auswärtige Unterkunft ? Ich blick nicht durch! (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Schweinchenebert

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Hallo!

War heute bei meinem Fallmanager und habe jetzt einige Fragezeichen im Kopf.

Da ich ab August eine Umschulung in Köln beginne, und aus dem Rhein Main Gebiet komme, werde ich wohl umziehen müssen. Eine Wohnung, gefördert mit öffentlichen Mitteln (WBS) ist in Aussicht.

Jetzt hab ich hier einen Fragebogen zur Förderung der Teilnahme an einer beruflichen Weiterbildungsmaßnahme.

Unter Punkt 8 wird gefragt:

ANGABEN ZU AUSWÄRTIGER UNTERKUNFT


Ich behalte meine unter Punkt 1 angegebene Unterkunft während der Maßnahme bei und beziehe eine weitere Unterkunft am Maßnahmeort.

wenn ja: Adresse

Jetzt frage ich mich doch wirklich, ob man diese Pauschale für jeden Monat ( 340 € Unterkunft + 126 € Verpflegung) zusätzlich zu seinen 365 Euro + Unterkunft gezahlt bekommt, oder ob dann die regulären 365 Euro wegfallen?

Dann hätte man ja einen 2. Wohnsitz, und die Kosten für den jetzigen würden komplett übernommen, und für die auswärtige Unterkunft zu 340 Euro. Ich glaub ich hab da was falsch verstanden oder?

Eigentlich hatte ich vor, mich komplett hier abzumelden, umzuziehen und dann in Köln einen neuen Antrag zu stellen.

Wie soll ich vorgehen?
 

Seepferdchen 2010

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Hallo, ich glaube dein FM meint das hier!?

in den Fachhinweisen zum § 82 heißt es weiter:

Zitat:

Weitere auswärtige Unterbringung

(1)
Erfordert die Teilnahme an einer Bildungsmaßnahme neben einer bereits in Anspruch genommenen auswärtigen Unterkunft eine weitere Unterkunft an einem anderen Ort (z.B. bei Ableistung eines Praktikums) und kann das Mietverhältnis für die erste auswärtige Unterkunft für diese Dauer nicht gekündigt werden,ist die Gewährung einer zweiten Unterkunftspauschale zulässig. Gleiches gilt, wenn die Kündigung des Mietverhältnisses für die erste auswärtige Unterkunft wegen der Dauer der zweiten auswärtigen Unterbringung nicht zweckmäßig ist.

§ 82 Kosten für auswärtige Unterbringung und Verpflegung
Ist eine auswärtige Unterbringung erforderlich, so können
1.

für die Unterbringung je Tag ein Betrag in Höhe von 31 Euro, je Kalendermonat jedoch höchstens ein Betrag in Höhe von 340 Euro und
2.

für die Verpflegung je Tag ein Betrag in Höhe von 18 Euro, je Kalendermonat jedoch höchstens ein Betrag in Höhe von 136 Euro
erbracht werden.

82.01
(1)
Zu Begriff und Erforderlichkeit auswärtiger Unterbringung siehe GA 81.12 Absatz 1 und Absatz 2.
(2)

Eine auswärtige Unterbringung ist auch für Tage der An- und Abreise erforderlich, wenn bereits vor dem Beginn der Maßnahme bzw. noch nach ihrem Ende wegen der Entfernung zum Wohnort des AN Übernachtungen erforderlich sind.
(3)

Die Regelung zur Übernahme der Kosten für auswärtige Unterbringung und Verpflegung gilt auch bei Teilnahmen an zugelassenen Maßnahmen bzw. Maßnahmeteilen im Ausland (§ 85 Absatz 3 Satz 2).
Auswärtige Unter-bringung

82.02
(1)
Erfordert die Teilnahme an einer Bildungsmaßnahme neben einer bereits in Anspruch genommenen auswärtigen Unterkunft eine weitere Unterkunft an einem anderen Ort (z.B. bei Ableistung eines Praktikums) und kann das Mietverhältnis für die erste auswärtige Unterkunft für diese Dauer nicht gekündigt werde, ist die Gewährung einer zweiten Unterkunftspauschale zulässig. Gleiches gilt, wenn die Kündigung des Mietverhältnisses für die erste auswärtige Unterkunft wegen der Dauer der zweiten auswärtigen Unterbringung nicht zweckmäßig ist.

(2)
Die Kosten für Unterbringung sind auch für Ferienzeiten und Fehlzeiten zu übernehmen.

(3)
Wird die Teilnahme abgebrochen, sind Unterbringungskosten ggf. auch für die Kündigungsfrist der Wohnung zu übernehmen.
Weitere auswärtige Unterbringung

82.03
Für Ferien wird die Pauschale für Verpflegung nicht gezahlt. Der jeweilige Monatsbetrag wird erst gemindert, wenn an weniger als acht Tagen im Kalendermonat teilgenommen wird. Die Kosten für Verpflegung sind auch für Fehlzeiten zu übernehmen.
Verpflegung

82.04
Ein Nachweis der Miethöhe/ Verpflegungskosten ist aufgrund der pauschalierten Erstattungsbeträge nicht erforderlich.
Höhe/ Nachweise
Stand:
Quelle: Seite 34 nachfolgender Datei:
Geschäftsanweisung zur Förderung der Weiterbildung stand Jan.2010.pdf

Im zweifel rede noch mal mit deinem SB!

ANGABEN ZU AUSWÄRTIGER UNTERKUNFT

deuitet aber darauf hin, was ich oben angeführt habe!

Und würde sich ein Umzug rechnen?(wegen der Kostenübernahme vom JC)

Gruss Seepferdchen:icon_pause:
 

Schweinchenebert

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Vielen Dank für die Antwort.
Leider werde ich aus dem Text nicht wirklich schlau :(

Ein Umzug ist schon von nöten. Kann ja schlecht jeden Tag von Mainz nach Köln fahren um die Schule zu besuchen.

Allerdings werden nicht die kompletten Kosten übernommen, und die Kaution wird auch nicht gezahlt, da 56 euro über dem Satz.

es würden knapp 340 euro gezahlt werden vom Jobcenter in Köln.
bei einer auswärtigen Unterkunft, werden aber auch 340 euro monatlich vom jobcenter mainz gezahlt + die jetzige Wohnung.

Was ich allerdings nicht weis, ist ob ich meinen Regelsatz von 365 Euro + meine Miete + die Unterkunft in Köln ausgezahlt bekomme oder ob ich bei auswärtiger Unterkunft Geld vom Regelsatz gestrichen bekomme.

Wie verhält sich das?


365 Euro Regelsatz
+427 Euro Miete
- 56 Euro Eigenleistung zur Miete

so wäre es ja, wenn ich hier meine Wohnung kündige, umziehe, mich in Köln anmelde und dort einen Neuantrag auf ALG 2 stelle.

Mit der auswärtigen Unterkunft habe ich das jetzt so verstanden:

365 Euro Regelleistung (???)
+507 Euro Miete in Mainz
+340 Euro auswärtige Unterkunft
+136 Euro Verpflegung

Also eigentlich sehr viel ansprechender. Oder habe ich da was missverstanden?
Ich hoffe ihr wisst was ich meine :)
 

Erolena

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Regelsatz und Kosten der Unterkunft bekommst du weiter.
Die Kosten für "auswärtige Unterbringung" gibt es natürlich nur, wenn du nicht zum Schulungsort umziehst.

Zitat:
3.1.3 Auswärtige Unterbringung
Bei einer erforderlichen auswärtigen Unterbringung können folgende Leistungen erbracht werden:
Je Tag für die Unterbringung ein Betrag in Höhe von 31,00 EUR, je Kalendermonat jedoch höchstens ein Betrag von 340,00 EUR.
Je Tag für die Verpflegung ein Betrag in Höhe von 18,00 EUR, je Kalendermonat jedoch höchstens ein Betrag von 136,00 EUR.

3.2 Leistungen zum Lebensunterhalt
...
Für die Zeit einer geförderten Weiterbildung werden die Leistungen zur Grundsicherung für
erwerbsfähige Hilfebedürftige weitergezahlt, solange die Voraussetzungen für diese Leistungen vorliegen... (Seite 17 unten)

Quelle: Merkblatt 6 - Förderung der beruflichen Weiterbildung
https://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/Veroeffentlichungen/Merkblatt-Sammlung/MB6-Foerd-der-berufl-Weiterbildung-f-AN.pdf

Ich wäre vorsichtig mit einem Umzug. Eine Userin hatte mal berichtet, dass in ihrer EGV sogar drinstand, dass die bisherige ARGE die Bildungsmaßnahme trotz Umzug weiterzahlt. Trotzdem machte die neue ARGE Probleme. Die neue SB stritt herum, dass die Userin ihre Hilfsbedürftigkeit durch Arbeit mindern soll, statt in der Weiterbildung herumzusitzen.
Deshalb denke ich, mit deinem Jobcenter bist du auf der sicheren Seite. Was dich beim neuen erwartet, weißt du nicht.
 

Schweinchenebert

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Ok.
Vielen Dank! Jetzt hab ichs verstanden :)

Ein Umzug ist für mich aber doch sinnvoller.
find mal ne "auswärtige Unterkunft" für 340 Euro im Monat in Köln:icon_evil:
Da geht keiner.

Eine Wohnung ist ja in Aussicht. Wenn der neue SB rummault, werd ich mich schon zur Wehr setzen. Ist ja schliesslich ne 24 monatige Ganztagsumschulung mit IHK Prüfung. Da ist nix mit nebenher Bewerbungen schreiben und so. Wenns Probleme geben sollte, weis ich ja wo ich mich hinzuwenden habe ;)
 

Schweinchenebert

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Habe da was gefunden..... das macht mich wieder stutzig und bekräftigt doch eigentlich meine vermutung:

https://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/HEGA-Internet/A05-Berufl-Qualifizierung/Publikation/HEGA-12-2010-Anpassung-GA-Anlage-8.pdf

unter §81

81.12

(1) Eine auswärtige Unterbringung liegt vor, wenn der bisherige Wohnort nicht gleichzeitig der Maßnahmeort ist und der AN unter Beibehaltung seiner bisherigen Unterkunft eine weitere Unterkunft am Maßnahmeort oder in dessen Tagespendelbereich bezieht.
(2) Eine auswärtige Unterbringung ist erforderlich, wenn dem AN nicht zugemutet werden kann, dass er zwischen Wohn- und Maßnahmeort pendelt § 121 Abs. 4 ist entsprechend anzuwenden.
(3) Wird die Maßnahme in Abschnitten durchgeführt sind An- und Abreisekosten für jeden Abschnitt zu übernehmen. Das gilt nur, wenn Abschnitte durch Zeiträume voneinander getrennt sind, die keine Ferien sind und nicht ausschließlich Wochenend und Feiertage umfassen.
Satz 1 gilt entsprechend bei Unterbrechung der Maßnahme die der AN nicht zu vertreten hat, wenn sein verbleiben am Maßnahmeort unzumutbar ist. Satz 1 gilt ferner bei berufsbegleitenden maßnahmen.

All diese Sachen treffen zu. Es ist nicht zumutbar von Mainz nach Köln zu pendeln. 5 mal die Woche. ich glaube sogar nur Mo - Do.

Jetzt weis ich nur nicht, ob eine neu angemietete Wohnung in Köln als auswärtige Unterkunft bezeichnet werden kann.
Zusätzlich befindet sich der Maßnahmeort ja auch in einem anderen Bundesland.

Allerdings weis ich nicht ob ich in SGB 3 oder SGB 2 falle.
Steht das auf der EGV?

Alles so kompliziert :(
 

Erolena

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Im Zitat zum § 81 steht wie in den anderen Zitaten vorher auch schon:
Wenn deine ständige Wohnung am Heimatort vom Umschulungsort zu weit entfernt ist,
dann ist für die zwei Jahre eine zweite Unterkunft in Köln nötig
(= auswärtige Unterbringung. Dafür gibt es zusätzliche 340 + 126 + monatliche Heimfahrt)

Wenn du nach Köln umziehst, dann ist
Wohnort = Umschulungsort (= keine auswärtige Unterbringung)
 

Schweinchenebert

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Danke für eure Antworten!

Ich habe mich entschieden, nach Köln zu ziehen. Der Mietvertrag wird diese Woche rausgeschickt. Die Kündigung meiner jetzigen Wohnung ist auch schon geregelt. Nachmieter ist gefunden. Läuft alles nach plan.

Nächste Woche gehts dann nach Köln mit dem neuen Mietvertrag (Neuantrag stellen)

ich halte euch auf dem laufenden!
 
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