Ausziehen ohne Zustimmung (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Manu1

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
29 Juni 2016
Beiträge
1
Bewertungen
0
Sehr geehrte Forumsnutzer, ich hoffe sie können mir helfen.

Ich bin 24 Jahre alt, Studentin, wohne zu Hause & bin schwanger. Weder ich noch meine Familie beziehen Alg2.
Da ich schwanger bin, wollte ich mir nun eine eigene Wohnung suchen und bin derzeit auf Besichtigungen unterwegs. Ich wollte gerne ab Oktober 1 Urlaubssemester nehmen und in dieser Zeit Alg2 beantragen, da ich ab dann ja so weit ich weiß Anspruch darauf habe. Der Vater des Kindes befindet sich auch im Studium.

Nun lese ich überall, dass ich ohne Zustimmung nicht ausziehen darf und keinen Mietvertrag unterschreiben darf. Also bin ich zum Jobcenter und wollte eine Zustimmung, diese sagten mir aber, dass sie nichts für mich tun können, da ich ja überhaupt nicht im Leistungsbezug bin.

Ich habe Angst, einen Mietvertrag für Oktober zu unterschreiben, dann Alg2 zu beantragen und nichts zu bekommen, weil ich nicht vorher nachgefragt habe. Andererseits bin ich derzeit Studentin und hätte ja auch schon die ganzen letzten Jahre ausziehen können.

Könnten sie mir sagen, wie ich am Besten vorgehe?
Liebe Grüße
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
Mitglied seit
19 November 2010
Beiträge
23.346
Bewertungen
12.871
Hallo @Manu1,

Also bin ich zum Jobcenter und wollte eine Zustimmung, diese sagten mir aber, dass sie nichts für mich tun können, da ich ja überhaupt nicht im Leistungsbezug bin.
Das ist richtig, du bekommst keine Leistung und somit ist das Jobcenter nicht dein "Ansprechpartner".

Was du beachten mußt bei der Wohnungssuche, schaue bitte in die örtliche Richtlinie deiner
Stadt, hier gehts weiter *klick*
damit das Jobcenter auch die Kosten der Unterkunft für dich und dem neuen zukünftigen Erdenbürger
übernimmt.

Hier nur mal für dich zur "Nebeninfo" das auch junge Volljährige bei ALG II Bezug ausziehen können:

Sind junge Volljährige schwanger oder betreuen ein eigenes Kind unter sechs Jahren, dann entfällt nach § 9 Abs. 3 SGB II die Einstandspflicht der Eltern. Die Betroffenen können deshalb frei wählen, ob sie bei den Eltern bleiben wollen oder nicht. Ein Auszug darf nicht verwehrt werden. Es stehen ihnen alle Leistungen im ungekürzten Umfang zu, auch der Mehrbedarf für Schwangere.
dazu der Link aus dem Forum:

https://www.elo-forum.org/25/61881-praxishandbuch-junge-volljaehrige-auszugsberatung.html

Ich habe Angst, einen Mietvertrag für Oktober zu unterschreiben, dann Alg2 zu beantragen und nichts zu bekommen, weil ich nicht vorher nachgefragt habe.
Du mußt nur auf die Kosten der Wohnung achten.

Andererseits bin ich derzeit Studentin und hätte ja auch schon die ganzen letzten Jahre ausziehen können.
Richtig

Bestimmt kommen noch Hinweise für dich und nun viel Glück bei der Wohnungssuche.
 

Wutbuerger

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
21 August 2012
Beiträge
4.803
Bewertungen
2.356
Selbst ohne schwanger zu sein dürftest du umziehen. wenn du nicht im Leistungsbezug bist brauchst du auch keinen fragen. Machst du ein Urlaubssemester und das JC zahlt Miete ist das natürlich problemloser wenn die Wohnung als angemessen eingestuft wird. Aber selbst wenn nicht wird meistens 6 Monate die Miete gezahlt -- und umziehen mit Baby wird ja auch keiner verlangen. Also ruhig schlafen , alles passt.
 
E

ExitUser

Gast
Das ist richtig, du bekommst keine Leistung und somit ist das Jobcenter nicht dein "Ansprechpartner".
einerseits wäre das jobcenter durchaus auch für personen zuständig, die dem grunde nach zum kreis der leistungsberechtigten gehören, z.b. wenn diese leistungen zur wohnraumsicherung und eine umzugsbeihilfe benötigen.

andererseits aber gehören studenten da ja nicht dazu, und können deshalb so oder so ausziehen wie sie wollen.

eine schwangerschaft und/oder eine feste partnerschaft ("familiengründung") sind jedenfalls ausreichend, um einen U-25 auszug zu begründen.

im übrigen darf man natürlich nicht vergessen, dass das kind auch unabhängig vom status der mutter (student oder nicht) anspruch auf sozialgeld haben wird, und zwar inclusive seinem mietanteil.

was in jedem falle sinn macht, wie oben schon geagt wurde, ist aber, sich vorher schon mal über die obergrenzen der wohnkosten zu informieren, und eine wohnung anzumieten, die später notfalls jobcenterkompatibel ist. da das in jeder stadt anders ist, bitte beim örtlichen jobcenter über die zahlen informieren..
 
Oben Unten