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Auszahlung LV als Einkommen ?

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Novalis

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#1
Hallo,

habe folgendes Problem:

Ich habe in den letzten Monaten angefangen, meine Überschuldung in den Griff zu bekommen und dabei viel ungeöffnete Post entdeckt. Unter anderem kam mir eine alte Lebensversicherungspolice in die Hände, von der ich gar nichts mehr wusste.

Ich schrieb die Versicherungsgesellschaft an und die bestätigte mir, dass die Versicherung seit 2002 gekündigt sei, sich aber noch ein kleines Guthaben von rd. 130,00 Euro auf dem Konto befinde, dass man bislang nicht ausgezahlt habe, weil ich die Originalpolice nie eingereicht habe. Habe das Versäumnis nun nachgeholt und auch die 130,00 Euro erhalten.

Die Arge will mir den Zahlungseingang jetzt als Einkommen anrechnen. Habe ich Chancen, dies zu verhindern ?

Könnten die mir evtl. einen Strick draus drehen, die LV beim Erstantrag in 2005 nicht angegeben zu haben ? Ich wusste wirklich nichts mehr davon, sonst hätte ich mir das Geld schon längst geholt. Außerdem liegt der Betrag unter den Vermögensfreibeträgen.

Wäre für etwas Hilfe sehr dankbar!

Gruß

Novalis
 

Dopamin

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#2
Das wird wohl nicht durch "Vermögensumwandlung" gedeckt, also Einkommen sein.

Ich bin mir aber nicht sicher, ob da auch 100 Euro frei sind und dann 20% von den anderen 30 Euro behalten werden dürfen...

Dopamin
 

Heiko1961

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#3
Die Arge will mir den Zahlungseingang jetzt als Einkommen anrechnen. Habe ich Chancen, dies zu verhindern ?
Auf gesetzlichem Weg nicht. Und andere Vorschläge wirst du hier nicht bekommen.

Könnten die mir evtl. einen Strick draus drehen, die LV beim Erstantrag in 2005 nicht angegeben zu haben ?
Ja das können sie.

Ansonsten kann ich auf Anhieb auch nur sagen, was Dopamin schon gesagt hat.
 

Novalis

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#4
Hallo Heiko1961,

in welchem Film bin ich denn hier gelandet ?

Auf gesetzlichem Weg nicht. Und andere Vorschläge wirst du hier nicht bekommen.
Danach hatte ich auch gar nicht gefragt! Was soll das ???

Zitat:
Könnten die mir evtl. einen Strick draus drehen, die LV beim Erstantrag in 2005 nicht angegeben zu haben ?
Ja das können sie.
Danke für die aufmunternde Antwort. Genau das habe ich jetzt gebraucht!
 
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#5
in welchem Film bin ich denn hier gelandet ?
Danke für die aufmunternde Antwort. Genau das habe ich jetzt gebraucht!
Novalis, es hat doch keiner von hier die Gesetze gemacht, können tun die vieles, gibt ja auch viele "Kann-Bestimmungen". Es ist momentan leider so wie es ist. :icon_pic: Schöne Grüße Heike.
 

sun2007

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#6
@Novalis

ich denke, mit "gesetzlichem Weg" ist der Rechtsweg gemeint: Ab zum Anwalt. Natürlich hättest Du es angeben müssen aber wenn Du Dich erst mühsam von Deiner Überschuldung - wie sagt man da jetzt? - na ja, Dich mühsam aus den Schulden rausgebracht hast, ist das ein m. E. glaubhafter Beleg für Dein vorheriges Nicht-Wissen.

Du hättest es angeben müssen, hättest es aber wohl behalten dürfen wegen Selbstbehalt (es sei denn, Du lagst bei Antragstellung an der Grenze und wärest mit den 130 € drüber gekommen). Meines Erachtens stellt es eine Vermögensumwandlung und kein Einkommen dar.

Das Problem dürfte also eher das Verschweigen bei Antrfagstellung werden. Wenn die Dir böse wollen, können die da jetzt ewig und drei Tage drauf rumhacken.

Daher auch mein Rat: Ab zum Anwalt. Antsgericht, Rechtshilfeschein, sehr guten Anwalt suchen.

Viel Glück.
Sun
 

Novalis

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#7
Hallo nochmal,

vielen Dank für die Antworten!

Sorry, bin heute etwas dünnhäutig und fühle mich schnell angegriffen. Insofern möchte ich meine Antowrt an Heiko etwas relativieren ;).

Ich werde erstmal abwarten und hoffen, dass der Betrag lediglich angerechnet wird und sonst nix passiert. Habe auch Schiftverkehr, dass der Betrag seit 2002 bei der Versicherung "geparkt" ist. Außerdem hatte ich bei Antragstellung kein weiteres Vermögen, nur die 130,00 Euro. Ich habe seitdem einigen Ärger mit Gläubigern gehabt. Wenn ich also wirklich von dem Geld gewußt hätte, hätte ich es spätestens da verwendet. Hätte es auch verdammt gebrauchen können.

Danke nochmal, speziell für die letzten Antworten!

Gruß

Novalis
 

Robo03

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#8
Hi @all,
auch wir haben gerade aus Finanzieller Not unsere Urallt,und ewig nichts mehr eingezahlten Bausparv. und die LV meiner Frau gekündigt. sind zusammen ca. 600€

Die € haben wir schließlich vorher angespart.
Ich meine,wir haben sonst eh nichts.Auserdem dachte ich, es stehen einem 5000€ Vermögen zu ????

Und woher erfährt die Arge von der Rückzahlung??

In den Verträgen ist lange vor Antragsstellung ALG II schon nichts mehr eingezahlt worden.
Gruß Robo03
 

Arania

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#9
Vermögen ist das was man VOR dem ALG II-Bezug hat, und man hat die Verpflichtung jedes Einkommen zu melden
 

sun2007

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#10
Einkommen muss man melden. Vermögen auch. Vermögen ist Vermögen, weil es Vermögen ist. Siehe diverse Urteile zur Lohnsteuerrückerstattung. Nicht alles, was zufließt, ist deshalb automatisch und per se Einkommen. Auch wenn die Argen es oft so behandeln wollen - hier liegen sie aber nicht notwendigerweise richtig.
 

Heiko1961

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#11
Ist doch alles ein Kreuz.:icon_confused: Warum müssen unsere Volkszertreter ihre Nebeneinkünfte nicht offenlegen? Und wenn gefordert, wehren die sich mit Händen und Füßen.:icon_question:
 
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