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Aussteuerung, naht, habe Restanspruch ALG 1 von 4 Monaten wie weiter?

JuJuJu

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#1
Hallo liebes Forum,
hoffe ihr habt, den Umständen entsprechend, schöne Feiertage.
Mache mir aktuell wieder Gedanken wie es weitergeht...
Bin 61 Jahre, jetzt 12 Monate AU, psychisch, bin weiter in Behandlung, war auch in TK und wurde AU entlassen.
Die Aussteuerung, naht, habe Restanspruch ALG 1 von 4 Monaten.
Stimmt es dass sich nach 12 Monaten AU der ALG 1 Anspruch um 6 Monate verlängert? Trotz Aussteuerung? Oder muss ich mich vor der Aussteuerung gesund schreiben lassen?
Oder gilt für mich die Nahtlosigkeitsregelung?
Was muss ich bei der Frage nach der Leistungsfähigkeit beachten wenn ich zum Arbeitsamt gehe? Hängt dann davon die Höhe der ALG 1- Zahlung ab?
Hatte der AFA bisher meine AU-Bescheinigungen geschickt.
Habe einen GDB von 30. Gleichstellung bei der AFA auf 50.
Verschlimmerungsantrag auf 50 reiche ich jetzt beim Versorgungsamt ein.
Hätte ich einen GDB von 50 hätte ich mit Abschlag als Schwerbehinderte im November in Rente gehen können.
Ist aber wesentlich niedriger als KG.
Regelaltersrente mit Abschlag könnte ich Ende 2020 beantragen. Die ist recht niedrig.
Das reguläre ALG 1 ist mehr.
Da ich durch meine psychische Erkrankung kognitiv und im Umgang mit Menschen eingeschränkt bin muss ich aufpassen dass die Behörden mich nicht "verschaukeln".

Worauf sollte ich achten?
Wäre sehr dankbar für Tipps, vielen Dank und liebe Grüße!
 

Kerstin_K

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#2
Wozu has du bisher deine AU Bescheinigungen zur AfA geschickt? Du bist doch da noch gar nicht im Bezug.
 

JuJuJu

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#3
Ich war vor der AU bei der AFA in Bezug und habe nach der AU noch Restanspruch.
 

JuJuJu

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#5

Doppeloma

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#6
Hallo JuJuJu

Bin 61 Jahre, jetzt 12 Monate AU, psychisch, bin weiter in Behandlung, war auch in TK und wurde AU entlassen.
Die Aussteuerung, naht, habe Restanspruch ALG 1 von 4 Monaten.
Stimmt es dass sich nach 12 Monaten AU der ALG 1 Anspruch um 6 Monate verlängert? Trotz Aussteuerung? Oder muss ich mich vor der Aussteuerung gesund schreiben lassen?
Wenn du mindestens 12 Monate AU geschrieben warst dann hast du einen zusätzlichen Anspruch auf ALGI erworben das ist richtig.
Wenn man nicht gesund ist, dann kann man sich auch nicht "gesund schreiben lassen", das gibt es gar nicht.

Du könntest die AU beenden (also nicht mehr verlängern lassen) aber wozu soll das gut sein wenn du gar nicht gesund bist ?

Oder gilt für mich die Nahtlosigkeitsregelung?
Was muss ich bei der Frage nach der Leistungsfähigkeit beachten wenn ich zum Arbeitsamt gehe? Hängt dann davon die Höhe der ALG 1- Zahlung ab?
Hatte der AFA bisher meine AU-Bescheinigungen geschickt.
Genau für diesen Fall gibt es ja den § 145 SGB III als Sonderregelung, damit man "nahtlos" einen vorhandenen Anspruch auf ALGI nutzen kann wenn man aus dem Krankengeld ausgesteuert wurde ...
Was bitte sollte die AfA mit deinen AU-Bescheinigungen, wenn du dein Geld von der KK bekommst ???

Das war keine so gute Idee die dort hin zu schicken, das solltest du umgehend bleiben lassen, denn der AfA MUSST du dich trotzdem mit deinem "Restleistungs-Vermögen" zur Verfügung stellen und die AU-Bescheinigung (für die ausgesteuerte Krankheit) hat dort keine Bedeutung mehr (trotzdem weiter zum Arzt und weiter AU-geschrieben bleiben).

Dieses "Restleistungs-Vermögen" hat dann der ÄD der AfA festzustellen und danach haben sich die SB bei deiner "Vermittlung" dann zu richten und nach § 140 SGB III der die Zumutbarkeit insgesamt regelt bei ALGI-Bezug.

Habe einen GDB von 30. Gleichstellung bei der AFA auf 50.
Verschlimmerungsantrag auf 50 reiche ich jetzt beim Versorgungsamt ein.
Warum hast du das nicht längst gemacht mit deinen aktuellen Arzt und Klinik-Berichten, die Bearbeitung braucht ja auch ihre Zeit und es ist nicht ganz einfach den Ausweis zu bekommen (gerade wenn man damit schon in Rente gehen könnte), das habe ich selbst so erlebt mit um die 60 Jahre und GdB 40 zu der Zeit.

Hätte ich einen GDB von 50 hätte ich mit Abschlag als Schwerbehinderte im November in Rente gehen können.
Ist aber wesentlich niedriger als KG.
Ob und wann du dann eine solche (vorgezogene) Altersrente beantragen wirst hast du nur SELBER zu entscheiden, zumindest wäre es ja schon theoretisch möglich gewesen, die KK hätte das aber nicht verlangen dürfen und die AfA darf das auch nach der Aussteuerung nicht.

Allerdings kann man dich dort (als Folge des ÄD-Gutachtens) zum Antrag auf EM-Rente auffordern und das darfst du dann NICHT ablehnen, dann stellt die AfA die Zahlungen ein.

Regelaltersrente mit Abschlag könnte ich Ende 2020 beantragen. Die ist recht niedrig.
Das reguläre ALG 1 ist mehr.
Bis Ende 2020 wirst du aber auch kein ALGI mehr bekommen (können) und steigen wird deine (Alters-) Rente (ohne weitere Beiträge aus Erwerbseinkommen) wohl auch nicht mehr, da könnte eine EM-Rente (eventuell) sogar noch etwas höher ausfallen (wegen der Zurechnungs-Jahre).

Lies mal etwas nach hier im Forenbereich und stelle dann deine weiteren auftretenden Fragen dazu wie es nach der Aussteuerung weitergehen soll ...

MfG Doppeloma
 

JuJuJu

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#7
Liebe Doppeloma vielen lieben Dank für deine Infos. Was ich nicht ganz verstehe warum ist es gut sich nach der Aussteuerung weiter AU schreiben zu lassen? Ist das nicht von Nachteil für den Bezug des Rest-ALG 1 und des zusätzlich erworbenen Anspruches?
 

Kerstin_K

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#8
Der Beginn meiner aktuellen AU ist knapp 3 Jahre nach dem Ende der letzten AU her,
Blockfrist kann man nicht rückwärts berechnen. Du musst da anfangen, wo du wegen dieser Krankheit erstmals AU warst.

Was ich nicht ganz verstehe warum ist es gut sich nach der Aussteuerung weiter AU schreiben zu lassen? Ist das nicht von Nachteil für den Bezug des Rest-ALG 1 und des zusätzlich erworbenen Anspruches?
Nein, das ist nicht von Nachteil. Aber sehr von Vorteil im Falle eines eventuellen Antrages auf EM Rente.
 
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