Austritt aus AA/JC wegen Ausbildung und Wohnung. Sanktion?

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SensitiveStar

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Hallo an alle,

ich hoffe ich bin hier richtig und dass ihr mir eventuell weiterhelfen könnt, denn die "netten" Menschen vom JC am Telefon haben mich recht schnell abgewimmelt. :mad:

Mein Freund beginnt ab 1.9. eine Ausbildung in dem Bundesland in dem ich lebe. Wir haben auch schon zum 1.7. den Mietvertrag ohne Einverständnis seines AAs/JCs unterschrieben, da wir die Wohnung in Zukunft sowieso ohne Hilfe der Arge bezahlen werden.

Nun möchte sich mein Freund beim AA/JC abmelden, aber sie lassen ihn nicht aus der Maßnahme raus und wollen ihm eine Sanktion aufdrücken, wenn er sich einfach abmeldet. Was können wir da machen ? Ist es überhaupt möglich sich einfach beim AA/JC abzumelden ? Können die ihm eigentlich für immer "verbieten" Geld von ihnen zu beziehen oder nur für 3 Monate (Sanktion) ? Müssen wir mit weiteren Konsequenzen rechnen?

Gruß
 

franky0815

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Hallo an alle,

ich hoffe ich bin hier richtig und dass ihr mir eventuell weiterhelfen könnt, denn die "netten" Menschen vom JC am Telefon haben mich recht schnell abgewimmelt. :mad:

man telefoniert nicht mit den ämtern, ausserdem warum macht dein freund schon jetzt die pferde scheu, aus der massnahme kommt man auch anders raus, etwa mit krankmeldung oder einfach die verträge die die einem hinhalten nich unterschreiben ( dafür isses vermutlich schon zu spät ).

bekommst du auch alg2?
 

SensitiveStar

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Nein, ich bekomme nichts von denen, weil ich nichts von denen will, eben, weil ich weiß, dass die nichts für Menschen übrig haben und weil ich mich selbst um Arbeit kümmern kann. (beginne auch am 1.9)

Es geht einfach darum, dass er zum 1.7. bedenkenlos umziehen kann. Es ist doch schwachsinnig in der Maßnahme zu sein, wenn man längst das Ziel erreicht hat. Müssen wir denn mit schlimmeren Konsequenzen rechnen, als mit einer Sanktion, wenn er sich einfach abmeldet?

LG
 

franky0815

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Es geht einfach darum, dass er zum 1.7. bedenkenlos umziehen kann. Es ist doch schwachsinnig in der Maßnahme zu sein, wenn man längst das Ziel erreicht hat. Müssen wir denn mit schlimmeren Konsequenzen rechnen, als mit einer Sanktion, wenn er sich einfach abmeldet?

wenn er auf die kohle vom jc einfach verzichten kann, dann einfach zum 1.7. abmelden und ende, was wollen sie denn sanktionieren wenn man nix bekommt.
 

SensitiveStar

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Ja, eigentlich kann er drauf verzichten, da wir ja beide zum 1.9 die Ausbildung haben und bis dahin noch bei meinen Eltern leben, bis die Wohnung fertig ist.

Ich habe eben nur Angst, dass da mehr passieren kann, wenn er sich abmeldet. Also es ist NICHT möglich, dass sie ihm für immer das Arbeitslosengeld verwehren ? (zB. sollte er in Zukunft mal arbeitslos sein, dass die sagen : Du kriegst nichts mehr)
 

franky0815

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Ich habe eben nur Angst, dass da mehr passieren kann, wenn er sich abmeldet. Also es ist NICHT möglich, dass sie ihm für immer das Arbeitslosengeld verwehren ? (zB. sollte er in Zukunft mal arbeitslos sein, dass die sagen : Du kriegst nichts mehr)

arbeitslosengeld is etwas ganz anderes wie alg2, arbeitslosengeld ist eine versicherungsleistung, da sind die voraussetzungen zu erfüllen und dann wird das auch gezahlt.
 

SensitiveStar

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Ich weiß gerade nicht, was ich sagen soll. Ich bin echt verzweifelt, weil ich mir riesige Sorgen mache, was passieren kann. Ich möchte einfach nur Antworten haben... :(

Also können sie ihm Gelder für immer verwehren oder nicht ?
Gibt es Konsequenzen mit denen wir rechnen müssen, wenn er sich abmeldet?
 

Wutbuerger

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Schon mal über Krankenversicherung nachgedacht ? Wir haben Pflichtversicherung also mußte dich dann auf eigene Kosten versichern .. macht so ca 140 im Monat .
Da wurden schon bessere Möglichkeiten genannt ...
 

SensitiveStar

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Was sollen wir denn machen? Ich kann das doch nicht alles allein machen... Ich hab keine 10 Arme und Beine die mir bei der Renovierung der Wohnung helfen...

Was ist, wenn er sich bei seinem AA/JC abmeldet und sich hier oben anmeldet, aber eben ohne Leistungsbezug, ist er dann wieder versichert? Was sollen wir sonst machen ? Wir müssen das alles bis 1.9. schaffen...

Bitte helft mir doch... ich heule mir schon seit Minuten die Augen aus, weil ich einfach nich weiß, was wir machem sollen...

Wenn er sich abmeldet, dann ist er nicht krankenversichert... wenn er sich bei der AOk anmeldet muss einen Haufen Geld bezahlen... wenn er sich nich abmeldet darf er wohl erst zum 1.9 her... dann darf ich alles allein machen... ich weiß einfach nicht weiter... bitte... ich bin verzweifelt...
 

Wutbuerger

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Erstens ..mach es nicht zu deinem Problem .Dein Freund ist wohl über 18 und trifft seine Entscheidungen selbst . Zunächst war ja die Frage ob Arbeitslosengeld 1 oder ALG2 / Hartz4 .Beim Alg 1 kann man sich wohl abmelden wenn man nicht mehr arbeitssuchend gemeldet ist , also als Verzicht .
Beim ALG2 hat man durch den Leistungsbezug im Gegenzug die Pflicht , alles zu tun um Leistungsbezug zu beenden bzw zu senken . Wenn nun die Arbeit erst am 1.9. anfängt , steht ihm höchstens noch ein angemessner Urlaub zu .Solange haben sie dich in den Fingern .Ich würde versuchen auf Hinblick auf die Arbeitsstelle die Maßnahme zu beenden , es sind ja noch so viele Sachen zu regeln (umzug Renovierung Behördengänge und dann würde ich auf notwendige Erholung abstellen damit er bei Arbeitsantritt auch voll Leistungsfähig ist .
Ansonsten müßte eben dein Freund seine KK selbst bezahlen (wiso du ?)
Nenn ihm die Fakten , entscheiden muß er selbst .
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Wenn dein Freund sich tatsächlich komplett aus dem Bezug abmeldet, wüsste ich nicht, wie man eine Sanktion begründen kann.
Wenn man ne Million erbt und deswegen aus dem Bezug fällt, wird man doch wohl auch kaum noch gezwungen, eine Maßnahme zu beenden...

Allerdings ist die Frage der Krankenversicherung natürlich wichtig. Wenn deine Eltern bereit sind, deinen Freund bis zum Ausbildungsbeginn mit "durchzufüttern", ist das schonmal ziemlich praktisch. Ob sie dann auch noch die Kosten für die Krankenversicherung beisteuern können, weißt du selbst vermutlich weitaus besser.

Sollte das nicht der Fall sein, kommt es drauf an, wie alt dein Freund ist. Wenn er unter 23 ist, kann er über seine Eltern kostenlos familienversichert sein (und ist es vermutlich aktuell sogar, das Jobcenter wird ihm ja die Krankenkasse nicht bezahlen, wenns auch anders geht). Wenn dein Freund das selbst nicht weiß, kann er seine Krankenkasse fragen.

Ansonsten bliebe nur die Möglichkeit, mit ALG II-Bezug umzuziehen. Grundsätzlich ist das nicht verboten. Wenn dein Freund unter 25 ist und noch bei den Eltern wohnt, gelten da besondere Regeln, dann wird nämlich nach einem ungenehmigten Umzug die Miete nicht übernommen. Außerdem sind Sanktionen direkt höher.
Umziehen kann er aber trotzdem und für den Umzug allein kann er auch keine Sanktion bekommen.
Durch den Umzug in den Bereich eines anderen Jobcenters wird mMn die Maßnahme ohnehin hinfällig.
Ich würde da ganz stumpf vorgehen:
Abmeldung bei Jobcenter A vornehmen, ohne weiter auf die Maßnahme einzugehen.
Bei der Anmeldung bei Jobcenter B mitteilen, dass man durch Jobcenter A aktuell noch an einer Maßnahme teilzunehmen habe. Diese wolle man natürlich nicht abbrechen, aber wer ist denn nun für die Kosten zuständig? Vor allem sind die Fahrtkosten ja sehr hoch, und es ist fraglich, ob man es vom neuen Wohnort aus schafft, da täglich und zu den von der Maßnahme geforderten Zeiten hinzufahren...
Die beiden Jobcenter werden sicher nicht anfangen, sich darum zu streiten, wer wie viel anteilig für die Maßnahme zu zahlen hat und wer die Fahrtkosten übernimmt.

Kurz - ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass man bei einem Umzug in das Einzugsgebiet eines anderen JC für einen damit einhergehenden Maßnahmeabbruch sanktioniert werden kann.

Natürlich kann und wird das JC das evtl. versuchen.
Wenn der Freund U25 ist, bekommt er damit im schlimmsten Fall erstmal gar kein Geld. Mietzahlungen sind gestrichen, weil er ohne Erlaubnis umgezogen ist, und für den Maßnahmeabbruch gibt es 100% Sanktion auf den Regelsatz für drei Monate. Es ist aber möglich, dann trotzdem Lebensmittelgutscheine zu beantragen, und in dem Moment, in dem auch nur irgendeine Leistung gezahlt wird (und seien es eben Lebensmittelgutscheine), wird auch die Krankenversicherung bezahlt.
Wenn der Freund Ü25 ist, ist das wesentlich unkomplizierter. Er würde die anteilige Miete bezahlt bekommen und könnte für einen Maßnahmeabbruch nur mit 30% des Regelsatzes für drei Monate sanktioniert werden. Es würde also weiter Geld fließen und auch weiter die KV getragen werden.

Eine Sanktion geht grundsätzlich über drei Monate. Entweder ist das JOC damit schnell und sanktioniert sofort, dann bleibt aber mindestens ein Monat übrig, da der Freund ab 1.9. ja aus dem Bezug fällt. Wenn das JC nicht so schnell ist, kommt die Sanktion eben später und es bleiben mehr Monate übrig.
Grundsätzlich werden Sanktionen "gespeichert" und können auch noch umgesetzt werden, wenn nach einer Zeit ohne Anspruch ein neuer Antrag gestellt wird.
Ich weiß aber weder, ob es da irgendwelche "Verjährungsfristen gibt", noch wie damit umgegangen wird, wenn jemand nach U25-Richtlinien sanktioniert ist, aber beim nächsten Antrag womöglich schon Ü25 ist.

Aber gegen Sanktionen kann man natürlich Widerspruch einlegen. Das kann ne ganze Weile dauern, lohnt sich aber.
Schließlich wollte dein Freund die Maßnahme ja nie abbrechen. Er ist halt nur umgezogen, was ja sein gutes Recht ist... wenn das neue JC im die Fahrtkosten nunmal nicht bewilligen wollte oder er auf Grund der Strecke es nicht mehr geschafft hat, dorthin zu pendeln, ist das ja nicht seine Schuld. :wink:
 

SensitiveStar

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Danke erstmal, dass sich jemand soviel Zeit nimmt mir so eine lange Antwort zu schreiben... dass kann ich gut gebrauchen so traurig wie ich gerade bin :(

Mein Freund ist genau 23. Die Sache ist die : Wir brauchen ab 1.7. gar kein Geld mehr vom Amt. Wir brauchen nur eine Lösung, wie er dann krankenversichert sein kann. Ob er dann über seine Mutter bis 1.9. versichert ist oder wir ihn einfach 2 Monate unversichert lassen.

Wie gesagt : Also haben wir, wenn er sich zum 1.7. einfach abmeldet, nichts zu befürchten, außer eine 3 monatige Sanktion und den Wegfall der Krankenversicherung? Habe ich das richtig verstanden?
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Wie gesagt : Also haben wir, wenn er sich zum 1.7. einfach abmeldet, nichts zu befürchten, außer eine 3 monatige Sanktion und den Wegfall der Krankenversicherung? Habe ich das richtig verstanden?

Richtig. Wobei die Rechtmäßigkeit der Sanktion - wenn sie denn kommt - mMn zweifelhaft wäre. Das verhindert die Sanktion nicht, aber dein Freund kann dagegen vorgehen, Widerspruch einlegen und evtl. klagen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Zum jetzigen JC hin und das so erklären wie es ist.

Er hat einen Job ab 1.9. in xxxx und zieht deshalb zum 1.7. dahin.
An der Maßnahme bis zum 30ten teilnehmen und bei der Stadt abmelden.

Dann zu euch umziehen. Bei Stadt anmelden. Meldeadresse ist ja bei dir. Dann zum JC und sich arbeitslos melden und über den Job ab 1.9. informieren.
Wenn Wohnung schon angemietet dann angeben. Sonst sagt er ist kostenlos bei dir erstmal untergebracht bis die Wohnung am xxten frei wird.
Seine Regelleistung müsste er bekommen.
Sollte er tatsächlich eine 100% Sanktion bekommen beantragt er einfach Lebensmittelgutscheine(über 100 €) und er ist krankenversichert. Das muss er sein weil beim renovieren schnell mal was passieren kann.
 

SensitiveStar

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Kann mein Freund sich denn mit 23 über seine Mutter krankenversichern lassen auch wenn diese ebenfalls Hartz4 bekommt? Oder ist das nicht mehr möglich?

Und wenn nicht : Ist es doch möglich, dass er sich trotzdem bei sich abmeldet, bei mir anmeldet (OHNE dass er was von ihnen beziehen will) ...dann ist doch wieder versichert ? Oder muss er dazu auch etwas beziehen?
 
E

ExitUser

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Familienversicherung: Gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung

Sowohl in der gesetzlichen Kranken- als auch in der sozialen Pflegeversicherung gibt es die Möglichkeit der beitragsfreien Familienversicherung.
Beitragsfrei familienversichert können sein:

  • Kinder, Stiefkinder, Enkel, Pflegekinder, Adoptionspflegekinde sowie die Kinder von familienversicherten Kindern
  • Ehepartner und eingetragene Lebenspartner.
Kinder, Stiefkinder, Enkel, Pflegekinder und Adoptionskinder können zunächst nur bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres beitragsfrei familienversichert sein. Die Familienversicherung kann aber unter bestimmten Voraussetzungen über das 18. Lebensjahr hinaus weiter geführt werden.



Quelle: Familien-Wegweiser - Stichwortverzeichnis


Erkundigt euch bei der Krankenkasse, in welchen Ausnahmefällen eine Weiterversicherung über das 18. Lebensjahr hinaus möglich ist.
 

franky0815

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Schon mal über Krankenversicherung nachgedacht ? Wir haben Pflichtversicherung also mußte dich dann auf eigene Kosten versichern .. macht so ca 140 im Monat .

zu den 140€ kv kommt dann aber noch die pflegeversicherung dazu, ich zahle momentan bei der aok, etwas über 165€

könnte man nich auch den ausbildungsbeginn nich einfach vorziehn, oder eine art praktikum vor die eigentliche ausbildung hängen? zumindest fragen könnte man ja mal beim ausbildungsbetrieb.
 

Wutbuerger

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Die Idee mit einem Praktikum kam mir auch schon , man kommt früher vom JC weg und hat noch etwas sinnvolles getan .Schlimm wenn man auch noch betteln muß zur Not umsonst arbeiten zu dürfen ..
 

SensitiveStar

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Das mit dem Praktikum ist wahrscheinlich möglich ja, aber nach deren Aussage (vom Arbeitsamt) erst, wenn der beglaubigte Ausbildungsvertrag vorliegt :( Und der ist noch bei der IHK.

Was ist eigentlich, wenn mein Freund sich bei sich abmeldet und hier anmeldet, aber eben ohne etwas vom Amt beziehen zu wollen, ist er dann trotzdem krankenversichert oder einfach nur arbeitslos ohne Leistungen gemeldet?

Wie.. also 140€ KV + ??? Pflegevers. ? o_O
 

Wutbuerger

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Beglaubigter Ausbildungsvertrag ? ist das normal ? Eigentlich sollte denen doch eine Bestätigung des AG reichen .. hat er also den Ausbildungsvertrag noch nicht vorliegen ?
KK :Das Mindesteinkommen für sonstige freiwillig Versicherte in der GKV beträgt im Jahr 2015 945,00 Euro. Wer so eingestuft ist, zahlt im Jahr 2015 monatlich 132,30 Euro plus Zusatzbeitrag.
Eine Anmeldung ohne Leistung wird bei ALG2 nicht gehen , da ja schon die KV eine Leistung wäre (wird ja auch vom JC bezahlt ) .
Warum nimmst du die einfachsten Ratschläge nicht an ( AU holen ) ?
Wer´s lieber kompliziert haben will ...
 

Wutbuerger

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wenn du mit einer Abkürzung nicht weiter weißt warum fragste dann nicht nach ?
AU = Arbeitsunfähig --krankgeschrieben -- und die Sache würde mit geringstem Aufwand gelöst ...
 

franky0815

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krankschreiben lassen ist die einfachste lösung um erstmal von der massnahme weg zu kommen, vor allem hat man dann zeit, zb. zum wohnung herrichten.

krankenkasse kostet der mindestbeitrag um die 165€ incl plegeversicherung.
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

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Er ist nur übers JC krankenversichert, wenn er auch irgendwas vom JC bekommt. Ohne Bezüge arbeitslos melden reicht dafür nicht aus.
Wenn niemand die Krankenversicherung für ihn bezahlt und er selbst das nicht tut, wird die aktuelle Krankenkasse denoch davon ausgehen, dass er weiterhin versichert ist und ihm das irgendwann in Rechnung stellen, ja. So gesehen kann er nicht aus der Versicherung fallen, dafür gibts die Versicherungspflicht.
Aber das ist ja nicht das aktuelle Problem.

Ein berufsausbildungsvorbereitendes Praktikum würde u.U. aber wieder zu der Möglichkeit führen, bis zum 25. Lebensjahr als in Ausbildung befindlich und ohne eigenes Einkommen über die Eltern familienversichert sein. Das wiederum müsste aber mit der Krankenkasse geklärt werden. Da der Freund vom 1.7. an keine Bezüge mehr benötigt (abgesehen von der noch ungeklärten KV), bräuchte ihm das JC das Praktikum auch nicht genehmigen. Das wäre dann allein Sache der KV, ob sie den berufsausbildungsvorbereitenden Charakter des Praktikums anerkennen.

Das meiste von dem, was das Jobcenter selbst einem sagt, ist aus dem einen oder dem andren Grund eh Blödsinn. Teils kennen die ihre Gesetze selbst nicht, teils wollen sie sie nicht kennen. Was die reden von nem beglaubigten Ausbildungsvertrag ist schlicht falsch. Erstens werden die sicher die Beglaubigung nicht zahlen und zweitens geht sie der Vertrag nen feuchten Kehricht an.

Und drittens hat der Vertrag ja erstmal mit dem aktuellen Umzug gar nichts zu tun. Wenn also jemand was über die Ausbildung erfahren kann, dann das Jobcenter, dass vom 1.7. bis zum 1.9. zuständig sein wird - wenn denn für diese Zeit Leistungen beantragt werden.

Ich würd mal versuchen, das Durchdrehen ein wenig einzustellen. :wink: Zunächst ist es das Problem deines Freundes, und meiner Erfahrung nach tut man sich keinen Gefallen damit, irgendwas für den Partner regeln zu wollen. Helfen ja,die Probleme selbst übernehmen ist ne echt blöde Idee.
Dann solltet ihr beide aufhören, aufs Jobcenter zu hören. Die reden dort viel, wenn der Tag lang ist, teils weil sie keine Ahnung haben, teils weil sie keine Lust haben, überhaupt zu versuchen, die spezielle Situation des Freundes zu verstehen, und teils, weil sie aus welchen perfiden Gründen auch immer eben versuchen wollen, einem eins reinzuwürgen.
Als nächstes würde ich an deiner Stelle mal mit deinen Eltern reden. Immerhin haben die sich ja bereit erklärt, deinen Freund mit durchzufüttern für zwei Monate. Eventuell wären sie ja auch in der Lage, die Krankenversicherung für die zwei Monate zu übernehmen. Wenn nicht als Geschenk, dann eben als Darlehen, dass dein Freund bei ihnen abstottern kann oder nach der Ausbildung zurückzahlt. Dann wärt ihr das Jobcenter wirklich ab 1.7. einfach los.
Wenn das nicht geht, wie gesagt... beim alten JC abmelden, beim neuen anmelden und da dann doof nachfragen, wie es mit der Maßnahme denn nun ausschaut, schließlich ist es so weit und die Fahrtkosten so hoch.
Selbst wenn sanktioniert wird, kann man Lebensmittelgutscheine beantragen und so die KV sicherstellen. Nebenher gegen die Sanktion vorgehen und gut ists.

Arbeitsunfähigkeit für zwei Monate halte ich für nicht machbar - es sei denn, er wohnt noch bei den Eltern und kann dort bis 1.9. gemeldet bleiben. Ansonsten wird ja trotz AU das Hickhack bezgl. des Umzugs losgehen. Und davon ab braucht man am alten Wohnort einen Arzt, der genug Verständnis für Hartz 4-Probleme hat und da mitmacht. Als gesunder 23-jähriger kennt man einen solchen Arzt eventuell gar nicht.
 
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