt habe und wie viel ich an den Kindern immer wieder reparieren und ausbügeln musste und muss (Erlebnisse in prägenden Phasen haben erhebliche Langzeitfolgen, und fast die gesamte Zeit bis 10 Jahre sind für diverse Lebenseinstellungen äußerst prägend!), was ich dafür zu Ärzten, diversen Arten von Therapeuten und Psychologen rennen musste, was ich an Fachwissen selbst neben der Arbeitssuche oder Arbeit mir erarbeiten "durfte" nur weil öffentlich bestellte Kinderbetreuerinnen und Grundschullehrerinnen bis hin zu -Rektorinnen selbst oft genug sogar ziemlich ordentlich einen an der Klatsche haben, geht auf keine Kuhhaut. Was passiert, wenn man sein Kind nicht kennt, weil man qualitative Zeit mit ihm in den wichtigen Lebensjahren verbringen kann oder konnte, kann man gerne an dem schon erfolgten und bald noch viel mehr erfolgenden öffentlichen Ausrasten der jetzigen Generation nicht erns genommener und unverstandener Jugendlicher erleben, welche nicht wie wir damals irgendwelche Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung haben.

Viele Praxisbeispiele aus den ARGEn zeigen, dass Projekte, die die besonderen Belange der Alleinerziehenden berücksichtigen, hier Hilfebedürftigkeit reduzieren oder sogar beenden können.
Vielleicht habe ich ja eine total verquere Weltsicht, weil ich vielleicht einfach in der falschen Stadt lebe, wo deren Praxisbeispiele stattfinden kann ich also nicht nachvollziehen. Meine gesamtem letzten Jahre, und mit Sicherheit viele Jahre vieler Alleinerziehender, bestanden ausschließlich aus Reparatur und Ausbügeln von von der Gesellschaft und öffentlichen Hand an Kindern verbrochenen Greueltaten. Das mag für etwas unsensitive Menschen übertrieben klingen, nichtsdestotrotz haben sich die Grausamkeiten, welche früher physisch begangen wurde, heute einfach auf das Seelische verlagert, nicht umsonst leidet die Gesellschaft heute massiv unter psychosomatischen Krankheiten. Eine Greueltat an der Seele ist die gleiche Angelegenheit wie eine Greueltat physisch, um es einmal so auszudrücken. Die Auswirkungen sind nur anders, aber dennoch mittelfristig genauso gesundheitsschädigend und physisch. Vor allem sind sie schwerer kausal nachzuvollziehen und daher schwerer beweisbar. Und die letzten 10 Jahre bestanden daneben aus der ständigen Suche nach den Kindern zuzumutenden Betreuungsmöglichkeiten, insbesondere in de 14 Wochen Schulferien, und welche kostenseitig von der ARGE, sprich der BA, in keiner Weise berücksichtigt wurden - Verfahren steht aus, ist seit fast zwei Jahren eingeklagt.


Aber der Hammer ist die Headline:
15.10.2008 | 10:44 Uhr
BA: Flexibilität - ein Muss für die Integration von Alleinerziehenden
Abgesehen davon, dass Mütter per se nicht gerne eingestellt werden wegen der unterstellten Fehlzeiten - welche für Alleinerziehende, welche auf ihren einzigen Verdienst angewiesen sind nun wirklich nicht gelten - kann ich als ehemalige Selbständige mit einem Kleinunternehmen von 9 Frau in Lohn und Brot in einem progressiven Sektor nun wirklich nicht über Flexibiltät klagen. Wie der Markt sich ändert, so muss ich reagieren. Wie die Kunden reagieren, so muss ich Konzepte anbieten. Wie der Auftrag reinkommt, so muss ich ihn abarbeiten. Mangel an Flexibilität? Von wem soll denn nun wieder die Flexibiltät verlangt werden - von der BA doch sichr nicht, die sind so flexibel wie ein zwanzig Jahre alter Kaugummi. Also soll selbige nur von Alleinerziehenden erwartet werden, ist doch klar. Die Prioritäten jedoch sind andere: Es ist nun einmal wichtiger dass ein Kind in den prägenden Lebensphasen verlässliche Ansprechpartner hat und nicht nur abgefertigt wird, denn Schaden aus mangelnder Re-Aktion ist oft ein Leben lang nicht wieder wett zu machen. Priorität ist bei der Tatsache, dass mensch Kinder auch als Geschenke des Lebens betrachten kann - nicht im Sinne, dass sie einem gehören, sondern dass mensch diese wunderbare Aufgabe, sie zu begleiten, wahrnehmen darf und die Verantwortung darüber übertragen bekommen hat - nun einmal die seelische und physische Gesundheit eines Kindes. Das hat mit Flexibiltät rein gar nichts zu tun - wieder so eine Wortverdrehung um die Menschen irre zu machen - sondern ausschließlich mit Prioritätenmanagement. Der olle **** soll doch bitte mal bei sich selber anfangen, und seine BA so umstrukturieren dass das halbwegs fähige Personen professionell und verantwortlich die IHNEN vom Staat - dem Volk! - übertragenen Aufgaben, auch die der Kontrolle über ihre eigenen verirrten Schäfchen, wahrzunehmen in der Lage sind. Vielleicht täte vorrangig dort auch ein wenig Therapie, ärztliche Behandlung und psychologische Unterstützung im Sinne der Aufarbeitung eigener Problematiken nicht schlecht. Dann muss mensch auch nicht ständig auf vermeintlich Schwächeren herumhacken. Denn die sind vielleicht durch alle diese nicht freiwillig gemachten Erfahrungen schon lange nicht mehr geduldig, sich solchen Senf anzutun.

Heinrich Alt, Vorstand Grundsicherung der BA, und Karl Peter Fuß, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der BA
dürfen sich vielmals entschuldigen und Bücklinge hinlegen, wollen sie solche Pressemitteilungen je wieder gutmachen.


Emily
 
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#6
"... dass wir es uns weder moralisch noch finanziell leisten können, alleinerziehende Menschen nicht in den Arbeitsmarkt zu integrieren"
dass sich die bundesagentur für arbeit "moralische beweggründe" für ihr handeln in anspruch nimmt, halte ich für eine anmaßung. finanziell gesehen passt es ihr nicht, da stimme ich ihr zu, da sie ja gefälligst "haushaltsüberschüsse" produzieren muss, und da ist jeder leistungsbezieher eben ein klotz am bein. gut, leistungen will man eben so wenig wie möglich zahlen, ganztags-krippen sind dem staat aber auch wieder zu teuer, also was nun, "vater staat"? du konntest doch gerade eine läppische halbe billion aus dem ärmel zaubern, für die "armen" banken? für dein volk hast du aber nichts mehr übrig? :icon_neutral:
 
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#7
also was nun, "vater staat"? du konntest doch gerade eine läppische halbe billion aus dem ärmel zaubern, für die "armen" banken? für dein volk hast du aber nichts mehr übrig? :icon_neutral:
Viel weniger wahrscheinlich noch für "deine" Kinder - sind ja nur die Zukunft, aber so weit denken diese Hirnverbrannten wahrscheinlich nicht.


Falls sich mein obiger Beitrag nach Selbstbeweihräucherung anhören sollte, so kann ich nur versichern, dass es das mitnichten ist. Ich frage mich nur stetig wieder, wie andere Mütter, welche nicht das Glück einer doch halbwegs guten Schulausbildung und späteren beruflichen Qualifikation geschweige denn die nicht zu vernachlässigen Zeit-, Management- und Organisationsausbildungen hatten wie ich, das denn überhaupt bewältigen sollen. Fakt ist, sie können es nicht und es ist absurd, denn sie werden nie das Geld verdienen das sie benötigen um ihre Kinder mit durchzubringen, auch da bin ich wiederum in einer mir durchaus bewussten privilegierten Situation. Und frage mich wieder, wie andere das schaffen sollten, ausser sie würden versuchen sich einem finanziell halbwegs finanziell potenten Männchen an den Hals zu schmeissen - und das nächste Drama damit zu produzieren. Fakt ist auch, sie werden, selbst wenn sie ihre Kinder dauerhaft und 10 Stunden pro Tag in Fremdbetreuung geben - die Auseinandersetzungen um die Erstattung werden sie zusätzlich aufreiben - immer noch ALG-Bezieherinnen bleiben, da beisst die Maus keinen Faden ab. Also, was soll das Geschwafel? Genauer gesagt wid es immer wieder offensichtlich dass es ausschließlich darum geht dass der Staat die Kinder zur freien Manipulation in ihre Finger kriegt - männlich finanziell abhängige Frauen sind sowieso bereits durch die Übertragung der Kontrollgewalt an den Mann und das beständige Partnerschaftsdrama manipuliert, dass Frauen sich so etwas aber nicht antun wollen, selbst wenn sie dadurch finanziell oder sozial schlecht dastehen, passt den Oberen nicht in den Kram. Also ist es genauer gesagt ein gut verdeckter Aufstand gegen die Menschenrechte, seitens der BA - was ist auch anderes zu erwarten. Das alte Denken will einfach nicht loslassen - dafür sollen es die Alleinerziehenden umso mehr, zumindest wenn man eine Handhabe gegen sie hat, und zwar dort, wo es punktuell je nach Alter der Kinder gar nicht angebracht ist.

Das System ist wie ein alter Drache - er will einfach nichts Neues kommen lassen. Alles soll so bleiben wie es ist, nur dürfen sie das so nicht sagen, also müssen sie darum herum schwänzeln. Die Machtverteilung ist auch eine ganz klare auf dieser Ebene, und soll nach deren Haltung auch so bleiben. Zwar schaffen sie Gesetze, die Menschenrechte garantieren sollen, doch scheren sie sich einen feuchten Kehricht darum - haben sie sie doch nur auf dem Papier geschaffen, damit sie alle damit täuschen können. Wie schlau. :icon_party:


Emily
 
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#10
Ja wieso gibt es denn dann keine Kindergärten die von 7 bis 21 Uhr an 6 Tagen die Woche offenhaben und Betreuung nach Bedarf anbieten?
Diese Frage stelle ich mir immer wieder, aber woher soll ich die Antwort kennen. Ich komme aus dem Osten und dort ist es heute noch anders. Auch die Qualität dieser Einrichtungen.
 
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#11
Ja, emily, Du hast es alles gesagt und schön erklärt.

Ich kann das nur mit einem Satz ausdrücken: Wieso fragt niemand nach dem Recht der Kinder ( die ja unsere Zukunft sind ) auf eine ordentliche Erziehung, eine schöne Kindheit usw.

Warum fragt niemand danach, das eine ordentliche kindeserziehung eigentlich bereits ein Vollzeitjob ist. Dies insbesondere ab einer Kinderzahl von 2 Kindern.

Wie pervers ist das eigentlich, Kinder tagsüber in eine Anstalt abzuschieben um die Mutter (oder auch den Vater ) arbeiten zu schicken ?

Soweit meine Meinung, und ich weis genau von was ich rede.

Grüße


Familienvater
 

MrsNorris

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#12
Ich habe sechs Geschwister, und logischerweise war meine Mutter zu Hause. Sie war immer für uns da. Mein Papa war zwar arbeiten, aber nach Feierabend war er auch immer für uns da.

Warum muss ich mich heute dafür entschuldigen, wenn ich für mein Kind da sein will? Warum soll ich darauf verzichten, die ersten Schritte, die ersten Worte mitzubekommen, nur um dem Staat ein guter Steuerzahler zu sein?

Der Staat wird mich nicht direkt zur Rede stellen, wenn ich nicht arbeiten gehe (indirekt verfolgt er mich). Aber mein Kind kann mich in zwanzig Jahren oder so fragen, warum ich nicht da gewesen bin. Und das möchte ich nicht erleben.

Ich finde es schön, Mutter zu sein, und das lasse ich mir nicht nehmen. Der Staat hat keine schweren Folgen, wenn ich nicht arbeiten gehe. Aber mein Kind kann Probleme bekommen, wenn es nach Hause kommt und niemand für ihn da ist!
 
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#13
Warum soll ich darauf verzichten, die ersten Schritte, die ersten Worte mitzubekommen, nur um dem Staat ein guter Steuerzahler zu sein?
Das verstehe ich nicht. Wann haben deine Kinder die ersten Schritte gemacht und gesprochen? Mit 4 Jahren? Jede Mutter kann drei Jahre Elternzeit nehmen.
 

Eka

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#14
Manche Kinder, wenn sie krank sind oder eine Behinderung haben, laufen oder lernen sprechen oft auch erst später @andine.


LG
Eka
 
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#15
Also bitte, die Mehrzahl ist nicht behindert.

@all

PS: In letzter Zeit ist mir (nicht nur in diesem Thread) vermehrt aufgefallen, dass auch positive Dinge schlecht geredet werden.
Wenn also eine Mutter eine Betreuung für ihr Kind will, dann soll sie die bekommen. Wer nicht will, soll doch zu Hause bleiben, wenn er es finanziell kann. Und wenn nicht, muss er arbeiten. Ist das jetzt so, dass arbeiten eine Sünde ist?
Irgendwie glaube ich, ich bin hier langsam falsch in diesem Forum, weil mich hier vieles permanent runterzieht und eines will ich auf keinen Fall, wieder depressiv werden!
Auch frage ich mich, wie die Mütter in der DDR oder anderen Ländern es schafften und schaffen, neben ihren Kindern zu arbeiten und zwar Vollzeit sogar? Okay, da gab und gibt es flexible Betreuung und das wollen wir hier auch. Was zum Teufel ist so verkehrt daran? Was ist so verkehrt daran, als Alleinerziehende überhaupt eine Chance zu wollen? Das geht nur mit einer flexiblen Betreuung.
 

Mario Nette

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#16
@andine
Als "Zonen"kind wurde natürlich auch ich in Krippe und Kindergarten geschickt, habe also die Vor- und auch Nachteile selbst erleben dürfen. Mir geht es nicht darum, dass Plätze geschaffen werden. Das finde ich unzweifelhaft gut für jeden, der davon überzeugt ist, dass es für sein Kind richtig ist. Mir geht es viel eher darum, was die Personen aus der Pressemitteilung damit erreichen wollen. Es heißt nämlich, wer alleinerziehend und erwerbslos ist, sollte im besten Fall seine Kinder abgeben. Das ist, was ich kritisiere. Es führt nämlich dazu, dass man nicht wirklich entscheiden können soll, ob man seine Sprösslinge zu Hause erzieht oder in einer Einrichtung erziehen lassen muss/kann/darf. Die Erwerbsarbeit wird hier wie selbstverständlich über die Entscheidungsfreiheit gestellt.

Mario Nette
 

Eka

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#17
Es geht hier nicht nur um Kindergartenplätze, sondern auch um Krippen @andine.
Wer sagt uns denn, dass irgendwann alle Alleinerziehenden und vor allem Arbeitslose Alleinerziehende ihre Kinder mit 4 Monaten in Krippen geben sollen, und damit vielleicht auch zum großen Teil die Erziehungszeit ausgehebelt wird? Wird uns wohl nur noch nicht gesagt oder vorenthalten, alles unter dem Aspekt der Flexibilität. ;) Soll ich weiter spinnen?

Da du Krippen gut findest, frage ich dich, warum du so einen Platz, (den gibt es auch für Kinder ab 4 Monate) nicht in Anspruch genommen hast? War es eine Frage der Kosten? Die sind aber auch verdammt teuer jedenfalls um einiges teurer als für Kinder über 3 Jahre und meistens doch schon belegt, denn in einer unter 3 jährigen Gruppe, dürfen laut Gesetz nur soundsoviele Kinder sein. Oder war es, dass du wie viele andere Mütter auch, die ersten Jahre für das Kind genauso da sein wolltest, die ersten Schritte sehen usw.?

Ich denke trotz allem, sollte dieses auch jede/r für sich selber entscheiden können.


Den Rest hat @Emily gut beschrieben.


Gruß
Eka
 

MrsNorris

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#19
Das verstehe ich nicht. Wann haben deine Kinder die ersten Schritte gemacht und gesprochen? Mit 4 Jahren? Jede Mutter kann drei Jahre Elternzeit nehmen.
Mein Sohn hat eine Entwicklungsverzögerung und erst mit zwei Jahren angefangen zu laufen. Sprechen lernt er erst seit ca. einem Jahr (er ist jetzt vier).

Ausserdem meinte ich damit den Druck, der auf Eltern ausgeübt wird, damit sie ihre Kinder VOR dem dritten Lebensjahr abgeben.
 

MrsNorris

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#20
Also bitte, die Mehrzahl ist nicht behindert.

@all

PS: In letzter Zeit ist mir (nicht nur in diesem Thread) vermehrt aufgefallen, dass auch positive Dinge schlecht geredet werden.
Wenn also eine Mutter eine Betreuung für ihr Kind will, dann soll sie die bekommen. Wer nicht will, soll doch zu Hause bleiben, wenn er es finanziell kann. Und wenn nicht, muss er arbeiten. Ist das jetzt so, dass arbeiten eine Sünde ist?
Irgendwie glaube ich, ich bin hier langsam falsch in diesem Forum, weil mich hier vieles permanent runterzieht und eines will ich auf keinen Fall, wieder depressiv werden!
Auch frage ich mich, wie die Mütter in der DDR oder anderen Ländern es schafften und schaffen, neben ihren Kindern zu arbeiten und zwar Vollzeit sogar? Okay, da gab und gibt es flexible Betreuung und das wollen wir hier auch. Was zum Teufel ist so verkehrt daran? Was ist so verkehrt daran, als Alleinerziehende überhaupt eine Chance zu wollen? Das geht nur mit einer flexiblen Betreuung.
Gar nichts ist verkehrt daran, eine Chance zu wollen! Ich wäre froh, wenn mir einmal jemand eine Chance geben würde!
Ich finde nur, dass man die Wahl haben sollte. Und die haben wir bald nicht mehr...
 
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#21
Ja, und wieso gebären wir nicht einfach die Kinder, und schieben sie dann auf Biegen und Brechen dem Staat in den ewig gefräßigen Rachen? Auf dass er an ihnen herumkneten und -modellieren möchte nach seinem Gutdünken, damit sie entseelte und wie die Mehrheit des Volkes in dritter Generation hochtraumatisierte Zombies werden? Ja, wieso eigentlich nicht???

Ich nehme an, dein Beitrag war eher sarkastisch - tja, meiner ist wohl eher polemisch angehaucht.
Nein, der war völlig ernstgemeint.

In früheren Jahrhunderten mussten die kinder sobald sie alt genug waren schon ganz früh im elterlichen Broterwerb, sei es Landwirtschaft, Handwerk etc anpacken. Da gab es keinen Betreuungsbedarf weil die Arbeit von Kindern der Normalfall war.

Ich hab auch mal gelesen daß Säuglinge und Kleinkinder wärend der Feldarbeit mit Mohntinktur ruhiggestellt wurde damit die Mutter bei der Ernte mitarbeiten konnte.

Ein Kind nimmt keinerlei Schaden wenn es in der Kinderbetreuung eben DANN betreut ist wenn zB eine im Einzelhandel arbeitende Mutter eben ihre Arbeitszeiten hat.
 

Sonntagsmaja

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#22
Wer sagt uns denn, dass irgendwann alle Alleinerziehenden und vor allem Arbeitslose Alleinerziehende ihre Kinder mit 4 Monaten in Krippen geben sollen, und damit vielleicht auch zum großen Teil die Erziehungszeit ausgehebelt wird? Wird uns wohl nur noch nicht gesagt oder vorenthalten, alles unter dem Aspekt der Flexibilität. ;) Soll ich weiter spinnen?

Das bzw. ähnliches haben wir doch jetzt schon. Es gibt genug Beispiele, wo lange vor dem 3.Lebensjahr der Mutter massiv auf den Nerv gegangen wird, daß sie die Betreuung des Kindes organisieren soll.
Immer garniert mit dem Hinweis, daß man nur helfen wolle, daß die Mutter wieder ins Berufsleben einsteigen "kann".
 
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#23
Nein, der war völlig ernstgemeint.

In früheren Jahrhunderten mussten die kinder sobald sie alt genug waren schon ganz früh im elterlichen Broterwerb, sei es Landwirtschaft, Handwerk etc anpacken. Da gab es keinen Betreuungsbedarf weil die Arbeit von Kindern der Normalfall war.

Ich hab auch mal gelesen daß Säuglinge und Kleinkinder wärend der Feldarbeit mit Mohntinktur ruhiggestellt wurde damit die Mutter bei der Ernte mitarbeiten konnte.

Ein Kind nimmt keinerlei Schaden wenn es in der Kinderbetreuung eben DANN betreut ist wenn zB eine im Einzelhandel arbeitende Mutter eben ihre Arbeitszeiten hat.
1. Und ganz früher hat man sie in die Suppe gesteckt, wenn Mangelzeiten waren - muss ich jetzt also alles was vordergründig nicht so schlimm ist wie es zu anderen Zeiten war, obwohl es immer noch für heutige Verhältnisse von der Denkweise her vollkommen rückständig ist, gutheissen?

2. Die BA sieht das aber leider genau andersherum - das Kind soll in die Anstalt, die Alleinerziehenden sollen schikaniert werden damit sie auch ja wissen, wer die Hosen an hat. Ich habe selbst die Tortur der Berufsrückkehr begleitet durch die ARGEn erlebt. Es ist absurd, insbesondere wenn es keine Stellen gibt auf die sich zu bewerben ist, und gleichzeitig dein Kind Bedürfnisse - und dazu zähle ich auch seelische - hat, welche du nicht wahrnehmen sollst, weil du nämlich beliebig schikaniert wirst. das system hast du hier nicht so ganz verstanden glaube ich. Arbeit habe ich mir ausschließlich selbst gesucht - ebenso wie die Betreuungsplätze, und zwar zu der Zeit und in dem Maß, für welche die Kinder reif waren. Als ich - meine Kinder waren damals ca. 3 und 7 - für ca. ein halbes Jahr eine selbst gesuchte Weiterbildung in Vollzeit gemacht habem, wollte sich meine Tochter am Klettergestell im Hort am liebsten aufhängen, wie ich später dann von ihr selbst erfuhr. Meinem Sohn wurde von älteren Kinder beständig im Beisein der Betreuerinnen die Hose heruntergezogen, bis er völlig verstört war. Nach einem Betreuungsplatzwechsel für beide musste ich mit meinen beiden Kindern mehrfach wegen in der Schule und im Kindergarten/ Hort zugezogenen Verletzungen zu Ärzten rennen, dann zu nachtherapierenden Behandlungen, und dabei ist noch nicht einmal vom Seelenleben gesprochen. Wenn jemand das nicht schlimm findet, weil er/ sie es selbst nicht anders kennt und es deshalb für "normal" hält, dann empfehle ich demjenigen dringend eine Psychotherapie, denn das ist ein eindeutiger Fall von Verdrängung - seelisch Unterdrücktes resp. Ignoriertes endet deshalb auch nicht so selten in der sogenannten "Depression" ("etwas wird niedergedrückt - unterdrückt").

3. Ob ein Kind Schaden nimmt "kommt darauf an", s.o.

4. Wenn bis dato alles so bestens war - sh. mit Bezug auf 2. - würde mir dann bitte jemand erklären warum gerade heute sooooooo viele Menschen an Depressionen leiden? "Die Depression ist die am häufigsten auftretende psychische Erkrankung. Das Bundesgesundheitsministerium schätzt, dass vier Millionen Deutsche von einer Depression betroffen sind und dass gut zehn Millionen Menschen bis zum 65. Lebensjahr eine Depression erlitten haben." (Wiki, die Zahlen findet man aber auch woanders).

Kann also alles nicht geschadet haben?

Ich lache. Wer Augen hat zu sehen, sollte sie bitte auch benutzen.


Emily
 
E

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#24
Es geht hier nicht nur um Kindergartenplätze, sondern auch um Krippen @andine.
Mir ging es in meinem Beitrag NUR um die Betreuung nach dem 3. Lebensjahr. Hatte ich vergessen zu schreiben. Und ich finde Krippen nicht mehr so toll wie früher, seit ich gesehen habe, wie im Westen Betreuung funktioniert. Ich bin sogar froh, dass ich drei Jahre zu Hause bleiben kann. Ich kenne jetzt beide Seiten. Gleich nach dem 1. Jahr Vollzeit arbeiten und drei Jahre (sind noch nicht um) zu Hause bleiben.

Da du Krippen gut findest, frage ich dich, warum du so einen Platz, (den gibt es auch für Kinder ab 4 Monate) nicht in Anspruch genommen hast? War es eine Frage der Kosten? Die sind aber auch verdammt teuer jedenfalls um einiges teurer als für Kinder über 3 Jahre und meistens doch schon belegt, denn in einer unter 3 jährigen Gruppe, dürfen laut Gesetz nur soundsoviele Kinder sein. Oder war es, dass du wie viele andere Mütter auch, die ersten Jahre für das Kind genauso da sein wolltest, die ersten Schritte sehen usw.?

Ursprünglich wollte ich auch nach dem ersten Lebensjahr einen Platz. Als ich mich kurz nach der Geburt erkundigte, hieß es. Da ich nicht arbeite, muss die wirtschaftliche Jugendhilfe das nicht zahlen und von der Arge wurde mir geraten, doch lieber zu Hause zu bleiben, wäre besser für das Kind. Recht haben sie, ich sehe es an meiner Freundin, obwohl die nur ab und zu jobbt. Einen Rechtsanspruch gibt es in Bayern erst ab dem 3. Lebensjahr. Es sei denn, ich hätte das Geld dafür gehabt (400€) aber selbst dann wären natürlich Arbeitende bevorzugt gewesen, was nicht verkehrt ist. Heute bin ich aber froh, dass es nicht klappte, denn diese drei Jahre kommen nie wieder.

Ich denke trotz allem, sollte dieses auch jede/r für sich selber entscheiden können.

Wie schon gesagt, es geht mir um die über 3-jährigen und richtig. Wer es sich leisten kann, der kann selbst entscheiden. Es gab bisher weder in der DDR, noch in der BRD eine wirkliche Wahl, weil es sich eben die meisten nicht leisten können, ewig zu Hause zu bleiben und manche nicht mal drei Jahre. Meine Freundin geht jetzt schon arbeiten, damit ihr Kartenhaus aus Kreditraten usw. nicht irgendwann zusammenfällt.
In der DDR mussten wir nach einem Jahr wieder arbeiten und zwar Vollzeit und hier muss man zu Hause bleiben, wenn man keine Arbeit hat und auch kein Geld für die Betreuung, aber Hartz4 bekommt man, als Alleinerziehende.
Daran sieht man, es gibt keine Wahl, denn es ist im Westen in erster Linie eine Frage des Geldes, wer wie lange zu Hause bleiben kann. Im Osten war es eben das System.
Dabei geht es mir als Alleinerziehender nicht schlechter als meiner Freundin, auch wenn ich weniger Geld habe. Aber sie hat das selbst entschieden, dass sie ab und zu arbeitet. Sie hätte auch entscheiden können, mehr Zeit für das Kind zu haben, aber dann eben weniger Geld.
Ein Schlaraffenland gibt es eben auch hier nicht. Entweder ich habe Zeit für mein Kind oder ich habe Geld.
Mir scheint, dass einige vergessen, auch mal positiv zu denken und auch mal dankbar zu sein. Ich jedenfalls bin es, dass ich trotzdem drei Jahre zu Hause bleiben kann, aber ich bin nicht so vermessen, dass dauerhaft zu fordern. Obwohl auch ich weiß, dass ich wohl immer argeabhängig sein werde, weil es keinen KU gibt (da wird zu wenig getan wie Emily richtig schrieb) und weil es eben keine flexiblen Betreuungsangebote gibt und weil ich ohne Arbeit sowieso keinen Vollzeitplatz bekomme.
 
E

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Gast
#25
Es heißt nämlich, wer alleinerziehend und erwerbslos ist, sollte im besten Fall seine Kinder abgeben. Das ist, was ich kritisiere. Es führt nämlich dazu, dass man nicht wirklich entscheiden können soll, ob man seine Sprösslinge zu Hause erzieht oder in einer Einrichtung erziehen lassen muss/kann/darf. Die Erwerbsarbeit wird hier wie selbstverständlich über die Entscheidungsfreiheit gestellt.

Mario Nette
Wenn du von unter 3-jährigen redest, gebe ich dir recht. Das Recht auf Elternzeit von drei Jahren sollte beibehalten werden.
Da sehe ich auch Gefahr, dass Merkelchen die DDR-Gegebenheiten einführen will.
 

Rounddancer

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#26
Sagen wir es doch so: Wer beim Kind bleiben will,- bis es drei ist, sollte es tun können, - aber nicht müssen.

Wer aber, warum auch immer, nach der Geburt schnellstmöglich wieder in den Beruf zurück will,- der sollte einen bestmöglichen Betreuungsplatz für das Kind finden können, - der ihn nicht finanziell übermäßig belastet.

Was in jedem Fall in D deutlichst verbessert werden muß, das ist die Ausbildung der ErzieherInnen und die Personalausstattung in den Betreuungseinrichtungen.
Denn, während in anderen Ländern die ErzieherInnen nicht selten Sozialpädagogik o.ä. studiert haben müssen, werden sie hier noch immer so ausgebildet, wie man früher KindergärtnerInnen ausbildete: Als Lehrberuf, gerade dazu geeignet, die Kinder zu beschäftigen, aber fördern geht anders. Und statt pro Gruppe wenigstens zwei ausgebildete Erzieherinnen plus Auszubildende sind, sind es oft nur eine Vollkraft und eine Anlernkraft, oder, sogar nur ein bis zwei Lehrlinge, bzw. Praktikanten ...
 
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