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Auszubildende – faul, ohne Disziplin, kein Interesse

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#1
DIHK-Umfrage : Auszubildende ? faul, ohne Disziplin, kein Interesse - Nachrichten Wirtschaft - Karriere - Bildung (Wirtschaft, Karriere) - DIE WELT

---meint jedenfalls der DIHK.

"Die Schere zwischen betrieblicher Anforderung und sozialer Kompetenz der Auszubildenden geht weiter auseinander", stellte Schweitzer fest. Jedes zweite Unternehmen klagt über mangelnde Disziplin und Belastbarkeit sowie fehlende Leistungsbereitschaft und Motivation. Jedes dritte bemängelt die Umgangsformen der Bewerber.
Kann es nicht eher sein, dass diese "fehlenden Softskills" schon auf Unternehmerseite ihren Ausgangspunkt haben, wenn diese Jugendlichen von vornherein wissen, dass die Billigsten später ihre Stellen besetzen würden, dass Ausbeutung und Schlechtbezahlung später im Beruf die hervorstechendsten Merkmale ihrer Betriuebe sein werden, jedenfalls der allermeisten, und sie erleben, wie die Wirtschaft des Lohndrückens wegen nicht sie berücksichtigen wird, sondern der vermeintlichen Billigkraft aus Bulgarien etc ihre möglichen Arbeitsplätze verschachert und sie dann voll ausgebildet für 8.50 in deer ZAF-Klitsche ihr trauriges Leben fristen werden? Wenn sie also erleben, dass der "Fachkräftemangel" ein handfester Affront der Arbeitgeber gegenüber ihnen ist,und nichts anderes?
Wie zum Teufel so so Motvation entstehen??

"Die große Azubi-Welle aus dem Ausland ist bisher ausgeblieben"
Das hat sich auch schon bis dort rumgesprochen
 

ela1953

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#2
Betriebliche Anforderungen werden nicht erfüllt. Wenn ich die Ausbildungsangebote lese, muss ich erst mal genau gucken, ob nicht doch eine Fachkraft mit mehreren Berufsjahren gesucht wird. Ich hab 1970 noch alles Notwendige im Betrieb und der Berufsschule gelernt. In den Abteilungen wurde ich in die Arbeiten eingeführt; hatte immer jemanden, der meine Arbeit überprüft hat. Heute brauchen Metzger oder Elektriker schon Abitur. Und nach der Prüfung wird nicht übernommen, sondern der nächste Azubi eingestellt. So nach dem Motto Der Postillon: Studie: Lohnzahlungen verursachen Milliardenschäden für deutsche Unternehmen
 

Nustel

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#3
Die besten AZUBIS kommen aus Sachsen und Bayern.
Bitte zu Ende denken woran das wohl liegt.:icon_knutsch:
 

JulieOcean

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#4
Kann es nicht eher sein, dass diese "fehlenden Softskills" schon auf Unternehmerseite ihren Ausgangspunkt haben, wenn diese Jugendlichen von vornherein wissen, dass die Billigsten später ihre Stellen besetzen würden, (...)
Ich sehe noch was anderes: In einem neolibalen System werden junge Leute von klein auf auf Leistung gedrillt: Mach was aus dir, stell dich dar, benutz die Ellenbogen - Solidarität mit anderen ist nicht mehr gefragt. Oder neudeutsch gesagt: Sie ist out.

Wie sollen junge Menschen da soziale Kompetenzen erlernen?

Außerdem wissen viele junge Leute sehr genau, dass (meist) nur noch diejenigen gute Berufsaussichten haben, die ein Studium vorweisen können. Da ist sicherlich die Motivation "nur" Azubi zu sein, nicht hoch.

Wenn dann aber nur den jungen Leuten der Schwarze Peter zugeschoben wird, ändert sich nichts und nochmal nichts.
 

Nustel

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#5
Ich sehe noch was anderes: In einem neolibalen System werden junge Leute von klein auf auf Leistung gedrillt: Mach was aus dir, stell dich dar, benutz die Ellenbogen - Solidarität mit anderen ist nicht mehr gefragt. Oder neudeutsch gesagt: Sie ist out.

Wie sollen junge Menschen da soziale Kompetenzen erlernen?

Außerdem wissen viele junge Leute sehr genau, dass (meist) nur noch diejenigen gute Berufsaussichten haben, die ein Studium vorweisen können. Da ist sicherlich die Motivation "nur" Azubi zu sein, nicht hoch.

Wenn dann aber nur den jungen Leuten der Schwarze Peter zugeschoben wird, ändert sich nichts und nochmal nichts.
Komisch das immer Schule und Kindergarten schuld sind.
Schuld sind die Eltern die ihre Kinder nicht mehr erziehen können weil sie selbst keine Ahnung von Erziehung Job und Politik haben. Rumdümbeln und anderen das Erledigen ihrer Unfähigkeit unterbreiten.
 
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#7
SCHULD ist fast allein die deutsche Wirtschaft mit ihrem asozialen Verhalten gegenüber allen Menschen.
Das haben auch die jungen Menschen verstanden und verarbeitet: Arbeiten in Deutschland lohnt sich kaum mehr. (Ausser für Leihkeule...:icon_mrgreen:)

Allerdings sollten die jungen Menschen anders handeln: Alles mitnehmen, was an Bildung möglich ist und dann rechtzeitig das Land verlassen, bevor diese jungen Menschen selbst von allen guten Geistern verlassen werden, erkennen sie das Wesen der deutschen Arbeitgeber.

Nein, reine Leistungsverweigerung hilft auch nicht, man kann es aber nachvollziehen, wenn die jungen keinen Bock mehr haben.
 

Nustel

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#8
SCHULD ist fast allein die deutsche Wirtschaft mit ihrem asozialen Verhalten gegenüber allen Menschen.
Das haben auch die jungen Menschen verstanden und verarbeitet: Arbeiten in Deutschland lohnt sich kaum mehr. (Ausser für Leihkeule...:icon_mrgreen:)

Allerdings sollten die jungen Menschen anders handeln: Alles mitnehmen, was an Bildung möglich ist und dann rechtzeitig das Land verlassen, bevor diese jungen Menschen selbst von allen guten Geistern verlassen werden, erkennen sie das Wesen der deutschen Arbeitgeber.

Nein, reine Leistungsverweigerung hilft auch nicht, man kann es aber nachvollziehen, wenn die jungen keinen Bock mehr haben.
Denk mal zu Ende.
Wenn alle weg sind wer zahlt Deine oder unsere Sozialleistungen?
Der Fehler ist nicht die Politik und Eliten die sich ausruhen auf unsere Unfähigkeit ausser wild ins Netz zu tippen, sondern die Unfähigkeit der Eltern ihre Kinder aufrecht und ohne staatliche verkrummte verkrüppelte Werte zu erziehen und sich, vor allem zu wehren.
 
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ExitUser

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#9
Na ja, wenn ich im Zug zur Umschulung sitze, dann glaube ich mittlerweile, dass das Leben der heutigen Schüler komplett vom Smartphone gesteuert wird.
 

Markus1977

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#10
Ich glaube, dass bundesdeutsche Schulsystem, dass eben "allgemeinbildend" ist, hat die Kinder und Jugendlichen noch Nie aufs Berufsleben vorbereitet. Der Schulunterricht war doch schon Immer beamtisch und realitätsfern, Jahrzehnte hinter der Gegenwart zurück.

Man siehts doch schon am Prinzip.

Die Berufsschule erzeugt einen realen Bildungseffekt. Das folgende Schuljahr baut auf dem Vorangegangenen auf. Wer es am Anfang verkackt hat, hats verkackt.

Das allgemeinbildende Schulsystem dagegen handelt von Jahr zu Jahr nur oberflächliches Wissen ab, ohne, dass ein Jahr auf dem Anderen aufbaut. Es gibt also keinen realen Bildungseffekt, keine Wissensverknüpfung. Die ganzen Schuljahre sind im Grunde so gut wie nutzlos.

Und Dann eben die Unterschiede unter den Bundesländern! Das Thüringer Schulsystem ist immernoch ein absoluter Witz!

Die Bestätigung des Übels kam mal in einer Studie. Thüringen und Hamburg haben die einfachsten Schulabschlussprüfungen. Das bayrische Abitur ist z. B. dreimal so schwer wie das Thüringer.
Ich kanns selbst bestätigen. In Thüringen werden die Schulabschlüsse Einem hinterhergeworfen! Jeder Idiot schafft hier die Realschule, genauso wie das Abitur.

Nee, Schule darf einfach nicht allgemeinbildend und Damit nutzlos sein. Sie muss berufsvorbereitend sein.
Polytechnische Oberschule hatten Wir ja schonmal.:biggrin:

Aber das Schlimme ist ja, dass es ein offenen Geheimnis ist, was mit der Allgemeinbildungs an den Schulen bezweckt wird. Die Kinder und Jugendlichen sollen die Wahrheit eben nicht erkennen. Erst recht nicht politisch und auch nicht gesamt-volkswirtschaftlich.
 

Lecarior

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#11
Kann ich bestätigen. Unsere Ausbildungsleiterin meinte, dass die Hälfte unserer Auszubildenden zu Verwaltungsfachangestellten und ein Drittel der Inspektoranwärter eher nicht zu gebrauchen sind. Wenn ich mir vorstelle, gegen was für Konkurrenten ich mich damals durchsetzen musste... Naja, wenn es später um die A 12- und A 13-Stellen geht, gibt es zumindest weniger starke Mitbewerber für mich...

Die besten AZUBIS kommen aus Sachsen und Bayern.
Bitte zu Ende denken woran das wohl liegt.:icon_knutsch:
Dürfte daran liegen, dass in Bayern seit 1957 durchgehend die CSU und in Sachsen seit der Wende durchgehend die CDU regiert hat. Dasselbe Bild ergibt der Bildungsmonitor 2014. Auf den ersten vier Plätzen konservative Stammländer (Sachsen, Thüringen, Baden-Württemberg und Bayern), auf den letzten vier Plätzen Länder mit ausdrücklich linker Bevölkerung (Berlin, Bremen, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen) und das Mittelfeld wird dominiert von Ländern mit wechselnden Regierungen. Was Bildung angeht, können es die Konservativen einfach besser.
 
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#12
Komisch das immer Schule und Kindergarten schuld sind.
Schuld sind die Eltern die ihre Kinder nicht mehr erziehen können weil sie selbst keine Ahnung von Erziehung Job und Politik haben. Rumdümbeln und anderen das Erledigen ihrer Unfähigkeit unterbreiten.
Richtig,Heute geht es doch nur um"Höher,Schneller,Weiter" ein solides Handwerk will doch heut keiner mehr Lernen.
Jeder will nur schnell Geld verdienen und zwar viel.:icon_hihi:

Ausserdem geht das Handwerk der Mittelstand vor die Hunde,und somit die echte Ausbildung,da wurden schon früher die späteren Fabrikarbeiter ausgebildet.
Nun mag das Handwerk nicht mehr,und die Industrie nimmt nicht jeden. :icon_party:
 

JulieOcean

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#13
Komisch das immer Schule und Kindergarten schuld sind.
Schuld sind die Eltern die ihre Kinder nicht mehr erziehen können weil sie selbst keine Ahnung von Erziehung Job und Politik haben. Rumdümbeln und anderen das Erledigen ihrer Unfähigkeit unterbreiten.
Die Eltern spielen sicherlich eine große Rolle. In meiner Nachbarschaft darf ich mir immer wieder neue Beispiele für elterliche Unfähigkeit ansehen bzw. anhören.

Aber auch für Eltern, die sich ihrer Erziehungsaufgabe bewusst sind, ist es schwierig, ihren Kindern bestimmte Verhaltensweisen etc. beizubringen, wenn diese dann durch das Umfeld platt gemacht werden.

Was hilft es, Kindern z.B. Solidarität mit Schwächeren beizubringen, wenn sie dann von anderen Kindern "lernen", dass ein "Loser" zu sein ein schlimmer "Makel" ist....

Da braucht es dann aus der Gesellschaft Impulse, anders zu reagieren. Und die kommen allenfalls noch oberflächlich.
 

JulieOcean

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#14
Heute geht es doch nur um"Höher,Schneller,Weiter" ein solides Handwerk will doch heut keiner mehr Lernen.
Jeder will nur schnell Geld verdienen und zwar viel.:icon_hihi:
Ja leider.

Quantität geht heute vor Qualität. Und wer da ernsthaft noch sitzt und konzentriert und mit lange erlernten Fähigkeiten eine gute Arbeit macht, der wird noch als Bummelant oder Pedant angesehen.

Gemessen wird nur noch an der Produktivität, am "Output". Je mehr, desto besser - auch wenn nur Mist dabei herauskommt.
 

Birgit63

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#15
Es liegt nicht nur an Schule, Kindergarten oder der Politik. Es liegt ganz oft am Elternhaus. Kinder lernen zuerst von den Eltern. Wenn sie aber schon im Maxi-Cosy vor dem Fernseher geparkt werden, dann kann daraus nix werden. Ich kenne aus dem Bekanntenkreis ein Kind, das konnte mir anhand der Sonne genau sagen, welche Sendung gerade auf Kika läuft. Da war sie 3 Jahre alt und konnte noch keine Uhr. Das kann doch nicht sein. Heute ist sie 13 und schafft kaum die Schule. Kinder müssen gefördert werden und zwar schon von Anfang an. Das Wichtigste ist die Kommunikation mit den Eltern. Die lässt heute zu wünschen übrig. Das fällt sogar meiner Tochter (29 Jahre) auf. Wir haben schon immer viel gesprochen. Trotz dass mein Mann und ich immer Vollzeit arbeiten gegangen sind, wurde Kommunikation ganz groß geschrieben. Unsere Tochter hat zwar "nur" (lach) einen Realschulabschluss. Hat aber 2 Ausbildungen und einen tollen gut bezahlten Job. Sie war noch keinen Tag arbeitslos. Man kann nicht immer nur der Politik, Schule und dem Kindergarten die Schuld geben, wenn man als Eltern versagt hat.
 
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#16
Die Auszubildenden heutzutage sind viel zu verweichlicht. Als ich meine erste Ausbildung gemacht habe, galt noch das Prinzip, " Lehrjahre sind keine Herrenjahr". In meiner Ausbildung war es selbstverständlich für uns Lehrlinge auch mal länger zu bleiben oder Aufgaben zu verrichten die nicht zum Lehrplan gehörten, wie etwa Unkrautzupfen im Garten vom Chef. Wir haben durchgehalten und uns somit den Respekt der Kollegen verdient, aber die Lehrlinge heute gehen gleich auf die Barrikaden sobald sie mal etwas länger arbeiten müssen. Ich bin immer noch der Meinung, dass sich eine fundierte Ausbildung lohnt, und dass es sich lohnt dafür auch mal die Zähne zusammenzubeißen und durchzuhalten.
 

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#17
Kann ich bestätigen. Unsere Ausbildungsleiterin meinte, dass die Hälfte unserer Auszubildenden zu Verwaltungsfachangestellten und ein Drittel der Inspektoranwärter eher nicht zu gebrauchen sind.
on the other hand:

Wer führt den die Bewerbungsverfahren durch? Der Hausmeister ?

Ich denke, dass sich da die Personalverantwortlichen an die eigene Nase fassen sollten.

Inwieweit es jetzt eine Probezeit bei "Beamtenanwärtern" gibt weiß ich nicht, aber wenn dem so wäre, würde sich ja auch die Möglichkeit bieten nochmals die Spreu vom Weizen zu trennen.
 

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#18
Die Auszubildenden heutzutage sind viel zu verweichlicht. Als ich meine erste Ausbildung gemacht habe, galt noch das Prinzip, " Lehrjahre sind keine Herrenjahr". In meiner Ausbildung war es selbstverständlich für uns Lehrlinge auch mal länger zu bleiben oder Aufgaben zu verrichten die nicht zum Lehrplan gehörten, wie etwa Unkrautzupfen im Garten vom Chef. Wir haben durchgehalten und uns somit den Respekt der Kollegen verdient, aber die Lehrlinge heute gehen gleich auf die Barrikaden sobald sie mal etwas länger arbeiten müssen. Ich bin immer noch der Meinung, dass sich eine fundierte Ausbildung lohnt, und dass es sich lohnt dafür auch mal die Zähne zusammenzubeißen und durchzuhalten.
Fett: Das lässt aber noch lange nicht den Umkehrschluss zu, dass Lehrjahre Sklavenjahre sind.

Ob eine Ausbildung besonders durch "Unkrautzupfen" fundiert wird, kann man wohl bezweifeln.

Und generell: Wenn ein Ausbilder auf den Azubi zwecks Überstunden zurückgreift, kann der (oder die) ja gar nicht so grottig sein.

Überstunden habe ich auch während der Ausbildung gemacht, was aber über eine entsprechend Vergütung auf "Augenhöhe" erfolgte. Oder meinst du der Chef verkauft die Leistung/Ware deswegen billiger an den Kunden?
 

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#19
Richtig,Heute geht es doch nur um"Höher,Schneller,Weiter" ein solides Handwerk will doch heut keiner mehr Lernen.
Jeder will nur schnell Geld verdienen und zwar viel.:icon_hihi:

Ausserdem geht das Handwerk der Mittelstand vor die Hunde,und somit die echte Ausbildung,da wurden schon früher die späteren Fabrikarbeiter ausgebildet.
Nun mag das Handwerk nicht mehr,und die Industrie nimmt nicht jeden. :icon_party:

Ich denke, dass das Bild von der Bildung so nicht mehr stimmig ist.

Die "normale" Ausbildung hat sich durchaus "verakademisiert" (wenn sie qualitativ gut umgesetzt wird) und Bereiche der akademischen Bildungsgänge haben durchaus praktische Bezüge.

Wer heute meint, dass eine Ausbildung bis zum beruflichen Lebensende reicht und dabei auch noch jedweden interdisziplinären Blick über den Tellerand vermeidet, muss sich nicht wundern, wenn seine Strategie oft nicht aufgeht.

P.S.

Ob man heute als Unternehmen mittel- und langfristig mit der einfachen Philosophie des Schubladendenkens (AG= Ausbeuter und AN= faules Pack) vorne mitboxen wird, kann bezweifelt werden.
 
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#20
Wen man sich vorstellt, dass jährlich !!ca. 50.000 Schüler ohne Abschluss von der Schule gehen und es viele grade mal so schaffen... kann man sich die explosive Mischung vorstellen, und hochrechnen, wieviele erst gar keine Ausbildung anfangen.... .
Bie mir in der Strass gibt es genug Gestalten, die den ganzen nachmittag (nach dem Aufstehen) und abends nur rumhängen, kiffen dealen und oft dummes Zeug schwätzen.
So scheint es auch zu gehen.
 
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#21
on the other hand:

Wer führt den die Bewerbungsverfahren durch? Der Hausmeister ?

Ich denke, dass sich da die Personalverantwortlichen an die eigene Nase fassen sollten.
Was sollen die Personaler denn machen, wenn keine brauchbaren Bewerbungen reinkommen? Da wird zwangsläuflich zu Bewerbern gegriffen mit schlechteren Noten, Eigenschaften oder was auch immer.
Wer der Abiturienten möchte heute noch eine Ausbildung machen? Eine Ausbildung dauert im Schnitt drei Jahre und in den drei Jahren kann man auch einen Bachelor machen, unter der Voraussetzung das man es in der Regelzeit schafft. Da steht doch der Studiumsabschluss zum Ausbildungsabschluss in keinem Verhältnis. Wer würde unter den Bedingungen seinem Kind noch zu einer Ausbildung raten? Wir steuern in eine Hochwertgesellschaft zu, wo die gar nicht bis gering Qualifizierten gnadenlos hinten runter fallen. Wenn ich als Elternteil die Wahl hätte, würde ich meinem Kind immer zu Abitur plus Studium raten. Dieses ist natürlich noch keine Garantie danach einen guten Job zu bekommen, aber es steigert die Chancen meiner Meinung nach enorm im Gegensatz zu "nur" einer Ausbildung.

on the other hand:
Inwieweit es jetzt eine Probezeit bei "Beamtenanwärtern" gibt weiß ich nicht, aber wenn dem so wäre, würde sich ja auch die Möglichkeit bieten nochmals die Spreu vom Weizen zu trennen.
Da musst du unterschieden zwischen Beamter auf Widerruf, Beamter auf Probe und danach Beamter auf Lebenszeit.
Im Normalfall wenn man im mittleren oder gehobenen Dienst einsteigt, beginnt man den Vorbereitungsdienst, als Beamter auf Widerruf. Da besteht noch am einfachsten die Möglichkeiten den Beamten auf Widerruf zu entlassen. Dieses könnten private Verfehlungen sein, die ihn charakterlich ungeeignet erscheinen lassen oder nichtbestehen der Prüfungen im Vorbereitungsdienst.
Nach dem Vorbereitungsdienst bzw. nach der Abschlußprüfung wird man zum Beamten auf Probe ernannt. Die Probezeit beträgt im Schnitt ein bis zwei Jahre. Da gibt es die Möglichkeit den Beamten auf Probe anschliessend nicht zum Beamten auf Lebenszeit zu ernennen. Gründe könnte gesundheitliche Einschränken gem. Amtsarzt sein, schlechte Beurteilungen oder charakterliche Nichteigenung, bspw. Verurteilung in einem Strafverfahren. Jedoch sind das immer Einzelfälle und eine pauschale Aussage ist kaum zu treffen.

on the other hand:
aber wenn dem so wäre, würde sich ja auch die Möglichkeit bieten nochmals die Spreu vom Weizen zu trennen.
Was willste damit sagen? Was hast du für Erfahrungen mit Beamten? Wieso willste während der Ausbildung nochmal die Spreu vom Weizen trennen? Haste dir mal die Ausbildunge des mittleren oder gehobenen Dienstes angeschaut, wie die insgesamt abläuft?
 

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#22
Was sollen die Personaler denn machen, wenn keine brauchbaren Bewerbungen reinkommen? Da wird zwangsläuflich zu Bewerbern gegriffen mit schlechteren Noten, Eigenschaften oder was auch immer.
Wer der Abiturienten möchte heute noch eine Ausbildung machen? Eine Ausbildung dauert im Schnitt drei Jahre und in den drei Jahren kann man auch einen Bachelor machen, unter der Voraussetzung das man es in der Regelzeit schafft. Da steht doch der Studiumsabschluss zum Ausbildungsabschluss in keinem Verhältnis. Wer würde unter den Bedingungen seinem Kind noch zu einer Ausbildung raten? Wir steuern in eine Hochwertgesellschaft zu, wo die gar nicht bis gering Qualifizierten gnadenlos hinten runter fallen. Wenn ich als Elternteil die Wahl hätte, würde ich meinem Kind immer zu Abitur plus Studium raten. Dieses ist natürlich noch keine Garantie danach einen guten Job zu bekommen, aber es steigert die Chancen meiner Meinung nach enorm im Gegensatz zu "nur" einer Ausbildung.
Liegt dann aber in der Verantwortung der Personaler. Wenn ich mir z.B. billiges Werkzeug kaufe, muss ich mich nicht wundern, wenn es nicht wunschgemäß funzt.

Viele Bildungswege führen zum "beruflichen Rom" (heute oft: Wer nicht vom Weg abkommt, bleibt auf der Strecke).

Ich persönlich kann sagen: Eine Ausbildung vor dem Studium war durchaus von Nutzen (in vielerlei Hinsicht: Vorwissen, Anrechnung als Praktika, Nebenjob mit besserer Bezahlung, etc.)

Durch das "wenn" wollte ich eigentlich deutlich machen, dass ich mich in der Beamtenwelt nicht gut auskenne (und es interessiert mich auch in der Form kaum).
 
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#23
Wer heute meint, dass eine Ausbildung bis zum beruflichen Lebensende reicht und dabei auch noch jedweden interdisziplinären Blick über den Tellerand vermeidet, muss sich nicht wundern, wenn seine Strategie oft nicht aufgeht.
Muss nicht sein,mit 15 in die Ausbildung mit 18 nach der Ausbildung 2 Jahre FOS und dann Studium.
Geht das Studium schief bleibt immer noch der Beruf als zweites Standbein.:biggrin:

Ich kenne da einen jungen Mann der es so vom einfachen Maurer zum Master in Informatik gebracht hat,wohlgemerkt mit Hauptschulabschluss.
 
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#24
Wen man sich vorstellt, dass jährlich !!ca. 50.000 Schüler ohne Abschluss von der Schule gehen und es viele grade mal so schaffen... kann man sich die explosive Mischung vorstellen, und hochrechnen, wieviele erst gar keine Ausbildung anfangen.... .
Bie mir in der Strass gibt es genug Gestalten, die den ganzen nachmittag (nach dem Aufstehen) und abends nur rumhängen, kiffen dealen und oft dummes Zeug schwätzen.
So scheint es auch zu gehen.
Und die deutschen Arbeitgber tun alles, wirklich alles, dass es immer mehr werden,die ihr Leben notgedrungen so gestalten werden, indem sie inländische und ausländische (potentielle) Arbeitnehmer gegeneinander ausspielt.

Dann begreifen immer mehr: Sich anstrengen lohnt sich in diesem Land nicht.

Das ist keine gute Entwicklung, sondern eine üble -- aber darauf läufts logischerweise hinaus.
 
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#25
is. Wer würde unter den Bedingungen seinem Kind noch zu einer Ausbildung raten? Wir steuern in eine Hochwertgesellschaft zu, wo die gar nicht bis gering Qualifizierten gnadenlos hinten runter fallen. Wenn ich als Elternteil die Wahl hätte, würde ich meinem Kind immer zu Abitur plus Studium raten. Dieses ist natürlich noch keine Garantie danach einen guten Job zu bekommen, aber es steigert die Chancen meiner Meinung nach enorm im Gegensatz zu "nur" einer Ausbildung.
...

Ist aber sowas von falsch, würde hinsichtlich Absolventen einen mit Lehre immer einem mit Bachelor (=Nix Hochwert=Schmalspurstudium) vorziehen, i.d. R. keine Berufserfahrung, es sei den es wäre akademisches Wissen unbedingt notwendig.

Würde mittlerweile JEDEM zu einer Ausbildung vor Studium raten= Sicherheitsnetz. Wenn Studieninhalte sich dann noch mit Ausbildungsinhalten überschneiden, um so besser.
 

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#26
Muss nicht sein,mit 15 in die Ausbildung mit 18 nach der Ausbildung 2 Jahre FOS und dann Studium.
Geht das Studium schief bleibt immer noch der Beruf als zweites Standbein.:biggrin:

Ich kenne da einen jungen Mann der es so vom einfachen Maurer zum Master in Informatik gebracht hat,wohlgemerkt mit Hauptschulabschluss.
?!? Da war ja indirekt meine Aussage.... naja
 

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#29
Die Posts haben sich überschnitten.:wink:
Dann passt es ja wieder...



Allgemein angemerkt:

Auszubildende –

faul: (Ist doch an sich ein BWL-Prinzip: MINIMAX = minimaler Aufwand, maximaler Ertrag)

, ohne Disziplin, (ohne eine gewisse Disziplin geht es wohl in keinem berufichen Bereich)


kein Interesse (Interesse am Job sollte schon vorhanden sein, aber kein Interesse an harter Arbeit für wenig Geld ist doch o.k. ; s.o. Ausserdem sicher auch eine Talentfrage, denn es gibt Menschen denen fällt eben alles zu und andere müssen sich anstrengen, um sich überhaupt grundlegendes Wissen anzueignen)
 

evelyn62

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#30
In meiner Ausbildung war es selbstverständlich für uns Lehrlinge auch mal länger zu bleiben oder Aufgaben zu verrichten die nicht zum Lehrplan gehörten, wie etwa Unkrautzupfen im Garten vom Chef.
ich habe meinem Sohn explizit verboten, solche Sklavendienste beim Chef zu machen. Lehrlinge sollen in ihrem beruf ausgebildet werden. Welchen Lerninhalt sollen denn solche Aktionen wie "die Gören der Chefin in den Kindergarten bringen", "monatelanges Treppen- und Kloscheuern" oder "nachts um halb drei verloren gegangene besoffene Gäste in der Heide suchen" wohl bringen?
das, was für die Zwischenprüfungen notwendig war, hat er nicht im Ausbildungsbetrieb, sondern in der Berufsschule gelernt, wenn er denn hingehen durfte und nicht statt dessen wieder Klos scheuern oder Fenster putzen musste.
Dreieinhalb Jahre Ausbildungszeit für einen Restaurantfachmann! Das was er im Ausbildungsbetrieb brauchte, hatte er schon vorher drauf oder hatte es in 14 Tagen gelernt.
ich würde heute keinem Jugendlichen mehr empfehlen eine Berufsausbildung zu machen, schon gar nicht im Handwerk. Die Kids werden doch nur als billige Hilfskräfte gehalten und müssen sich noch dumm kommen lassen, wenn sie nach der Ausbildung nicht übernommen werden.
 

JhonnyDeep

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#31
aber mal ehrlich, was da heutzutage geboten wird als ausbildung, wie der umgang den leuten gegenüber ist und mit was für leuten man da teilweise zusammenarbeiten muss.da hätt ich auch keinen bock auf ne "lehre", wie man ja so schön altdeutsch sagt.und die bezahlung ist auch scheisse.
 
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#32
i...
ich würde heute keinem Jugendlichen mehr empfehlen eine Berufsausbildung zu machen, schon gar nicht im Handwerk. ...
Was sollen sie den sonst machen; H4 bis zum Abwinken?

Im Handwerk werdem die meisten mit schlechten Schulleistungen noch die größten Chancen haben. Und selbstverständlich gibt es da auch gute Ausbildungsbetrieibe. Aber nicht überall wird man Handwerkskünstler, da muss an sich vorher informieren und natürlich weiterbilden. Sonst endeds halt auf Satus quo, so wie in anderen Berufen auch.


Aber vielen kommen von der Schule und können keinen Satz fehlerfrei schreiben, da kann man natürlich mords Ansprüche stellen... .
 

ThisIsTheEnd

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#33
Seit eigentlich immer schon wird auf die aktuelle Jugend geschimpft und der Untergang der Zivilisation beklagt. Also alles wie immer. :popcorn:
 

Dagegen72

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#34
Begrüßungsgeld - wenn sich jemand für eine Ausbildung beim Bäcker entscheidet

Begrüßungsgeld für Azubis? - Aktuelles - Handwerk.com

Laut Medien kämen auf 288.000 "unversorgte" (TV) Azubis - auf 300.0000 freie / unbesetzte Lehrstellen wenn nicht sogar noch mehr - aha

die Betriebe würden die Stellen melden und wären dann aber zu wählerisch - irgendwie so
 

götzb

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#35
Helfen könnte ein Interessen orientiertes Schulsystem.
Was will ein handwerklich interessierter mit Französisch ?
Was will ein EDV interessierter mit Leistungssport, oder Biologie?

Fähigkeiten, Fleiß, und Interesse kann eben nicht erzwungen werden.
Positiv Motivation, und sinnvolles System, wo 5er in inrelevanten Fächern nicht dazu führen, das man nicht weiter kommt.

Heute ist es ja so, das schon von 18jährigen erwartet wird, ihren eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten.
Mit dem Lehrlinksgehalt ist das allerdings nicht möglich.

Früher - bei vergleichsweise extrem geringen Lehrlingslohn wurden 18 Jährige nicht vom
Elternhaus rausgefackt, heutzutage scheint das wohl nicht so selten zu sein.
 

Dagegen72

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#36
Helfen könnte ein Interessen orientiertes Schulsystem.
Was will ein handwerklich interessierter mit Französisch ?
Was will ein EDV interessierter mit Leistungssport, oder Biologie?
ja, sowas ist schon in der Diskussion meine ich gehört / gelesen zu haben

aber mit (schneller) praktischer Umsetzung hapert es halt
 

EyeODragon

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#37
Helfen könnte ein Interessen orientiertes Schulsystem.
Was will ein handwerklich interessierter mit Französisch ?
Was will ein EDV interessierter mit Leistungssport, oder Biologie?
Das habe ich zu meiner politisch aktiven Zeit immer gepredigt.

Aber, generell hat man das Schulsystem auf ein niedrigeres Niveau reformiert. Das Schriftliche wird immer weiter in den Hintergrund gerückt, weil man angeblich den Schülern die Prüfungsangst nicht zumuten kann, aber wenn sie alleine in einem Betrieb am Schreibtisch sitzen, und verschiedene Aufgaben lösen können, wäre es fatal, wenn man immer sein Schulbuch auspacken müsste, um jeden einzelnen Schritt nachschlagen zu können. Da hilft dann das Mündliche nicht viel weiter, wo jeder in seinem Buch nachschlagen kann, und dann so tut, als ob er viel Ahnung haben würde.

Genau wie beim modernen Unterricht, der immer mehr zur Gruppenarbeit geht. Es spricht generell nichts gegen Gruppenarbeit, doch läuft es doch in 99% der Fälle so ab, das ein Schüler die Hauptarbeit macht, und der Rest staubt die gute Note mit ab, ohne viel Zutun.

Dann die angeblich vereinfachte Rechtschreibung, sowie die Vollkatastrophe "Schreiben nach Sprechen" oder wie der Fachausdruck heißt, fällt mir aktuell nicht ein, das alles lässt die Schüler verdummen.

Das Grundproblem ist einfach, das viele Schüler nicht aufs Gymnasium gehören, die aktuell dort sind, und dann geht es nicht, das man für diese Schüler das Gesamtniveau immer weiter absenkt, nur damit das Abi mit Hängen und Würgen geschafft wird.

Und dann kann man auch noch über den Sinn diskutieren, wie götzb, was ein Schüler mit Biologie anfangen soll, der zu 101% weiß, das er nie etwas mit Naturwissenschaft machen wird, weil es ihm nicht liegt, wozu unnötig quälen, aktuell ist es so, dieser Schüler würde gequält lernen, um einigermaßen gut in dem Fach durchzukommen, nach nicht allzu langer Zeit hätte er aber fast alles vergessen, was er gelernt hat.

Und diese ganzen Erkenntnisse wirken sich natürlich auf Azubis und Studenten aus.
 
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