Ausweitung des Minijobs / rechnet sich das?

Ramsesrock

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Ich überlege gerade, ob ich in einen anderen Minijob wechseln soll. Das Angebot ist da, der Wechsel würde nahtlos gehen und die 450 € bleiben erstmal. Da ich mit so einem Wechsel meine Bedürftigkeit nicht erhöhe, dürfte mit dem JC alles klar gehen (außer dem Papierkrieg).

Zu meiner eigentlichen Frage:
Der neue AG hat Interesse daran, mich nach einer gewissen Zeit häufiger einzusetzen. Damit wäre ich raus aus dem Minijob.
Nehmen wir mal an, ich würde dann 20 Stunden/Woche arbeiten und 600 € verdienen. Was für einen Status hätte ich dann?
Aufstocker? Gibt's dann noch GEZ-Befreiung? Hab ich noch Anspruch auf den München-Pass (günstiger Nahverkehr)?
Würde sich dieser Schritt rein finanziell für mich rechnen?

HIntergrund ist der: Über diesen Schritt wäre ein Full-Time-Job in Reichweite. Wurde mir gesagt. Ob dem dann auch so ist, sei mal dahingestellt.

Es geht mir nur darum, nichts zu übersehen und die Vor- und Nachteile abzuwägen.

Herzlichen Dank schonmal....
 

dagobert1

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Aufstocker? Gibt's dann noch GEZ-Befreiung?
Ja und Ja.
Hab ich noch Anspruch auf den München-Pass (günstiger Nahverkehr)?
Keine Ahnung, ich wohn woanders. :wink:
Hier wäre das Sozialticket auch für Aufstocker möglich.
Würde sich dieser Schritt rein finanziell für mich rechnen?
Bei Steigerung von 450 auf 600€ = Unterm Strich etwa 30€ mehr im Monat (inkl. Alg2).

Es geht mir nur darum, nichts zu übersehen und die Vor- und Nachteile abzuwägen.
Großer Vorteil:
Mit 600€ brutto wärst du auf jeden Fall sozialversicherungspflichtig beschäftigt, mit der Folge dass das JC dir selbst im allerdümmsten (Sanktions-)Fall nicht mehr die Krankenversicherung streichen kann.
Nachteil:
Du fängst mit einer neuen Probezeit an.
 

Ramsesrock

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Würde in dem Fall das JC die Krankenversichrung zahlen?

Probezeit ist mir relativ egal.

Danke Dago (darf ich Dago sagen?)
 

dagobert1

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Bei 600€ brutto bist du über den AG krankenversichert, entsprechend zahlst du (und dein AG) die KV-Beiträge anteilig vom Lohn.
 

Ramsesrock

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Bei Steigerung von 450 auf 600€ = Unterm Strich etwa 30€ mehr im Monat (inkl. Alg2).

Damit ich das richtig verstehe:
Bei nur 450 € habe ich ja 170 € mehr.

Sind es bei 600 € die 170 € + die 30 € mehr? Oder sind's insgesammt nur 30 € mehr???
 

pinguin

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@TE
Wenn Du so herangehst, wirst nie vom JC wegkommen. :icon_evil:
 

Texter50

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Die Frage, die sich mir hier stellen würde: lohnt es sich für die paar Taler und nen Satz mündlicher Zusagen, den Job zu wechseln?
Ist der neue AG wirklich so seriös, dass ein Wechsel auch was bringt?
Wirst Du bei diesem neuen AG jemals so viel verdienen, dass Du nen ganzen Satz über dem ALG II liegst? :icon_stop:
 

pinguin

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@Texter50
Primär hängt es doch von der Art des Jobs ab; ist es eine Branche, wo kaum Leute gefunden werden, wird sich immer eine Möglichkeit geben, aus einem anfänglichen Minijob einen sozialversicherungspflichtigen Job zu machen, der auch vom Amt wegführt. Ist halt eine Frage des Durchstehvermögens bzw. und auch der anfänglichen Leidensfähigkeit, denn gerade die Job's, die keiner haben will, sind oft nicht einfach, letztlich aber gut für jene, die das durchstehen.

Und, übrigens; "mündlich" ist da gar nix, es wird alles schriftlich fixiert. Da aber nix in Stein gemeißelt ist, ist auch alles verhandelbar, und zwar oft durchaus so, daß es für alle passt.
 

franky0815

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bei 20 wochenstunden und 600€ brutto müsste ich keine sekunde nachdenken, das is sogar zum sterben zu wenig, wem meine arbeit so weing wert is der kann mich mal, selbst wenn ich dafür nur irgendwo rumsitze.
 
E

ExitUser

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bei 20 wochenstunden und 600€ brutto müsste ich keine sekunde nachdenken, das is sogar zum sterben zu wenig, wem meine arbeit so weing wert is der kann mich mal, selbst wenn ich dafür nur irgendwo rumsitze.
Unabhängig ob ich den Job annehmen würde oder nicht, würde ich diesen Arbeitgeber wegen Sozialbetruges anzeigen!! 600€ Brutto : 86,67 Stunden monatlich sind 6,92€ Brutto/Stunde, das ist Sozialbetrug!!!!
Solchen Arbeitgebern muß sofort das Handwerk gelegt werden, wo soll das sonst noch hinführen?
Vollzeit für 500€ brutto oder noch weniger???

Warum Sozialbetrug?
WEIL lediglich die Sozialabgaben von 6,92€/Stunde abgeführt werden, obwohl geestzlich VORGESCHRIEBEN von 8,50€/Stunde abgeführt werden muß!!!!

Gruß
Wanda
 

pinguin

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Unabhängig ob ich den Job annehmen würde oder nicht, würde ich diesen Arbeitgeber wegen Sozialbetruges anzeigen!! 600€ Brutto : 86,67 Stunden monatlich sind 6,92€ Brutto/Stunde, das ist Sozialbetrug!
Gehe aber bitte nicht von 8,50 aus, denn gerade bspw. im Bereich der Zeitungszustellung hat es diese Ausnahmereglung, nach der sind es für 2016 aber auch mindestens 7,23 Euro je Arbeitsstunde; Stand 2015 wären es 6,38 Euro gewesen.
 

Tanja Kirlinger

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Womit du rechnen musst: Das Jobcenter verrechnet sich schonmal gerne zu deinem Nachteil, wenn du veränderte Einnahmen hast. Plane das ein, damit es nicht zu Engpässen kommt.

Ich gebe den Vorrednern Recht. Wenn du nur siehst: x Euro mehr für die vielen Stunden mehr Arbeit dann kann es sein, dass du ewig in Hartz IV stecken bleibst. Jede Aufstockung der Stunden ist gut und ein Schritt weiter da raus.
 
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Ich gehe nicht von den Ausnahmeregelungen des MiLoG aus, (Langzeitarbeitslose, Zeitungszusteller, Jugendliche), obwohl ich diese als Verbrechen ansehe!!!, sondern,
vom normalen Mindestlohn von 8,50€ aus!

Beispiel:
WARUM soll ein Zeitungszusteller, der seit 20 oder mehr Jahren täglich korrekt seine Arbeit macht, KEINEN Mindestlohn bekommen (die Reduzierung im MiLoG ist ein Verbrechen)
WARUM sollen Jugendliche, die laut Gesetz besonders geschützt werden, dem VÖLLIGEN Sklavenhandel durch die Arbeitgeber ausgesetzt werden (Jeder Stundenlohn UNTERHALB des Mindestlohnes erlaubt).
Hier hat die Regierung per Gesetz festgelegt, das die Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen äußerste Priorität hat! PERFIDER geht es nicht mehr!!

Gruß
Wanda
 

Texter50

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Unabhängig ob ich den Job annehmen würde oder nicht, würde ich diesen Arbeitgeber wegen Sozialbetruges anzeigen!!
...
Gruß
Wanda
Ich gehe nicht von den Ausnahmeregelungen des MiLoG aus, (Langzeitarbeitslose, Zeitungszusteller, Jugendliche), obwohl ich diese als Verbrechen ansehe!!!, sondern,
vom normalen Mindestlohn von 8,50€ aus!
...
Gruß
Wanda
Ich würds ja erst mal lesen. Dann würde ich davon ausgehen, dass Ramses hier nette 600 gemeint hat.
Also steck die weltverbesserungskeule einfach einmal wech - das bringt hier nix...

Rechnet man das Netto hoch kommt man auf umme 9 Euro - das is nicht strafbar.
Also: keep cool, take it easy und lies... :icon_mrgreen:
 

Ramsesrock

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Tex hat recht...so wäre es gewesen. Ist aber anders gekommen und wirft neue Fragen auf.
Siehe neues Thema-
 
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Jou, Texter50, Du hast recht, jedoch:

wenn falsche Informationen von anderen Personen gegeben werden (nicht von Dir), dann kommt eben sowas heraus.
Es wurde geschrieben, von 600€ hat man nur 30€ mehr als von von 450€.
Daher bin ich vom brutto ausgegangen.
Das 600€ netto herauskommen ist etwas ganz anderes, dann kommt auch MEHR Selbstbehalt als 30€ mehr heraus!
600€ netto sind ca. 750€ brutto, somit erhöht sich das mehr von 30€ auf mindestens 60€, zusätzlich können eventuelle Kosten statt dem Grundfreibetrag von 100€ geltend gemacht werden (nicht zwingend).
WÜRDE von Anfang an eine korrekte Darstellung gegeben, wäre meine Antwort auch anders ausgefallen!

Lediglich die Konstruktionen meines Beispieles lasse ich stehen, diese sind korrekt.

Gruß
Wanda
 

Texter50

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@ wanda53:

Da hat sich unser Ramses nen bisken kurz ausgedrückt. :biggrin:
Da kannste nix dran ändern, de is so.

Ansonsten wäre das ja wirklich schörcklich gewesen.
Hat sich aber, wie unser Ramses blumich beschrieb, bereits alles erledigt. :biggrin:
 
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