Auszug abgelehnt; Gründe als nicht ausreichend abgetan!!!!

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Zimtstern90

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Halli Hallo :)

Ich brauch dringend Hilfe.
Vor 2 Wochen habe ich einen Antrag auf Auszug in eine eigene Wohnung gestellt welcher allerdings abgelehnt wurde da die Gründe nach Meinung der Sachbearbeiterin, nicht ausreichend waren.
Hier meine Geschichte:

Ich bin 22 Jahre alt, war bei der Bundeswehr beschäftigt und hole zur Zeit mein Fachabitur nach. Meine Mutter ist Arbeitsunfähig aufgrund einer Krankengeschichte.
Im Januar erfuhr ich das ich schwanger bin (das hat mein leben sehr auf den Kopf gestellt, doch ich entschied mich, das Kind zu bekommen).
Ich wäre eigentlich jetzt mit dem Fachabi fertig gewesen und mir wurde der Umzug in eine eigene Wohnung erlaubt. Im 6 Monat wurde bei meinem Sohn die Glasknochenkrankheit Typ 2 festgestellt und ich musste ihn vor 6 Wochen still zur Welt bringen.
Trotz der Trauer musste ich mich schnell wieder aufraffen und mein Leben neu planen. Da ich die letzten Wochen nicht fähig war zur Schule zu gehen bin ich durch das Fachabi gefallen und muss jetzt ein Jahr wiederholen.
Auch dem Umzug in eine eigene Wohnung wurde daraufhin nicht mehr entsprochen, was mir sehr zusetzte.
Ich Wohne seit 2 Jahren wieder bei meiner Mutter und ihrem Lebensgefährten, mit dem ich allerdings jeden Tag aneinander gerate. Ich komme mit seiner Lebenseinstellung und seiner Art in keinster Weise zurecht!! Und der tägliche Stress schlägt mir sehr auf die Psyche und ich verbringe kaum noch Zeit zuhause, da ich es dort nicht mehr aushalte. Ich hatte mich so sehr auf die eigene Wohnung und ein eigenes Leben gefreut und jetzt soll ich bis 25 hier wohnen bleiben?????
Ein Weiterer Grund das ich Ausziehen will/muss ist, das ich jetzt noch 1 Jahr zur Schule gehe und diese Schule ist in Köln. Die Pendelei jedem Morgen und nach der Schule ist sehr anstrengend und da ich erst nachmittags wieder zuhause bin, habe ich keine Zeit noch eine Nebentätigkeit auszuüben...

Der Gedanke allein das ich noch weitere 2 Jahre mit DEM unter einem Dach leben muss macht mich wahnsinnig und ich finde es sehr anmaßend, das sich irgendeine Sachbearbeiterin, die mich noch nie gesehen hat, erlaubt ein Bild von mir und meiner Situation zu machen?!

Zuletzt schrieb sie noch folgendes:

Sollten sie trotz vorliegender Entscheidung umziehen, werden die Kosten für Umzug und Kaution NICHT aus SGB 2 Mitteln übernommen. Die laufenden Kosten der Unterkunft werden auch nur in angemessener Höhe übernommen werden können.

Jetzt zu meiner Frage:

Ich möchte in jedem Fall ausziehen! Was kann ich für Wege einleiten?
An wen kann ich mich wenden? - und was ist mit der Aussage gemeint " Die laufenden Kosten der Unterkunft werden auch nur in angemessener Höhe übernommen werden können" ?

Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen :icon_cry:

Lg Zimtstern
 

münchnerkindl

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AW: Auszug abgelehnt; Gründe als nicht ausreichen abgetan!!!!

Du benötigst ein ärztliches Attest daß es dir aus psychischen Gründen nicht länger zuzumuten ist dort wohnen zu bleiben.

Der Verlust der Schwangerschaft und jetzt der permanente Streit der verhindert daß du wieder auf die Beine kommst sollte da ausreichen.

Geh erst mal zum Hausarzt mit der Sache.


Was auch funktionieren würde ist wenn sie dich rauswerfen. Dann muss das Amt auch zahlen. Dazu wäre eine schriftliche Aufforderung bis zum Termin x auszuziehen sinnvoll.
 

mertenshom

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AW: Auszug abgelehnt; Gründe als nicht ausreichen abgetan!!!!

Du bist U25 und musst somit bis zum 25. Lebensjahr bei deiner Mutter wohnen bleiben. Auch Bafög wird dir nicht gewährt werden, wenn du nicht 2 Stunden morgens und abends pendeln musst. Für einen Auszug nennst du keinen Grund. Deine Trauer kannst du behandeln lassen bei einem Psychologen oder einer Trauergruppe. WEnn du nachmittags zu Hause bist, dann hast du doch genügend Zeit arbeiten zu gehen und dazu noch das ganze Wochenende.
 

Zimtstern90

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AW: Auszug abgelehnt; Gründe als nicht ausreichen abgetan!!!!

Danke, Ich werde nächste Woche zu meinem Hausarzt gehen. Wenn er mir etwas ausstellen kann , würde er das auch tun (er kennt mich und meine Situation).
Ich hoffe das es etwas bringt...
Das mit dem "Rauswurf" habt mir eine Freundin schon gesagt, nur weiß ich nicht ob meine Mutter dann Probleme bekommt? :S (meine Mutter hat ja mit dem Streit nichts zu tun)
 
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FrankyBoy

Gast
AW: Auszug abgelehnt; Gründe als nicht ausreichen abgetan!!!!

Die bei den Jobcenter arbeitenden Menschenschänder haben keine Ahnung von den Gesetzen, die sie auszuführen haben -Rechtgrundlage für dich Zimtstern90 ist der § 22 SGB II und darin heist es wörtlich:
§ 22 Bedarfe für Unterkunft und Heizung

(1) Bedarfe für Unterkunft und Heizung werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen anerkannt, soweit diese angemessen sind. Erhöhen sich nach einem nicht erforderlichen Umzug die angemessenen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung, wird nur der bisherige Bedarf anerkannt. Soweit die Aufwendungen für die Unterkunft und Heizung den der Besonderheit des Einzelfalles angemessenen Umfang übersteigen, sind sie als Bedarf so lange anzuerkennen, wie es der oder dem alleinstehenden Leistungsberechtigten oder der Bedarfsgemeinschaft nicht möglich oder nicht zuzumuten ist, durch einen Wohnungswechsel, durch Vermieten oder auf andere Weise die Aufwendungen zu senken, in der Regel jedoch längstens für sechs Monate. Eine Absenkung der nach Satz 1 unangemessenen Aufwendungen muss nicht gefordert werden, wenn diese unter Berücksichtigung der bei einem Wohnungswechsel zu erbringenden Leistungen unwirtschaftlich wäre.
(2) Als Bedarf für die Unterkunft werden auch unabweisbare Aufwendungen für Instandhaltung und Reparatur bei selbst bewohntem Wohneigentum im Sinne des § 12 Absatz 3 Satz 1 Nummer 4 anerkannt, soweit diese unter Berücksichtigung der im laufenden sowie den darauffolgenden elf Kalendermonaten anfallenden Aufwendungen insgesamt angemessen sind. Übersteigen unabweisbare Aufwendungen für Instandhaltung und Reparatur den Bedarf für die Unterkunft nach Satz 1, kann der kommunale Träger zur Deckung dieses Teils der Aufwendungen ein Darlehen erbringen, das dinglich gesichert werden soll.
(3) Rückzahlungen und Guthaben, die dem Bedarf für Unterkunft und Heizung zuzuordnen sind, mindern die Aufwendungen für Unterkunft und Heizung nach dem Monat der Rückzahlung oder der Gutschrift; Rückzahlungen, die sich auf die Kosten für Haushaltsenergie beziehen, bleiben außer Betracht.
(4) Vor Abschluss eines Vertrages über eine neue Unterkunft soll die erwerbsfähige leistungsberechtigte Person die Zusicherung des für die Leistungserbringung bisher örtlich zuständigen kommunalen Trägers zur Berücksichtigung der Aufwendungen für die neue Unterkunft einholen. Der kommunale Träger ist zur Zusicherung verpflichtet, wenn der Umzug erforderlich ist und die Aufwendungen für die neue Unterkunft angemessen sind; der für den Ort der neuen Unterkunft örtlich zuständige kommunale Träger ist zu beteiligen.
(5) Sofern Personen, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, umziehen, werden Bedarfe für Unterkunft und Heizung für die Zeit nach einem Umzug bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres nur anerkannt, wenn der kommunale Träger dies vor Abschluss des Vertrages über die Unterkunft zugesichert hat. Der kommunale Träger ist zur Zusicherung verpflichtet, wenn 1.die oder der Betroffene aus schwerwiegenden sozialen Gründen nicht auf die Wohnung der Eltern oder eines Elternteils verwiesen werden kann,
2.der Bezug der Unterkunft zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt erforderlich ist oder
3.ein sonstiger, ähnlich schwerwiegender Grund vorliegt.
Unter den Voraussetzungen des Satzes 2 kann vom Erfordernis der Zusicherung abgesehen werden, wenn es der oder dem Betroffenen aus wichtigem Grund nicht zumutbar war, die Zusicherung einzuholen. Bedarfe für Unterkunft und Heizung werden bei Personen, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, nicht anerkannt, wenn diese vor der Beantragung von Leistungen in eine Unterkunft in der Absicht umziehen, die Voraussetzungen für die Gewährung der Leistungen herbeizuführen.
(6) Wohnungsbeschaffungskosten und Umzugskosten können bei vorheriger Zusicherung durch den bis zum Umzug örtlich zuständigen kommunalen Träger als Bedarf anerkannt werden; eine Mietkaution kann bei vorheriger Zusicherung durch den am Ort der neuen Unterkunft zuständigen kommunalen Träger als Bedarf anerkannt werden. Die Zusicherung soll erteilt werden, wenn der Umzug durch den kommunalen Träger veranlasst oder aus anderen Gründen notwendig ist und wenn ohne die Zusicherung eine Unterkunft in einem angemessenen Zeitraum nicht gefunden werden kann. Eine Mietkaution soll als Darlehen erbracht werden.
(7) Soweit Arbeitslosengeld II für den Bedarf für Unterkunft und Heizung geleistet wird, ist es auf Antrag der leistungsberechtigten Person an den Vermieter oder andere Empfangsberechtigte zu zahlen. Es soll an den Vermieter oder andere Empfangsberechtigte gezahlt werden, wenn die zweckentsprechende Verwendung durch die leistungsberechtigte Person nicht sichergestellt ist. Das ist insbesondere der Fall, wenn 1.Mietrückstände bestehen, die zu einer außerordentlichen Kündigung des Mietverhältnisses berechtigen,
2.Energiekostenrückstände bestehen, die zu einer Unterbrechung der Energieversorgung berechtigen,
3.konkrete Anhaltspunkte für ein krankheits- oder suchtbedingtes Unvermögen der leistungsberechtigten Person bestehen, die Mittel zweckentsprechend zu verwenden, oder
4.konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die im Schuldnerverzeichnis eingetragene leistungsberechtigte Person die Mittel nicht zweckentsprechend verwendet.
Der kommunale Träger hat die leistungsberechtigte Person über eine Zahlung der Leistungen für die Unterkunft und Heizung an den Vermieter oder andere Empfangsberechtigte schriftlich zu unterrichten.
(8) Sofern Arbeitslosengeld II für den Bedarf für Unterkunft und Heizung erbracht wird, können auch Schulden übernommen werden, soweit dies zur Sicherung der Unterkunft oder zur Behebung einer vergleichbaren Notlage gerechtfertigt ist. Sie sollen übernommen werden, wenn dies gerechtfertigt und notwendig ist und sonst Wohnungslosigkeit einzutreten droht. Vermögen nach § 12 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 ist vorrangig einzusetzen. Geldleistungen sollen als Darlehen erbracht werden.
(9) Geht bei einem Gericht eine Klage auf Räumung von Wohnraum im Falle der Kündigung des Mietverhältnisses nach § 543 Absatz 1, 2 Satz 1 Nummer 3 in Verbindung mit § 569 Absatz 3 des Bürgerlichen Gesetzbuchs ein, teilt das Gericht dem örtlich zuständigen Träger nach diesem Buch oder der von diesem beauftragten Stelle zur Wahrnehmung der in Absatz 8 bestimmten Aufgaben unverzüglich Folgendes mit:
1.den Tag des Eingangs der Klage,
2.die Namen und die Anschriften der Parteien,
3.die Höhe der monatlich zu entrichtenden Miete,
4.die Höhe des geltend gemachten Mietrückstandes und der geltend gemachten Entschädigung und
5.den Termin zur mündlichen Verhandlung, sofern dieser bereits bestimmt ist.

Außerdem kann der Tag der Rechtshängigkeit mitgeteilt werden. Die Übermittlung unterbleibt, wenn die Nichtzahlung der Miete nach dem Inhalt der Klageschrift offensichtlich nicht auf Zahlungsunfähigkeit der Mieterin oder des Mieters beruht.
SGB 2 - Einzelnorm

Das ist mal wieder reine Behördenwillkür, mehr nicht, die Tussi würde ich fragen, ob sie unter DenkMalSchutz steht!
 

Zimtstern90

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AW: Auszug abgelehnt; Gründe als nicht ausreichen abgetan!!!!

Zitat:

Das ist mal wieder reine Behördenwillkür, mehr nicht, die Tussi würde ich fragen, ob sie unter DenkMalSchutz steht!

Ja da hast du vollkommen recht!:icon_motz:Vor allem der Satz: "Oder einem ähnlich schwerwiegenden Grund"

Das was die macht ist doch pure Schikane...

Vielen Dank für deinen Beitrag:danke:
 

jette

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AW: Auszug abgelehnt; Gründe als nicht ausreichen abgetan!!!!

Was ist daran Schikane? Mit den genannten Gründen liegt nunmal kein wichtiger Grund vor!

Und ein Attest vom Hausarzt würde mit Sicherheit nicht reichen, da würde ggfls der ärztliche Dienst entscheiden.
 

münchnerkindl

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AW: Auszug abgelehnt; Gründe als nicht ausreichen abgetan!!!!

Das mit dem "Rauswurf" habt mir eine Freundin schon gesagt, nur weiß ich nicht ob meine Mutter dann Probleme bekommt? :S (meine Mutter hat ja mit dem Streit nichts zu tun)


Naja, deine Mutter ist dir vermutlich noch unterhaltspflicthig, wenn du noch nicht 25 bist und noch keine abgeschlossene Ausbildung hast.

Abgesehen davon ist sie nicht verpflichtet dich weiter in ihrer Wohnung zu dulden, sie kann da von niemandem Ärger bekommen.
 

Zimtstern90

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AW: Auszug abgelehnt; Gründe als nicht ausreichen abgetan!!!!

Was ist daran Schikane? Mit den genannten Gründen liegt nunmal kein wichtiger Grund vor!

Und ein Attest vom Hausarzt würde mit Sicherheit nicht reichen, da würde ggfls der ärztliche Dienst entscheiden.

Was sind denn deiner Meinung nach schwerwiegende Gründe?
Das Grundgesetz besagt:
Artikel 2

(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

Das ist in meinem Fall leider nicht gegeben. Ich hab in meinem Beitrag nur angerissen, warum ich Zuhause nicht mehr wohnen kann/möchte.
 
F

FrankyBoy

Gast
AW: Auszug abgelehnt; Gründe als nicht ausreichen abgetan!!!!

Leute, der § 22 SGB II (früher Abs. 2a, heute Abs. 5), zieht eigentlich immer und damit bin ich noch nie vorm Sozialgericht baden gegangen.

Dazu brauchte ich bisher auch noch nie ein Attest oder dergleichen, man muss es nur energisch genug kommunizieren.

Ein guter Fachanwalt für Sozialrecht, braucht keine 10 Minuten dafür, hier klare Verhältnisse zu schaffen weil es eigentlich ganz einfach ist.
 
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