Auswirkung Anlage EKS

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Tasche

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Hallo,

soweit ich verstehe, wird der in der Anlage EKS von mir vorhergesagte Gewinn sofort angerechnet, d.h. man erhält dann für die Dauer des nächsten Bewilligungszeitraumes jeden Monat eine entsprechend reduzierte Leistung.

Besteht dennoch die Möglichkeit mit dem Jobcenter unter bestimmten Voraussetzungen zu vereinbaren, dass ein höherer Betrag gezahlt wird und die zuviel erhaltenen Leistungen logischerweise nach dem Bewilligungszeitraum an das Jobcenter zurückgezahlt werden?

Ich bin seit Dezember selbständig, mein momentaner Bewilligungszeitraum läuft bis Ende dieses Monats. Mit dem WEiterbewilligungsantrag muss ich jetzt also erstmals die EKS ausfüllen.

Das Problem: Bis einschließlich März werde ich noch keinen Umsatz haben, ab April aber monatlich schon mehrere hundert Euro Gewinn machen.

Wenn ich das durchrechne, komme ich zu dem Ergebnis, dass mir auch nach Berücksichtigung der anrechnungsfreien 100+ Euro ab Februar monatlich nur noch ca. 60 Euro vom Regelsatz ausgezahlt werden. Ich hoffe zwar auf
Einstiegsgeld, das gesamte mir im Februar und März zur Verfügung stehende Geld läge dann aber immer noch deutlich unter dem vollen Regelsatz und würde mich vor einige Schwierigkeiten stellen.
 
E

ExitUser

Gast
Besteht dennoch die Möglichkeit mit dem Jobcenter unter bestimmten Voraussetzungen zu vereinbaren, dass ein höherer Betrag gezahlt wird und die zuviel erhaltenen Leistungen logischerweise nach dem Bewilligungszeitraum an das Jobcenter zurückgezahlt werden?
Auf so einen Deal wird sich das JC nicht einlassen. Das gibt die Alg-II-V nicht her.

Einfacher wäre das voraussichtliche Einkommen "ein wenig pessimistischer" zu sehen und entsprechend gering anzusetzen.

Lediglich bei gewerblichen Wahrsagerinnen funktioniert das nicht. :biggrin:
 

Tasche

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Einfacher wäre das voraussichtliche Einkommen "ein wenig pessimistischer" zu sehen und entsprechend gering anzusetzen.

Ja, leider muss ich fast zeitgleich auch eine Rentabilitätsvorschau einreichen, welche ja eher vielversprechende Zahlen beinhalten sollte. Die Zahlen in der EKS müssen sich wahrscheinlich damit decken.
 

Koelschejong

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Zumindest sollte die Unterschiede nicht allzu groß sein. Wenn man Einstiegsgeld haben möchte, dann will das JC "schöne" Zahlen sehen, und diese "schönen" Zahlen fliegen einem dann vom ersten Monat des Bewilligungszeitraums an um die Ohren. Irgendwie pervers.
 
E

ExitUser

Gast
Ich denke mal, die Tragfähigkeitsbescheinigung ist das Entscheidende.
Auf die sollte sich der SB berufen.

Wenn die vorliegt, sollte eine "ungünstige" vorläufige EKS kein Problem sein. Für diesen anfangs "ungünstigen" Fall ist ja das Einstiegsgeld genau genommen gedacht. Bei rosaroten Prognosen von Beginn an wäre schließlich ein Einstiegsgeld unnötig.
 

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Elo-User*in - temp. eingeschränkt
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So weit ich richtig informiert bin, will der Weise im bereich der selbständigen aufstockenden Hartz IV Empfänger, in Auftrag Geben an die Jobcenter solche Selbständigkeiten Prüfen zu lassen intern, und wenn ein Fallmanger dazu nicht in der Lage ist über eine Externe Stelle. Er ist der Auffassung, dass der überwiegende Teil nicht genügend Gewinn abwirft um aus eigener Kraft selbst seine Leitungen zum Lebensunterhalt bestreiten zu können. Er meint das, dass ganze nur auf eine Subventionierte Förderung herausläut. Angesichts dieser Aussage von Weise, vermute ich das es einige Probleme Geben werden in 2013 für selbständige Hartz IV Aufstocker.
 

Tasche

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Noch ein paar Fragen zur EKS.

Ich will neben Einstiegsgeld auch ca. 3500 Euro als einmaligen Zuschuß beantragen (Leistungen zur Eingliederung von Selbständigen) zwecks Anschaffung einiger Geräte und eines Materialanfangsbestandes.

Trage ich diese 3500 Euro bei Zuwendung von Dritten ein und entsprechend auch bei Investitionen aus Zuwendungen Dritter? Die Materialien sind ja eher Wareneinkauf, es gibt aber kein Feld für Waren-/Materialeinkauf aus Zuwendungen Dritter. Warum wurde daran nicht gedacht?

Wie läuft das, wenn ich einen so hohen Gewinn angebe, dass sie mir nichts mehr vom Regelsatz abziehen können - wird dann direkt auch von der Mietzahlung abgezogen, oder gehen sie da erstmal nicht ran?
 

Koelschejong

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Guckst Du § 3 Abs. 3 Satz 4 ALG II-V - wenn Du für die Anschaffungen ein Darlehen oder einen Zuschuss in Anspruch genommen hast, dann sind das keine Betriebsausgaben, dementsprechend Darlehen und Zuschuss aber auch keine Betriebseinnahmen.
 

Mollmops

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Trage ich diese 3500 Euro bei Zuwendung von Dritten ein und entsprechend auch bei Investitionen aus Zuwendungen Dritter?
Solange du nicht sicher bist, dass du Zuschuss/Darlehen tatsächlich bekommst, gehört das auch nicht in eine vorausschauende EKS.

Wie läuft das, wenn ich einen so hohen Gewinn angebe, dass sie mir nichts mehr vom Regelsatz abziehen können - wird dann direkt auch von der Mietzahlung abgezogen, [...]
Ja natürlich.
 

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Elo-User*in - temp. eingeschränkt
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Wie sieht das denn zum Beispiel aus bei Anschaffungen. Man nehmen an man würde sich eine Maschine Anschaffen in Höhe von 3500 Euro, ( Abschreibung 10 Jahre ) und würde die degressive Abschreibung Wählen ( AFA ) zu 20 % . das würde im ersten Jahr 700 Euro als Abschreibungsbetrag bedeuten. Wie sieht das, dass SGB II bzw die Alg II-V

Weiter habe ich nicht gefunden im SGB II in wie weit bei Ausfüllen der Anlage EKS die Bemessungsgrundlage berücksichtigt wird ob nach vereinnahmten Endgeld, oder nach vereinbarten Endgeld die Umsatzsteuer abgeführt wird. Und wie sieht das aus mit dem Zuflussprinzip. Die Umsatzsrteuer ist ja ein durchlaufender Posten, und stellt nur Treuhänderisch ein Einkommen dar bis diese, wenn sie verrechnet wurde durch die abzuziehenden Vorsteuerbeträgen, an die Finanzbehörde abgeführt wird. Hat wer eine Information dazu. ?
 

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Koelschejong, die im Wortlaut unter § 3 Abs. 3 S 4 Alg II-V Ausgaben sind ferner nicht abzusetzen, soweit für sie Darlehen oder Zuschüsse nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch erbracht oder betriebliche Darlehen aufgenommen worden sind.

Kann man aber nicht darunter Verstehen, das die Rückzahlungen des Darlehens keine Betriebsausgaben sind. Rückzahlungen eines Darlehens sind durchaus Betriebsausgaben.
 

Tasche

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Wenn der Zuschuß keine Betriebseinnahme darstellt, ist dann die Vorsteuer, die ich vom FA aus den 3.500 Euro zurückerhalte, ebenfalls keine Betriebseinnahme, so dass ich sie in die abschließende EKS nicht einbeziehen müsste?
 

Roter Bock

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Wenn Du Vorsteuerabzugsberechtigt bist, dann ist diese Vorsteuer gegen die aus Deinen Umsatz resultierende MwSt. gegenzurechnen. Wenn Du vom Finanzamt aus Deiner Umsatzsteuererklärung Geld zurückerhälts, gehört das in die entsprechende Spalte der EKS.

Roter Bock
 

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Roter Bock richtig: Meist Liegen Vorsteuererstattungen bei Gründung eines Unternehmens vor. Beispiel Kauf des betrieblichen Anlagevermögens. Im verlaufe der Geschäftstätigkeit, wird die Vorsteuer, mit der abzuführenden Umsatzsteuer verrechnet. Daraus ergibt sich dann der Umsatzsteuerbetrag, der abzuführen ist.

Wer sich ein wenig auskennt mit Buchführung, kann das nach folgenden sätzen nachvollziehen. AKTIVE Konten nehmen im SOLL zu und im HABEN ab. PASSIVE Konten nehmen im SOLL ab, und im HABEN zu.

Vorsteuer Konto ist ein Aktives Konto. das Umsatzsteuer Konto ist ein Passiv Konto.
 

Tasche

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Wie verfährt das JC mit der eingenommenen Umsatzsteuer des sechsten Monats? In meiner EKS ist das ein richtig fetter Batzen Geld, der nicht mir gehört, aber offenbar in den Gewinn eingeht, weil es keinen siebten Monat mehr gibt, in dem er abgezogen wird...??? Wird das berücksichtigt?
 

Roter Bock

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In der abschließenden EKS kannst Du nichts dran ändern - außer Vorsteuer zu erzeugen (sprich investieren). Außerdem glaube ich das oft Vorsteuer vergessen wird die eigentlich ins Geschäft gehört, wenn es für den Betrieb des Geschäftes erforderlich ist.

Beispiel:

Versandkosten bei Paketdiensten (nicht Briefe via Post) aber Pakete bei DHL oberhalb gewisser Grenzen sowie Hermes, DPD und andere.

Telefon: Hier fällt auch MwSt. an. Wenn Du Flatrate benutzt und 50 % davon als geschäftlich ansetzt ist die Mwst. für diesen Anteil Deine Vorsteuer. Das gleiche bei Handy's

Eigene Webseite: Bei einem deutschen Provider steckt hier auch absetzbare Vorsteuer drin (geschäftliche Website versteht sich).

Energie:
Brauchst Du für Dein Gewerbe Strom. Aber sicher doch! (Computer, eigene Werkstatt mit Maschinen...). Ganz eindeutig aufteilbar wenn Dein Geschäftssitz nicht Dein Wohnsitz ist. Auf Strom ist MwSt. Für Dich Vorsteuer. Die etwa 30 Euro die im Regelsatz sind, sind für Dich privat.

Wenn Du Büro und Werkstatt in der Wohnung hast - dann werden die lächerlichen 30 Euro nicht für die Bezahlung der Stromrechnung ausreichen. Konsequenz - Dein monatlicher Abschlag minus 30 Euro geht in die EKS als Betriebsausgabe Da bin ich Bretthart. Bei der Vorsteuer teilst Du auf in den Quadratmeteranteil den Du beruflich nutzt und privat und mit der Summe die dann auf die MwSt. für entfällt hast Du wieder Vorsteuer. (Gut is nicht viel)

Deine Stromrechnung weist MwSt. aus. Sollte Sie zumindest. Nimm die Jahresabrechnung.

Heizung: Und weiter gehts. Bleiben wir mal bei Geschäftsräumen im eigenen Haus, in eigener Wohnung. Willst Du im Kalten schaffen - nee! Auch Dein Arbeitsplatz unterliegt Mindestanforderungen :biggrin:.

Beispiel Heizöl. Wenn Du die Aufteilung Privat - Geschäft gemacht hast, setzt Du den Anteil der für die Beheizung der geschäftlichen Räume aufgewendet wird an und davon wiederrum die Mwst, die darauf entfällt. Bei anderer Beheizung musst Du fallweise entscheiden.

Computer. Du musstest den Service für Deinen Computer in Anspruch nehmen und hast da eine Rechnung - setz die MWst. ab. Privat sind Computerprobleme "aufschiebbar" beruflich nie!

Auch wenn nur wenige Euro zusammenkommen - schenk es nie dem Staat.

Bei allem was mir der Staat über den Regelsatz nicht bezahlt und wenn es zu Recht eine "betriebliche Aufwendung" wird, macht es "schwupps" und es geht wenn begründbar in der EKS, Abteilung Betriebsausgabe.

Sei kreativ - Deine Konkurrenten sind es auch. Hauptsache Du kannst es sinnvol begründen. Denke dran EKS ist nicht unbedingt gleich Steuererklärung.

Roter Bock
 

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Roter Bock und das versuche mal einen Fallmanger oder SB zu Erklären, der noch nicht einmal die Grundkenntnisse über solche Sachen hat. Ich wette, man hat mehr Probleme wie einem lieb ist.
 

Koelschejong

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Ich würde in einem solchen Fall einfach im sechsten Monat schon mal überschlägig eine USt.-Voranmeldung nur für Dich machen und den Betrag noch im 6. Monat an das FA überweisen. Wenn dann die richtige USt.-Voranmeldung erfolgt, sind da nur noch ein paar Euronen zu verrechnen. Das FA wird möglicherweise nicht begeistert sein, aber das ist ein recht kleines Problem.
 

n-tier

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Wie verfährt das JC mit der eingenommenen Umsatzsteuer des sechsten Monats? In meiner EKS ist das ein richtig fetter Batzen Geld, der nicht mir gehört, aber offenbar in den Gewinn eingeht, weil es keinen siebten Monat mehr gibt, in dem er abgezogen wird...??? Wird das berücksichtigt?
Falls nicht, dann schon mal ans SG/FG denken. Die Kosten sind absetzbar. :cool:
 
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