aussteuerung-nahtlosigkeit-arbeitslosengeld fiktiv berechnet

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Anna1956

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Hallo und guten Tag, ich bin schon etwas länger in diesem Forum Mitleserin.

Habe schon viel über Aussteuerung, Nahtlosigkeit gelesen und es hat mir sehr geholfen.

Ich wurde am 5.11.18 aus der Krankenkasse ausgesteuert. Krankgeldbezug vom 31.3.17-6.4.18 und vom 13.6.18-5.11.18. Vom 7.4.18-12.6.2018 habe ich versicherungspflichtig gearbeitet.

Nahtlosigkeit wurde anerkannt. Bescheid Agentur für Arbeit über Arbeitslosengeld am 7.11.18 erhalten.

Jetzt hätte ich doch mal eine Frage zur Berechnung von Arbeitslosengeld. Muss ich einen Antrag auf erweiterten Bemessungszeitraum stellen? Ich hatte im letzten Jahr nur für 66 Tage Einkommen vom Arbeitgeber. In meinem Bewilligungsbescheid würde das beitragsfähige Arbeitsentgelt vom letzten Jahr vor Entstehung des Leistungsanspuchs angerechnet und ist dementsprechend niedrig. (57% vom Krankengeld).

Nach meiner Rechnung wäre der erweiterte Bemessungszeitraum vom 6.11.16-5.11.18 ( gleich 211 Tage Arbeitsentgelt), ist das so richtig?

Über eine Antwort wäre ich sehr dankbar. Lg
 
Zuletzt bearbeitet:

Seepferdchen 2010

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:welcome:Anna1956

Komisch was habe ich hier falsch gemacht. Oder bin ich noch nicht freigegeben?

Nein du hast nichts falsch gemacht, dein Beitrag ist freigegeben.

Für die Zukunft solltest du berücksichtigen, daß die hier anwesenden Nutzer ihre Hilfestellungen in ihrer Freizeit geben und nicht rund um die Uhr online sind. Ein wenig Geduld wäre deshalb schon angebracht.

Ich wünsche weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum
 

Anna1956

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:welcome:Anna1956



Nein du hast nichts falsch gemacht, dein Beitrag ist freigegeben.

Für die Zukunft solltest du berücksichtigen, daß die hier anwesenden Nutzer ihre Hilfestellungen in ihrer Freizeit geben und nicht rund um die Uhr online sind. Ein wenig Geduld wäre deshalb schon angebracht.

Ich wünsche weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum


Tut mir sehr leid, dass ich wohl zu ungeduldig war. Habe das erstemal geschrieben und ich dachte ich bekomme vll eine Meldung, wenn der Beitrag freigegeben ist. Sorry ☺
[>Posted via Mobile Device<]
 

Bertolino

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Hallo, Anna1956,
Nach meiner Rechnung wäre der erweiterte Bemessungszeitraum vom 6.11.16-5.11.18 ( gleich 211 Tage Arbeitsentgelt), ist das so richtig?
Der erweiterte Bemessungszeitraum ist auch dann interessant, wenn du in den weiteren 12 Monaten durchschnittlich höheres Arbeitsentgelt erhalten hattest. Umgekehrt kann es von Nachteil sein, den erweiterten Bemessungszeitraum zu beantragen, wenn du geringeres durchschnittliches Arbeitsentgelt hattest.
Aus diesem Durchschnitt wird letztlich die Höhe deines täglichen ALG- Anspruchs berechnet.

Unter welchen Umständen der Bemessungszeitraum auf Antrag auf 24 Monate erweitert wird, findest du hier:
https://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Gesetze_SGBIII_p150.html

Weitere Antworten findest du hier: (Ganz nach oben scrollen, dort befinden sich die Fragen)
https://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Arbeitslosengeld_I.html#tocitem8

Gruß
Bertolino
 

Anna1956

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Hallo, Anna1956,

Der erweiterte Bemessungszeitraum ist auch dann interessant, wenn du in den weiteren 12 Monaten durchschnittlich höheres Arbeitsentgelt erhalten hattest. Umgekehrt kann es von Nachteil sein, den erweiterten Bemessungszeitraum zu beantragen, wenn du geringeres durchschnittliches Arbeitsentgelt hattest.
Aus diesem Durchschnitt wird letztlich die Höhe deines täglichen ALG- Anspruchs berechnet.




Da ich ab 6.11.16 - 30.03.17 noch volles Gehalt hatte ist das weitaus höher als die 66 Tage in 2018. Ich denke auch es wurde ein fiktives BemessungsEntgelt zu Grunde gelegt.
Im bewilligungsbescheid steht
^für den Leistunsbezug ab 6.11.2018 liegt ihrem BemessungsEntgelt die Regelbemessung zugrunde^
oder sehe ich das falsch?
 

saurbier

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Hallo Anna1956,

vielleicht wäre es ja besser, wenn du mal den Bescheid hier Anonym einstellen würdest.

Da können wir lesen was da so alles gemacht/berechnet wurde und vor allem nach welchen Gesetzen.

Vermutungen helfen niemanden.


Grüße saurbier
 

Doppeloma

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Hallo Anna1956, :welcome:

Da ich ab 6.11.16 - 30.03.17 noch volles Gehalt hatte ist das weitaus höher als die 66 Tage in 2018. Ich denke auch es wurde ein fiktives BemessungsEntgelt zu Grunde gelegt.

Ich denke NICHT, dass "fiktiv" berechnet wurde, du hast doch eine Arbeitsbescheinigung von deinem AG ausfüllen lassen, hast du dir eine Kopie davon gemacht ?
Hast du kontrolliert ob die Eintragungen stimmen VOR der Abgabe bei der AfA ?

Die Berücksichtigung der letzten 24 Monate (VOR der AU) musst du selbst bei der AfA verlangen (beantragen), sonst nehmen die nur die letzten 12 Monate ...
Da hattest du aber gar keine 150 Tage mit Erwerbseinkommen für die Berechnung des ALGI, also sieht es schon danach aus, dass man bereits 24 Monate genommen hat.

Genau klären kannst du das NUR bei der AfA, die schriftlichen Unterlagen (die du dafür eingereicht hast) kennen wir ja hier nicht. :icon_evil:

Im bewilligungsbescheid steht
^für den Leistunsbezug ab 6.11.2018 liegt ihrem BemessungsEntgelt die Regelbemessung zugrunde^
oder sehe ich das falsch?

Das siehst du wohl "falsch", denn da steht ja NIX von "fiktiver Berechnung" und dann müsste auch erwähnt sein welche Qualifikations-Stufe genommen wurde.

Seit Beginn deiner AU sind noch KEINE 2 Jahre vergangen also wurde nach deinem echten Einkommen berechnet (Regelbemessung), ALGI ist (leider) oft deutlich weniger als das vorherige Krankengeld.

Das ist KEINE Berechnungs-Grundlage für ALGI, das wird nur aus deinem letzten Einkommen ODER "fiktiv" berechnet wenn du im erforderlichen Zeitraum keine 150 Tage Erwerbseinkommen mehr hattest.

Das Krankengeld beträgt (grob gerechnet) meist 75 - 80 % des letzten Netto-Einkommens und ALGI nur ca. 60 % (ohne Kinder im Haushalt) oder ca. 67 % (mit Kinder im Haushalt) vom letzten Netto - Durchschnitts-Einkommen (jeweils OHNE versicherungsfreie Zuschläge).

Mit dem "Vergleich" zum bisherigen Krankengeld kommt man da nicht weiter ... das hat dafür KEINE Bedeutung wie viel ALGI man bekommen wird. :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

Anna1956

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Vielen Dank ich hoffe ich bekomme das hin mit dem zitieren.

Hallo Anna1956, :welcome:




Ich denke NICHT, dass "fiktiv" berechnet wurde, du hast doch eine Arbeitsbescheinigung von deinem AG ausfüllen lassen, hast du dir eine Kopie davon gemacht ?
Hast du kontrolliert ob die Eintragungen stimmen VOR der Abgabe bei der AfA ?

ja habe ich und die Angaben stimmen. Ich habe 66 tage gearbeitet.

Die Berücksichtigung der letzten 24 Monate (VOR der AU) musst du selbst bei der AfA verlangen (beantragen), sonst nehmen die nur die letzten 12 Monate ...
Da hattest du aber gar keine 150 Tage mit Erwerbseinkommen für die Berechnung des ALGI, also sieht es schon danach aus, dass man bereits 24 Monate genommen hat

Hmmm.....

Genau klären kannst du das NUR bei der AfA, die schriftlichen Unterlagen (die du dafür eingereicht hast) kennen wir ja hier nicht. :icon_evil

Ok.

Das siehst du wohl "falsch", denn da steht ja NIX von "fiktiver Berechnung" und dann müsste auch erwähnt sein welche Qualifikations-Stufe genommen wurde.

Steht da nicht. Ich versuche gleich mal die Seite hochzuladen.

Das Krankengeld beträgt (grob gerechnet) meist 75 - 80 % des letzten Netto-Einkommens und ALGI nur ca. 60 % (ohne Kinder im Haushalt) oder ca. 67 % (mit Kinder im Haushalt) vom letzten Netto - Durchschnitts-Einkommen (jeweils OHNE versicherungsfreie Zuschläge).

Mit dem "Vergleich" zum bisherigen Krankengeld kommt man da nicht weiter ... das hat dafür KEINE Bedeutung wie viel ALGI man bekommen wird. :icon_evil

Das ist mir auch klar. Ich bin aber von 60% meines letzten Gehaltes ausgegangen, nun sind es nur 45 %. Hat mich schon sehr gewundert.
 

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Doppeloma

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Hallo Anna1956,

Das Arbeitslosengeld ist ca. 55 % vom Krankengeld. Kann doch nicht stimmen. Keine Ahnung was ich jetzt machen soll.

Das Krankengeld ist KEINE Berechnungsbasis für das ALGI, das habe ich oben schon versucht zu erklären.
Es bringt dich nicht weiter dich über den prozentualen Unterschied im Zahlbetrag zu wundern ...
Ebenso habe ich dir angeraten das bei der AfA zu klären, wenn dir in den Berechnungen deines ALGI was nicht klar ist ...

Wir kennen dein Einkommen NICHT und ALGI KANN nicht aus 66 Tagen berechnet sein, weil man mindestens 150 Tage als Berechnungsgrundlage braucht bei der AfA ...
Es kann ja auch einfach ein Berechnungsfehler sein ... das klärt man am Besten vor Ort in der Leistungs-Abteilung (unter Vorlage der entsprechenden Unterlagen).

Warum es nun sinnvoll sein soll, mal wieder an der Aussteuerung "herumzudeuteln" weiß ich nicht, das wird dir sicher @MachtsSinn noch genauer erklären können.

Das Eine (Berechnung von Krankengeld bei der KK) hat mit dem Anderen (Berechnung von ALGI bei der AfA) jedenfalls wenig zu tun.

MfG Doppeloma
 

Machts Sinn

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Warum es nun sinnvoll sein soll, mal wieder an
der Aussteuerung "herumzudeuteln" weiß ich nicht
Wie inzwischen klar wurde, sollte jeder Aussteuerungs-
bescheid sehr intensiv geprüft werden - denn es geht
immer um Geld, manchmal um viel Geld.

Dazu passende Diskussion sollte auch Anna 1956
nicht vorenthalten werden - meine ich.
 

Anna1956

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Hallo doppeloma, vielen Dank.



Das Krankengeld ist KEINE Berechnungsbasis für das ALGI, das habe ich oben schon versucht zu erklären.
Es bringt dich nicht weiter dich über den prozentualen Unterschied im Zahlbetrag zu wundern ...
Ebenso habe ich dir angeraten das bei der AfA zu klären, wenn dir in den Berechnungen deines ALGI was nicht klar ist ...

Du hast recht und das weiss ich auch. Mein Gedankenansatz war wohl falsch. War davon ausgegangen das Arbeitslosengeld 60% vom letzten nettogehalt ist. Mir war nicht klar das davon dann noch die 21% Sozialversicherungspauschale, Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag abgezogen wird.

Warum es nun sinnvoll sein soll, mal wieder an der Aussteuerung "herumzudeuteln" weiß ich nicht, das wird dir sicher @MachtsSinn noch genauer erklären können.

Das Eine (Berechnung von Krankengeld bei der KK) hat mit dem Anderen (Berechnung von ALGI bei der AfA) jedenfalls wenig zu tun.

Da ist Aussteuerung schon am 5.11. war und der Bescheid der Krankenkasse am 29.08.18 zugestellt wurde, ist die Widerspruchszeit sowieso überschritten.

Ich danke euch für die Hilfe. Ich sehe jetzt wohl klarer. War nur ganz schön geschockt über den niedrigen Betrag. Ist wohl rechtens so.

LG Anna
 

Machts Sinn

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Da ist Aussteuerung schon am 5.11. war und der Bescheid der
Krankenkasse am 29.08.18 zugestellt wurde, ist die Widerspruchszeit
sowieso überschritten.
Nur um Irrtümern / Missverständnissen vorzubeugen:

Wenn - wie hier im Aussteuerungsbescheid der DAK vom 13.07.2018 -
https://www.elo-forum.org/aussteuer...4-psychisch-ende-mach-besten.html#post2339117 die Rechtsbehelfs-
belehrung (Hinweis auf die Widerspruchsmöglichkeit) fehlte, gilt die Jahres-
frist, § 66 Abs. 2 SGG https://www.gesetze-im-internet.de/sgg/__66.html

Und nach Ablauf der Widerspruchsfrist gibt es immer noch die
Möglichkeit eines Überprüfungsantrages, § 44 SGB X
https://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbx/44.html
 
Zuletzt bearbeitet:

Anna1956

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