Azubi soll laut JC seine Ausbildung kündigen - dann habe er ausreichend Geld

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Cindy

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gila

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Nun - Ähnliches haben wir auch vor 2 Jahren durch ...
mein Älteste musste ihr Studium als Übersetzerin abbrechen aus diesen Gründen - als "Student" neben BaföG keine Leistungen.
Obwohl sie nur "Studierende" in Vollzeitschule war.
Daher Nebenjob nicht kostendeckend möglich.

Interessiert nicht - wird behandelt wie immatr. Studenten der Uni.
In der vorangegangenen Ausbildung "Fremdsprachenkorr." keine Jobs.
Bis HEUTE eben arbeitslos, teilw. mit aufstockend mit Jobs.
So finanziert sich das eben durch die Hintertür ... jetzt muss VOLL gezahlt werden. :icon_kratz:

Man kann und muss das alles wohl nicht mehr verstehen.
 

Cindy

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verstehen kann das sicher niemand - außer den Persönlichkeiten, die das per Gesetz festgelegt haben :icon_kratz:
 

pinguin

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Das Falscheste wäre es, die 2. Ausbildung zu schmeissen.

Warum lassen die den nicht als Aufstocker durchgehen? Ob Azubi oder nicht, 500 Euro sind mindestens sozialversicherungspflichtig. Und es steht doch nirgendwo, daß Aufstocker keine Azubis sein dürfen?
 

Cindy

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Azubis in der 2. Ausbildung sind wohl Sonderfälle :frown:
 

biddy

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pinguin meinte:
Und es steht doch nirgendwo, daß Aufstocker keine Azubis sein dürfen?
Doch, in § 7 Abs. 5 SGB II:

(5) Auszubildende, deren Ausbildung im Rahmen des Bundesausbildungsförderungsgesetzes oder der §§ 51, 57 und 58 des Dritten Buches dem Grunde nach förderungsfähig ist, haben über die Leistungen nach § 27 hinaus keinen Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts.
Der Zimmermann-Azubi macht eine Ausbildung, die "dem Grunde nach" BAB-förderfähig ist. Es liegt aber eine Zweitausbildung vor, so dass er kein BAB erhalten kann. Außer hiernach vielleicht, aber von Berufsausbildung steht im Artikel gar nichts:

"(2) 1Förderungsfähig ist die erste Berufsausbildung. 2Eine zweite Berufsausbildung kann gefördert werden, wenn zu erwarten ist, dass eine berufliche Eingliederung dauerhaft auf andere Weise nicht erreicht werden kann und durch die zweite Berufsausbildung die berufliche Eingliederung erreicht wird." - § 57 SGB III

Was die Jobcenter-Teamleiterin hier sagt ("Wir unterstützen von Gesetz wegen nur die Erstausbildung"), verstehe ich nicht, denn mit Aufnahme einer betrieblichen Ausbildung ist man nicht mehr Alg-II-berechtigt (es sei denn, man lebt bei den Alg-II-berechtigten Eltern), auch bei Erstausbildung nicht. Dafür gibt's dann eben Berufsausbildungsbeihilfe und den KdU-Zuschuss/Wohngeld, wenn man nicht mehr im Elternhaus lebt.
Dass das Jobcenter - so angebl. die Teamleiterin - ihn bei Erstausbildung mit Alg II unterstützt hätten, kann ich mir nicht vorstellen, denn dann hätten sie ihn auf BAB verwiesen.

Ggf. gibt's ja Ausnahmen für ältere Azubis, die noch keine Ausbildung haben und das Jobcenter unterstützt dann die Erstausbildung? Auch, wenn vorrangig BAB beantragt werden könnte? Nicht vorstellbar in meinen Augen.
 

pinguin

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Doch, in § 7 Abs. 5 SGB II:
Dann heißt es wohl, Zähne zusammenbeißen und sich einen einfachen, zeitlich nicht übermäßig ausufernden Nebenjob zu suchen, der mit der Ausbildung nicht kollidiert.

Der AG könnte dem Auszubildenden, allerdings auch wenn er von dessen fachlichen Qualitäten überzeugt ist, schlicht mehr bezahlen, per Vertrag nach der Ausbildung übernehmen bzw. ihn längere Zeit an sich binden, um die höhere Ausbildungsvergütung wieder einzuspielen. ??
 
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