Auszug des Mitbewohners - Neufestsetzung des Mietvertrags

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K Solo

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Hallo Forum, ich benötige etwas Hilfe.

Zum Ende des letzten Monats ist mein bisheriger Mitbewohner studienbedingt ausgezogen, was mich mit den Mietkosten allein lässt. Daraufhin habe ich natürlich den Mietvertrag vollends auf mich umschreiben lassen, und dem Jobcenter eine Veränderungsmitteilung inkl. Kopie des neuen Mietvertrags zukommen lassen.

Heute habe ich einen Brief erhalten, der mich zur Mitwirkung auffordert und darstellt, dass zwei Dokumente fehlen, die da wären:
1 - die Abmeldung vom Einwohnermeldeamt
2 - die Neufestsetzung des Mietvertrags

Ich kann mir leider zu keinem Punkt präzise vorstellen, was damit gemeint sein soll, deswegen Gedanken dazu:
1) Der erste kann sich wohl nicht auf mich beziehen, sondern auf meinen ehemaligen Mitbewohner. Allerdings ist er ein studierender Ausländer, wo ich jetzt gar nicht genau sagen könnte, ob er überhaupt irgendwo angemeldet ist oder nicht. Selbst wenn er hier angemeldet war, wär ich aber leider auch ziemlich sicher, dass er sich noch nicht am neuen Wohnort umgemeldet hat, da er für einen Monat bis Studienbeginn in Oktober in einer WG unterkommt, und erst dann fest ein Studentenwohnheim bezieht. Sollte er sich also ummelden, so würde er es bestimmt erst dann versuchen, um einen Extragang zu vermeiden.
Vielleicht muss ich ihn jetzt dazu zwingen, aber ist es wirklich nötig den Auszug einer nur befreundeten Person auf so invasive Weise einzufordern? Es ist doch peinlich sowas nachfragen zu müssen. Damals, bei Bezug der Wohnung und der Ummeldung im Jobcenter, war es auch nicht nötig seinen Einzug zu beweisen, denn der Name steht ja auf dem Mietvertrag. (...und auf dem neuen steht er nicht mehr + ich habe das Jobcenter in dem Veränderungsschreiben schriftlich dazu eingeladen, vorbeizuschauen, und sich von der Richtigkeit aller Angaben zu überzeugen [..weil die das damals schon mal unaufgefordert gemacht hatten])

2) Komplette Ratlosigkeit. Haben die Bearbeiter im Jobcenter vielleicht nur den neuen Vertrag mit dem alten verwechselt, weil die beiden so ähnlich aussahen? Letztlich hat sich ja nur ein kleiner Bereich im Kopfteil der 8 Seiten geändert, wo jetzt eben nur noch mein Name steht, anstatt zwei.
Oder ist "die Neufestsetzung" ein ganz anderes Dokument? Brauche ich vielleicht eine Art Bescheinigung von der Hausverwaltung, dass eine Neufestsetzung stattgefunden hat?

Ich kann das nicht erraten, denn soweit ich das sehe, habe ich einen neuen Mietvertrag als Beweis abgeliefert, wo genau draufsteht, dass ich bezahlen muss, und wieviel. Bei der Anmeldung und den zwei Wohnänderungen, die ich in der Vergangenheit unter H4 machen musste, war die Übermittlung des neuen Vertrags immer alles gewesen, dass notwendig war. In einem Fall hatte ihnen sogar eine einfache Buchungsbestätigung ausgereicht, auch wenn es da etwas gedauert hat... .
 

ZynHH

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- die Abmeldung vom Einwohnermeldeamt
Das gibt es so in Deutschland nicht.
Es sei denn, man zieht ins Ausland.

Es gibt nur eine Anmeldung am neuen Wohnort. Der neue Wohnort meldet den Zuzug dem alten Wohnort.

Außerdem ist das witzlos.

Neuer Vertrag muss reichen.
 

K Solo

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Heh, der Wortlaut ist präzise: "Bitte reichen Sie die Abmeldung vom Einwohnermeldeamt in Kopie ein sowie die Neufestsetzung des Mietvertrags in Kopie."

Ich hab instinktiv überlesen, dass die die Wohnungsummeldung meinen, aber was da steht in der Tat dann wohl Unsinn.

Außerdem ist das witzlos.

Neuer Vertrag muss reichen.
Aber was mach ich den jetzt deswegen? Soll ich morgen vorbeifahren, eine Karte ziehen, und mich vor Ort beschweren? Oder kann ich einfach irgendwie Widerspruch einlegen?
 

ZynHH

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Informiere den SB das der neue, nur auf dich ausgestellte Mietvertrag doch vorliegt.
Das der Mietzins sich nicht geändert hat, sondern, das die einzige Änderung darin besteht, das du nun allein dort wohnst und eben die im Mietvertrag genannte Miete zukünftig allein zu zahlen hast.

Eine Abmeldebestätigung gibt es in Deutschland nicht, da man sich nur an aber nicht abmelden kann. Ausserdem kannst du nicht über Unterlagen Dritter, zumal es sie nicht gibt, verfügen.
 

K Solo

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Ok, ich hab alles in einen Brief gepackt mit einer neuen Kopie des Vertrages, falls die den einfach vertrödelt haben sollten. Mal gucken, was bei rauskommt. Vielen Dank schonmal!
 

K Solo

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Rückmeldung: Nach einer Schilderung der Erkenntnisse von diesem Beitrag, hat man mir zwar nicht näher erklärt was denn nun das Problem war, aber seit heute habe ich das Schreiben, nach dem die neue Miete vorerst bewilligt wurde.
Leider liegt die Miete trotz 45m² damit jetzt gut über dem empfohlenen Satz, weswegen ich jetzt wohl anders zu kämpfen kriege das zu begründen ohne Abstriche machen zu müssen. (Für den Stadtteil ist die Miete unterdurchschnittlich, allerdings werden diese Rahmen anscheinend unsinnig für die ganze Stadt gemittelt.)
 

ZynHH

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weswegen ich jetzt wohl anders zu kämpfen kriege das zu begründen ohne Abstriche machen zu müssen.
Lade den Bescheid mal anonymisiert hier hoch, dann können wir besser helfen.
Hier schon einmal ein Link zu Mietrichtlinien deutscher Kommunen, da kannst du für deine Kommune guvken.

Wird dir im Bescheid schon mitgeteilt, das man maximal 6 Monate die volle Miete weiterzahlen wird?

Wie gesagt, den Bescheid mal anonymisiert hier hochladen.
 

K Solo

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...Hoffentlich habe ich alles beim Schwärzen erwischt. In dem anderem JC Schreiben zur Feststellung der Angemessenheit wurde nach meiner Einsicht in den obigen Mietrichtlinien-Link richtig angegeben, dass der Richtwert für Berlin bei 404€ liegt. Heizkosten betragen bei mir nur 30€, sind also kein Problem, aber die Miete selbst ist mit Nebenkosten immer noch als 500+80€ beziffert. Das sind etwa 11,11€ pro m². Die realdatengestützte Statistik von Immowelt beschreibt für die Region hier im Schnitt etwas über 13€ vor zwei Jahren zur Zeit des Einzugs, bzw. auch heute nur ein paar Cent mehr, da in diesem Teil der Stadt die Mieten für Neuvermietungen anscheinend nicht gross gestiegen sind. Selbst wenn man den ganzen Bezirk einbezieht, so waren es Ende 2017 ~12,10€, und heute ~12,45€.

Zugegeben nicht besonders viel unter dem Durchschnitt, aber immerhin, und außerdem fast unmöglich zu bekommen, denn wie ihr vielleicht gehört habt, herrscht in Berlin eine enorme Mietkrise. Es scheint sich kürzlich geändert zu haben, wobei ich jetzt nicht mehr auf dem Laufenden bin, aber damals war es so, dass es auf der einen Seite einfach nicht genug Wohnraum gab, und auf der anderen die Mietpreisbremse (wahrscheinlich zurecht) eine Selektion nach Einkommen verhindern wollte. ...Wenn aber nun 100 und mehr Bewerber auf jede Wohnung(sbesichtigung) kommen (-und das war damals unsere Situation-), muss dann nach anderen Maßstäben selektiert werden, wenn schon nicht nach Geld. Und so wird dann nach der Art der Arbeit gefragt, und nach anderen Sicherheiten, wie etwa Bürgschaften, die überall nötig waren.(zusätzlich zur Kaution versteht sich) Nicht nur das, sondern die Bürgschaft und die Gehaltsnachweise des Bürgen mussten immer up-to-date sein, sodass wir unseren Kontakt für jeden Monat der Wohnungssuche wieder belästigen mussten, weil uns einige einfach direkt abgelehnt haben, wenn die Daten nicht frisch waren. (der Bürge war übrigens beim Rundfunk angestellt, also gab es wirklich keinen Grund zu vermuten, dass sich die Gehaltsaufstellung plötzlich ändern würde)

Nach monatelanger Suche mit Besichtigungen in jeder Woche (übrigens in vielen Bezirken von Berlin, also ausdrücklich auch ärmeren), hatten wir dann diesen Glücksfall in Zehlendorf, wo aus unbekannten Gründen die Besichtigung um 6 Uhr frühs angesetzt war. Außer uns gab es da nur 5 Mitbewerber (-Rekordtief-), und wir haben es irgendwie geschafft.(vielleicht waren die anderen Bewerber nur von dem Restaurant unter uns verstört, aber dann sage ich, die waren noch nicht lange genug in Berlin, um zu verzweifeln und die tollen Chancen zu erkennen)
..Tja, so geht die Geschichte, wie wir trotz Bodensatz-Verhältnissen zu einer Wohnung in einem der reichsten Bezirke Berlins gekommen sind, aber perverserweise auch keine andere kriegen konnten. Nochmal in dieses Chaos hereingestürzt zu werden, halte ich für absolut unauflösbar, zumal meine Chancen diesmal ob des nun fehlenden, mitzahlenden und bürgschaftschwingenden Mitbewohners auf dem absoluten Nullpunkt sein sollten.

Von meinem Bezug den Rest zu zahlen, wäre da die machbarere Lösung, wenn es dazu kommt, und das obwohl es mit 174€ aber auch so ziemlich auf die Reduzierung des Lebens auf das Atmen und Essen hinauslaufen würde. (..und Bloss-Nichts-Kaputtmachens)
Oder sind es nur 84€, ohne die Nebenkosten?

Wird dir im Bescheid schon mitgeteilt, das man maximal 6 Monate die volle Miete weiterzahlen wird?
Ja.


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Ok, das hat das letzte mal wohl nicht ganz geklappt. Diesmal habe ich die Seiten mit Bildbearbeitung anstatt PDF-Editor geschwärzt. Hoffentlich reicht es damit.


Moderationshinweis...

Anhang entfernt, da auf Seite 2 der Realname plus Geburtsdatum noch lesbar war



 

ZynHH

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Ok, das hat das letzte mal wohl nicht ganz geklappt. Diesmal habe ich die Seiten mit Bildbearbeitung anstatt PDF-Editor geschwärzt. Hoffentlich reicht es damit.
Wow, die geben dir sogar ein ganzes Jahr, eine Lösung zu finden.

Warum willst du dir keinen neuen Wg-Partner suchen? Darfst du vom Vermieter her untervermieten?
 
Zuletzt bearbeitet:

K Solo

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Wow, die geben dir sogar ein ganzes Jahr, eine Lösung zu finden.
Leider nein. In einem zweiten Brief hieß es klar dass der Umstand maximal 6 Monate gewährt wird, wenn sich nichts klären lässt. Sollte ich den vielleicht auch noch hochladen?

Warum willst du dir keinen neuen Wg-Partner suchen? Darfst du vom Vermieter her untervermieten?
Die Wohnung hat nur zwei Zimmer, und eines davon geht offen zur Küche über. Mit einem guten Freund kann man arrangieren so zusammen zu wohnen, aber mit einem Fremden wäre das höchst merkwürdig.
 

ZynHH

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ich den vielleicht auch noch hochladen?
Nunja, das bietet sich an....

Und du melde dich doch schon mal bei allen in Frage kommenden Wohnungsgesellschaften als wohnungssuchend.
Auch beim Wohn6ngsamt.
Vieleicht hat ja dein derzeitiger Wohn6ngsgeber etwas passendes im tausch gegen deine jetzige Wohnung.

Alle diese Anschreiben dann schon mal in Kopie in den Hefter " Wohnungssuche"

Wer schreibt, der bleibt.
 

K Solo

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Hier der Brief über die Prüfung der Angemessenheit. Wenn ich das richtig herauslese, bekomme ich vielleicht nicht mal die 6 Monate, wenn diese Prüfung nicht so positiv ausfallen sollte. Selbst im Falle das, werden es aber nicht mehr als 6 Monate sein. Ist das richtig?

Den Fragebogen kann ich nicht mehr zeigen, denn der ist schon ausgefüllt und zurückgeschickt. Die beschwichtigenden Punkte waren da aber lediglich soetwas wie "ist jemand in ihrer BG schwanger, bettlägerig, oder müssen sie jemandem Unterstützung leisten?". Weil alle dort genannten Punkte nicht zutrafen, habe ich meine Situation separat noch auf einer Seite kommentiert, aber ich schätze es sieht schwierig aus überhaupt die 6 Monate zu bekommen.

Wie wird das eigentlich gezählt? Müsste ich für 176€ aufkommen, oder nur für 96€, sprich, nur die Grundmiete ohne Nebenkosten zählen für die 404€ Grenze?

Ich hatte außerdem mal vor einiger Zeit von einem JC-Mitarbeiter gehört, dass diese Mietgrenze eigentlich nur eine Richtlinie ist, und unter Umständen angepasst werden kann. Dieser Brief wirkt allerdings relativ ultimativ.

Wer schreibt, der bleibt .
Aber wo?


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*Seufz* Ich habe gerade erst gesehen, dass der Anhang wieder gelöscht wurde. Es ist wirklich schwer alle Details zu erwischen, auch wenn man mehrmals drüberließt.
 

Anhänge

  • K_Solo_Prüfung.pdf
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ZynHH

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Wenn ich das richtig herauslese, bekomme ich vielleicht nicht mal die 6 Monate, wenn diese Prüfung nicht so positiv ausfallen sollte. Selbst im Falle das, werden es aber nicht mehr als 6 Monate sein. Ist das richtig?
Dazu steht da garnichts. Im nächsten schreiben wird ein Datum stehen und du solltest bereits fleissig Wohnungen suchen und deine Suche gut und ausgiebig dokumentieren. Es reicht nicht, sich nur bei Portalen anzumelden oder zu sagen, ich hab nix gefunden. Wenn du gut dokumentierst, das es keine passenden Wohnungen zu dem vom jc gezahlten Preis in Berlin gibt, könnten sie auch die volle Miete weiterzahlen müssen.
 
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